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Neulich beim Großmarkt

Neulich beim Großmarkt konnte ich eine freie Parklücke nutzen:

Ape mit Kasten

Die anderen Kunden haben sich amüsiert.
So eine große Ape würde mich auch reizen. Allerdings eher als Pritsche. Oder doch als Kasten und dann zum WoMo ausbauen? Naja, vielleicht wenn Frau und Kinder sich von mir abwenden. Obwohl ich da nicht sicher weiß, was Auslöser und was Reaktion wäre.

Wusstet ihr übrigens, dass es die frühe Ape auch als Sattelmaschine namens „Pentaro“ gab?

Alles Fließt IV

Was ein Schrott.
Kaum ein Jahr hat die Wassertonne für die Gewächshausbewässerung gehalten.
Sie ist auch weder geplatzt oder durch meine Löcher instabil geworden, nein, die Verstärkungsstreben aus Metall haben einfach nicht gehalten und sind ausgerissen:Rostspuren
Stumpf nach innen ausgebrochen:Ausgerissener HalterNatürlich setzt sich der zugehörige Riss in die Außenseite fort. Ich habe noch einen halbherzigen Reparaturversuch mit Knetmetall gestartet, aber auch das half nix.
Also neue Tonne (anderer Hersteller) besorgt, Löcher gebohrt und alles umgeschraubt:Neue RegentonneBei der neuen Tonne habe ich die Metallbügel direkt weg gelassen. Stattdessen kommen jetzt zwei Spanngurte um die Tonne, um sie in Form zu halten. Mal sehen, wie lange das hält.
Ansonsten muss ich auf eine runde Tonne umsteigen.

Dicke rubbeln…

… Reifen doller ab. Wie gut dass ich so’n dünner Hering bin. Verhinderte aber trotzdem nicht, dass sich der Vorderreifen des Rialtos auf den letzten 10.000 Meilen ungleichmäßig abgenutzt hat. Also flugs vorne Aufgebockt und das Rad abgenommen:Rad abgenommenEin Vergleich mit dem identischen Rad vom Bond Bug (Der Händler bestand damals darauf, dass ich zumindest zwei Reifen nehme) zeigt den deutlich einseitigen Verschleiß:Reifen alt vs. NeuDie Seite auf welcher der Fahrer sitzt, ist schön blank. Nicht umsonst empfiehlt Reliant die Räder regelmäßig im Kreis zu tauschen.
Eh ich aber ein neues Rad aufgezogen habe, nutzte ich die Chance und habe den Achsschenkelbolzen abgeschmiert.

Dazu sollte man dringend die Bremstrommel abnehmen. Ihr seht nachher warum. Um die Bremstrommel runter zu bekommen, muss man beide Bremsnachsteller (oben und unten) zurück drehen:BremsrückstellerAls nächstes gibt es Schmackofatz mit der Fettpresse. Erst unten:Schmiernippel untenDann oben:Schmiernippel obenInsbesondere beim oberen Schmiernippel sieht man, warum man unbedingt die Bremstrommel dabei abnehmen sollte:Fett in der BremstrommelDas überschüssige Fett drückt sich unter den Bremsbelägen, im inneren der Bremstrommel raus. Und dass Bremsen und Schmierfett keine gute Kombi sind, brauche ich wohl niemandem zu erzählen.
Also alles sauber gewischt und auf dem Weg raus nochmal fix unter die Staubkappe des Radlagers geguckt:Radlager ohne StaubkappeDas sieht noch sehr gut aus. Das Fett habe ich nur durchgerührt und die Kappe wieder drauf gedrückt.
Anschließend kam die Felge vom Bond Bug samt Reifen drauf:Neues Rad montiertDer Reifen ist auch schon 7 Jahr alt. Wenn ich den auch nochmal 9 Jahre und 10.000 Meilen runter rubbel, kann ich getrost alle zusammen wegschmeißen und 4 neue kaufen.

Niemand hat die Absicht,… III

Die äußerst unhöfliche Anfrage von Schlaumeier erinnerte mich daran, dass ich nach 2 Jahren mal einen Zwischenstand zur Stützmauer geben könnte.

