Mit Liebe zum Detail

Bei meiner Suche nach einem passenden Reliant, habe ich mir vor einiger Zeit schon mal prophylaktisch alle Werkstatthandbucher, derer ich habhaft werden konnte, als digitale Kopien besorgt. Dabei viel mir wieder auf, wie viel besser und schöner die früher waren. In den modernen Reparaturhandbüchern, wie dem von unserem Rallye-Golf, wird alles anhand von Fotografien erklärt. Das hat zwar einen höheren Realismusfaktor, allerdings finde ich, dass die vielen Details doch sehr ablenken. Bei den alten Reliant-Handbüchern aus den 60er-Jahren finden sich hingegen nur ganz wenige Fotografien und dafür fast nur Zeichnungen. Diese haben den Vorteil, dass der Zeichner unwichtige Details weglassen konnte und auch viel einfach Schnittzeichnungen zu realisieren waren. Auf der anderen Seite konnte er aber auch liebevolle Hintergrunddetails hinzufügen (siehe den Mechanikeranzug unten auf dem Bild). Außerdem finde ich, dass diese Zeichnungen viel mehr Liebe zur Technik ausstrahlen als die modernen Fotos. Von dem Unterschied der beschriebenen Arbeiten mal ganz zu schweigen! Oder glaubt ihr etwar, dass heute noch erklärt wird, wie man ne Achse austauscht? Diese Seite aus dem 1961er The Reliant Regal and Commercial Vehicles Marks III, IV, V, VI and 5-cwt. Vans Workshop Manual verdeutlicht hoffentlich, was ich meine:
Screenshot von Manual Reliant MK1 6

2 Gedanken zu „Mit Liebe zum Detail“

  1. in den „richtigen“ büchern zum jeweiligen kfz ist das auch heute noch erklärt (sofern nicht komplett auf digital umgestellt), allerdings sind die im endkundenmarkt nicht verbreitet. findet man manchmal auf messen oder ähnlichem.

  2. nachtrag: das mit den schicken zeichnung hat allerdings wirklich was für sich. kenn ich aber z.b. aus den vw teile programmen (mal dem freundlichen lager-mann über die schulter schauen) auch „heute“ noch so.

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