Ein Wetter zum Jungfrauen beglücken!
Anders kann man das letzte Februarwochenende nicht beschreiben.
Also flugs die beiden Schräubchen eingepackt und mit dem Rialto zum Altautotreff am Wissenschaftshafen gestartet:

Kurz nach diesem Foto kam noch ein roter BMW E30 mit H-Kennzeichen vorbei.
Wir schnackten fröhlich eine Runde und die Kinder wurden gut durchgelüftet. So soll der Altautotreff sein.
Mal hoffen, dass der März ebenso schönes Wetter bereit hält.
Kategoriearchiv: Am Wegesrand
Die Entdeckungen des Alltags
Altautotreff Magdeburg September 2018
Am vergangenen Sonntag sind das kleine Schräubchen und ich wieder beim Altautotreff vorstellig geworden. Ein Nachbar gratulierte mir vorher noch zu dem gelungenen PR-Coup, da der lokale Sender „Rockland“ wiederholt Werbung für das Treffen gemacht habe.
Ich bin mir ehrlich keiner Schuld bewusst! Trotzdem vielen herzlichen Dank an den Vermittler und das Rockland-Team!
Frohen Mutes also hin gefahren.
Zu Anfang waren wir lediglich zu dritt:
Den Herrn mit der Yamaha hatte auch wirklich das Radio angelockt. Er selber war aber nicht der Urheber.
Nach einiger Zeit trudelten noch zwei Golf II „Fire & Ice“ ein:
Später outete sich ein mit modernem Blech Angereister ebenfalls als Fire & Ice-Besitzer.
Es ging in der Folge schwerpunktmäßig um Ausstattungscodes und Auslieferungszustände. Ich habe derweil das sehr zeitgeistige Interieur der Sondermodelle genossen. Herrlich!
Und exakt darum geht es:
Einfach mal über den Tellerrand blicken.
Nach einer kurzen Diskussion, um wie viel Uhr denn im nächsten Monat der Treff ist (15 Uhr, Winterzeit), löste sich die kleine Runde auf.
Neulich beim Großmarkt
Neulich beim Großmarkt konnte ich eine freie Parklücke nutzen:
Die anderen Kunden haben sich amüsiert.
So eine große Ape würde mich auch reizen. Allerdings eher als Pritsche. Oder doch als Kasten und dann zum WoMo ausbauen? Naja, vielleicht wenn Frau und Kinder sich von mir abwenden. Obwohl ich da nicht sicher weiß, was Auslöser und was Reaktion wäre.
Wusstet ihr übrigens, dass es die frühe Ape auch als Sattelmaschine namens „Pentaro“ gab?
30. Internationales Dreiradtreffen
Nach viel zu langer Abstinenz habe ich die Chance ergriffen und am 30. internationalen Dreiradtreffen teilgenommen. Nach der persönlichen Einladung auf dem Militärfahrzeugtreffen (ratet mal welches Fahrzeug zum Einladenden gehört 😉 hatte ich auch keine andere Wahl. Aufgrund der Kollision mit einem anderen unverschiebbaren Termin, konnte ich allerdings leider nur an der Ausfahrt am Samstag teilnehmen:
Aber auch hier gilt das 2014 schon gesagte: Eine so herzliche und gut organisierte Veranstaltung findet man kaum ein zweites Mal! Auch das Programm hatte für jeden was dabei. Für die Rentner Frühgeschichte (Zeitzeugen ;-), für die Kinder (und ihre Väter) das an mit-mach-Sachen reiche Technikmuseum sowie den Abenteuerspielplatz am Bierer Berg und für die Damen das Hundertwasser-Haus:
Doch fangen wir am Morgen an. Ich traf den Tross auf dem Weg zum Ringheiligtum Pömmelte. Eine schnelle Wende samt Spurteinlage brachte mich hinter Thomas JZR:
Auch mal schön, zur Leistungselite einer solchen Veranstaltung zu gehören.
Da der Tross mit ca. 40-50 km/h die Gegend erwanderte, setzten Thomas und ich uns etwas ab:
Erster Treffpunkt war besagtes Ringheiligtum.
Während sich der Parkplatz langsam füllte, zogen am Horizont leider dicke Regenwolken auf:
Während die Besatzungen ihre Fahrzeuge (so gut es eben ging) regenfest machten, erkundeten wir schon mal die Sehenswürdigkeit:
Leider wurde der Regen zwischenzeitlich so heftig, dass das große Schräubchen und ich in den Rialto flüchteten. Bei Keksen und Hörbüchern überdauerten wir munter den Regenschauer:
Schon beim nächsten Halt, dem Technikmuseum Magdeburg, war das Wetter wieder OK:
Die ältesten Gefährte erhielten aber Unterschlupf in den Heiligen Hallen:
Insbesondere der Chauffeur des Reichspost-Dreirades war froh über das Dach über dem Kopf.
Der Rest von uns erkundete derweil die Ausstellungshalle:
Oder labte sich beim Mittagessen (lecker!):
Anschließend hieß es wieder sammeln.
Die nächste Station erreichen wir jedoch nicht per Dreiräder,
sondern in einem historischen Ikarus-Bus:
Natürlich gab es auch die typischen Reisegruppen-Vorfälle:
Abfahrtszeit schriftlich mitgeteilt und auch nochmal mündlich jedem eingebläut, aber natürlich gab es wieder Leute die sie im Eiscafé verbummelt hatten. Herrlich.
Bevor sich der Tross dann weiter Richtung Bierer Berg auf den Weg machte (ich musste leider wieder zurück, privater Termin, siehe oben) haben Thorsten und ich noch schnell Fahrzeuge getauscht:
Erkenntnisse:
Der Rialto ist nur was für Heringe wie mich und der JZR nur was für Riesen wie ihn.
Trotzdem dass ich leider nur kurz mit dabei sein konnte, war es wieder ein Highlight meines Oldtimerjahres. Vielen Dank an die Organisatoren!
Oldtimertreffen am 1. Mai
Am 1. Mai habe ich den traditionellen Ausflug des Magdeburger Oldtimerstammtischs sausen lassen und bin mit Tobias zum Oldtimertreffen nach Braunschweig gefahren:

