Zum Mai Altautotreff waren wir mal wieder eine gemütliche Runde:
Die Frau des einen Fred stiftete Kirschkuchen, die Mutter des anderen Fred Buletten. Das große Schräubchen war ganz begeistert und fragte am nächsten Tag, ob wir wieder zu den alten Autos fahren könnten, wo es das leckere Essen gab. „Jugendarbeit“ und so…
Aber auch für die größeren Kinder gab es ein wenig zu staunen.
Vor exakt 2 Jahren beeindruckte mich ja schon mal Dima mit seinem Lada Zhiguli mit moderner Niva-Technik und 110-Turbo-PS. Nun, der Winter war lang und kalt, so dass sich nun im Bug des Zhiguli ein zwangsbeatmetes Lancia Delta Integrale-Herz findet. Alles natürlich mit TÜV-Segen und 150 PS. Wirklich beeindruckende Schrauberarbeit.
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Wasser Marsch!
Eines meiner aktuellen Großprojekte ist ein Gartenbewässerungssystem.
Zu unserem Grundstück gehört ein aus Kanalringen gesetzter Brunnen. Selbst während der größten Sommerhitze führt er stetig Wasser. Im letzten Jahr schaffte ich es trotz intensivster Wasserverschwendung nicht, ihn an sein Limit zu bringen. Die Nachbarn berichten ähnliches von ihren jeweiligen Brunnen.
Beste Voraussetzungen also für ein etwas aufwendigeres Projekt.
Bisher hatte ich eine 4700l/h-Jetpumpe neben dem Brunnenschacht stehen. Neben dem Stromkabel schlängelten sich wild die Gartenschläuche durch unser Refugium. Nach Benutzung musste ich immer alles abklemmen und die Pumpe mit einer Mörtelwanne abdecken.
Geht auch, aber eher so, wie ein ab’es Bein.
Leider findet sich auch am Brunnenschacht eine der Bausünden unserer Vorbesitzer.
Der Geländeunterschied zum Nachbarn und zum restlichen Grundstück ist so hoch, dass die gepflasterte Fläche langsam absackt. Dort sind also Erdarbeiten angesagt, so dass ich bei der Gelegenheit ein paar Rohre verscharren kann.
Der Plan ist, neben dem Luft-Wärme-Tauscher ein „hohles Hochbeet“ zu errichten, welches die gesamte Pumpentechnik (und etwas mehr) aufnimmt. Oben drauf kommt dann eine dünne Schicht Erde samt frischen Kräutern für die Küche. Fliegen, Klappe, alte Geschichte.
Habe ich ganz schamlos hier geklaut.
In einem ersten Schritt musste ich erst mal checken, ob die Ansaugleistung der Pumpe ausreicht, um nicht nur die Höhendifferenz (ca. 5 Meter) sondern auch die Strecke bis zum Brunnenhäuschen (ca. 13 Meter) zu überwinden.
Also das ganze alte Geraffel abklemmen und an den Saugschlauch ein 32mm (1″) PE-Rohr anschließen:

Die Pumpe wanderte dann an das andere Ende des PE-Rohrs und in die Nähe ihres späteren Bestimmungsortes (Da wo aktuell noch die Paletten hausen):

Was soll ich sagen?
Die Pumpe läuft reibungslos.
Damit sind die Grundvoraussetzungen also schon mal gegeben (Natürlich hätte ich auch eine extra Brunnenpumpe kaufen können, welche die ganze Strecke drückt.)
Direkt neben dem Wärmetauscher kommt eines der beiden KG-Leerrohre aus dem dahinter liegenden Technikraum aus dem Boden.
Dieses Rohr will ich nutzen um Strom für die Pumpe, 2 Außensteckdosen, das Gartenhaus sowie die zukünftige Halle durchzuführen.
Nächster Halt war damit der Schaltschrank im Technik-Raum:

Laut den Aussagen der Vorbesitzer befinden sich noch zwei ungenutzte Starkstromleitungen für „Gartenhaus“ und „Whirlpool“ im Schaltschrank. Die galt es nun zu finden.
Im Schaltschrank selber konnte ich sie jedoch nur teilweise nachverfolgen. Irgendwann verlieren sie sich in einem dicken Bündel schwarzer Kabel.
Auch meine neue Hohlraumkamera half mir da nur bedingt weiter:

Der Kontakt zu einem versierten Elektriker zeigte, dass die Vorbesitzer zwar das „Gartenhaus“ und den „Whirlpool“ im Schaltschrank verkabelt hatten, dort aber das ganze Geraffel auch endete. Hausaufgabe vom Elektriker: „Ziehst du Strippen.“.
Das ist auch der aktuelle Zwischenstand:
Zwei 25-Meter Pakete PE-Rohr liegen auf dem Grundstück ausgerollt herum, um sich zu entspannen (erleichtert die spätere Verlegung immens); Ein Stapel Kantsteine wartet darauf, dass ich daraus die Basis für das „Pumpen-Beet“ baue und ein Karton mit Sicherungen und Kabeln wartet ebenfalls auf den Einsatz.
P.S.:
Zu der Potensic Hohlraumkamera sei folgendes gesagt:
Ja, das Kabel ist sehr weich. Will man die Kamera zielgerichtet durch Hohlräume bugsieren, muss man sie an einen Draht oder eine Kabelspirale tüddeln.
Die Bildqualität ist eher durchwachsen, da die Fokussierung nur für den absoluten Nahbereich (ca. 3-4cm) ausgelegt ist. Das erschwert auch die Orientierung in großen Räumen (z.B. 160er KG-Rohr). Die LED-Beleuchtung ist hilfreich.
Etwas schwierig gestaltet sich die Nutzung unter Linux.
Selbst der allmächtige VLC-Mediaplayer weigerte sich anfangs zu kooperieren. Erst als ich aus Verzweiflung das Webcam-Programm „Cheese“ installierte, funktionierte sie plötzlich auch in allen anderen Video-Programmen. Ich vermute irgendein Treiber-Problem, aber fragt mich nicht nach Details.
Artgerechte Haltung I
Wie schon beim Einzug ins neue Heim angekündigt, hat die Beste von Allen mir eine kleine Halle für den Fuhrpark versprochen.
Da der Zeitplan zur Errichtung so ganz grob steht, habe ich schon mal mit den Gedankenspielen angefangen.
Als Brainstorming-Werkzeug der Wahl habe ich „SweetHome3D“ verwendet.
Open-Source, Multi-Plattform, einfach in der Anwendung.
Ideal, um sich erstmal einen groben Überblick zu verschaffen, was man möchte und was platzmäßig drin ist.
In Version 1.0 stehe ich bei 130 m² verteilt auf zwei Räume:

Den Rialto, den Bug, Lola, die Gorilla und meine Mofa habe ich Maßstabsgetreu untergebracht. Als Platzhalter gab’s dann noch für ein XL-Auto eine Mercedes R-Klasse und fürs Mittelmaß einen Seat Leon. Natürlich kommen da auch mehr als das eine Fenster rein.
Glücklicherweise frisst SweetHome3D alle möglichen Dateiformate für neue 3D-Modelle. Die interne Auswahl an Hebebühnen ist nämlich erstaunlich bescheiden.
Hier fand ich einige kostenfreie und sehr schicke 3D-Modelle:

Sollte jemand von euch ähnliches planen, so kann ich SweetHome3D nur empfehlen.
Ich werde nun erstmal Ideen sammeln. Hinweise werden gerne entgegen genommen.
Erfahrungsbericht Wunderhecke II
Ich habe mal Fotos vom aktuellen Stand der „Wunderhecke“ gemacht:

Den Winter haben nahezu alle Pflänzchen überlebt. Die Ausfälle insgesamt (beim pflanzen, mähen, drüber trampeln, Winter, etc.) würde ich auf 2-3% schätzen.
Um sie beim freischneiden nicht zu verletzen haben sich übrigens Pappröhren (vom lokalen Teppichhändler) bewährt:

Kei-terham
Der V50 hat mittlerweile die 200.000 km gut überschritten. Zeit also, sich mental für den Fall der Fälle zu wappnen und nach einer Alternative zu suchen.
Als Zweitwagen reicht uns was kleines quirliges für Stadt und Land. Beim eher ziellosen stöbern bin ich über diesen Langzeittest des britischen Motorjournalisten Ben Withworth des neuen Caterham Seven 160 gestolpert:

Ben (ebenfalls Vater von zwei Kindern) hat den Caterham Seven 160 (In Deutschland als 165 vertrieben) 13 Monate im britischen Alltag bewegt:

Der Artikel ist großartige Lektüre. Zitat zur Leuchtleistung:
„Two geriatric glow-worms in a pair of grimy jam jars would do a better job of lighting the road ahead“
Ich habe Tränen gelacht.
Die Zahl im Namen steht bei Caterhams übrigens immer für das Verhältnis von PS-pro-Tonne.
Das neue Einstiegsmodell wird von einem 660 ccm-3-Zylinder-Motor aus dem Suzuki Jimny mit 80 Turbo-PS befeuert:

Interessanter Hintergrund hierzu:
Japan ist einer der größten Märkte für Caterham und man überlegte, wie man dort den Absatz weiter steigern könnte. Die Idee eines Wagens für die Kei-Car-Klasse war geboren. Gewicht und Außenmaße waren kein Problem. Fehlte nur der passende Antrieb. Nach einiger Überzeugungsarbeit fädelte man einen Deal mit Suzuki über Motoren, Getriebe und Hinterachsen des japanischen Jinmy ein. Fertig war der Kei-terham.
Leider findet man aktuell noch keine gebrauchten Exemplare auf dem deutschen Markt. Neu geht der Spaß bei 24.000 € los. Realistisch sollte man 30.000 € veranschlagen.
Die Beste von Allen ist aktuell eher skeptisch.
Aber das war sie anfangs beim Morgan Threewheeler auch…