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Feucht-fröhlich in Osterode

Am letzten Wochenende war in Osterode das inoffizielle Nachtreffen unserer Rallye nach Banjul.
Tobias und ich wollten eigentlich die ganze Zeit dort zelten, allerdings schlug wieder unser altes Rallye-Motto „ambitious but rubbish“ zu. Als ich Freitag Mittag Sir Edward packte, fiel mir auf, dass wir zuhause gar kein Zelt mehr haben. Das liegt noch bei meinem Kumpel Stefan in Bremen….damn….
Also Arschlecken mit zelten. Ok, bei Dauerregen und knapp 4 Grad ist das jetzt auch nicht sooo verlockend, aber der Wille war da! Leider hat Atze unsere SMS mit der Bitte um Asyl auch überlesen, so dass wir den zusätzlichen Platz in seinem Zelt nicht nutzen konnten.
Wir reduzierten unseren Plan also auf das Minimum und fuhren am Samstag als Tagesgäste vorbei.
Wir waren echt erstaunt, was die Anderen alles auf die Beine gestellt hatten. Ein Anhänger voller Feuerholz, zwei große Zelte mit Sitzplätzen für ca. 20 Leute, Beamer, Leinwand, Öl-Tonnen-Grill, zwei Dreibeine für Töpfe und ganz besonders: Großartiges essen!

Wie man auf dem Bild sieht, hat der gemeine Rallye-Fahrer auch privat guten Automobilgeschmack. So waren VW T3 Doka und Golf I GTI (original und mit den seltenen Pirelli-Felgen!) anwesend.
Später überraschten uns Nico und Rebecca noch mit einem Besuch und hatten ihren neuen Saab 900 S 16V dabei:

Sehr schick!
Der Rest des Nachmittags und Abends scharrten wir uns um die verschiedenen Feuerstellen und schauten totem Tier beim schmurgeln zu. *Mjam*


Das Essen war echt großartig! Danke für die Idee und die leckere Zubereitung!

Es war ein echt schöner Nachmittag! Toll euch alle mal wieder zu sehen. Schade, dass wir es verbockt haben, länger da zu sein. Aber so wie ich es dem Mailverteiler entnehme, soll es ja nicht das letzte Treffen sein… das nächste mal wird das Wetter auch besser! Bis auf Schneefall kann es ja nicht viel schlechter werden….
Danke nochmal fürs organisieren!

Abschied aus Osnabrück

So, dann will ich endlich mal mit der Aufarbeitung meines Papier-Rallye-Tagebuchs anfangen!
Da das Tagebuch sehr persönliche Eindrücke enthält und nur meinen äußerst subjektiven Eindruck von unserem Abenteuer beschreibt, habe ich beschlossen die Artikel parallel im Volltext in meinem privaten Blog und unserem offiziellen Road to Banjul-Blog zu veröffentlichen. So ist allen hoffentlich geholfen.

Es geht los mit unserem Abschied aus Osnabrück. Herr Fehrmann hatte noch einen Pressetermin organisiert, bei dem unsere beiden Boliden für die Neue Osnabrücker Zeitung abgelichtet wurden:
Abschied aus Osnabrück
Leider erschien der Artikel, als wir schon unterwegs waren. Ich konnte ihn daher noch nicht lesen. Mal sehen, ob ich da noch irgendwie dran komme.
Anschließend machten wir noch unsere eigenen Abschiedsfotos auf einer nahen Wiese:
Abschied aus Osnabrück

Abschied aus Osnabrück

Abschied aus Osnabrück
Danach setzten wir Antje bei ihrer WG ab und fuhren weiter zu mir um die letzten Sachen zu packen. Nach ca. einer Stunde rief Antje an, dass wir ihre Sachen abholen könnten. Sie selbst würde in einigen Tagen mit dem Zug nachkommen.
Auf dem Weg nach Hause konnten wir erstmals mit beiden Eiern im Synchronflug über die Autobahn ziehen. Schon nen cooles Gefühl!
Tobias hatte Tage vorher noch schnell ein Lidl-Angebot wahrgenommen und kleine CB-Handfunken gekauft, die auch hier zum ersten Mal zeigen konnten, was sie drauf haben. Die Dinger waren im Nachhinein Gold wert und haben sich auf unserer Reise sehr bezahlt gemacht! Die beschränkte Reichweite war nie ein Problem. Selbst als wir durch die Serpentinen des Atlasgebirges gehuscht sind, waren wir nur selten außerhalb ihrer Reichweite.
Zuhause angekommen quartierten wir uns für die nächsten Tage ein und setzten uns zusammen um zu überlegen, was noch zu erledigen sei:

  • Unterfahrschutze bauen
  • Nahrungsmittel einkaufen
  • packen

An sich ne kurze Liste. Sie sollte es aber trotzdem in sich haben!

Quanta kosta?

Heute Abend treffen wir uns um ein paar Details für unsere Rallye-Teilnahme abzusprechen.
Dafür habe ich mal eine detailliertere Kostenaufstellung erarbeitet. Da wir mit zwei-2-Personen-Teams starten wollen, gelten die nachfolgenden Kosten immer pro Team. Sie stellen MAXIMALBETRÄGE dar. Ist also eine Worst-Case-Rechnung:

Startgebühr: 1450€ (2×725€)
Rückflug: 1000€
Mazda 121: 500€
Benzin: 550€
Ausfuhrkennzeichen: 44€
Haftpflichtversicherung für Ausfuhrkennzeichen: 45€
TÜV-Abnahme (HU/AU): 105€
Ersatzteile: 100€
Auslandskrankenversicherung (incl. Rücktransport): 74,40 €
Malariatabletten: 145€
Visum Mauretanien: 125€
Verpflegung: 200€
Übernachtungen: 250€
Sonstiges (Fähre, Autobahngebühren, „Bakschisch“, etc.) 220€

Summe: 4808,40€ (2404,20€ pro Person)

Allerdings sehe ich da noch einigen Spielraum nach unten. Bekommen wir z.B. nen 121 mit Rest-TÜV, entfallen natürlich die Gebühren dafür. Ebenso senken Sponsoren diese Beträge.
Nicht eingerechnet sind die Kosten für „Material“. Also Zelt, Schlafsack, Klamotten, Werkzeug, etc.. Die Beträge variieren zu sehr von Person zu Person. Ich für meinen Teil plündere ne Kleidersammlungstonne. Soll ja eh nach Afrika, der Plunder.