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Norway’s bravest son

Nach langer Zeit hier ein Musiktipp: Warren Zevon – Roland The Headless Thompson Gunner (cover By Lauren O’Connell):

Die Variante von Lauren O’Connell ist deutlich besser als das Original. Die Tragik des Textes gewinnt durch die weibliche Stimme deutlich. Einziger Nachteil ist, dass die parallel gesungenen Textzeilen so leider sehr unter gehen.

„Heute mess ich…

…morgen wieg ich und übermorgen vermeid ich der Polizei ihr Bußgeld.“
Oder so ähnlich.
Neulich habe ich eine Ladung Hainbuche bekommen:

Wenn ich sowas hole, habe ich immer das Problem, dass mein Anhänger eigentlich deutlich zu groß für seine geringe Zuladung ist.
Ich hatte es ja schon mal bei der Anschaffung der (sehr guten!) Zwischenwandverschlüsse berichtet.
Bisher erfolgte die Zuladung dementsprechend auch eher Pi mal Auge.
Ich hatte recherchiert, was ein Raummeter frische Buche wiegt (770 kg) und unterstellt, dass die (nicht verwandte) Hainbuche schon ein ähnliches Gewicht haben wird.
Um also auf maximal 1t Zuladung zu kommen durfte die zu beladene Fläche nicht 2,1 x 1,8 x 0,35m überschreiten.
Damit ich bei dieser Teilbeladung auch nicht über die 75kg Stützlast hinaus komme, musste ich die Ladung irgendwo um die Mitte des Anhängers herum drapieren.
Soweit zur Theorie.
Um da nun aber mal ein bisschen akademische Präzision mit ins Spiel zu bringen, habe ich die aktuelle Ladung mal genau vermessen und gewogen.
Bei der Stützlast lag ich mit 79 kg schon mal knapp daneben:

Damit sind 50 cm Abstand zur vordern Bordwand zu wenig.
Anschließend kam jeder Trulla auf die Waage:

Ergebnis: Die Ladung hatte bei 2,16 x 1,8 x 0,35m Fläche ein Gewicht von 1280 kg.
Bedeutet, dass ich in Zukunft nur noch eine Fläche von 1,7 x 1,8 x 0,35m (= 1,071 rm) beladen darf, um mit frischer Hainbuche nicht deutlich über 1000kg Zuladung zu kommen.
Die Lebensdauer der Gummiachsen wird es mir danken.

Baufortschritt II

Auch am Genesungswerk ging es in der Zwischenzeit weiter.
Die Frostschürzen waren ja fertig und die Fläche dazwischen geschottert und verdichtet.
Dementsprechend konnte es mit der Bodenplatte weiter gehen.
Am Anfang stand eine Lieferung Baustahlmatten:

Nachdem die Schalbretter rings um standen und eine Folie ausgelegt war kamen die Drunterleisten:

Darauf dann eine Lage Q335-Matten und dann S-Schlangen als Abstandshalter:

Obenauf wieder eine Lage Q335:

Während abschließend noch die 16mm-Anschlusseisen für die Wände gerödelt wurden, kam schon die Betonpumpe:

Nun ging alles rucki-zucki. Hier mal die Anschlusseisen der Wände im Detail:

Aus einer quaddeligen Masse wurde eine schön glatte Oberfläche:

Am Nachmittag sah es dann so aus:

Hier der Blick aus der anderen Richtung:

Nachdem der Beton zwei Tage ausgehärtet war, war es Zeit für eine erste Begehung:

Die Anschlusseisen für die Wände sind echt gewaltig:

Glücklicherweise ist das Wetter aktuell ideal zum betonieren. Temperaturen um die 9 Grad bei bewölktem Himmel und gelegentlichem Nieselregen.
So kann er in Ruhe aushärten. In den nächsten Tagen werde ich ihn dann nach und nach aus seiner Schalung befreien und damit anfangen schon mal den Grundriss 1:1 einzuzeichnen. Auf die Anschlusseisen setzte ich auch noch Abdeckungen.
Danach will ich an die Drainage gehen, solange ich noch gut an die Außenseiten der Bodenplatte komme.

Spiderman würde Nobe 100 fahren II

Nach langer Stille und einem verherenden Brand in der Fabrik gibt es Neuigkeiten vom wunderschönen Nobe.
Jalopnik hat den einzig überlebenden Wagen bei einem Entwickler in den USA vorgestellt:

Wie ihr dem Video entnehmen könnt, plant die Firma glücklicherweise immer noch eine Produktion.
Allerdings befürchte ich, dass Details wie Airbags in den Gurten (um das schöne Retro-Lenkrad behalten zu können) dem Rotstift zum Opfer fallen werden.
Ich bin gespannt wann es wieder was von dem Wagen zu hören gibt.

Mobile Manege

Wie schon häufiger geschrieben, ist die Lafette ein nicht gerade handlicher Anhänger.

Das gilt insbesodnere für den Fall, dass man die Plane abnehmen möchte (z.B. um einen Baucontainer oder Holz zu transportieren).
Entweder hat man die Wahl wie bei einem alten Zelt das Gestänge zu demontieren und die Plane als unförmigen Haufen beiseite zu schleifen oder man versucht das Kratur im Ganzen zu demontieren und dann als Zelt beiseite zu stellen.
Letztere Variante war bisher immer mein Weg.
Allerdings brauchte man dazu drei Personen. Zwei trugen innen das bestialisch schwere „Zelt“ und eine Person wies sie ein.
Das führte nicht nur zu personellem Aufwand, sondern auch zu Beschwerden der Besten.
Also anderen Lösungsweg suchen.
Haken, Garagendecke, Seilzug?
Teilbare Plane, teilbares Gestänge, zwei Hälften?
Alles nicht das Wahre.
Einem nächtlichen Geistesblitz folgend habe ich dann Holzklötze mittels Forstnerbohrer gelocht:

Ein Klotz wurde immer durch gebohrt, einer erhielt ein Sackloch.
Danach wurden beide miteinander verleimt:

Damit die Löcher beim zusammenspannen deckungsgleich bleiben, habe ich immer zwei kleine Nägel in den unteren Klotz geschlagen, den Kopf abgekniffen und dann den oberen Klotz bündig aufgehämmert. Die Nägel verhindern beim anschließenden zusammenspannen wirkungsvoll ein seitliches verschieben:

Darunter kam dann noch eine Lenkrolle und das ganze habe ich anschließend noch fünf mal wiederholt. Fertig waren die Rollschuhe für die Anhängerplane:

Jetzt muss ich nur noch das Gestänge los schrauben, aus den Halterungen am Anhänger ziehen und die Klötze aufstecken.
Durch die kippbare Ladefläche kann ich nun ganz alleine die Plane vom Anhänger rollen:

Auch das Verstauen in der Garage ging leicht von der Hand:

Mag jetzt nur als Killefit erscheinen, aber im Vergleich zu vorher ist es eine riesen Erleichterung.