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Sindelfinger Tick-Tack

Mein Vater hat mir vor Jahren eine alte Uhr geschenkt, die ihn selbst schon seit Kindertagen begleitet. Er erzählte, dass er die Uhr als 5-Käse-Hoch damals aus einem alten Mercedes ausgebaut hatte. Leider erinnerte er sich nicht mehr daran, was das für ein Mercedes war. Jahre später zimmerte er dann für diese mechanische Uhr ein Gehäuse und sie tat klaglos ihren Dienst.
So sieht das gute Stück von vorne aus:
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Und so von hinten:
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Ich habe nun über ein Oldtimerforum, indem ich auch noch aktiv bin Menschen kennengelernt, die sich mit Sternenkreuzern aus der passenden Ära auskennen. Diesen habe ich die obigen Fotos präsentiert und nach einigen Diskussionen und Vergleichsbildern stand dann fest, dass die Uhr aus einem Mercedes-Benz 170 (Gebaut von 1936 bis 1952) stammt. Beweis lieferte (u. A.) dieses Bild:

Ob es sich aber um einen 170 V der Baureihe W136 oder sogar um einen 170 S der Baureihe W191 handelte konnte allerdings abschließend nicht mehr festgestellt werden.
Mittlerweile hat die Uhr aber das Problem, dass sie nicht mehr richtig laufen will. Man kann sie einwandfrei aufziehen und sie tickt dann auch und bewegt die Zeiger, allerdings hört sie nach ca. 3-4 Minuten auf mit ticken und macht erst weiter, wenn man sie etwas schüttelt. Ich vermute, dass das Uhrwerk nach all den Jahren verharzt ist. Mal sehen, wo ich einen Uhrmacher aufgetrieben bekomme, der sie wieder reparieren kann. Dann bekommt sie einen Ehrenplatz auf meinem Regal.

Stockschwerenot

Und wieder hat ein seltenes Ersatzteil für schmale Mark seinen Weg in meinen Fundus gefunden: Ein Schaltstock.
Die hinter dem Anreißhebel sitzenden Dinger, sind mal wieder speziell fürs Duo abgeänderte Simsonteile. Theoretisch passen alle Fußschalthebel von S50, Star, Habicht und Sperber. Also alle von Motoren mit kleiner Schaltwelle. Allerdings muss man bei diesen Hebeln dann den oben abgewinkelten Steg absägen und einen passenden Kugelkopf für die Schaltstange (welche die Schaltbewegung vom Schalthebel überträgt) anlöten. Zusammen sieht das dann so aus:
Schaltgestänge
Das Problem bei der ganzen Kiste ist aber, dass durch den hohen Kupferanteil in der Chromschicht ein anschweißen des Kugelkopfes nicht möglich ist. Der Kugelkopf hält dann zwar, aber nur bis man 3-4 mal geschaltet hat. Man muss also jemanden finden, der sowas löten kann. Und bis das geschehen ist, ist es gut, einen Ersatzschaltstock im Fundus zu haben:
DSCF0002

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Der Zustand des Chroms und Lacks ist zwar nicht sonderlich berauschend, aber nix, was nicht mit Schmiergelpapier sowie einer Spraydose in den Griff zu bekommen ist. Dafür sieht die Lotstelle aber sehr ordentlich aus und es hat noch niemand den Doppelbogen auf der Rückseite durchbohrt und mit einer Schraube verstärken müssen. Das ist nämlich die andere Schwachstelle der Schaltstöcke.

Spiel nicht mit den Schmuddelkindern II

Mein Vorrat an Einmalhandschuhen hat sich nach über einem Jahr ziemlich erschöpft. Beim daher anstehenden Neukauf wollte ich dieses mal ungepuderte Handschuhe aus Nitril nehmen. Bisher hatte ich immer welche aus Latex, allerdings zerfielen die wie schon geschrieben beim lediglichen Anblick von Benzin oder Öl. Auch die Reibungsbeständigkeit war nicht gerade grandios, von der Allergiegefahr und der Sauerei durch den Puder ganz zu schweigen. Leichtgläubig wie ich bin, bin ich also in die nächste Apotheke getapert und habe da nach Nitrilhandschuhen gefragt. Die Apothekenfachverkäuferin meinte: „Sowas haben wir nicht. Geht nicht auch Latex?“ Ich: „Ja, nee, geht nicht. Wegen Benzin und Allergie…“ Sie: *ungläubiger Blick und Gedanke „Perversling!“* „Wir können die Ihnen aber bestellen, wenn sie möchten?!“ Ich: „Was würden die denn dann kosten?“ Sie: „100 Stück, 24,95€.“….
Ich hab sie jetzt per eBay gekauft. Für knapp 10€ incl. Versand. Kein Wunder, dass der Volksmund sagt: „Das sind ja Apothekenpreise!“.
Nitrilhandschuhe 001
Man beachte auch die Rechtschreibfehler bei den Sicherheitshinweisen… „Product of Malaysia“
Die Handschuhe lassen sich auch mit verschwitzten Händen gut anziehen und sitzen schön eng. Das „Griffgefühl“ ist gleich dem der Latexhandschuhe. Die Benzinbeständigkeit konnte ich allerdings noch nicht testen.
Als es um die Auswahl der Größe ging, habe ich mich mal wieder überschätzt und „M“ gewählt. Das ist reichlich groß.
Die Größen sind aber standardisiert. Solltet ihr daher auch mal vor haben, euch Schutzhandschuhe zu kaufen, messt vorher eure Handflächen von der Daumen-Innenseite bis zur Handkante beim kleinen Finger. Die zu den jeweiligen Größen gehörenden Maße entnehmt ihr dann einfach diesem Bild:
Nitrilhandschuhe 002

Papierkrieg

Mittlerweile tendiere ich immer mehr zu einem post-1986er-Rialto.
Unterstützt wird das Ganze dadurch, dass ich es mittlerweile geschafft habe, Kopien von Papieren zu bekommen.
Ich habe mittlerweile eine schlechte Briefkopie eines österreichischen Rialto 2 GLS von 1992 und eine hochauflösende Kopie eines deutschen Briefes von einem 1983er Rialto.
Das sollte die Zulassung eines importierten Rialtos wesentlich erleichtern.
Über den Menschen, welcher mir freundlicherweise die Kopien seiner deutschen Papiere zukommen ließ, habe ich auch erfahren, dass man Reliant Rialtos über OCC bei der Provinzial für ca. 160€ (bei 100%) im Jahr versichern kann. Das finde ich eine vertretbare Summe.
Außerdem habe ich über das R3W-Forum Kontakt zu einem Niederländer aus Enschede (100 km von Osnabrück), welcher mehrere Reliants hat und mir davon schon einen angeboten hat. Der entsprach aber nicht so recht meinen Vorstellungen. Die Zylinderkopfdichtung hatte sich verabschiedet. Eine „Einstiegsreparatur“, die ich mir gerne ersparen würde. Aber wie ihr seht: Es geht voran!
Das enzige wirkliche Problem, dass ich nun noch sehe, ist die Versorgung mit Ersatzteilen, welche speziell in den linksgelenkten Reliants verbaut wurden. Für rechtsgelenkte Modelle ist das kein Problem. Da gibt es noch reichlich in England für. Aber linksgelenkte Modelle waren immer ein Nieschenprodukt für Reliant. Speziell sind unter anderem die Radzylinder und die Lenkung. Also auch Teile, die nach 20+ Jahren gerne verschlissen sein können… naja, mal sehen, was da die Zukunft bringt. Vielleicht kann ich die ja auch horten, wie ich es schon jetzt mit Duo-Teilen angefangen habe.

Am Wegesrand V (Oldschool vs. Newschool)

Vor einigen Monaten entdeckte ich auch noch zwei andere automobile Leckerbissen. Einmal einen unbekannten 40er-Jahre-Hot-Rod:
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und dann noch hinter der Mensa diesen Alpina B3 Biturbo:
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