Angespornt durch OSTs LED-Basteleien habe auch ich mir eine kleine Werkstattleuchte geklöppelt.
Aufgabenprofil war: flach, hell, unempfindlich, billig.
Ausgangsmaterial war ein Restposten von ALDIs Unterbau-LED-Streifen. Eigentlich für Küchenzeilen oder Vitrinen gedacht, kommen die 2-Meter-Hasen schon fertig verlötet in einem Gummischlauch (IP 44) samt Trafo und Schalter aus der Packung. 2 Meter Led-Schlauch sind aber etwas unhandlich. freundlicherweise hat Herr Aldi schon serienmäßige Trennstellen vorgesehen:

Da habe ich den Hasen aufgeschnitten (ergibt annähernd 2x 1-Meter, da die Trennstelle nicht ganz mittig war) und die Gummiummantelung entfernt:

Der Lötkolben verband dann vorsichtig wieder die Leiterbahnen:

Schneller Zwischentest:

Leuchtet!
Also alles fein säuberlich auf eine lackierte Leiste geklebt und an den Enden nochmal mit klarem-Gummi-Schrumpf-Klebeband umwickelt:

Fertig ist die Unterbodenbeleuchtung:

Ich hatte erst überlegt da ein „U“ draus zu basteln, in dem man dann liegen kann. Allerdings erschien mir das zu viel Aufwand. Das wäre am Ende zu viel Gerödel mit Scharnieren etc. geworden. Im Endeffekt wirft man das Ding eh nur grob Richtung Arbeitsplatz. Der Abstrahwinkel reicht da regelmäßig gut aus. Auch die Helligkeit ist in Ordnung. Mit zwei Spanngummis lässt sich die Leiste auch gut an der geöffneten Motorhaube befestigen um den Motorraum auszuleuchten.
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Pimp my Wagenheber
Es wird alles aufgerüstet, was nicht bei drei auf dem Baum ist.
So auch mein Kinderwagenheber:

Seine einzige Daseinsberechtigung ist seine Handlichkeit. Hub, Bedienkomfort und Tellergröße sind grottig.
Wobei letzteres nun besser ist.
Der original Teller war winzig und hat den Unterboden vermackt. Da musste Abhilfe her.
Glücklicherweise kann man ihn entnehmen und es bleibt eine Art Tasse am Hubarm übrig.
Ausgangsmaterial ist eine Siebdruckplatte:

Die ist Wasser- und Ölfest und kann auch große Lasten ab.
Damit mir der Teller nicht vom Wagenheber rutschen kann, gab es noch ein kleines Füllstück aus OSB-Platte:

Verbunden wird beides mittels Dübel und Leim in den Zentrierlöchern der Kreisbohrer:

Eigentlich könnte man den Teller so schon verwenden.
Allerdings wollte ich ihn noch ein wenig mit Gummi polstern um ihm auch mehr Grip zu verleihen.
Vom Kreissägenumbau hab ich noch reichlich Waschmaschinen-Dämmgummi liegen. Das ist billig und extrem zäh.
Daher ist schneiden auch ein wenig mühsam. Ich empfehle für den Grob-Schnitt die Stichsäge mit wenig Pendelhub und Drehzahl.
Die Verbindung stellt Superkleber her:

Den anschließenden Feinschnitt kann man mit einer scharfen Cutterklinge erledigen:

Damit hat sich die Auflagefläche verdoppelt und durch den dicken Teller gibt es auch noch 2-3cm mehr Hub:

Und da ich schon mal dabei war, gab es auch gleich Auflagestreifen für die Unterstellböcke:

Den ersten Praxistest hat beides auch schon bestanden. Dazu später mehr.
Schwiegermutters Hinterteil… II
Nachdem die Sitze draußen waren und die Sitzfläche des Beifahrersitzes schon beheizt war, konnte es an der Rückenlehne weiter gehen:

Der hintere Lehnenbezug ist an der Nahtstelle zwischen grauem Bezugsstoff und schwarzem Filz in eine Plastikschiene eingehakt:

Hat man den Bezug hier gelöst, kann man ihn zurück klappen und kommt an den Reisverschluss und die schon bekannten Plastik-Klammern:

Sitze mit Airbag, löse ich immer nur auf der dem Airbag abgewandten Seite. Auch hier das bekannte Spiel aus Kupfer-Klammern durch kneifen und langsam abpellen.
Die Durchführungen für die Kopfstützen lassen sich etwas dehnen, so dass man sie durch den Bezug fummeln kann. Die Matte anschließend zu positionieren ist kinderleicht:

Danach alles wieder Retour, wie bei der Sitzfläche. Damit war der Beifahrersitz fertig und konnte beiseite gestellt werden.
Beim Fahrersitz ist das Vorgehen identisch, jedoch ist hier die Sitzfläche etwas schwieriger vom Bezug zu befreien, da die Sitzhöhenverstellung im Weg ist:

Wir haben uns dann so beholfen, den Bezug nur auf der gegenüber liegenden Seite zu lösen und dann die Heizmatte drunter zu schieben:

Ist etwas fummeliger (insbesondere im hinteren Teil) geht aber auch.
Anschließend konnte es ans verkabeln gehen.
Mögliche Stromquellen sind beim 2012er Honda Civic, der Zigarettenanzünder vorne im Schubfach oder die Steckdose hinten in der Armlehne:

Beide Steckdosen sind ab Werk mit 120W belastbar. Da sind also ausreichend Reserven vorhanden für zwei Sitzheizungen.
Wir haben uns für die hintere Steckdose entschieden, da die in schwiegermutters Alltagsbetrieb wesentlich seltener genutzt wird.
Die Blende mit der Steckdose kann man einfach abschrauben, wenn man die Gummimatte am Boden der Kiste entfernt:

Die Kabel der Sitzheizung haben wir einfach am Mitteltunnel hoch in die Konsole geführt. Später wird das von den Sitzen verdeckt, so dass man optisch keinen Unterschied erkennt.
Innerhalb der Konsole kann man die Kabel dann nach hinten durchreichen und unter der Steckdose anschließen. Wir haben hierzu kurze Y-Adapter-Kabel gecrimpt, so dass am original Kabelbaum nichts geändert werden musste.
Natürlich haben wir alles durchgemessen, bevor wir die Sitze wieder eingebaut haben.
Das hat sich auch gleich als nützlich erwiesen, denn es kam partout kein Strom am Relais an.
Die Fehlerursache war ein im Werk schlecht vercrimpter Kontaktschuh:

Das konnte behoben werden, so dass nun noch ein Platz für die Schalter gefunden werden musste.
Eigentlich hätten wir sie gerne in zwei Blindstopfen im Armaturenbrett gesetzt, jedoch war der Weg dorthin extrem verbaut, so dass wir das gesamte Armaturenbrett hätten zerlegen müssen. Daher entschlossen wir uns für die naheliegende Lösung und wählten die Verkleidung unter der Handbremse:

Eine Schablone erleichterte die Positionsfindung und bestätigte das einwandfreie Handling vom Fahrersitz aus:

Ein 20mm Forstner-Bohrer machte dann auch fix zwei hübsche Löcher in das Teil.
Sollte man sich dabei verhauen oder Schwiegermutter doch auf die Schalter im Armaturenbrett bestehen, so kann man einfach die Abdeckung neu ordern und alles easy umstricken.
So sahen die Schalter eingebaut aus:

Ansonsten gibt es keine sichtbaren Änderungen im Innenraum:

Für eine kurze Panikattacke sorgte bei der anschließenden Probefahrt mit der Schwiegermutter die nicht erlöschende Airbag-Warnlampe.
Unschön!
Allerdings war es nur ein nicht vollständig eingerasteter Airbag-Stecker unter dem Beifahrersitz.
Ansonsten werden die Heizungen wie gewohnt rasend schnell schön knackig warm.
Mal sehen, was Schwiegermutters Hintern so zum Winter sagt.
Schwiegermutters Hinterteil…
…soll ja auch nicht frieren.
Daher ist der Schwiegersohn durch die Republik gereist und hat (wie so oft) eine Sitzheizung nachgerüstet.
Objekt der Beschraubung war diesmal ein 2012er Honda Civic.
Wie immer, muss man vorher die Batterie abklemmen, ein wenig warten und zur Sicherheit nochmal die Lichthupe betätigen, um sicher zu gehen, dass keine Restspannung mehr im System vorhanden ist.
Intelligenterweise fängt man mit dem Beifahrersitz an, damit die Kiste noch fahrbar ist, sollte was schief gehen (siehe unser erstes Experiment mit dem Toyota RAV4).
Am einfachsten klappt man die Rücksitzbank hoch und zieht die lediglich gesteckten Abdeckkappen der hinteren Sitzschienenbefestigung ab:

Vorne auch entfernen (geht etwas schwerer) und dann Schrauben lösen:

Hat man den Sitz gelöst, kann man ihn vorsichtig nach hinten kippen (die Kabelbinder-Schelle am Fahrzeugboden einfach durchkneifen) und die Kabel inspizieren:

Der gelb-schwarze Stecker gehört zum Seitenairbag, der weiße zur Sitzbelegungserkennung und der blaue zum Gurtstraffer.
Die Stecker haben einfache Rastnasen. Der Airbagstecker ist ein Sicherheitsstecker, dessen schwarzen Teil man wie einen Schieber zurück ziehen muss.
Nachdem die Kabel auch los sind, hängt der Sitz nur noch am Gurt:

