Am letzten Wochenende war ich auch bei meinem alten Kriegskamerade Benedikt in Karlsruhe. Der werte Herr hat sich nach 11 Jahren dazu entschlossen, die von mir vermittelte Dame nun endlich doch zu ehelichen (2/3 der Geschwisterschaft verdanken ihren Geschlechtspartner übrigens meiner Vermittlung. Ich sollte das beruflich machen.). Nun galt es also seinen Abschied aus dem Junggesellendasein zu begehen. Da solche Veranstaltungen natürlich strengster Geheimhaltung unterliegen, will ich da auch keine Details auspacken und mich nur über die ausgesprochen prächtige Oldtimerdichte Karlsruhes äußern! Kaum eine Straßenecke, an der nicht nen Stück Altblech stand.
Sehr gut gefiel mir dieser Buick Special Series 40 hinter dem ich einen Parkplatz fand:

Man achte übrigens auf den vielsagenden Heckscheibenaufkleber:

Auch ein Dodge Charger blubberte an uns vorbei:

Man achte auf das liebevolle Ketten-Lenkrad…
Abschließend möchte ich aber noch anmerken, was für ein großartiger Spaßfaktor es ist, jemandem ein Bierglas an der Hand fest zu gipsen:

Ganz großes Tennis!
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Die Entdeckungen des Alltags
Oldtimer IG Osnabrück
Am letzten Sonntag habe ich es endlich mal geschafft, beim monatlichen Treffen der Oldtimer IG Osnabrück vorbei zu schauen:

Sehr bunt, sehr offen, sehr nett. Genau so wie ich es mag.
Im Vordergrund seht ihr auch schon mein persönliches Highlight:

Ein seltener Honda Z600, Baujahr 1971.

Was eine geile Form!
Befeuert wird das Geschoss übrigens von einem 2-Zylinder-Viertaktmotor, luftgekühlt, OHC, 600 ccm, 38 PS:

Man beachte auch die geteilte Heckstoßstange, hinter deren Klappe sich das Ersatzrad verbirgt:

Auch sonst strotzt der Wagen vor liebevollen Details. Gehören tut er übrigens Claus Mann, welcher auch eine Homepage zum Thema betreibt und mit den kleinen Kisten handelt.
Auch sonst gabs einige Exoten:
Früher Saab 96 V4 Deluxe

Citroën SM


MG B GT V8:

Gleichzeitig konnte ich aber auch noch einige Erkenntnisse sammeln.
So weiß ich nun, dass der Griff des Canopys beim Bond Bug identisch mit dem inneren Türgriff des Austin-Healey Sprite Mark IV ist:

Außerdem findet er sich auch (zusammen mit den Türöffnern aus dem Reliant Rialto) im MG B:

Wird alles gleich eingepflegt.
Eine schöne Veranstaltung! Da werde ich wohl öfters auftauchen.
Ich habe mich dann gegen 12 Uhr vom Acker gemacht, da ich noch nach Verl zum 3. British Car & Bike Day auf gemacht habe. Nach den knapp 80km bin ich aber nicht lange geblieben. Die Bond Bug-Dichte war mir einfach zu hoch:

Fragt mich nicht! Es war das richtige Datum und der richtige Ort. Nur scheint das niemand außer mir gewusst zu haben… was ein Reinfall.
Das Erste Mal tats noch weh…
Heute hatte ich mein Erstes Mal.
Ich weiß, ich bin ein wenig spät dran.
Hat nur gelöste 10 Jahre gedauert.
Aber es tat zum Glück kaum weh.
15€ für ne schnelle Geschichte mit zwei hübschen Ladys in Uniform ist fair. Wir haben auch gelacht und gescherzt, als ein Bekannter mich antraf und direkt den Damen meine Profession verklickern musste.
Wer kann auch ahnen, dass dieser Präservativ in Draufsicht selbst für mich gilt:
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Wer die Damen auch mal unverbindlich kennenlernen möchte: Sie arbeiten von einem silbernen VW Passat mit dem amtlichen Kennzeichen OS-WY 931 aus. Gerne auch mit harmlosem Fahrradträger am Heck.
Bock auf Bockhorn
Letztes Wochenende waren die Beste und ich nach Oldenburg zu Freunden eingeladen.
Nachdem in anderen Blogs so ein Hype um den Oldtimermarkt in Bockhorn gemacht wurde, habe ich spontan beschlossen ebenfalls einen Abstecher dorthin zu machen.
Bei der Vorbereitung fiel mir auf, dass der kleine Nager, welchen ich als Untermieter bei mir in der Garage habe, anscheinend am Abend vorher eine Party geschmissen hat:

Zumindest stammt der Deckel nicht von mir!
Da wir eh mit dem Bug unterwegs waren, war auch der angemessene Auftritt in Bockhorn gesichert. Mit klassischem Untersatz spart man (und eine Begleitperson) nämlich die sonst fälligen 10€ Eintritt pro Person!
Irgendwie hat mich jedoch eine spontane Fotolähmung überkommen, so dass ich euch leider nicht mit tausenden Oldtimerfotos langweilen kann.
Es ist jedoch anzumerken, Oldtimer so weit das Auge reicht:

Und Verkaufsstände so weit das Auge reicht:

Es ist unglaublich, wie riesig das ganze ist!
Schaut euch mal den Lageplan an:

Unten der Pfeil stellt einen Kilometer da…. Wahnsinn.
Da anscheinend alle Oldtiemer-Besucherparkplätze (3000 Stück!) belegt waren, als wir am Samstag Mittag anreisten, haben wir direkt neben Tor 23 am Durchgangsweg geparkt.
Anschließend haben wir uns ein paar Stunden lang die Füße in den Bauch gelatscht und ich habe wie ein Kleinkind mit leuchtenden Augen mir rostige und ölige Klotten angeguckt. Die Beste verbucht es unter „Liebesbeweis“.
Gab natürlich auch reichlich Leckerbissen, wie diesen Volvo 262 C in originalem gold-metallic:

Pornofaktor allererster Kajüte!
Es gab auch mal wieder eine (genauer zwei) Gelegenheit für recht schmale Mark etwas sehr exotisches zu fahren.
Auf dem Verkaufsgelände standen nämlich gleich zwei von insgesamt nur 8 jemals gebauten Eagle SS:

Na, errät jemand was die Basis für solch eine Flunder ist?
Richtig! Der Käfer…..

