Auf den Bildern zur Lokustür konnte man es schon erahnen: Für die Tür wollte ich gerne eine Idee umsetzen, die ich schon vor drei Jahren hatte. Da sah ich nämlich in diesem Video von Hauke etwas im Hintergrund, dass ich herrlich nerdig fand:
Hauke war so lieb, mir Detailaufnahmen seines angepassten Schließmechanismusses zu schicken. Für die Lokustür waren aber glücklicherweise nur geringe Anpassungen erforderlich. Ausgangspunkt ist der Kofferhaubenverschluss des VW Käfer 1303 ab 1972:

Wie man auf dem Bild sieht, ist er aber natürlich nur auf eine Lage Blech und keine 15mm OSB zwischen Griff und Mechanik ausgelegt.
Also erstmal zerlegen:

Die hintere Abstützung passt vom Winkel her schon mal nicht:

Und bei 15mm-Abstand kommt man nicht mehr an den Knopf heran:

Da der Knopf mit dem Betätigungsarm vernietet ist, braucht man für die Scheidung eine feine Trennscheibe:

Aus einem Messingrohr (Abfallstück vom Hot-Tub-Ofen) baute ich eine starre Verlängerung für den Druckknopf:

Ich wählte das Distanzstück etwas länger, um die Befestigung des Griffes auch durch die Verstärkung der Tür führen zu können. Das gibt mehr Stabilität im täglichen Geschäft:

Natürlich ist auch der Griff nicht plan:

Da mussten also passende Vertiefungen in die OSB-Platte der Tür geschliffen werden.
Das Bild von der fertigen Außenansicht kennt ihr ja schon:

Als Schlossfalle fand sich noch was passendes in der Grabbelkiste:

Ich habe den Abstand so gewählt, dass der seitliche Stützbalken die Bewegung des Fanghakens und damit des Druckknopfes limitiert. So wird verhindert, dass jemand den Knopf zu tief und damit aus seiner Führung im Griff drückt.
Hier die Mechanik im Video:
Zum öffnen muss man den Fanghaken händisch nach außen drücken. Das ist etwas umständlich gebe ich zu, aber bisher fällt mir noch nichts besseres ein.
Um den Lokus zu verriegeln werde ich noch einen kleinen Keil an einem Band spendieren, den man von innen einfach zwischen Balken und Fanghaken klemmt.
Später wird die ganze Kabine samt Tür noch mit alten (Nummern-)Schildern und Plakaten verziert, Wird sich schon hübsch einfügen.
Sehr schön geworden, v.a. das mit der Verlängerung ist eine klasse Idee.
Bei meinem Schrank habe ich das gelöst indem ich einfach den Schrank von innen aufgefräst habe. Damit steht der Drückknopf zwar etwas „tiefer“ als original am Käfer, aber der Funktion tut es keinen Abbruch.
Außen gehören unter den Außengriff am Käfer noch zwei Dichtungen, die kaschieren bei mir, dass er nicht ganz plan aufliegt.
Und noch ein bisschen Käfer-Nerd-Wissen hinterher:
Den Kofferraumhaubengriff mit Verriegelung gab es schon ab Modelljahr 68 (d.h. ab August 67), anfangs noch mit verchromten Verriegelungsknopf und dann ab 72 mit dem schwarzen Druckknopf wie bei dir.
Nochmals danke für die Inspiration!
Hmm, die Dichtungen wären vielleicht auch bei mir noch eine Idee. Die würden den Kontrast zum unruhigen Holz ringsum verstärken.
Ja, das der Griff bei dir einen Chrom-Knopf hat, hatte ich auch gesehen. Leider tauchte der partout nicht für schmalen Taler bei Kleinanzeigen auf. Für den hier habe ich jetzt 14€ inkl. Versand bezahlt und der Zustand ist wirklich gut. Da gibt es nix zu meckern.
Einfach ein kleines Plättchen an den Fanghaken schweißen, um den Fingern etwas Platz zum Betätigen zu geben?
Hmm, ja gute Idee!
Ich gucke mal, was sich machen lässt.