Alle Beiträge von Adrian

Ready for Umstyling

Das große Schräubchen wünschte sich für Barbies aktuelle Kollektion einen Kleiderständer.
Nix leichter als das. Umsetzung prompt zugesagt und an Vaddern outgesourced. So geht modernes Management.
Damit er aber nicht ganz ratlos dasteht, habe ich ihm dieses Video als Inspiration zugeschickt:

So oder so ähnlich bitte.
Er hat sich für „so ähnlich“ entschieden.
Da mit dem Nähzimmer Barbies Kolletion auf absehbare Zeit deutlich anwachsen wird, wurde das Ganze etwas größer geplant (und auch damit es etwas besser „bespielbar“ wird). Basis ist ein Brett mit 34 x 20 cm, zwei Holzleisten in 18 x 1,8 x 1,8 cm und einige Rundstäbe:

Gebaut wurde das Ganze als Samstagsprojekt. Das große Schräubchen durfte natürlich mithelfen:

Die Leisten wurden doppelt mit Sacklöchern versehen, so dass die Rundhölzer eingesteckt werden können:

Das große Schräubchen hat dann alles verleimt und mit Opas Kleiderbügel-Prototyp wurde getestet, ob es wie angedacht funktioniert:

Madame war zufrieden, daher durfte der Kleiderständer lackiert werden und wir mit der nordkoreanischen Kleiderbügelserienproduktion beginnen.
Nach einigem tüfteln haben wir folgendes Prozedere in die Serienproduktion überführt:
Man schraubt zwei Schrauben in 6 cm Abstand auf ein Brett und markiert sich die Mitte. Darum legt man einen 22 cm langen Draht, der an der einen Seite 6 und an der anderen Seite 10 cm über steht. Nun biegt man den Draht um, so dass er sich leicht neben der Mitte kreuzt (hier etwas experimentieren):

Anschließend verrödelt man den Draht, so dass nur noch das lange Ende übrig ist (ca. 3 Wicklungen):

Nun entfernt man eine der Schrauben, nimmt den Rohling ab und formt den Haken.
Die Kleider halten übrigens besser, wenn man mit einer Rundzange links und rechts kleine „Hörner“ formt:

So sieht der aktuelle Stand im Kinderzimmer aus:

Derweil experimentiert Vaddern noch mit großen Drillingen als Handtaschen- und Hutbügel und die Beste von Allen sinniert auf witzigen Schnittmustern.
Leuchtende Augen bei jung und alt, was will man mehr?!

Wasser Marsch IX

Mittlerweile erreicht die Verteilung für unsere Gartenbewässerung immer mehr ihren finalen Stand. Eine Sneak Preview konntet ihr ja schon auf dem Bild zur winterlichen Entleerung erkennen. So sieht die aktuelle Version aus:

Der grüne Saugschlauch und auch die Verteilung haben rechts Schraubkupplungen, mit denen sie an den fest montierten Gegenparts an Pumpeneingang und Drucksensor-Ausgang verbunden werden. Die Verteilung selbst besteht aus 1″ T-Stücken sowie 90°-Abgängen, welche das Wasser Richtung Gartenhaus, Hof und Terrasse weiterleiten.
Um auch direkt an der Pumpe Wasser abzapfen zu können, hatte ich erst den Plan, einen Wasserhahn an der „Pumpenbank“ zu montieren. Das hätte aber für jeden Winter/Frühling zusätzlichen (De-)Montageaufwand bedeutet, da Sitzbank und Anschlussbox (s.u.) über die kalte Jahreszeit im Gartenhaus lagern. Daher habe ich einfach einen Abgang mit einem Kugelventil bestückt und einen Adapter 1″ auf Gardena 1/2″ montiert. So hat man (mit Hilfe eines kurzen Wasserschlauchs) einen Wasserhahn in der Pumpenbank und muss für den Winter nix umbasteln.
Damit das Ganze aber auch stabil an Ort und Stelle bleibt und auch nicht die Verschraubung an der Pumpe belastet, habe ich aus einem großen Pflasterstein, einer Stockschraube und einer Rohrschelle einen passenden Standfuß gebastelt:

