Güde GTB18 VARIO PRO II

So, langsam kommt Bewegung in die Sache:
Gestern rief mich ein sehr freundlicher Herr Moser von Güde an. Er entschuldigte sich vielmals und versicherte mir, dass dies keinesfalls der neue Güde-Qualitätsstandard „Q9“ sei. Sie hätten nachverfolgt, welcher Techniker meine Maschine „bearbeitet“ (von „Reparatur“ wollte auch Herr Moser nicht sprechen) hat. Dieser würde mittlerweile nicht mehr für Güde arbeiten.
Herr Moser sicherte mir dann zu, dass ich eine extra vom Qualitätsmanagement geprüfte neue Bohrmaschine zugesendet bekommen würde. Die Alte dürfte ich dann als Ersatzteilspender behalten.

Soweit, so ok.

20 Minuten später rief er dann nochmal an:
Er habe nun mit der Qualitätsabteilung gesprochen und die hätten doch gerne die alte Maschine als Schulungs-Exemplar („So macht man es nicht“) wieder zurück.
Es würde sich dann eine Spedition bei mir melden und die alte Maschine abholen. Ein paar Tage später soll sich dann eine weitere Spedition bei mir melden und einen Liefertermin für die neue Maschine vereinbaren.
Ein zusammenlegen der Termine wäre leider nicht möglich.

*Murf*
Dass ich eine neue Maschine bekomme, gut und schön. Auch die wortreiche Entschuldigung in allen Ehren. Aber dass ich mir jetzt nochmal zwei Tage frei nehmen darf, um den Schrotthaufen zurück zu schicken und meine neue Maschine entgegen zu nehmen (Nicht dass ich das schon 3 mal bisher gemacht habe) stößt mir doch ein wenig sauer auf.
Ein weiteres Entgegenkommen von Güde zur Entschädigung war Herrn Moser nicht zu entlocken.

Sollte da also nicht noch was nachkommen, so verbleibt doch ein schaler Beigeschmack und die genaue Überlegung, ob ich nochmal etwas von Güde kaufe.

Ich werde wieder berichten, wenn ich was Neues erfahre.

5 Gedanken zu „Güde GTB18 VARIO PRO II“

  1. Ich denke mal da, hat der nette Herr Moser, von einer übergeordneten Stelle eins auf den Deckel gekriegt, wieso er eine doch funktionsfähige Maschine verschenken könnte und dann ganz schnell zurück gerudert.

  2. Meine Gedanken gingen in eine andere Richtung:

    Ich denke, man wird Angst gehabt haben, eine nicht mehr CE-konforme Maschine im Umlauf zu haben. Szenario:
    Ich verkaufe sie, jemand stirbt am Stromschlag des geflickten Kabels und die Witwe fragt, wer das geflickt hat….

    1. Abstellgenehmigung? Als Jurist? Neee, Danke.
      Mit der Genehmigung geht das Haftungsrisiko für Beschädigung und Verlust auf den Empfänger über. Wird das abgelegte Paket zum Beispiel vor meiner Haustür geklaut, zahlt die Versicherung des Paketdienstes nicht. Auch die Überprüfung von Transportschäden ist mit Abstellverträgen schwierig, weil der Zeitpunkt der Beschädigung kaum nachweisbar ist. Wurde das Paket schon beschädigt zugestellt oder erst nachträglich von Unbekannten beschädigt, als es schon abgestellt war?
      Gerade dieser Fall zeigt nach meiner Auffassung, wie wichtig eine solche Dokumentation ist.

  3. Ich bin auch gespannt wie es weitergeht. Habe mir die Maschine ebenfalls geleistet Anfang 2016 und bin mit der für den gehobenen Hobbyanspruch gebotenen Leistung sehr zufrieden. Überzeugt hat mich die Vario-Geschwindigkeitsverstellung und die MK2 Aufnahme. Beides brauche ich häufig. Vorteil bei MK2: da geht auch der ein oder andere große Fräser rein, der mit einem x/y-Tisch brauchbare Ergebnisse erzeugt. Bin aber froh, dass ich wg. den folgenden 3 Themen die Maschine nicht eingeschickt habe:

    1. Die Skala für den Tiefenanschlag fand ich ebenfalls nutzlos und habe mit mit einem Labelwriter eine passende Skala hingefriemelt, die in beiden Gängen die Drehzahl mit Zwischenschritten abbildet unter der Annahme, dass das Motorwellenbad linear die Drehzahl verändert. Allemal besser als die originale Beschriftung.

    2. Beim Bohren mit 18mm MK2 ist mir beim 7-8 Loch aufgefallen, dass wenn der Bohrer klemmt und stehen bleibt, die Riemen sowie das vordere Wellenrad sich weiter drehen. Ich fand heraus, dass sich in der oberen Spindel ein Plastikteil, in dem sich die Bohrspindel auf und ab bewegt, in einer Metallhülse durchdreht. Damit keine volle Power am Bohrer. Habe ich gelöst, indem ich das Plastikteil mit 3 Madenschrauben in der Metallhülse zw. den 2 großen Kugellagern fixiert habe. Hält.

    3. Nach Aktion 2 rutschte allerdings der vordere Keilriemen durch. D.h. wieder nicht die volle Motorpower auf’m Bohrer… Abhilfe schafft ein kleine Spannvorrichtung, die ich im Riemengehäuse unter dem vorderen Riemen angebracht habe. Da ist genug Platz. In der Spannvorrichtung ist oben ein M8er Gewinde, mit dem mittels einer Schraube die Umlenkriemenscheibe in Richtung Motor gedrückt/fixiert werden kann. Damit rutscht der Riemen nicht mehr durch und es kommt die volle Motorpower bei kleinster Drehzahl am Werkstück an. Jetzt bleibt der Motor stehen, wenn sich der Bohrer festfrisst.

    Mit den Veränderungen verzichte ich gerne auf die Garantie, das Risiko der Kaputtreparatur aus dem ersten Teil der Geschichte schreckt einfach ab. Da muss Güde nachlegen.

    Ich habe zu den Veränderungen Fotos parat, die hier eingefügt werden können. Bei Interesse, einfach melden, dann kann ich die per Mail an einen Moderator/Admin senden.

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