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Blasi Blasi

Menschen haben mal wieder an mich gedacht und gefragt, ob ich Interesse an einem Kompressor hätte? Aber immer doch!

Einen kurzen Schriftwechsel später stellte sich heraus, dass hierbei nicht die Rede von einem Baumarktkompressor war, sondern von einem 11kw Schraubenkompressor; Neupreis: 19.000 DM! Aktueller Preis: 1€/Kg

Schraubenkompressor sagt euch nix? Macht nix. Mit anfangs auch nicht. Verkürzt gesagt kommen die Dinger immer dort zum Einsatz wo ein klassischer Kolbenkompressor nicht mehr ausreicht. Beweis? Der angebotene (eher kleine) Mannesmann Demag Sprint 016 hat eine Luft-Abgabeleistung von 1400 l/min. Selbst ein Ausgewachsener 3-Zylinder-Kompressor erreicht kaum 800 l Abgabeleistung.

Wir sind uns daher einig:

Völlig überdimensioniert.

Dementsprechend habe ich auch kaum gezögert und zugeschlagen:

Angekommen

Dank hilfreicher Nachbarn mit Hubwagen stand das Schränkchen mitten bei mir in der Garage.

Das konnte so nicht bleiben, schließlich sollte da ja auch noch ein Auto mit rein. Im Vordergrund sieht man schon meinen ersten Lösungsansatz: Palette mit Rollen
Bei der Umsetzung des Kollegen hat sich der geschenkte Quad-Heber direkt bewährt:HebetechnikTrotzdem waren noch vier Leute nötig um ihn zu positionieren. Meine gebastelte Rollpalette hielt auch exakt 50cm weit. Dann knickte einer der Holzklötze samt Rad ein. Der Hebel war zu groß, die Nagelung der Palette zu schwach.
Glücklicherweise fand sich noch eine alte Arbeitsplatte, die das Gewicht gut trägt und genug Fleisch für eine ordentliche Verschraubung der Rollen bietet:Auf neuem RollbrettSo kann ich ihn wenigstens alleine Bewegen, sollte er mir im Weg stehen.
Nun war aber endlich die Zeit gekommen, ihm mal eine wenig unters Blech zu gucken:Abdeckungen entferntMan sieht schön den Elektromotor samt darüber angebauter „Turbine“:Innenleben SeitenansichtDen Luftkühler an der Rückseite haben sie vor wenigen Jahren mal getauscht. Da kein Original zu bekommen war, haben sie einen größeren verbaut und mussten das Gehäuse anpassen. Mir soll’s Recht sein.
In der Draufsicht sieht man schön die drei Wartungspunkte:Innenleben DraufsichtGanz unten den Ölfilter (normaler Patronenfilter), oben mit Flügelmutter den Luftfilter, und das große Weiße ist ein Feinfilter für die abgegebene Luft. Alle drei wurden zusammen mit den Keilriemen und dem Öl im Januar 2017 getauscht. Laut Handbuch soll das alle 2000 Betriebsstunden gemacht werden. Also im Profi-Betrieb 1- 1,5 Mal im Jahr. Bei mir das nächste Mal, wenn ich in Rente gehe.
Vorne am Kompressor befindet sich da Bedienfeld mit Fehlertafel:BedienfeldEin, Aus, Notaus. Das bekomme ich hin.
Interessant war natürlich der Betriebsstundenzähler:Betriebsstundenzähler62.621 Betriebsstunden ist ne Ansage. Allerdings stimmt mich die Wartungshistorie und die führende Null beim Zählwerk zuversichtlich, dass er noch viele Jahre bei mir seinen Dienst versehen kann.
Jedoch gibt es bis dahin noch ein paar Hürden:
Laut Handbuch hätte der Hase gerne eine mit 35A abgesicherte 380V Zuleitung und einen Vorratstank muss ich auch noch besorgen.
Ach und die Halle, die er mit Luft versorgen soll muss ich auch noch bauen…

P.S.: Natürlich werde ich ihn auch noch gründlich putzen.

Ablänghilfe II

Im Nachgang zum Bau der Ablänghilfe noch zwei Bilder der Version für meine (für die Einhell Kreissäge ertauscht) Dolmar ES-38A:Rechteckiger MagnetWie ihr seht besteht die Basis aus einem rechteckigen Klotz in den ein rechteckiger Neodym-Magnet eingelassen ist. Ich hätte viel lieber die identische Version wie Vaddern gebastelt, aber die Dolmar ES-38A hat leider eine werkzeuglose Kettenverstellung so dass dort auch keine Mutter als Ankerpunkt vorhanden ist.
Viel mehr muss bei mir der Umlenkstern als Ankerpunkt herhalten:Montiert an Dolmar ES-38ANicht so elegant, aber zumindest zum markieren der Länge ausreichend. An- und abgebaut ist die Ablänghilfe ja mit einem Griff.
Der Praxistest steht noch aus. Ich werde aber berichten.

