Archiv der Kategorie: Am Wegesrand

Die Entdeckungen des Alltags

Danke für Dernbach

Nachdem ich ja kurzfristig meinen fahrbaren Untersatz hergeben musste, saß ich in Speyer fest.
Da meine Zeit dort allerdings mit dem Januar zusammen endete, sind Vaddern und Tobias einfach kurzerhand vorbei gekommen und haben mich und mein Gelumpe wieder abgeholt.
Damit die Beide nun aber nicht nur wegen meiner Wenigkeit 1000km durch die Republik gurken, haben wir auf dem Rückweg den ersten Oldtimer-Termin des Jahres wahrgenommen.
Freemind lud zum 2. LUDOLFS Wintertreffen nach Dernbach in den Westerwald.
Es war zwar bitter kalt, aber dafür schien herrliche Wintersonne:
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Free’s Ford Transit machte mich stutzig. Diese „Nase“ haben die Transen doch normalerweise nicht, oder?
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Pumpenantrieb einer ehemaligen Feuerwehr?
Dieser leckere, augenscheinlich rostfreie Opel Rekord 2-Türer stand zum Verkauf:
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Ein nettes Schild lag dazu noch im Innenraum:
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Der Verkäufer schien auch preislich Verhandlungsspielraum zu sehen, da auf der Hutaablage ein Schild mit einem niedrigeren Preis stand:
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Da der Wagen aber weder trist war, noch Tobias Auftrag noch galt, kam er für mich nicht in Frage.
Meine Bundesgenossen von der GFK-Fraktion waren mit einem Talbot Matra Murena vertreten:
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Lecker, lecker, lecker! Besonders drei Sitzplätze vorne finde ich sehr sexy. Allerdings sollen sie fies zu restaurieren sein. Das Chassis soll rostanfällig und die GFK-Karosserie mit selbigem vernietet und verklebt sein. Da kann man nicht wie bei Sir Edward einfach 8 Schrauben und ein paar Kabel lösen und einfach das Häuschen runter nehmen.
Auch für Tobias kam noch was passendes:
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Zustand war „gute Restaurierungsbasis“. Zumindest wenn die Lobgesänge des Verkäufers wahr sind. Der redete sehr gerne sehr viel. Aufgerufener Preis waren 15.000 Doppelmark. Mit TÜV und Hakenzeichen 16.000.
Mehr Fotos findet ihr auf Free’s eigener Seite.

Im Gegensatz zum letzten Jahr, waren dieses Jahr die Ludolfs leider unterwegs.
Konnte ich also kein Foto machen und mich als Öl-Groupie anbieten. Schade. War vom Organisator aber auch nicht garantiert worden. Wir hätten gerne nach Ersatzteilen für einen 1979er AMC Pacer, einen 1973er Bond Bug oder einen 1984er Reliant Rialto gefragt. Peter muss ja auch mal ein paar Nüsse zum knacken bekommen 😉
Wir ließen es uns aber nicht nehmen, einen Abstecher zum Ludolfschen Anwesen zu machen:
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Das Ludolf-Haus liegt überraschenderweise nicht am Ortsrand oder in einem Industriegebiet sondern mitten in einem gehobenen Wohnviertel. Die Straße davor ist recht schmal und gepflastert.
Die Nachbarn müssen AUSFLIPPEN! Der Grundstückswert dürfte nahe an „Sondermüll verseucht“ liegen.
Zwar war es an dem Tag ruhig, aber es geht auch so:

Es scheint übrigens Usus zu sein, sich auf den dahinvegetierenden Pretiosen zu verewigen:
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Da sind wirklich einige Schmuckstücke drunter. Zum Beispiel diese Langversion vom W123:
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Auch schmerzte mich der Anblick dieses armen Tempo Hanseats:
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Sehr schmunzeln musste ich, als ich hinter einem Scheibenwischer diesen Flyer fürs Altautotreffen Darmstadt entdeckte:
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Solltet ihr euch fragen, ob das in den Serien dargestellte Chaos in der Bude nur gestellt ist: Schaut mal, was sich hinter den Fenstern türmt:
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Allerdings war der Hof nicht so zugestellt, wie es im Fernsehen immer scheint:
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Frei nach unserem Altkanzler habe ich um Einlass begehrt:
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Es war ein schöner Familienausflug und ein lohnender Abstecher. Danke ihr Beiden.

