Archiv der Kategorie: Sonstige Schraubereien

Privileg 1029 HGE – Der beste Freund des Studenten II

Meine Anfrage-E-Mail an die Profectis GmbH bezüglich des defekten Temperatursensors meiner Privileg 1029 HGE blieb unbeantwortet. Zumindest E-Mailtechnisch. Ein paar Tage später trudelte nämlich ein kleines Päckchen bei mir ein. Inhalt: Ein Thermostat und eine Rechnung über 9,28€.
Temperatursensor neu
Der Preis ist in Ordnung und wenn das den Fehler behoben hätte, wäre der Laden echt super gewesen!
Laut Aufdruck schaltet das Thermostat bei 120°C ein und bei 60°C aus.
Sieht nicht wirklich aus, wie das von mir identifizierte Teil, aber die werden schon wissen, was sie mir schicken dachte ich.
Also wieder Mikrowelle aufgeschraubt und mal gesucht, wo das vermeintlich kaputte Pendant sitzt.
Da versteckt sich der kleine Scheißer:
Temperatursensor neu eingebaut
Austauschen war easy.
Leider verliefen alle anschließenden Tests nicht wirklich zufriedenstellend. Die Mikrowelle zeigt immer noch „Fehler 3“ an, wenn man die Heißluft-Funktion nutzen will. Kacke!
Danach habe ich geschätzte zehn mal versucht die Hotline von Profectis zu erreichen. Da ertönt für 0,14€/Min. natürlich immer nur eine Ansage, dass alle Leitungen belegt sind und man später wieder anrufen soll. Auch meine E-Mail blieb unbeantwortet. Mal sehen, ob ich von denen noch was höre.
Reparieren will ich meinen treuen Freund ja immer noch…

Privileg 1029 HGE – Der beste Freund des Studenten

Was im generellen der Hund dem Menschen, ist die Mikrowelle dem Studenten.
Der treue Begleiter meiner Studentenzeit war die großartige Privileg 1029 HGE.
Hier noch in meiner alten Wohnung neben dem Schrank mit den skurrilsten Mensa-Flyern:
Privileg 1029 HGE in meiner alten Wohnung
Ach, was hatten wir für schöne Zeiten, wir zwei…
Sie war nicht nur eine Microwelle! Nein, sie war auch Umluftherd und Grill in einem!
Ob Pizza oder Eintopf von Mutti, sie hat alles lecker heiß gemacht….
Bis neulich. Da hat sie nur noch „Fehler 3“ angezeigt, wenn man was im Backofen warm machen wollte.
Laut Handbuch ist das ein Fehler des Temperatursensors.
Da sich der Fehler nicht zurücksetzen ließ und immer wieder auftauchte, habe ich mal den Schraubenzieher geschwungen und mir das Schätzchen von innen angeguckt. Kaputt wars ja schon und so einfach lässt man einen treuen Freund nicht sterben!
Ich war überrascht, wie wartungsfreundlich das Gerät ist! Alle Schrauben sind normale Kreuzschlitzschrauben und lassen sich auch mehrfach rein und raus schrauben.
Hat man das Gerät offen, zeigt sich auch schnell der wahre Hersteller Daewoo:
Innenleben
Hier seht ihr das Teil, welches ich als Temperatursensor identifiziert habe:
Garraumbeleuchtung und Temperatursensor
Das kleine weiße Kabel rechts neben der Kreuzschlitzschraube. Das aufgesetzte Gehäuse „nord-östlich“ des Sensors beinhaltet übrigens die Garraumbeleuchtung, die auch ab und zu durchbrennt:
Garraumbeleuchtung
Easy zu wechseln, da nur gesteckt.
Ich vermute, dass an dem weißen Kabel der Temperatursensor hängt, da die Kabel auf der Platine als „THER“ beschriftet sind (direkt neben der Kreuzschlitzschraube):
Temperatursensor Platine
Außerdem ragt der Sensor direkt in den Garraum, was für eine Feststellung der Temperatur ja auch essentiell wäre.
Ausgebaut sieht der Sensor so aus:
Temperatursensor
Ähnelt ziemlich diesem Temperatursensor von Conrad, was mich in meiner Diagnose weiter bestätigt.
Ich hab eben mal dem Ersatzteilservice der Profectis GmbH ne E-Mail geschickt. Die wickeln den Kundendienst für Privileg ab. Mal sehen, ob die mir das Teil zuschicken können. Wäre ja ziemlich lässig.

Mein Bruder hat ein identisches Gerät unter anderem Label. Leider hab ich die Bezeichnung schon wieder vergessen. Vielleicht trägt er sie ja in den Kommentaren nach, damit die Nachwelt auch Hilfe findet.