Um nun den Filter, die ganzen PE-Rohre und die Stromleitungen ein wenig hübscher zu verpacken, habe ich ein kleines „Anschlusshäuschen“ gebastelt:

Hier noch ohne die obere Sitzfläche. Die Front ist abnehmbar, um den Filter zu reinigen.
An die linke Seite habe ich ein wenig elektrische Spielerei gebastelt:

Auf der Innenseite sitzt eine Doppelsteckdose und auf der Außenseite eine Steckdosen-Schalter-Kombi. Wozu? Ganz einfach:
Die Außensteckdose soll Dauerstrom haben, damit man da irgendein mörderisches Gartengerät oder einen pinken Leuchtflamingo anschließen kann. Der Schalter daneben soll den Strom zum Druckwächter schalten, damit man die Pumpen-Druckwächterkombi auch stromlos schalten kann, ohne die Bank öffnen zu müssen. Hier kommt dann die innere Doppelsteckdose ins Spiel. Wie gesagt soll dieses Anschlusshäuschen zusammen mit der Pumpenbank im Winter eingelagert werden. Die Stromzufuhr muss daher also einfach zu trennen zu sein. An das aus dem Haus kommende Kabel kommt somit ein Stecker, welcher in die untere Steckdose eingesteckt wird. Der Strom fließt von da aus zu der äußeren Steckdose (Dauerstrom), dann weiter zum Schalter und von da aus zurück in die obere innere Steckdose, an die der Druckwächter angeschlossen ist.
Hier beim Funktionstest:

So muss ich für den Winter lediglich den hausseitigen Stecker ziehen, die beiden Schraubkupplungen zur Pumpe/Druckwächter trennen und kann dann sowohl die Pumpeneinheit als auch die Sitzbank samt Anschlussbox wetterfest verstauen.
Die Wasserleitungen entleere ich übrigens ebenfalls über den „Bank-Wasserhahn“ mittels eine Adapterschlauchs „Druckluftkupplung auf Gardenakupplung“

Wasserhähne auf, aufstecken, Kompressor an und schon entleeren sich die ganzen Leitungen.

Down under the Block

Was habe ich bei der neusten Folge Project Binky gelacht:

Sehr schöner Cameo-Auftritt!

Schnellkochtopf III

Um nun endlich meinen selbstgebauten Tauchbadreiniger im Realbetrieb testen zu können, habe ich mal ein paar Kisten aus meinem Teilefundus gezogen:

Das notwendige Reinigungszubehör habe ich ebenfalls bereit gelegt. Als Reinigungslösung habe ich mich für einen Test mit Tickopur R33 entschieden:

Tobias verwendet das Zeug in seinem Ultraschallreiniger und auf dessen Akribie bei der Auswahl kann man sich immer verlassen. Laut Hersteller ist das Mittel auch für Tauchbadreiniger geeignet. Man soll dann lediglich die Konzentration erhöhen (ich habe 10% gewählt; beim nächsten Mal würde ich erstmal 5% testen und dann ggf. erhöhen).
Da eine Ansaugbrücke und ein Vergaser-Vorheizelement schon von vornherein als Kandidaten feststanden, konnten die schon wärend der Aufwärmphase mit in die Lösung:

Mit dazu kamen dann noch die schmierigsten und klebrigsten Klotten. Fünf vorderen Getriebedeckel und zwei obere Getriebedeckel:

Das Ganze durfte dann eine Episode Projekt Binky bei 40-53°C (50°C Ausschalttemperatur + Trägheit des Sensors & 40°C Wiedereinschalttemperatur) vor sich hin garen:

Kurzer Blick nach 20 Minuten:

Schon ohne Bürsteneinsatz sieht man, wie sich der Schmodder löst.
Während Gronkh, verpeilt wie immer, durch Tamriel stromerte, habe ich Olaf geschwungen und die Teile abgeschrubbt.
Natürlich habe ich vorher den Stecker des Teilewäschers gezogen!
Das Ergebnis ist wirklich beeindruckend:

Die Verkrustungen ließen sich größtenteils einfach abwischen. Lediglich für Winkel und Ecken habe ich eine kleine Rundbürste bzw. die Zahnbürste verwendet.
Die Geruchsbelastung ist bei der Arbeit minimal und die Temperatur angenehm. Absolut kein Vergleich mit Verdünnung und Co. Lediglich die Schaumbildung des Reinigers ist etwas störend (ggf. zu hohe Konzentration; s.o.).
Die Teile sind nun wirklich sehr sauber, so dass man sie auch mit bloßen Fingern anfassen kann, ohne dass irgendetwas abfärbt.
Mit diesem Ausgang bin ich sehr zufrieden.
Ich werde mich jetzt nach und nach durch den Teilehaufen arbeiten und schauen, wie lange die 11 Liter (die ich noch mit 5 Litern Wasser weiter strecken werde) Reinigungslösung so ein gutes Ergebnis abliefern.

Wer also selber auf der Suche nach einem handlichen Teilewäscher oder Teilewaschtisch ist, dem kann ich diese Konstruktion nur ans Herz legen.
Die Kosten (ohne Reinigungsmittel) beliefen sich auf knapp 50 €. Dafür bekommt man kein komerzielles Gerät mit diesem Volumen, geschweige denn eines mit Heizung.

20 Shades of Grey

Die Beste von Allen kann den gesamten VGA-Raum nähen. Gefühlt zumindest, wenn ich mir ihre Sammlung an Garnrollen so besehe.
Bisher purzelten diese Garnrollen jedweder Provenienz munter in einer Kiste durcheinander. Ein Zustand der mit Einzug des neuen Nähzimmers natürlich nicht so bleiben konnte. Der Auftrag war schlicht und klar: Ein Ordnugssystem für Garnrollen unterschiedlichster Größen muss her!
Gut, dass in den „Alex“-Schubladentürmen noch ausrechend Platz ist.
Wie so oft hilft auch hier das Internet bei der Inspiration. Die Ordnungsfee hat sowas schon mal mit Heißkleber und abgebrochenen Hölzchen geklöppelt.
Nach dem Versprechen, das auch etwas hübscher hinzubekommen, erhielt ich die Freigabe der notwendigen Projektmittel.
Für eine Alex-Schublade bedeutet das eine 9mm-Spanplatte in 52,2 x 29,5 cm (bei mir zweigeteilt, da Reste aus dem Holzfundus), 4mm Rundholz sowie etwas weiße Wandfarbe.
Als erstes versieht man die Spanplatte mit ausreichend 4mm-Löchern bis zu einer Tiefe von 39 cm. Das ist nämlich der Bereich, den man bei geöffneter Schublade noch bequem erreicht (siehe Bild am Ende). Das sieht dann so aus:

Als nächstes sägt man von dem 4mm-Rundholz immer 5cm-Stücke ab. Ich habe es erst mit der Feinsäge versucht, was aber schnell zu Langeweile führte.
Abhilfe schaffte eine Sägelehre aus Restholz in Verbindung mit dem Multimaster:

Nun streicht man die gebohrte Platte mit weißer Farbe und Fusselrolle für eine schön strukturierte Oberfläche. Während die Farbe trocknet, schleift man die abgesägten Hölzchen leicht rund. Die ersten Hundert (Wie gesagt: VGA-Farbraum) habe ich meditativ von Hand geschliffen und mir eine Blase geholt. Den Rest hat dann der Schleifbock innerhalb von 15 Minuten ohne große Anstrengung erledigt…
Ist die Farbe trocken, geht man nochmal mit einem 3,5mm-Bohrer durch die Löcher und befreit sie grob von überschüssiger Farbe.
Danach ist es Zeit für den Hammer:

Während ich die Prozedur für Brett zwei wiederholte, hat die Beste von Allen schon mal mit dem einsortieren begonnen:

Einen Gin später, war das Brett fertig bestückt und die Beste zufrieden: