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Toyota Alphard – Der Raumgleiter

Mit Kindern verschieben sich ja bekanntlich die Prioritäten.
Nicht dass der Combo sein Anforderungsprofil nicht erfüllen würde, aber das ist wie mit dem Irak: Man muss auch immer einen Plan haben, was danach kommt.
So schweiften meine Gedanken in Richtung Luxus-Reisewagen.
Klar, S-Klasse, A8, Phaeton, alles bekannt.
Nachdem wir aber platzmäßig vom Combo verwöhnt wurden, sind Limousinen irgendwie raus.
Alles SUV-mäßige ist auch raus. Dieser Stream ist mir irgendwie zu mainig.
Kombis gibt’s in der Klasse keine, zumindest hab ich nix gefunden. Also habe ich mal stumpf nach einem Luxus-Van gesucht.
Die Verdächtigen VW T5 und Mercedes V-Klasse sind bekannt und entsprechend langweilig. Allerdings stieß ich auch ziemlich schnell auf den Toyota Alphard:

Sieht der nicht Granate aus?!
Und die Vorgänger sehen kaum mindergeil aus.
Wenn das keine eingebaute Diebstahlsperre ist, weiß ich es auch nicht.
Noch besser sind jedoch die inneren Werte:

Gerade die zweite Reihe ist da ein Platz zum gerne verweilen.
Hier ein schönes Video von den Innenraumdetails:

Sogar an einen zwischen die Sitze fallenden Kugelschreiber haben die kleinen Japaner gedacht. Wahnsinn!
Auch der vollkommen flache Innenraum und die durchgehenden Sitzschienen (und damit die frei verschiebbaren Sitze) sind absolute Spitzendetails:

Auch motorenmäßig ist da alles im Lot. In Japan gibt es einen Hybriden und für außerhalb geht es bei 182 PS los. Am verbreitetsten ist jedoch der 3,5l-V6 mit 275 PS, den es auch in verschiedenen Lexus Modellen gab.

Ja, ich höre die Kleingeister schon schreien: „Nicht nach Deutschland exportiert! Rechtslenker“.
Ist aber alles kein Hindernis. Russland war ein offizieller Markt.
Es gibt sogar deutsche Händler über die man einen neuen Alphard als Linkslenker beziehen kann. Geht bei schlappen 57.000 € los.
Eine ausführliche Auflistung der verschiedenen Ausstattungsvarianten findet ihr hier.
Gebraucht findet man in Deutschland leider nur diesen hier.
Allerdings bietet der russische Markt eine breite Auswahl an gebrauchten Fahrzeugen. Dank des Verfalls des Rubels sind die preislich auch eher überschaubar.
Wenn das nicht ein schönes Urlaubsmitbringsel wäre!
Hat da jemand zufällig Kontakte?

Sollte Toyota nicht der Hersteller eurer Wahl sein, hätte ich noch den Nissan Elgrand und den Honda Elysion im Portfolio.

