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The King of Workshopmanuals

Wie schon mal geschrieben habe ich neben dem Buch von Elvis Payne auch das Haynes Manual für den Reliant Robin & Kitten bestellt. Nach ziemlich genau einem Monat hat die Brieftaube es endlich über den Kanal gezerrt bekommen:
Reliant Robin Kitten Haynes Manual
Für 22,99£ (oder umgerechnet 25,55€) habe ich ein nagelneues und original verpacktes Haynes Manual von 1983 bekommen. Find ich ne gute Sache. Zumal irgend so ein Wahnsinniger bei amazone.de eines für 59,99€ anbietet.
Leider merkt man aber schon den zeitlichen Unterschied zwischen dem Buch von Elvis Payne und dem Haynes. Im Haynes wird wesentlich sperrlicher mit Bildern umgegangen und wenn sie mal eines haben, dann sind sie ziemlich klein, schwarz-weiß und pixelig. Stattdessen wird viel mehr mit Zeichnungen und Schemata gearbeitet:
Reliant Robin Kitten Haynes Manual 2
Naja, ich werd schon mit beidem zurecht kommen. Außerdem hab ich ja auch noch eine digitale Kopie des original Vertragshändler-Werkstatthandbuchs für den Robin. Irgendeines der Werke wird die anstehenden Arbeiten schon anständig verklickern.

Mit Liebe zum Detail

Bei meiner Suche nach einem passenden Reliant, habe ich mir vor einiger Zeit schon mal prophylaktisch alle Werkstatthandbucher, derer ich habhaft werden konnte, als digitale Kopien besorgt. Dabei viel mir wieder auf, wie viel besser und schöner die früher waren. In den modernen Reparaturhandbüchern, wie dem von unserem Rallye-Golf, wird alles anhand von Fotografien erklärt. Das hat zwar einen höheren Realismusfaktor, allerdings finde ich, dass die vielen Details doch sehr ablenken. Bei den alten Reliant-Handbüchern aus den 60er-Jahren finden sich hingegen nur ganz wenige Fotografien und dafür fast nur Zeichnungen. Diese haben den Vorteil, dass der Zeichner unwichtige Details weglassen konnte und auch viel einfach Schnittzeichnungen zu realisieren waren. Auf der anderen Seite konnte er aber auch liebevolle Hintergrunddetails hinzufügen (siehe den Mechanikeranzug unten auf dem Bild). Außerdem finde ich, dass diese Zeichnungen viel mehr Liebe zur Technik ausstrahlen als die modernen Fotos. Von dem Unterschied der beschriebenen Arbeiten mal ganz zu schweigen! Oder glaubt ihr etwar, dass heute noch erklärt wird, wie man ne Achse austauscht? Diese Seite aus dem 1961er The Reliant Regal and Commercial Vehicles Marks III, IV, V, VI and 5-cwt. Vans Workshop Manual verdeutlicht hoffentlich, was ich meine:
Screenshot von Manual Reliant MK1 6