Service-Zeit

Der Combo war bei 142.000 km mal wieder mit dem Service dran.
Im wesentlichen nix, was wir nicht schon mal abgehandelt hätten:
Servicematerial
Als Zündkerzen habe ich wieder die NGK LPG LaserLine No.1 verwendet. Die alten Kerzen sahen noch Top aus und haben über 75.000 km gehalten (die Originalen GM 029 sollen alle 30.000 km gewechselt werden). Weiterhin fand ich die beworbenen Gas-spezifischen Vorteile der NGK-Kerzen nachvollziehbar.
Zum regulären Service kam diesmal nur der Wechsel des Keilrippenriemens. Den Benzinfilter habe ich mir, wie bisher jedes Mal, geschenkt. Wenn es hoch kommt, sind da bisher gerade mal 100l Sprit durch gelaufen.
Los ging’s aber mit dem Wechsel des Total Quartz 9000 Energy.
Ich habe die Chance genutzt, die originale Ölablassschraube zu tauschen.
Zum einen war der Torx schon ein wenig ausgenudelt:
alte Ölablassschraube
Und zum Anderen hat sie einen Gummi-Dichtring, den man immer extra kaufen müsste:
alte Ölablassschraube 2
Bisher hielt der Original-Gummiring noch dicht, aber ich wollte nicht abwarten, bis er irgendwann den Geist aufgibt. Da die Schraube samt Ring ein bekanntes Corsa-C-Problem ist, gibt’s für Centbeträge Ersatz bei eBay:
neue Ölablassschraube
Ist nun wieder eine klassische 8.8er-Sechskantschraube mit Kupferring.
Für den Ölfilter habe ich zwischenzeitig ein kleines Abtropfgestell gebastelt:
Abtropfgitter
Der Baustahl war von der Mauer über und der Karnickeldraht von den Kartoffeltürmen. Immer schön recyceln.
Den Keilrippenriemen hatte ich ja im Zusammenhang mit dem Zahnriemenwechsel schon mal angesprochen.
Der Wechsel ist auch eher selbsterklärend.
Durch entfernen der Radhausschale kommt man an den Spanner:
Keilriemenabdeckung
Die Schale wird durch drei Torx-Schrauben und eine Plastik-Niete gehalten. Den Niet kann man entfernen, indem man den Stift in der Mitte nach innen durch drückt:
Plastikniet
Dann noch den Spanner mittels 15er-Schlüssel zurück drücken und mit einem dicken Nagel sichern:
Keilriemenspanner
Dann nur noch den Riemen abfummeln und den Neuen aufziehen.
Damit war der Service vorerst durch.
Der Ölabscheider im Motorraum müsste mal gereinigt werden, aber das will ich erst nach dem anstehenden TÜV-Termin machen. Außerdem muss ich mir da auch noch einen Plan zurecht legen.
Der Opel-Mechaniker selbst warnte mich vor abreißenden Leitungen und zerstörten Abscheidergehäusen.
Bleibt also vorerst nur mal wieder ein wenig Statistik:
Gefahrene Kilometer: 90.013 km
Auf Gas gefahrene Km: ~88.813 km
Verbrauchtes Gas: 4.571,65 Kg (bei 5,1475 Kg/100 km)
Gaskosten (bei durchschnittlich 1,029€/Kg): 4.704,23 €
Durchschnittsgaskosten/100 km: 5,30 €
Durchschnittsspritkosten/100 km bei vergleichbarem Benzinmodell: 10,80 €
Ersparnis: 4.887,57 €

Alle Angaben ab Kaufzeitpunkt bis heute und rein nach statistischen Merkmalen (Nicht dass hier wieder die selbe Kritik wie beim letzten Mal kommt ;-).