Küchenrechner Pi

Der viel genutzte Küchenrechner zickte leider seit kurzem rum. Der (einzige) USB-Port wollte nix mehr erkennen. Leider ist der Port auch die Quelle für WLAN.
Ohne Netz nix los.
Da die Beste von Allen mit der Performance eh nicht mehr so zufrieden und ein Update jenseits von Lubuntu 12.10 nicht mehr möglich war, habe ich mich mal nach Alternativen umgesehen.
Da für unsere Rezeptdatenbank „Gourmet Recipie Manager“ Linux erforderlich ist (Windows ist raus, Mac auch), konnte es kein billiges Android-Tablet werden. Das neue Ubuntu-Tablet ist aber leider (noch) keine Alternative.
Also habe ich das Ganze mal zum Anlass für ein kleines Rasberry Pi-Experiment genutzt.
Für den einfachen Einstieg habe ich ein Komplett-Set von Vilros mit dem Pi 3 Model B geordert:
Lieferumfang Rasberry
Der Pi 3 Model B hat den Vorteil, dass er schon ein WLAN-Modul (und Bluetooth) eingebaut hat.
Erste Amtshandlung war dann den Rasberry mit den beiden passiven Kühlelementen zu versehen (Klebestreifen sind schon drauf) und in das Gehäuse einzupassen:
Rasberry und Gehäuse Einzelteile
Beides absolut problemlos. Lediglich die Platine in das Gehäuse zu drücken erfordert einiges an Nachdruck. Dafür sitzt der Rasberry dann dort aber auch bombenfest:
Rasberry im Gehäuse
Das Gehäuse ist sauber gearbeitet und durchdacht designed. Klare Empfehlung wenn man das kleine Früchtchen einpacken möchte.
Auch die Installation von Raspbian war am TV-Gerät schnell und problemlos erledigt:
Rasberry eingerichtet
Für die Anwendung als Küchenrechner 2.0 brauchte ich aber noch einen Touchscreen. Da gibt es zwar generell reichlich Auswahl für den Rasberry, aber das sind regelmäßig nur mickrige Displays. Selbst das neue „Original“-Display hat lediglich 7 Zoll.
Ich entschied mich daher für dass „Makibes Raspberry Pi 10.1 Zoll HDMI LCD 1024×600 kapazitiver Touch Screen mit Bicolor-Kasten Unterstützung Raspberry Pi 2 / 3 Modell B / PC-Systeme / BeagleBone Schwarz Unterstützung Raspbian Ubuntu Windows„:
Lieferumfang Display
Achtung:
Entgegen den Beteuerungen in den Kommentaren benötigt das Display eine eigene 12V-Stromversorgung! So sagt es auch das Hersteller-eigene Wiki.
Der Stromanschluss hat das Format 5,5mm x 2,5mm. Ein passendes Netzteil spendet z.B. eine alte Fritz-Box.
Auch das Display muss man erst noch zusammenbauen. Einziger Knackpunkt ist das Flachbandkabel zur Verbindung der Steuerungsplatine mit dem Display.
Die richtige Verbindung lautet RGB auf RGB und der blaue Teil des Kabels muss von der Platine weg zeigen:
Flachbandkabel
Für einen ersten Test muss man in der config.txt des Rasberry noch folgenden Eintrag hinzufügen:
max_usb_current=1
hdmi_group=2
hdmi_mode=1
hdmi_mode=87
hdmi_cvt 1024 600 60 6 0 0 0

Die /boot/config.txt lässt sich nicht direkt editieren, mangels Zugriffsrechten. Ich habe sie von /boot/ auf den Desktop kopiert, dort editiert und dann mittels Terminal und dem Befehl
sudo cp ~/Desktop/config.txt /boot/
am Zielort überschrieben.
Mit lose gestapelten Komponenten zeigte sich, dass die Kombi läuft:
Rezeptdatenbank läuft
Allerdings passt das Seitenverhältnis nicht ganz. Ein Kreis ist ein Ei. Für meinen Anwendungszweck ist das aber eher nebensächlich.
Also final zusammenschrauben.
Im Original wird die Steuerplatine so montiert, dass die Anschlüsse nach außen zeigen.  Das führt aber dazu, dass der ganze Hase aussieht wie ein Drahtigel. Wesentlich schicker wird das Ganze, wenn man die Platine um 180° dreht:
Display montiert Rückseite
Wie ihr seht war Makibes so freundlich die Plexiglasplatte auf der Rückseite mit Bohrungen zu versehen und diese entsprechend zu beschriften. Leider sieht Makibes es vor, dass man den Rasberry als nackte Platine hinten drauf schraubt bzw. Vilros hält die Befestigungspunkte des Gehäuses für besser.
Plug & Play geht da leider nicht.
Ich habe daher mit einem 3 mm Bohrer die Abstandshalter im Gehäuse vorsichtig aufgebohrt:
Gehäuse unter der Bohrmaschine
Auch die Befestigungslöcher in der Platine habe ich mit einem in ein Windeisen eingespannten 3mm-Bohrer vorsichtig vergrößert:
Platine aufgebohrt
So konnte ich zwei lange Schrauben durch die Platine und das Gehäuse fädeln:
Schraube durchs Gehäuse
Entweder kann man nun noch die Löcher in der Plexiglasabdeckung aufbohren und die vorgesehenen Löcher verwenden oder aber eines der „3er“-Löcher:
Verschraubungspunkt 3
und eines der Lüftungslöcher:
Lüftungsloch
Die Lüftungslöcher braucht man eh nicht. Die sind eigentlich für den direkt verschraubten Rasberry vorgesehen.
Auf die 3mm-Schrauben passen die (übrigen) Rändelmuttern des Displays.
Verschraubt man den Rasberry so wie ich, sitzt er schräg auf der Rückseite:
Rasberry auf Display positioniert
Sieht zwar komisch aus, hat aber den Vorteil, dass die Anschlusskabel zum Display ziemlich eng geführt werden:
Raberry auf Display geschraubt
Damit die Anschlusskabel der zwei Netzteile nicht so rum luddern, habe ich noch ein Stück rum liegenden Spiralschlauch drum gewickelt und es so gebündelt:
Spiralschlauch
Das finale Produkt sieht dann so aus:
Fertig
Lässt sich bisher super nutzen. Mal sehen, was der dauertest ergibt.