Wie ich jetzt erfahren habe, ist zwei Tage nach unserem Besuch Günter Ludolf an einem Herzinfarkt verstorben.
Mein herzliches Beileid gilt seinen Angehörigen. Er wird auch uns fehlen.

Frohe Weihnachten

Auch euch, lieben Lesern, wünschen die Rote Lola, der Bug, King Kong, Sir Edward, die Moffa und ich frohe Weihnachten:
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Ich werde heute noch ein wenig weiter am Bug arbeiten. Es geht voran! Hoffentlich lässt sich die bucklige Verwandschaft Zeit, bis sie eintrudelt. Vaddern meinte ich müsse den Overall ausziehen, wenn die hier sind…

Lasst euch reich beschenken und genießt die Zeit im Kreis eurer Lieben!

Am Wegesrand XXV (Der Laternendauerparker)

Neulich abends bin ich hier in Speyer über dieses Coupé gestolpert:
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Leider hatte ich nur mein Mobiltelefon als Kamera dabei und war leider auch etwas in Eile, so dass ich keine weiteren Details fotografieren konnte.
Ein Mädel, dass ich dort getroffen habe, meinte, dass der Wagen da schon seit Jahren stehen würde. Wäre wohl auch kaum noch was drin. Motor und Innenausstattung wären schon raus und der Rest sei kaum mehr als ein Häufchen Rost. Leider wusste sie auch weder Typenbezeichnung noch Hersteller.
Meine erste Idee war:
Chevrolet Chevelle (2. Generation)

Ist aber alles wilder Spekulatius. Passt nämlich von den Bildern her nicht 100%ig.
Da ich auf dem Gebiet der Amis auch nicht so wirklich bewandert bin, gebe ich die Frage mal an euch weiter…

Unterwegs im Namen des Automobils

Die letzten Tage standen ganz im Zeichen des Automobils.
Am Donnerstag quartierte sich mein Bruder Tobias bei uns ein und wir besuchten am Abend den Garagendonnerstag beim Außendienst in Ankum.
Wie immer sehr unterhaltsam und lehrreich. So gab es in gemütlicher Runde den „Telekolleg – Trommelbremsen“. Leider vergaßen wir über all die Schnackerei den draußen oben offen im Regen stehenden Porsche 911. Der war nachher eine Badewanne. Ästhetisch, aber leider nicht gewünscht. Naja, er soll eh restauriert werden…
Ich hab mal keine Fotos vom Abend gemacht. Ihr findet sie bei Interesse unter obigen Link.
Am Samstag waren wir in Hamburg zu unserem Rallye-Kollegen Atze vom Team “Øltanker” eingeladen.
Um nicht nur für einen Abend dort hoch zu gurken, haben wir den Vormittag im Prototypen-Museum verbracht.
Lecker! Sehr lecker!
Schon von außen zeigt sich das Museum von seiner besten Seite:
Prototypen Hamburg 17
Die Ausstellungsräume sind sehr unterschiedlich gestaltet.
Der erste Stock ist sehr hell und rein weiß:
Prototypen Hamburg 18
Im Erdgeschoss dominieren glatte Betonflächen und Stahl im Kunstlicht:
Prototypen Hamburg 23
Im Untergeschoss hingegen dominiert historisches Ziegelgemäuer mit schwarzen Zwischenelementen:
Prototypen Hamburg 56
Aber nicht nur architektonisch ist das Museum ein Augenschmaus! Auch die Exponate und die Art der Präsentation sind toll!
Wir waren erstaunt, wie nah man an die Exponate ran darf. Kein Seil trennt den Betrachter von den (teilweisen) Einzelstücken!
Prototypen Hamburg 20
Zu den einzelnen Fahrzeugen gibt es in den Boden eingelassene Monitore, auf denen historisches Bildmaterial und sonstige Informationen dargeboten werden. Dazu gibt es noch eine „Sound-Kabine“, in der man sich den Motorensound der verschiedenen LeMans-Porsche anhören kann. Auch einen kleinen Kinosaal gibt es, in dem verschiedene Benzin-Streifen laufen. Als wir da waren lief z.b. „100 Porsches an me„. Der Porsche 356-Fahrsimulator (in echter 356-Hülle) war leider defekt. Der soll auch sehr unterhaltsam sein. Den Eintritt von 7,50€ war aber alleine schon die kleine öffentliche Bibliothek wert, in der wahllos Benzin-Bücher standen. Vom Austin Princess-Reparaturhandbuch bis zu „Typenkompass Zündapp“. Sollte ich mal nen Tag in Hamburg tot schlagen müssen, werde ich mich da einfach rein setzen. Scheiß auf Reperbahn!
Ich traf auch einige alte Bekannte im Museum wieder:
Prototypen Hamburg 26
Momentan ist nämlich noch die Sonderausstellung zu den „Fahrmaschinen“ von Ernst Neumann-Neander dort untergebracht.
Dabei erfuhr ich auch, dass der legendäre „Selbstbau-Neander“ garnicht, das in Speyer gezeigte Fahrzeug ist, sondern ein Dreirad mit jeweils versetzten Rädern:
Prototypen Hamburg 44