Güde GTB18 VARIO PRO – Umbau

In seinem Kommentar hatte Stephan versprochen Bilder zu seiner Optimierung der Güde GTB18 VARIO PRO Bohrmaschine zu liefern. Einen kurzen netten Mailverkehr später hat er sie mir geschickt.
Damit der interessierte Leser auch weiß, worum es geht, hier nochmal sein Kommentar mit eingebundenen Bildern:

„Ich bin auch gespannt wie es weitergeht. Habe mir die Maschine ebenfalls geleistet Anfang 2016 und bin mit der für den gehobenen Hobbyanspruch gebotenen Leistung sehr zufrieden. Überzeugt hat mich die Vario-Geschwindigkeitsverstellung und die MK2 Aufnahme. Beides brauche ich häufig. Vorteil bei MK2: da geht auch der ein oder andere große Fräser rein, der mit einem x/y-Tisch brauchbare Ergebnisse erzeugt. Bin aber froh, dass ich wg. den folgenden 3 Themen die Maschine nicht eingeschickt habe:
1. Die Skala für den Tiefenanschlag fand ich ebenfalls nutzlos und habe mit mit einem Labelwriter eine passende Skala hingefriemelt, die in beiden Gängen die Drehzahl mit Zwischenschritten abbildet unter der Annahme, dass das Motorwellenbad linear die Drehzahl verändert. Allemal besser als die originale Beschriftung.
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2. Beim Bohren mit 18mm MK2 ist mir beim 7-8 Loch aufgefallen, dass wenn der Bohrer klemmt und stehen bleibt, die Riemen sowie das vordere Wellenrad sich weiter drehen. Ich fand heraus, dass sich in der oberen Spindel ein Plastikteil, in dem sich die Bohrspindel auf und ab bewegt, in einer Metallhülse durchdreht. Damit keine volle Power am Bohrer. Habe ich gelöst, indem ich das Plastikteil mit 3 Madenschrauben in der Metallhülse zw. den 2 großen Kugellagern fixiert habe. Hält.
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3. Nach Aktion 2 rutschte allerdings der vordere Keilriemen durch. D.h. wieder nicht die volle Motorpower auf’m Bohrer… Abhilfe schafft ein kleine Spannvorrichtung, die ich im Riemengehäuse unter dem vorderen Riemen angebracht habe. Da ist genug Platz. In der Spannvorrichtung ist oben ein M8er Gewinde, mit dem mittels einer Schraube die Umlenkriemenscheibe in Richtung Motor gedrückt/fixiert werden kann. Damit rutscht der Riemen nicht mehr durch und es kommt die volle Motorpower bei kleinster Drehzahl am Werkstück an. Jetzt bleibt der Motor stehen, wenn sich der Bohrer festfrisst.
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Mit den Veränderungen verzichte ich gerne auf die Garantie, das Risiko der Kaputtreparatur aus dem ersten Teil der Geschichte schreckt einfach ab. Da muss Güde nachlegen.

Ich habe zu den Veränderungen Fotos parat, die hier eingefügt werden können. Bei Interesse, einfach melden, dann kann ich die per Mail an einen Moderator/Admin senden.“

Nissan EXA Sportbak – Vergiss den Rucksack nicht

Am Ende vom Mitsu-Rulz-Video zum Nippon-Klassik-Treffen konnte ich einen kurzen Moment lang ein Auto sehen, dass ich so bisher noch nie gesehen hatte und dass mich sofort begeisterte.
Ich musste das Video ein paar mal ganz langsam ablaufen lassen, bis ich genau den Moment hatte, in dem man den Schriftzug auf dem Heck lesen kann.
Der Wagen ist ein Nissan EXA Sportbak:

Nissan bot ab Werk einen Umbausatz namens „Sportbak“ an, bei dem man vom normalen EXA die Heckklappe demontiert und stattdessen eine Art Kombi-Haube montiert:

So wurde aus einem schnöden Coupé ein Shooting-Break.
Wie abgefahren das mit den Rücklichtern aussieht! Insbesondere in Kontrastfarben:

Dazu dann noch das herausnehmbare Targa-Dach und die Klappscheinwerfer….ein Traum der 90er!
Ich bin ganz verzückt.
Auch mein Bruder im Geiste Jalopnik hat schon über den Wagen referiert.
Dank Baukastensystem dürfte die Teileversorgung, zumindest was Verschleißteile an geht, problemlos sein.
Auch Motor und Getriebe entstammen dem Baukasten
Wie aber immer bei so wundervollen Kraftfahrzeugen, ist die Beschaffung beschwerlich. Haupt-Markt waren die USA und Japan.
Aber wo ein Wille ist, da ist auch ein Wagen.