Angemeldet waren ~1300 Oldtimer. Keine kleine Veranstaltung also. Ein buntes Potpourri der deutschen Oldtimerszene, aus dem ich mir die Exoten heraus greifen will. Direkt in Eingangsnähe fand sich dieser imposante ZIL-114:

Von der anderen Seite des Planeten kam dieser VW Brasília:

Daneben sieht man noch einen SP2 der ihm beim unbedarften Publikum natürlich die Schau stahl.
In einem Rudel Enten fand sich dieser Schlafanhänger:

Dem Zustand nach zu urteilen, hat er schon einiges auf dem Gefieder. Man beachte das Planendach mit der Option auf Panorama-Sternenhimmel:

Also wenn das die Mädels nicht ans Gerät bringt, weiß ich es auch nicht.
Apropos Hänger:

Ein wirklich tolles Morris Minor Traveler-Gespann. Wenn Ihr euch das Album vom Treffen anguckt, seht ihr, dass sogar die Ladung des Anhängers stimmig war.
Und wenn wir schon bei „stimmig“ sind…:

Um mit dem Airbrush auf der Haube rum zu fahren muss man wirklich Eier haben! Respekt. Auch wenn der Wagen zeitlich nicht ganz zum Motiv passt. Zeitlich passender ist da schon diese Kombi:

Ebenfalls in die Kategorie „Eier“ fällt der Eigner dieses Toyota Previa:

Es gehört Selbstbewusstsein dazu, solch ein Fahrzeug für ein Oldtimertreffen anzumelden, dürfte doch der Großteil der deutschen „Autokenner“ keinen Plan haben, um was für eine technische Perle es sich bei dem Previa handelt. Euch echten Automobilconnoisseuren brauche ich natürlich nicht zu sagen, dass der Wagen einen Mittelmotor samt Heckantrieb hat. Den Motor beserviced man, indem man den Beifahrersitz samt Bodenblech ausbaut und da die geringe Höhe des Raumes unter dem Fahrzeugboden keinen Platz für Zusatzaggregate ließ, waren diese wie bei einem „normalen“ Auto unter der Fronthaube. Lichtmaschine, Ölpumpe für die Servolenkung und der Kompressor für die Klimaanlage sowie der Kühler-Ventilator mit Visco-Kupplung wurden mittels Rillenriemen von einer Zapfwelle vom Mittelmotor angetrieben. Ich sag’s ja: Eier!
Das Thema „Eier“ greifen die folgenden beiden Reliant Scimitars auf:

Oben ein spätes, größeres Modell (SE6A). Unten ein früherer SE5A:

Ebenfalls ein Fall für Connoisseure war dieser Bricklin SV-1:

Aufgrund der unpassenden Proportionen und den kruden Stoßstangen hielten viele ihn für ein Kitcar:

Man beachte auch die riesigen Gasdruckdämpfer für die Flügeltüren:

Auch zwei Duos waren vertreten:

Die obere müsste sogar ziemlich genau am originalen Farbton dran sein. Weit entfernt von Gut und Böse war dieses Duo:

Das identische Farbschema trug dieser Treser TR-1:

Wem Dreiräder als Hobby zu sehr Mainstream sind, der kann alternativ auch „historische Einschienenwagen“ sammeln:

In der US-Ecke fand sich auch ein besonderes..ähh…“Kleinod“:

Was dem ungeneigten Betrachter wie ein schnöder Redneck-Pickup erscheint, ist in Wahrheit der sprintstärkste, 1978 auf den Markt gekommene, US-produzierte Wagen. Dank eines Schlupflochs in den Zulassungsbestimmungen konnte damals Dodge in den „Lil‘ Red Express Truck“ alles rein packen, was die Fuhre gen Horizont katapultiert.
Ebenfalls ein schöner Sleeper ist dieser Alpina:

Da ich der Nomenklatur von Alpina aber noch nie ein System entlocken konnte, kann ich euch leier keine nähere Bezeichnung liefern.
Alles in allem war es ein wirklich buntes Treffen auf dem es viele Facetten unseres Hobbys zu bestaunen gab. Eine echte Empfehlung!
Bei Interesse findet ihr noch mehr Bilder im zugehörigen Album.