Der alte Küchenrechner wird evtl. mit Puppy Linux und klassischem LAN in die Garage als Werkstattrechner einziehen. Allerdings spackt unter Puppy noch der Touchscreen.

Autoschrauber

Die Jungs von Autoschrauber.de waren so nett eine lobende Erwähnung meines Blogs zu veröffentlichen.
Diese Nettigkeit will ich natürlich nicht unerwidert lassen!
Die Jungs haben einen sehr erfrischenden Schreibstil und liefern viele hilfreiche Tipps & Tricks aus dem täglichen Werkstattalltag. Von der Anlasser-Reparatur bis zur schnellen Platzproblem-Lösung.
Also, schaut mal vorbei:

Piratenrepublik

Reichsbürger ist was für ewiggestrige.
Die Zukunft gehört den Bürgern der Piratenrepublik!
Wie schon angedeutet gab es hier zwischenzeitig ein weiteres größeres Projekt.
Schräubchen sehnte sich nach einem Sandkasten zum buddeln.
Die Beste von Allen meinte, dass man dann auch direkt noch eine Schaukel daneben setzen könnte.
Und ich meinte, dass so eine Rutsche auch nicht schlecht wäre.
Vaddern und Onkel Tobias steuerten ebenfalls Ideen bei.
Also umgesehen.
Alles zu mickrig, was man so auf dem freien Baumarkt bekommt.
Notgedrungen online geschaut und dabei über das Angebot von „Gartenpirat.de“ gestolpert. Der Laden bietet ein Modulsystem von Spielgeräten an. Von der kleinen Schaukel bis zur „Piratenrepublik„. Letztere erfüllte das Lastenheft und wurde geordert. Alleine das imprägnierte Holz und die Schrauben würde ähnliche Kosten verursachen, wenn man so ein Gerüst selber bauen würde. Ganz zu schweigen vom Zeitfaktor, welcher für Planung und zusägen drauf gehen würde.
Geliefert werden die einzeln gebündelten Module so, dass man sie beliebig kombinieren kann:Pakete 2
Revell-Bausatz für große Kinder.
Um zu wissen was man da vor sich hat ist jedes Paket mit einem Label versehen:
Etiketten
Aus dem Label geht übrigens hervor, dass hinter den Modulen „Multiplay“ steht. Glücklicherweise sind die teurer.
Angefangen haben wir (Vaddern war mal wieder so lieb mir zu helfen) mit den Türmen:
Pakete
Die mitgelieferte Aufbauanleitung ist generell eher als grobe Richtlinie zu verstehen. Wer schon mal versucht hat auf einer Rasenfläche Holz rechtwinklig zu verschrauben weiß, dass dies nix wird, sollte man es so machen, wie auf Seite 8 der Anleitung beschrieben.
Eine Wasserwaage kommt in der Anleitung ebenso wenig zur Sprache wie ein Winkel. Hilft aber. Ebenso wie Querverstrebungen:
Türme verschraubt
Leider wurde beim Zusammenbau auch deutlich, dass die Qualität des verwendeten Holzes teilweise doch arg zu wünschen übrig lässt:
beschädigter Balken
Gerissene Balken und Bretter, ausgebrochene Äste und in sich verdrehte Bauteile, etc.. Das ist teilweise eher 3. als 2. Wahl. Durch die Modulbauweise gab es glücklicherweise einige doppelte Bauteile, so dass wir einiges aussortieren konnten. Allerdings waren auch mit den besten Bauteilen die in der Anleitung vorgegebenen Maße (z.B. „241mm“) kaum einzuhalten.
Dank reichlich Zwingen und Verstrebungen haben wir die Türme rechtwinklig zusammengebaut und Schräubchen konnte schon mal die Aussicht genießen:
Turm aufgestellt
Auch bei den Balkenschuhen und den Betonfundamenten sind wir vom Plan (Seite 9) abgewichen. Zum einen ist es utopisch die Kegelförmigen Betonfüße passend zu positionieren und zum anderen ist es für die Haltbarkeit der Balken nicht sonderlich förderlich, wenn dass Hirnholz dauerhaft Bodenkontakt hat. Die mitgelieferten Befestigungen sind einfache Blechstreifen, die nicht stabil genug sind um das Gerüst dauerhaft vom Boden fern zu halten.
Wir haben daher klassische U-Balkenschuhe verwendet:
Balkenschuhe
Wir hatten zuvor die beiden Türme entlang einer Maurerschnur aufgestellt und ausgerichtet um zu wissen, wo die Löcher hin müssen.
Dank meines neuen Erdbohrers waren die 60 cm tiefen und 40 cm langen Löcher auch in unserem steinigen Untergrund recht schnell gebuddelt. Mittels Schraubzwingen, Latten und Balkenstücken haben wir dann die Türme über den Löchern ausgerichtet:
Löcher gebuddelt
Glücklicherweise konnte ich auf den umfangreichen Schraubzwingenvorrat meines Nachbarn zurück greifen. Zeitweise hatten wir knapp 20 Stück davon im Einsatz:
Türme ausgerichtet
Hatte ich schon erwähnt, dass die Bauanleitung auch Schraubzwingen für entbehrlich hält?
Da das Gelände auf dem das Klettergerüst steht (noch) leicht abschüssig ist, mussten wir einige Schalungen für die Betonfüße bauen um nachher auf ein Niveau zu kommen:
Bettonierarbeiten
Beim betonieren hat uns Schräubchen wieder tatkräftig unterstützt. Pro Loch brauchten wir ca. 2 Säcke Estrichbeton und einen Eimer Kies.
Türme und Brücke fertig
Wie schon bei der Mauer sponserte mein Nachbar reichlich Eisen für die Betonfüße. Da dürfte also auch nix bröseln.
Besonders beim abziehen der Oberfläche zeigte Vaddern seine ganze Leidenschaft:
letzte Handgriffe
Die Füße sind nun leicht nach oben gewölbt ausgeführt, so dass das Regenwasser zu den Seiten ablaufen kann. Zwischen Balkenschuh und Beton sind weiterhin ca. 2 cm Abstand, so dass dort keine Staunässe entstehen dürfte:
Fuß abgezogen
Als die Füße der beiden Türme ausgehärtet waren, haben wir anschließend den Schiffsbug angebaut und identisch betoniert:
Grundgerüst fertig
So ist aktuell erstmal der Zwischenstand.
Nun werde ich nach und nach die Türme verkleiden und die Spielgeräte montieren.
Als Zwischenfazit kann ich sagen, dass die Grundkonzeption gut ist. Allerdings ist selbst so ein „Fertiggerüst“ nur etwas für erfahrene Heimwerker. Plug & Play funktioniert (im wahrsten Sinne des Wortes) nicht!
Ist man sich dessen bewusst, ist dies sicherlich eine gute Alternative zum Kauf vor Ort bzw. der Eigenkonstruktion.

Rätselfreunde

Wir waren mal wieder essen.
Allerdings schon zu einer Zeit, als es noch kalt war.
Immer diese Nachrichtensperren…
Vom Essen gibt es diesmal kein Bild, aber Tobias hat ein kleines Rätsel vorbereitet, auf das ich gerne verweisen möchte.