Zu Besuch bei Mad Max

Nachdem der Kühlertausch gewuppt war, stand als erste Bewährungsprobe die Herrentags-Ausfahrt des Magdeburger Oldtimerstammtisches an. Diese ging diesmal nach Ferropolis, der „Stadt aus Eisen“.
Solltet ihr jemals die Gelegenheit haben Ferropolis zu besuchen: Machen!
Aber fangen wir beim sonnigen Start in Magdeburg an:
Am Start 3
Wie ihr schon im Artikel zum H-Kennzeichen (das ich am Vortag noch schnell geholt habe) sehen konntet, waren Tobias und Vaddern mit dem Kleinen angereist, um auch an der Ausfahrt teilzunehmen.
Am Start
Mit schlussendlich 13 Fahrzeugen kam ein schöner Konvoi zustande:
Anfahrt
Auf dem Bild biegen wir gerade zu einem kurzen Zwischenhalt am Schloss Leitzkau ab. Wer konnte, nutzte die Gelegenheit, die Dächer seines Autos zu öffnen, denn es wurde langsam schön warm. Zwischenzeitig wurde die 28°C-Marke erreicht, so dass ich gut die Kühlleistung des neuen Alu-Kühlers beobachten konnte. Selbst bei Stop&go kam die Nadel nie über 3/4 hinaus. Sehr gut.
Doch zurück zum Sight-Seeing.
Nächster Halt war die Stadt Oranienbaum mit ihrem wunderschönen Schlosspark samt chinesischem Teehaus:
Chinesisches Teehaus
Hier konnte auch Schräubchen sich die Füße vertreten und ein wenig Energie ablassen:
Schloss Oranienbaum - Parkseite
Anschließend gab es ein deftiges Mittagessen im „Goldenen Fasan“.
Als alle gut gesättigt waren, ging es auf die letzte Etappe nach Ferropolis.
Dank wirklich spitzenmäßiger Organisation durften wir unsere Autos direkt in der Arena am Fuße von „Gemini“ parken:
Autos vor Gemini 2
Die dort versammelten Tagebaugeräte sind wirklich gigantisch.
Autos vor Gemini
Drehte man sich um, war „Medusa“ nicht zu übersehen:
Medusa
Freundlicherweise war eine Führung für uns organisiert, die neben einem Berg an Fakten und Hintergrundinfos auch viel Zeitkolorit zum Tagebau in der DDR bot. Gerade für einen unbeleckten West-Jüngling wie mich, immer wieder spannend, was als völlig normal hingenommen wurde und wird.
Es bestand auch die Möglichkeit auf „Gemini“ zu klettern, was die Schwindelfreien auch taten (die Laufstege sind nur Gitterrosten mit freiem Blick nach unten). Die Aussicht war ebenfalls phänomenal:
Blick von Gemini auf Big Wheel
Das links im Bild ist übrigens „Mad Max“:
Blick von Gemini auf Mad Max und Medusa
Am rechten Rand der Arena streckt „Medusa“ ihren langen Arm aus:
Blick von Gemini auf Medusa und Mosquito
In derArena finden sonst immer große Veranstaltungen und Konzerte statt (z.B. „Melt“, „splash!“ und die Pyrogames). Eine geile Kulisse.
Auf dem Areal finden sich auch noch einige andere verstreute Exponate.
Zum Beispiel eine der damals größten Planierraupen der Welt. Eine Diesel-elektrische DET-250:
DET - Dieselelektrischer Traktor
Alles in allem war es mal wieder ein echt toller Ausflug.
Vielen Dank an den Organisator und den Oldtimerstammtisch Magdeburg.
Danke auch an den Wettergott für den ersten Sonnenbrand des Jahres.