Hasenpfote?

Trotz aktuell sehr beengter Platzverhältnisse (Bericht folgt) habe ich um die Weihnachtstage dem V50 seinen Jahresservice angedeihen lassen:Enge PlatzverhältnisseDas Ganze startete erstmal mit einem gehörigen Schrecken, als ich beim Abstellen der grünen Plastikschale das hier entdeckte:Hasenpfote?Da hat die Beste wohl einem per Anhalter fahrendem Reh die Flunke abgefahren. Oder der Marder hat vom jagenden Nachbarn einen Glücksbringer abgestaubt.
Nachdem dieses Andenken entsorgt war, habe ich mich an den Ölwechsel begeben. Dank der abgesägten Schraube, war der Dieselfilter diesmal kein Hindernis. Auch aus dem lose sitzenden MAN-Filter habe ich gelernt und zum Testen mal einen von Mahle genommen:FilterbohrungenWie ihr seht, ist beim neuen Mahle-Filter das Mittelloch deutlich kleiner als beim alten MAN-Filter. Jetzt sitzt er wieder schön stramm auf der Führung im Deckel.
Auch den Dieselfilter habe ich entwässert:Dieselfilter entlüftenWenn man weiß wie es geht, ein wirkliches Kinderspiel. Ich kann nur nochmal das Haynes Werkstatthandbuch loben! Super Anschaffung.
Als letzte Zen-Übung habe ich dann noch den Innenraumfilter gewechselt. Ich erspare euch Bilder von ausgebauten Gaspedal. Das Grauen habe ich hier ja schon hinlänglich dokumentiert.

Ablänghilfe

Als kleine Weihnachtsbastelei haben Vaddern und ich „Ablänghilfen“ für unsere Motorsägen gebastelt. Die Idee habe ich in dem sehr unterhaltsamen Thread „Zeigt her eure Eigenbauten“ im Motorsägenportal gefunden. Details findet man auch auf der sehr schönen Seite von Christian Habermann. Ausgangslage ist ein Neodym-Magnet in Ring-Form. Auch bei Vadderns Dolmar 110i passte der Ring im Format Außendurchmesser ca. 27 mm, Innendurchmesser 16 mm, Höhe 5 mm, perfekt über die vordere Schwertmutter. Durch die besondere Gehäuseform mussten wir jedoch den Holzklotz etwas anpassen:Ringmagnet eingeklebtEingeklebt haben wir den Magneten mit JB Weld. Das hält bisher sehr gut.
In eine zweite Holzscheibe kann eine alte Angelspitze:Stab angeklebtDie ist sehr biegsam und bruchfest.
Beide Klötzchen wurden dann zusammen geleimt:Stab und Magnet kombiniertZur Probe montiert sieht da Ganze dann so aus:ProbemontageDie Ablänghilfe sitzt fest auf dem Kragen der vorderen Schwertmutter und kann bei Bedarf in Sekunden aufgesteckt oder abgezogen werden:Probemontage DetailGleichzeitig löst sich die Verbindung aber bevor die Spitze bricht, wenn man irgendwo hängen bleibt. Mittlerweile hat Vaddern noch einen kleinen „Augenschoner“ auf der Spitze angebracht und zwei Markierungen bei 30 und 40 cm:Ablänghilfe fertigIch verwende statt der Angelspitze eine alte Fiberglas-Zeltstange und gekürzte Kabelbinder als Anzeiger für 33 cm.

Lagernerd III

Ich habe mich nochmal vertieft mit meinem Verlagen nach einer Lagerverwaltungs-App auseinander gesetzt und verschiedenstes durch probiert. Starten wir mit dem schon Mal angesprochenen Klassiker:

AppMyBox
Rotho Appmybox
Wie schon damals geschrieben: Furchtbar in der Anwendung, keine Backups und seit Jahren nicht mehr weiter entwickelt. Ein Reinfall.
Das Äquivalent für’s iPhone nennt sich „Quick Peek„:

Das sieht deutlich besser aus. Vielleicht hat der Mitarbeiter von Rotho auch einfach die Seiten gewechselt. Da könnte der geneigte Apple-Nutzer ja mal einen Blick drauf werfen und berichten. Die Aufkleber lassen sich bestimmt genauso leicht knacken, wie die von Rotho.
Doch zurück zur vertrauteren Android-Welt.

