Archiv der Kategorie: Am Wegesrand

Die Entdeckungen des Alltags

Vatertagsausfahrt 2014

Am Testikelträgertag (Vatertag, lokal gänzlich Qualifikationslos „Herrentag“ genannt) traf sich der Magdeburger Oldtimerstammtisch zu einer traditionellen Ausfahrt:

Ziel war diesmal das Stiftung AutoMuseum Volkswagen in Wolfsburg (Nicht zu verwechseln mit der Autostadt!).
Das Museum residiert in einer unscheinbaren Lagerhalle am Rande der Stadt:

Schön fand ich den Wegweiser am Eingang:

Klar gegliedert in „wassergekühlt“ und „luftgekühlt“.
Das Museum selbst ist eine wahre Schatzkammer an Prototypen, Studien und sonstigen Raritäten.
Den Kontrast zu diesen Leckerbissen bildet traurigerweise die Bausubstanz des Gebäudes. Man musste beim umherschlendern aufpassen, dass man nicht in einen der vielen Eimer trat, die aufgestellt waren um das durch die Decke dringende Regenwasser aufzufangen…
Für mich persönlich waren eher die moderneren Volkswagen ab den 70ern interessant:

Und hier insbesondere die Studien wie z.B. der EA 142:

Oder die frühe Entwicklungsstudie des Passat, EA 272 von 1972:

Der Scirocco TR mit herausnehmbarem Dach:

Ein Golf Diesel Formel E von 1981 mit 2,03l/100km Verbrauch:

Die Studie Chicco von 1975:

Die Studie „Student“ von 1982:

Die Hybridstudie „Chico“ von 1992:

Das Freizeitauto Vario I von 1990 (auf Golf II-Basis):

Man beachte den Twingo-Innenraum mit original „My first Sony“-Radio:

Die Studie Scooter von 1986 hätte ich natürlich vom Fleck weg gekauft:

Genauso wie den 1-Liter-VW wenn sie nicht dauernd das Konzept verwässern würden (siehe XL1):

Im Bereich der skurrilen Fahrzeuge stand diese Sicherheitsstudie (ESVW 1) von 1971:

Mein Pragmatikerherz sprach dieser Caddy Vantasy von 1996 deutlich an:

Interessant war auch die Styling-Studie EA276 von 1969 aus der der Golf I erwachsen ist:

Als eher unhandlich im Stadtverkehr hat sich der SeeGolf erwiesen:

Natürlich fanden sich auch unter den luftgekühlten Volkswagen tolle Leckerbissen wie z.B. der viertürige Brezelkäfer, eine Studie für ein Fahrzeug unterhalb der Käfer-Klasse oder das T2 Vollcabrio. Die ganzen Fotos findet ihr bei Interesse im zugehörigen Album.

Als Fazit kann ich festhalten, dass das Stiftung Volkswagen-Museum für den echten Autonerd ein Pflichttermin ist. Und zwar eher noch, als die Autostadt!
Schade, dass das Budget der Stiftung so begrenzt zu sein scheint. Die Exponate hätten ein schöneres Zuhause und eine ansprechendere Ausstellung verdient. VW sollte da mal nen Milliönchen springen lassen.
Der Ausflug selbst war mal wieder eine tolle Sache. Schöne Strecke und ein formidables Ziel!
Vielen Dank für die Organisation!

Altautotreff Magdeburg Juni 2014

Am Sonntag fand das erste Altautotreff in Magdeburg statt. Da die Flyer dafür erst fünf Tage vorher geliefert wurden, war die bisherige Werbung eher eingeschränkt. Die Prognose war, dass ich dort alleine stehen würde.
Zum Glück verdoppelte sich die Besucherzahl nach einer halben Stunde:

Mario kam spontan mit seinem Motorrad vorbei. Ich kenne ihn noch (virtuell) aus alten Simson Duo-Zeiten. Schön endlich mal ein Gesicht dazu zu kennen.
Parallel fand auf dem Pfahlberg-Gelände noch das „Geilste Karren“ Gruppentreffen statt:

Wie wir erfuhren handelte es sich um eine per Facebook organisierte Spontanzusammenkunft der lokalen Tuningszene:

Das Schild am rechten Bildrand fasst die Sache größtenteils zusammen. Es war beeindruckend, wie viele unterschiedliche Basstonlagen man gleichzeitig spielen kann.
Allerdings konnte ich selbst da zwei Flyer loswerden. Der eine ging an einen rattigen Rostgolf II und der andere an einen liebevoll originalen Lexus LS400 (UCF10). Beide waren ein schöner Kontrast zum Perleffektlack der Umgebung.
Als Mario und ich von unserer Runde durch die Tuninguntiefen wieder zurückkamen, trafen wir auf zwei sehr nette Typen, die völlig aus dem Häuschen um den Rialto hüpften. Der erste Satz war: „Endlich ein vernünftiges Auto hier!“ Wir unterhielten uns noch eine ganze Weile und die Beiden haben Tränen gelacht über die konstruktiven Eigenheiten des Rialtos. Leider besitzen sie nichts Adäquates um nächsten Monat den Treff zu verstärken. Dringender Handlungsbedarf!
Gegen 19 Uhr löste sich dann unser Trupp auf.
Für den ersten Versuch bin ich zufrieden. Mal sehen, was die Werbetrommel im nächsten Monat hergibt.

1. Altautotreff Magdeburg

Die Beste und ich kommen gerade vom 26. Internationalen Dreiradtreffen (Bericht folgt) wieder, daher nur auf die Schnelle der Hinweis, dass nachher um 17 Uhr die erste Ausgabe des Altautotreff Magdeburg startet:
Flyer v.1.6 A6
Leider sind die Flyer erst Mitte letzter Woche eingetrudelt. Mal sehen, wie viele von den 8 verteilten Flyern gefruchtet haben. Ein Mensch hat mir schon abgesagt. Bleiben noch 7….

Altautotreff Magdeburg

Mir fehlt der Garagendonnerstag.
Mir fehlt aber auch das „Attack of the Altwagen„.
Ersteres will ich ändern, sobald eine eigene Schrauberlocation da ist.
Letzteres will ich ab Juni 2014 ändern!
KLE hat mir freundlicherweise seine Absolution erteilt, dass Ganze als offizielles Chapter des „Altautotreff“ aufzuziehen:
Flyer v.1.6 A6
Als Treffpunkt habe ich den Parkplatz des lokalen Einkaufszentrums „Am Pfahlberg“ ausgewählt.
Der Platz ist riesig, es gibt weder Zugangsschranken noch Anwohner und der lokale American Diner hat (zusammen mit Kino und Bowlingcenter) auch Sonntags offen.
Außerdem liegt das ganze direkt an der A2 (ost-west) und der vierspurigen B189 (nord-süd).
Ist auch außerhalb der Umweltzone.
Mal sehen, wie sich das ganze anlässt.

Heute mache ich erst mal ein wenig provisorische Werbung (Flyer noch nicht fertig) auf dem 4. Magdeburger Oldtimertag.

Lomax – Low Cost, Max Fun

Es erreichte mich mal wieder eine Mail:
„Moin, da musste ich doch direkt an dich denken als ich heute Morgen bei mir vorm Büro dieses ungewöhnliche Gefährt entdeckte“.
Anbei waren diese Bilder eines Lomax 223:
Lomax 223 Rechts
Ich gebe ja zu, dass der Lomax (insbesondere nach der Tour mit dem Morgan Threewheeler) nicht mein größter Favorit ist. Er wird einfach am falschen Ende angetrieben.
Sympathisch macht ihn natürlich die Großserientechnik im extravaganten Kleid. Am aktuellen Exemplar gibt’s jedoch noch ein paar zusätzliche Punkte die mir missfallen.
Als erstes die Farbe:
Lomax 223 Front
Die ist mir nicht klassisch genug für solch einen alten „Fahrzeugtypus“. Außerdem stören mich diese komischen LED-Strahler an der Front neben dem Kennzeichen. Größter Frevel ist jedoch, dass der Besitzer das Loch in der Frontmaske verschlossen hat, durch dass man den Motor mittels Kurbel anlassen kann! Ich würde die Kurbel prominent an die Seite schnallen und ihn eigentlich nur so anwerfen…
Ein Feature das auch im modernen Fahrzeugbau viel zu selten vorkommt!
Ich vermisse auch die zweiflutige Auspuffanlage. Dafür finde ich das Ersatzrad an der Seite eher störend.
In der Heckansicht gibt’s auch Nörgeleien:
Lomax 223 Heck
Das Lenkrad geht überhaupt nicht. Genauso das Armaturenbrett aus Alu. Da muss Holz rein.
Die Nebenschlussleuchte wirkt ebenfalls wie ein Fremdkörper. Da hätte vielleicht was filigraneres Not getan.
Aber bei aller Kritik, wollen wir den Eigentümer nicht zu sehr schelten. Er ist auf dem richtigen Weg.

Immerhin verzichtet er auf das überflüssige vierte Rad!