Das ich dies noch nicht früher getan habe, liegt schlicht und ergreifend daran, dass es einfach nichts zu berichten gibt:2 Jahre späterDie Mauer hält und die Bodendecker geben sich Mühe, sie zu verdecken.
Wenn man überhaupt was erwähnenswertes suchen möchte, dann kann ich vermelden, dass sich die oberste (lediglich mit Erde befüllte) Reihe um Fingernagelbreite bewegt hat:Bewegte ReiheDas fällt einem aber nur auf, wenn man direkt seine Nase dran hält und weiß, dass ich sie ursprünglich mit der Wasserwaage bündig ausgerichtet hatte.

Ansonsten erfüllt sie ihren Zweck und auch die Drainage funktioniert gut.

Sollte sich in den nächsten Jahren da noch was tun, werde ich euch informieren. Ansonsten fragt einfach höflich.

Wanne, Öl II

Ich schulde euch noch das Finale der Ölwannenüberholung. Eigentlich sollte der Einbau locker von der Hand gehen, hatte ich mir doch schon vor langer Zeit ein komplettes Dichtset für den Reliant 850ccm-Motor beiseite gelegt. Wie wir aber alle wissen, beginnt mit „eigentlich“ immer eine Lüge. Die neue Dichtung wollte partout nicht auf die Auflagefläche der Ölwanne passen. Kurzer Vergleich mit der alten Dichtung:

Dichtung alt-neu

Super. Warum auch immer, die neue Dichtung ist einen ordentlichen Ticken kleiner:

Löcher passen nicht

Kein Wunder dass ich die Löcher nicht deckungsgleich bekomme. Eine wirkliche Erklärung habe ich dafür aber nicht, denn auch die 700 und 750ccm-Motoren basieren auf dem identischen Block mit identischer Ölwanne.

Egal. Lösungsorientiert Vorgehen:
Entweder in England neu ordern und hoffen, dass eine passende geliefert wird oder Dichtpapier besorgen und selber schnitzen.

Da preislich kein Unterschied bestand, habe ich mich für’s schnitzen entschieden. So kann ich sicher gehen, dass die Dichtung passt und habe noch Reste für spätere Basteleien. Allerdings war das Angebot an großen Dichtpapier-Bögen eher eingeschränkt. Lediglich Victor Reinz hat ein Dichtset im A3-Format im Angebot:

Victor Reinz Dichtset

Da die alte Dichtung noch vorhanden war, konnte ich sie einfach auf das dicke Dichtpapier übertragen:

aufgemalt

Ausgeschnitten wurde dann mittels Stahllineal und scharfem Cutter:

Dichtung ausschneiden

Für die Löcher lieferte Tante Louis ein brauchbares Locheisen-Set:

Locheisen geschwungen

Im Hintergrund seht ihr auch mein erstes „Anzeichnen-Experiment“. Die Empfehlung war, die alte Dichtung auf das Dichtpapier zu legen und dann mit einer Spraydose leicht über zu blasen. So entsteht ein Negativ, das man ausschneiden kann.

Ehrlich gesagt war mir der Testlauf auf einer Pappe deutlich zu unscharf. Wenn man eh noch die alte Dichtung hat, liefert der Bleistift viel bessere Konturen.
Schlussendlich passte die Dichtung perfekt:Neue passende DichtungVor dem Einbau habe ich noch das Ölsieb und seine Umgebung gereinigt, sowie die Dichtfläche von Mumpe befreit und ganz vorsichtig über geschliffen:Ölsieb gereinigtDabei fielen mir komische Macken an der vorderen linken Ecke auf:Macken in der DichtflächeSieht irgendwie nach Hebelspuren aus. Keine Ahnung wie die dahin kommen. Ich habe auch die vorsichtig über geschliffen, um wenigstens keine Erhebungen mehr zu haben.
Die Dichtfläche der Ölwanne habe ich mit Fett bestrichen, damit die Dichtung nicht fest klebt:Ölwanne mit Fett bestrichenDas funktioniert auch schon beim Ventildeckel seit 8 Jahren vorzüglich. Motorseitig gab es eine hauchdünne Lage Dirko schwarz. Das sollte eventuelle Unebenheiten ausgleichen.
Die anschließende Probefahrt zum Saisonstart (Alles schön trocken) feierte ich mit einem runden Tachostand:Tachostand nach ProbefahrtDamit habe ich seit dem Kauf 10.000 Meilen (16.093,44 km) mit dem Rialto zurück gelegt.