Allerdings muss man ja nicht am KdF-Boxer als Antriebsquelle festhalten.
Es gibt da auch sportivere Alternativen, wie der daneben abgestellte rote Eagle zeigte:

Zustand der beiden Wagen war recht durchwachsen um nicht abgerockt zu sagen.
Da musste erst noch anständig Arbeit rein fließen, bis sie dauerhaft wieder laufen dürften. Auch der Papierkrams wäre laut dem Verkäufer eine Hürde, da er keinerlei Unterlagen über die Wagen hat. Allerdings bieten solche Fahrzeuge ja auch immer reichlich Potential um sich kreativ zu betätigen (man betrachte nur das Kupfer-Wasserrohr im obigen Bild). Das finde ich immer sehr reizvoll. Es gibt einfach keine „originalen“ Vorgaben, wie etwas auszusehen hat. Das befreit von zumindest der moralischen Last beim basteln.
Für den Schwarz-Orangenen wurden 8500€ aufgerufen, für den Roten (soweit ich mich erinnere 9500€).
War eine schöne Veranstaltung!
Von meiner Einkaufsliste habe ich zwar nur Mohrengebäck und ein schon lange versprochenes Geschenk für Mehl & Goof bekommen, aber vielleicht war meine Aufenthaltsdauer auch einfach zu kurz.
Ich trage mich mit dem Gedanken, im nächsten Jahr mit Zelt und Schlafsack anzureisen und mir die Geschichte das ganze Wochenende über rein zu tun. Könnte unterhaltsam sein.
Schweres Gerät
Ich habe neulich die Gelegenheit genutzt und der NVG Lippe Classic 2011 einen Besuch abgestattet. Dort trifft sich, von der Nutzfahrzeug Veteranen Gemeinschaft eingeladen, einmal im Jahr für ein Wochenende alles, was schwere Lasten auf seinen Schultern trug/trägt.
Eine schöne Gelegenheit mal wieder etwas über den eigenen Tellerrand zu blicken und zu schauen, was man mit Schraubenschlüsseln jenseits des 17er-Mauls anfängt.
Leider konnte ich erst am Sonntag dort aufschlagen und man teilte mir mit, dass sich viele der Gäste schon wieder auf dem Heimweg befinden würden. Schade.
Aber auch so, war das Aufgebot für den Unkundigen sehr spannend:

Gastgeber war freundlicherweise Mercedes-Benz Liebrecht in Lemgo.
Da ich ja eher für die handlichen Dinge im Leben bin, gefiel mir diese Kaelble-Zugmaschine sehr gut:

Diese weitere kompakte Zugmaschine war früher für die Bundesbahn im Einsatz um Güterwagons auf der Straße zu ziehen:

Für mehr Traktion hat sie einen Sandstreuer unter der Ladefläche montiert.
Imponierende Ansicht:

Ein ganz anderes Kaliber war da schon dieser 1968er MAN 15.215 Lastzug:


Setzte sich auch beeindruckend in Bewegung:
Was mir auffiel war der fast ausnahmslos sehr gute Zustand der gezeigten Fahrzeuge:

Einen abgerockten „Alltags Oldie“ suchte man vergebens.

Am abgerocktesten war dieser MAN 630:

Wobei man das bei dieser Fahrzeugkategorie wohl am ehesten unter „Patina“ fassen sollte.
Nur der Auspuff befindet sich schon leicht jenseits dieser Zustandsbeschreibung:

Franz Meersdonk war mit seinem Mercedes-Benz NG auch dabei:

Auch ein Mustang war da:

Allerdings von Krupp und nicht von Ford.
Dieser für den Laien unscheinbare Magirus Deutz 290 D 26:

ist laut seinem Eigentümer der einzig in Europa existente seiner Art. Er wurde 1974 als Prototyp für das „Delta-Projekt“ der Sowjetunion gebaut.
Dem Dreck auf der Kippermulde nach zu urteilen muss er sich trotz dieses Pretiosenstatuses sein täglich Diesel noch immer selbst verdienen.
Neben dem Speed und dem sicheren ankommen hatten viele der großkalibrigen Oldtimer auch noch etwas anderes mit der Weinbergschnecke gemein. Das Häuschen:

Andere hatten auch eher ein Einfamilienhaus dabei:

Neben den Großen hatten sich aber auch ein paar schöne Kleine drunter gemischt:

Brilliant war dieses Amphicar:


Auto Union 1000 Sp:

S-Klasse in herrlicher Fehlfarbe (wir haben zuhause ein Badezimmer in ähnlicher Farbe *Mjam*):

Buckelvolvo mit DT-Kennzeichen auf Euro-Platte (sehr seltene Kombi!):

Klare Ansage:

Scheint alles in allem eine runde Veranstaltung zu sein. Nächstes Jahr will ich mal versuchen Samstags vorbei zu schauen.
