Untenrum feucht II

Natürlich ging es den Sommer über auch am Genesungswerk weiter. Nachdem der Beton nach einem Monat Aushärtung den Großteil seiner Feuchtigkeit abgegeben hatte, bin ich an die Abdichtung der erdberührenden Außenwände gegangen. Horizontalsperre alleine reicht da nicht. Es führen 1000 Wege nach Rom, die Schwierigkeit besteht darin, sich für einen zu entscheiden und diesen dann nicht zu verlassen. Ich habe den klassischen Weg beschritten: Beton anschleifen, Grundierung (weber.tec 901), kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtung (weber.tec 915, erst als Kratzspachtelung, dann 2x 3mm Schichtstärke) und als abschließenden Schutz die Dränmatte weber.sys 983:

Dickbeschichtung

Alles kein billiger oder schneller Spaß, aber ich investiere da lieber 1000€ und eine Woche mehr, als später den Mist nochmal aufbuddeln zu müssen, weil die Schraubenschlüssel das Rosten anfangen.
Egal, starten wir damit, die Außenecken abzurunden:

Ecken abrunden

Die müssen rund sein, damit der Erddruck später nicht die Beschichtung knackt. Diese Diamantschleifscheiben sind mittlerweile zu einem meiner Lieblingswerkzeuge avanciert.
Apropos „Lieblingswerkzeug“, eine teure aber um so sinnvollere Anschaffung sind auch „Schichtdickenkellen“:

Schichtdickenkelle

Der Profi lacht über so was, aber wenn man keine Ahnung hat, wie man eine einheitliche Schichtdicke zwischen „zu dünn“ und „zu dick“ mit der Bitumenpampe auf die Wand zaubert, helfen diese Kellen mit ihren kleinen Abstandshaltern enorm! Ebenfalls sinnvoll ist eine Eckenkelle, drei Einwegmaleranzüge pro Helfer/Tag, ein 100er-Paket Nitrilhandschuhe, sowie eine Dose PR88:

PR88

Gerade letzteres hat die abendliche Körperreinigung von einem Ganzkörperbad in Terpentinersatz auf ein munteres Abspülen mit warmem Wasser reduziert. Und noch etwas ist kriegsentscheidend: Arbeitssklaven!
Mir ist Tobias dankenswerterweise bei den Vorbereitungsarbeiten zur Hand gegangen und das war eine große Hilfe. Die Dickbeschichtung selbst hingegen habe ich später alleine aufgetragen und davon noch zwei Monate später Probleme mit meinem Handgelenk.
Genug der Vorrede: Let’s get dirty!

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