Prototypen Hamburg 45

Gelenkt wird hierbei nur mit dem hintersten Rad! Was eine geile Konstruktion!! Ich muss mich wirklich dringend um die 1940er Ausgaben der Zeitschrift „Motorrad“ kümmern! Das Fahrzeug nachzubauen würde mich ohne Ende reizen.
Die sonstigen, von mir geschossenen, Fotos aus dem Prototypen Museum findet ihr, wie immer im zugehörigen Zooomr-Set.

Abends gings dann zur Geburtstagsparty. Auch da war natürlich unter den angereisten Rallye-Kollegen Altblech eines der Themen!
Einer der Gäste war auf seiner Jawa 125 „Kývačka“ angereist:
Geburtstag bei Atze 60
Die Jawa ist ein Garagenfund in absolutem Originalzustand. Wenn ich mich recht entsinne wurde sie 1953 erstmals zugelassen und war dann von 1956 bis 2007 eingemottet. Entsprechend gering ist auch der Kilometerstand. Wenn Interesse besteht, vermittele ich gerne den Kontakt zum Eigner. Er will sie nämlich für 2000€ verkaufen.
Gefeiert wurde draußen in einer Jurte:
Geburtstag bei Atze 66
Dank Feuer in der Mitte war es kältetechnisch erträglich.
Da ich ein so artiges Kind war, durfte ich am nächsten morgen auch mit Atzes Land Rover Defender Brötchen holen fahren:
Geburtstag bei Atze 67
Ist schon ein andere Welt, wenn man sonst eher auf dem Asphalt kauert und der Schaltknüppel die Länge eines Zeigefingers hat… trotzdem sehr unterhaltsam! Schönes Spielzeug!

Am Sonntag war dann mal wieder „Attack of the Altwagen„:
Attack of the Altwagen September 76
Die Regenprognose hatte wohl einige abgeschreckt. Allerdings gab es mal wieder Neuzugänge.
Ein Mercedes-Benz /8 220 D:
Attack of the Altwagen September 71
Ein Golf I CL:
Attack of the Altwagen September 2010 1
Der Golf hatte einige seltene Details. So zum Beispiel original graue Stoßstangen mit Chromkeder:
Attack of the Altwagen September 69
Auch die Hutablage war stilsicher ausstaffiert:
Attack of the Altwagen September 74
Ebenfalls ein Neuzugang war dieser Dodge Coronet:
Attack of the Altwagen September 72

Attack of the Altwagen September 73
Mal wieder eine kurzweilige Veranstaltung. Allerdings trieb uns die aufkommende Kälte nach knapp zwei Stunden wieder auseinander.
Ab nächsten Monat gilt übrigens die Winterzeit!! Da startet das „Attack of the Altwagen“ schon um 15 Uhr!
Wir sehen uns also das nächste Mal am 17.10..
Leider hatte das Wochenende auch seine automobilen Schattenseiten.
Irgend ein Arschpansen hat bei uns auf dem Hinterhof (!!) den Scheibenwischer vom Astra der besten Freundin von Allen abgebrochen:
Opel Astra Heckscheibenwischer (unkenntl)
Das kann auch kein Versehen gewesen sein. Man sieht noch die Spuren, wie derjenige den nach oben „abgedreht“ hat. Was ein Arschloch! Gleich alle weggenozidieren!
Naja, mal Anzeige gegen Unbekannt stellen. So geht es wenigstens in die Statistik ein.
Morgen ziehe ich über den Schrott und gucke nach passendem Ersatz.