Frohe Weihnachten liebe Leserlein! Genießt die Zeit im engsten Kreis eurer Lieben, schlemmt was leckeres und lasst euch schön beschenken.
Und besonders: Seid lieb zu Anderen! Dann kommt nämlich auch einer von den Weisen aus dem Nachbardorf mit Myrrhe einem JCB 541/70 und ihr müsst die 18t Baumaterialien nicht von Hand um den Stall tragen:
In diesem Sinne:
Besinnliche Weihnachten und frohes Schaffen.
Tank entwässsern, Luftfilter reinigen, alles nix wildes. Neu war nur der Ölwechsel. Den Kompressor hat mir vor fünf Jahren mein Schwiegervater (zusammen mit ein paar anderen Schätzen) geschenkt. Seit dem gab es keinen Ölwechsel. Wie ich erfuhr hat auch er nie das Öl gewechselt. Höchste Eisenbahn also! Die erste Hürde war, das alte Öl da überhaupt raus zu bekommen. Eine Bedienungsanleitung habe ich nicht und im Netz findet man nur Anleitungen von neueren Modellen, die eine klassische Ablassschraube haben. Mein 20+Jahre altes Exemplar hat an derselben Stelle jedoch nur einen Plastikknopf mit einem Schloss-Symbol…. Nach einigem probieren stellte sich heraus, dass dieser „Knopf“ ein Stopfen ist. Der Weg ist, ihn mit einem Schraubendreher auf „Schloss offen“ zu drehen und dann mit zwei Schraubendrehern gleichzeitig seitlich zu hebeln:
Ist er raus, kommt einem gleich die schwarze Suppe entgegen:
Während die zähflüssig vor sich hin tröpfelt, kann man sich in Ruhe nach Ersatz umschauen. Natürlich gibt es spezielles Kompressoröl. Da übersteigt aber eine Flasche den Restwert des Kollegen. Recherchiert man ein bisschen stellt man fest, dass der Großteil der Hersteller gerne ein „Verdichteröl nach DIN 51 506“ hätte. VDL 100 soll da das Maß aller Dinge sein. Liest man weiter wird deutlich, dass die Viskosität und die sonstigen Anforderungen ziemlich Deckungsgleich mit schnödem SAE30-Öl sind. Das kommt auch in den Rasenmäher und ist daher in der Garage vorhanden. *Bingo* Füllmenge sind knapp 100ml. Lässt sich aber gut über den Peilstab kontrollieren.
Für den Schraubenkompressor hätte ich das nicht genommen, aber für diesen 08/15-Hasen wird es schon passen.
Irgendwie kam der Wintereinbruch so überraschend, dass ich es nicht mehr geschafft habe, mit dem Rialto zum tanken zu fahren. Ich mache vor dem Winter immer den Tank bis zum Rand voll, damit sich möglichst wenig Kondenswasser an den Seiten des Blechtanks niederschlagen kann.
Also tanken aus dem Kanister. Aber wann ist der Tank voll? Auf die sehr träge Tankuhr ist da kein Verlass. Die zeigt noch 3/4 wenn einem der Sprit schon in den Socken steht. Abhilfe brachte der Ölmessstab aus dem Combo:
Beim Corsa C/Combo ist er aus einem stabilen aber doch flexiblen Drahtgeflecht und hat auch eine metallenen Anzeiger am Ende. Von der Länge her geht er ziemlich genau bis zum Anschluss zwischen Tank und Tankrohr. Hat super funktioniert.
Top Tipp, wenn ihr das nächste Mal über den Schrottplatz schlendert.
Mittlerweile ist die Bodenplatte ausgeschalt. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden! Ich glaube, die Fliesen kann ich später direkt auf den Beton kleben und mir einen Estrich als Ausgleichsschicht sparen. Die beim ausschalen angefallenen OSB-Platten (noch dieselben wie bei der Frostschürze; lohnende Anschaffung) und Dachlatten habe ich zusammen mit den Schrauben direkt recycelt und Abdeckungen für die Anschlussbewehrung der Wände gebaut:
Natürlich läuft ein Zaun um die Baugrube und natürlich wissen die Kinder, dass sie dort nicht hin dürfen. Trotzdem: Will ich mir Vorwürfe machen müssen, wenn da eins runter fällt und sich auf einem Eisen aufspießt? Das Gleiche gilt für irgendwelche Bauhelfer, die am Grubenrand das Gleichgewicht verlieren. Da investiere ich lieber zwei Nachmittage und bastele mir Abdeckhauben. Die Berufsgenossenschaft hat schon ein „Like“ dagelassen. Natürlich kann man sowas auch kaufen. Aber die wollen da dieses „Geld“ für.
Es gibt ja so Tech-Witz-Klassiker wie den „Siemens Lufthaken“, die „Vergaserinnenbeleuchtung“ oder das „WLAN-Kabel“. Ein breites Sortiment findet man z.B. hier. Gelacht wird dort auch gerne über sinnfreie Adapter. Neulich musste ich sowas jedoch nachbauen. Aus einem Gardena-Anschluss, einem Stück Gartenschlauch und einer Druckluftkupplung entstand ein „Druckluft auf Gardena-Adapter“:
Dazu kam dann noch ebenfalls mit Druckluftanschlüssen ein Kugelhahn:
Wozu das Ganze? Nun, sobald sich der erste Frost ankündigt, entwässere ich ja immer unsere Gartenbewässerung. Bisher lief das über ein Stück LKW-Schlauch mit Ventil, welches ich am Pumpenanschluss versuchte möglichst dicht aufzupressen. Funktionierte, ist aber keine Meisterleistung:
Deutlich besser läuft es anders herum:
Gut, aus dem Pumpenanschluss kommt eine Fontäne, aber auch das lässt sich händeln:
Insgesamt ist die Entwässerung aber so deutlich einfacher. Also: Nix lachen!