Weiterhin habe ich

Magic Home Inventory getestet.
Home Inventory
Schön ist die Fähigkeit zum kaskadieren. Man kann unter jedem beliebigen Item wiederum Items hinzufügen. Gut für Gegenstände in Kisten, in größeren Kisten, in Räumen, in Gebäuden. Allerdings gibt es lediglich zwei vorgegebene Felder (Name & Beschreibung) und ein QR-Code Scan ist auch nicht möglich. Also auch raus.

Als nächster Kandidat stand

Boxmeup
auf der Liste.
Boxmeup
Zur Benutzung muss man sich registrieren. Das Interface ist gut strukturiert, was dank mageren Funktionen aber auch nicht schwer fällt. Man kann zwar verschiedene Orte und Container hinzufügen, aber auch hier gibt es für die Gegenstände nur „Name“ und „Anzahl“ als Felder. Fotos kann man überhaupt nicht hinzufügen und fragt erst gar nicht nach QR-Codes!

Weiter zur nächsten App namens

iboxxit – connected storage
Iboxxit
Auch hier ist eine kostenlose Anmeldung notwendig. Die kann man sich aber getrost sparen. Die Kisten lassen nur Bezeichner und keine Fotos zu. Die Gegenstände selber haben nur Foto, Name, Tags und Anzahl mit Preis. Die QR-Codes muss man kostenpflichtig generieren und bestellen. Export oder Backup sucht man vergeblich.

Kommen wir also zu Stans Empfehlung:

Memento Database
Zu Anfang erschlagenen einen die Möglichkeiten der App. Hat man sich aber eingearbeitet (Erstmal mit einer Vorlage experimentieren und dann mit dem wirklich guten Wizzard eine Eigene erstellen), weiß sie rund um zu begeistern. Ein wirklich tolles, vielseitiges System! Insbesondere die einfache Integration verschiedenster frei konfigurierbarer Funktionen ermöglicht einem nahezu die Wunschdatenbank zu erstellen. ABER:
Entweder bin ich zu doof oder das Programm scheitert an der mangelnden Kaskardierung.
Ich bekomme es einfach nicht hin Gegenstände auf der 3. Ebene (Ort, Kiste, Gegenstand) hinzuzufügen. „Ort“ entspricht „Sammlung“, auf der nächsten Ebene kann ich mittels +Button meine Kisten mit meinen individuellen Parametern hinzufügen. Gehe ich dann aber in die Kiste, werden mir dort nur die Eigenschaften der Kiste (Bezeichnung, Foto, QR-Code, Ort) angezeigt. Einen weiteren +Button für Untereiträge (Die dann anders konfiguriert wären) gibt es nicht.
Das wäre zu verschmerzen, wenn ich die Kisten als verschiedene „Sammlungen“ erfassen könnte, aber da lässt sich nur sehr wenig konfigurieren (Kein QR-Code, Foto nur über Umwege) und das auch eher umständlich.
Wenn da jemand (Stan?) eine Lösung weiß, wäre ich sehr dankbar!
Ansonsten wäre die ansonsten perfekte Memento-Datenbank leider raus.
Als Beispiele hier Mal die „Sammlung-Ansicht“ mit den Datenbanken:
Memento Sammlung
Die Unterdatenbank mit dem Eintrag zu einer Testkiste:
Memento Testkiste
Und der Eintrag zu einem Testgegenstand:
Memento Testgegenstand

Letzter Kandidat auf der Liste ist damit

Smart Inventory System
Die App hat mich bisher am meisten überzeugt. Die größte Schnittmenge an erfüllten Kriterien, Exportfunktion im csv-Format (Webseiten-Export kommt noch) und man kann sogar direkt aus der App QR-Codes für die Kistenaufkleber erzeugen.
Um auch hier ein wenig nörgeln zu können: Es fehlt ein Komplett-Export samt Bildern und menschlich lesbare Bezeichner bei den generierten QR-Codes wären auch schick.
Aber ansonsten scheint das bisher die bei weitem vielversprechendste Lösung zu sein.
Hier die Übersicht zu den erfassten Gegenständen:
Smart Inventory Übersicht
Und hier Mal die Details zu einem Gegenstand:
Smart Inventory Gegenstand

Sofern sich bei Memento nicht noch etwas ergibt, werde ich mal einen ausgedehnten Praxistest mit Smart Inventory Systems starten.

Über Input von euch freue ich mich natürlich auch.