Schlammschlacht

Die beste Freundin von allen hat momentan unseren Alltags-Opel Astra um zwischen Speyer und Osnabrück zu pendeln. Als sie dieses Wochenende hier war, habe ich schnell die verschlissenen Scheibenwischer getauscht und den leeren Scheibenwaschwasser-Behälter wieder befüllt.
Dieser Check gab mir auch mal die Gelegenheit, von einer mysteriösen Eigenart unseres Astras ein Foto zu machen:
Opel Astra Ölschlamm
Seit Jahren bildet er immer solchen gelb-braunen Ölschlamm, welcher sich im Ventildeckel absetzt. Unsere Vermutung war erst eine kaputte Zylinderkopfdichtung, durch die er dann Kühlwasser mit verbrennt. Allerdings ist der Kühlwasserstand immer konstant. Da verschwindet nix… Wir verwenden immer Öl nach Herstellerspezifikationen. Auch unterschiedliche Ölhersteller wirken sich nicht auf die Schlammbildung aus. Wischt man den Schlamm weg, ist er nach wenigen 100 Kilometern wieder da. Es sind sonst keine Probleme ersichtlich. Der Motor läuft seit 10.000enden Kilometer zuverlässig und mit konstanter Leistung. Sehr strange….
Vielleicht muss ich da mal in nem Astra-spezifischen-Forum nachfragen.

Wir übernehmen Haftung!

Ok, wenn alle anderen Schrauberblogs momentan auch über was anderes schreiben, als Kfz-Schraubereien, dann darf ich das auch!
Heute mal ein Tipp zur Innendekorierung für echte Petrolheads:
Vor einiger Zeit entdeckte ich bei meinem Vater einen Schuhkarton mit alten Modellautos, unter die irgend jemand mal mit Heißkleber Magnete geklebt hatte. Die Autos sind fies bespielt (fehlende Türen, kaputte Scheiben, abgebrochene A-Säulen, etc.) und daher ist es nicht ganz so schade, dass sie beklebt wurden, wie dieser Matchbox Mercury Commuter:
Matchbox Commuter

Ich habe neben meinem Schreibtisch eine alte Metall-Schultafel hängen, die ich restauriert habe und seit dem als magnetische Pinnwand nutze.
Was lag also näher, als diese alten Spielzeugautos einer neuen Aufgabe zuzuführen?
Jetzt dienen Opel Blitz, Hanomag Kurier, Porsche 911 Targa, Lloyd Arabella, Opel Rekord, Land Rover und Konsorten als stilechte Pinnwandmagneten:
Pinnwand
Mal sehen, was ich die Tage noch auf nem Flohmarkt abgreifen kann. Wäre ja gelacht, wenn ich nicht alle Magneten „Automobilisieren“ kann! Meine eigenen knapp 1000 Siku-Autos aus meiner Kindheit sind dafür natürlich alle zu schade, weil sie noch wie neu aussehen! Weihnachtsgeschenke von euch sind aber natürlich herzlich willkommen 😉

Alternativ zur Tafel könnte man vielleicht auch eine alte Motorhaube als Pinnwand nutzen. Nur so als Anregung….

Presswurst

Nach der verzweifelten Suche nach einer Werkstatt mit Presse für Sir Edwards Kingpin hat meine Familie mal wieder Nägel mit Köpfen gemacht und kurzerhand ne eigene Presse gebaut.
Die Verwendung des Billigwagenhebers wurde direkt verworfen und Opa sponserte einen alten 5t-Heber aus seinem Keller.
Der Rest war mehr oder minder easy. Vier M12-Gewindestangen samt Muttern und zwei 8mm-Stahl-L-Eisen sowie ein extra gehärteter 12er-Bohrer.

Das L-Eisen hat den Vorteil, dass es wesentlich stabiler, als eine einfache Platte ist. Außerdem kann man so, die Presse einfach in den Schraubstock spannen und hat einen festen Stand, wenn man sie nicht auf den „Gewindestangen-Füßen“ stehen haben will. Hier direkt im Einsatz:

Der Wagenheber steht lose auf dem unteren L-Eisen. So kann man seine Position ändern oder ihn sogar ganz entfernen, um einen Anderen zu verwenden, bzw. ein Auto mit ihm aufzubocken.
Wir mussten aber schon Lehrgeld zahlen. Die L-Eisen sind mit 50 cm zu lang bzw. mit 8mm nicht stark genug, um der vollen Kraft des Wagenhebers zu widerstehen. Hier mal mit der Wasserwaage an der linken Seite veranschaulicht:

Hier im Detail:

*Ups*
Ich hätte ehrlich nicht gedacht, dass er so viel Kraft hat bzw. dass die Gewindestangen vorher nachgeben.
Wir werden nun das verbogene Stück raus schneiden und die Eisen halbieren. Das ist dann immer noch breit genug für fast jedes Bauteil und wesentlich stabiler. Der krumme Teil kommt eventuell umgedreht auf den oberen Teil drauf, um diesen zu verstärken. Mal sehen, obs dann hält.