Der lässt sich jedoch im Auto doof demontieren. Daher empfiehlt es sich, den Sitz samt Gurt neben den Wagen zu stellen:

Achtung, die Sitzschienen sind sehr scharfkantig!
Hat man ihn draußen, kann man die Abdeckung der Gurtbefestigung nach oben raus ziehen. Darunter findet sich die Befestigungsschraube, die man einfach lösen kann:

Anschließend kann man den Sitz in seinen Bau schleppen und sich über den Sitzbezug her machen:

Der Bezug der Sitzfläche ist mit diesen Plastikklammern eingehangen:

Die kann man einfach aushaken. Unter der Lehnenverstellung findet sich noch eine Schraube, die man auch lösen muss:

Diese hält die seitliche Verkleidung, welche durch ein Loch des Bezuges greift:

Hat man alles gelöst, kann man den Bezug abpuhlen (die Kupferklammern einfach durchkneifen) und die Sitzbelegungserkennung inspizieren:

Ich hatte erst Bedenken, dass die Heizmatte irgendwie die Belegungserkennung stören würde. Das hat sich aber hinterher als unbegründet erwiesen.
Nun liebevoll die Heizmatte rein fummeln und mit den Klebestreifen seitlich befestigen:

Nun fummelt man die Kabelbinder an die Stellen, an denen früher die Kupferklammern saßen und befestigt den Sitzbezug wieder:

Anschleißend den Bezug wieder einhaken und die Schraube wieder eindrehen, damit ist die Sitzfläche fertig.
Im nächsten Teil geht es mit der Lehne und der Verkabelung weiter.
Einhell 15/250 UV Tischkreissäge
Mir ist eine kleine Tischkreissäge zugelaufen:

Es handelt sich dabei um eine Einhell TKS 15/250 UV:

Nichts berauschendes, aber „geschenkt“ ist ein Preis den ich nur ganz selten ablehnen kann.
Der Zustand war entsprechend überschaubar:

Auch sonst hatte sie einiges an Arbeit parat:

Ausschlaggebender Schenkungsgrund war jedoch, dass das Sägeblatt selbst bei kleinsten Leisten immer langsamer wurde und zum Stillstand kam.
Ohne Widerstand lief die Säge jedoch knorke.
Also aufgeschraubt und mal munter rein gesehen:

Ok, wenn sich der Antriebsriemen so weit durchdrücken lässt, kann die Säge auch keine Leistung mehr bringen:

Also Riemen nachstellen. Nix leichter als das!
Denkste…..
Die Antriebseinheit der Einhell 15/250 UV ist eine fixe Einheit:

Da gibt es nix zu verstellen!
Das Lager des Sägeblatts wird durch das obere Gussteil des Antriebs gehalten.
Keine Ahnung, welcher Ingenieur ungestraft auf diese Idee gekommen ist.
Also blieb mir nur, einen neuen Riemen zu ordern und zu warten, bis dieser wieder ausleiert.
Laut Explosionszeichnung hat der Riemen das Format 6PJ 251.
Leider gibt es das aber nirgends.
Nach längerer Suche bin ich auf diesen Shop gestoßen, der passende Riemen anbietet. Für 15€ kann man das mal riskieren.
Also geordert.
Eine weitere Krankheit bei diesen Sägen soll sein, dass die Höhenverstellung klemmt. So auch bei meinem Exemplar.
Der Grund ist, dass sich die Muttern des Verstellmechanismusses lösen und dieser sich dann verkantet:

Das ließ sich schnell beheben:

Als der neue Ersatzriemen eingetroffen war, habe ich den alten mal demontiert. Er hatte deutlich seine Zeit hinter sich:

Den Riemen zu wechseln ist technisch einfach (Wellenstumpf gegenhalten und Antriebsrad mit Inbusschlüssel de-/montieren), jedoch körperlich sehr anstrengend. Aufgrund der fehlenden Spannvorrichtung geht das Antriebsrad mit aufgelegtem Riemen nur unter wüsten Beschimpfungen auf den Stumpf.
Der Schlüssel zum Erfolg ist dieses kleine Sperrsteinchen:

Das muss man beim aufziehen des Antriebsrades einfach weg lassen. Ansonsten bekommt man das Rad nie über den Stumpf. Das die Schlitze damit nicht mehr deckungsgleich sind, ist für den Moment egal:

Ist das Rad erstmal drauf kann man den Stumpf gegen halten und das Rad auf ihm drehen, bis die Schlitze Platz für das Steinchen frei geben.
Anschließend alles wieder fest schrauben und am neu gewonnen Durchzug erfreuen:

Ich werde berichten, wie lange der Riemen hält.
In der Zwischenzeit baue ich für die Säge noch ein Rollgestell…