Leider hatte ich am Wochenende nur ganz kurz Zeit für den Bug.
Sie reichte lediglich dazu, ihn seines hinteren rechten Rades zu berauben:

um auch dort mal nach den Bremszylindern zu schauen.
Ihr seht an dem Tropfen auf dem Boden, das auch dieser seine beste Zeit hinter sich hat:

Wenn die Bremsflüssigkeit schon hinter der Staubkappe lauert, dauert es nicht lange, bis sie auch dort vorbei krabbelt.
Die Teileliste für eine Bestellung in England wird länger und länger….
In der Zwischenzeit bekommt der Bug auch ein pulverbeschichtetes Vorderrad und zwei neue Reifen. Wenn ich das nämlich richtig sah, dann sind die entweder von 1989 oder von 1999….beides wenig berauschend. Einen Neueen gabs ja schon. Bei nur drei Rädern zählt jedes 😉
Archiv der Kategorie: Bond Bug
Kafkas Verwandlung – Vom Käfer zum Sprinter
Im R3W-Forum dokumentieren die „Bug Builder“-Brüder gerade ihren Versuch, einen Reliant Prototyp nach zu bauen.
In den 90ern überlegte sich Reliant, den Bond Bug neu aufzulegen. Es entstand damals ein Prototyp namens „RFW 9“ mit vier Rädern auf einem Chassis des Reliant Kitten/Fox:

Und einen Prototyp namens „Sprint“ mit drei Rädern auf dem Chassis eines Rialto/Robin.
Aufgrund der finanziellen Schwierigkeiten kam es aber nie zu einer serienmäßigen Realisierung.
Wenn ich recht informiert bin, ist der Verbleib des dreirädrigen Prototypen heute unbekannt.
Es gibt dementsprechend auch keine Bilder von seinem genauen Aussehen. Einen Bildbeweis gibt es nur in Form der Dokumentation „Trouble at the Top“ von 1996, wo er kurz von vorne zu sehen ist und diesem, wohl früheren, Foto:

Die „Bug Builder“-Brüder sind im R3W-Forum dadurch bekannt geworden, dass sie schon einen sehr detailgetreuen Nachbau des RFW 9 auf die Räder gestellt haben. Ihr neues Projekt ist jetzt ein Sprint-Nachbau.
Ausgangsbasis ist dieses Bond Bug Wrack:

Das Chassis des Bugs war total verrottet:

Die Karosserie war in diesem Fall wirklich „selbsttragend“.
Vom Design her orientieren die Jungs sich an den „Update“-Entwürfen von Tom Karen, der bei Ogle Design damals auch mit der Neuauflage betraut war:

Die runden Scheinwerfer hat der Bug auch (abweichend vom Foto oben) in der Dokumentation. Das scheint also die „richtigere“ Version zu sein:

Ich finde es etwas zu „froschig“, aber wenn man sich schon am Original orientiert, dann auch richtig.
Als nächstes war das Heck dran. Mangels anderslautender Infos orientieren sich die Brüder dabei an dem obigen Foto.
Also erstmal großzügig raussäbeln:

Als Basis für ihre Formgebung verwenden sie Karnickeldraht, welcher mit nasser Pappe abgedeckt wird. Da drauf kommt dann mit alten Zeitungsschnipseln vermischter Gips, welcher anschließend mit Feingips überzogen und in die richtige Form geschliffen wird. Abschließend wird dann noch eine Schicht Füller aufgesprüht um eventuelle Unebenheiten lokalisieren und beseitigen zu können. Das alles gibt dann solch wirklich fantastische Ergebnisse:

Von dieser Form wird dann ein Negativ genommen, indem einfach drei Schichten Glasfaser drauf kommen. Sobald die trocken sind, haben sie mit einem Gummihammer von hinten die Gipsform zertrümmert und das Negativ abgenommen. Das Negativ haben sie anschließend auf der Innenseite mit Paketklebeband ausgeklebt und dann mit Glasfaser wieder ein Positiv von der Form genommen. Das Klebeband fungiert dabei als Trennschicht und soll ganz gut funktionieren.
Das so erhaltene Positiv haben sie an die umgedrehte Karosserie laminiert:

Eine wirklich beeindruckende Leistung, die die Jungs da erbringen!
Vom handwerklichen Standpunkt aus gesehen, wirklich vorbildlich.
Ich bin gespannt, wie sie die Türen lösen. Es geht das Gerücht um, dass der Prototyp Flügeltür-Fenster aus getöntem Plexiglas hatte.
Gleich und Gleich gesellt sich gern
Ich hab mal auch für den Bond Bug eine Gleichteilliste zusammengeklöppelt.
Für den Rialto hege und pflege ich die ja schon seit längerem und sie hat mittlerweile einen ganz stattlichen Umfang und Detaillierungsgrad erreicht. Auch die Liste fürs Simson Duo 4/1 ist ganz ordentlich. Die Liste für den Bug hab ich zum Großteil von hier übernommen und sie lässt noch sehr zu wünschen übrig. Naja, kommt Zeit, kommt Kontent.
Ma‘ kennt sisch, ma hilft sisch
Dieses köllsche Motto gilt natürlich auch unter Altblechfreunden und da ich eh ein Verfechter der Nächstenliebe bin, war ich gerne bereit Axel eine Kopie der Papiere von Sir Edward für die Zulassung seines Bond Bugs zu überlassen, als er mich vor einiger Zeit danach fragte.
Normalerweise nützen die Papiere einem wenig, da der Bug ja einen 700 bzw. 750 ccm Motor hat. Allerdings ist der Umbau auf die späteren 850 ccm Motoren eine beliebte Modifikation und funktioniert nahezu „plug & play“. Solch einen Umbau hat auch Axels Bug hinter sich.
Besonders erfreut war ich, als er mir wenig später zum Dank für meine Hilfe eine DVD mit zwei Reliant-Dokumentationen schickte.
Auf der DVD war zum einen die BBC-Dokumentation „Trouble at the Top“, in der gezeigt wird, wie der ehemalige Jaguar Manager Jonathan Heynes im April 1996 Reliant nach dem Konkurs kauft und bis Weihnachten 1996 wieder in die Gewinnzone bringt.
Außerdem enthielt sie noch „The Car’s the star – Reliant“:
Teil I:
Teil II:
http://www.youtube.com/watch?v=CsUJpojwGsQHerzlichen Dank!
Schon wieder?!
Und mal wieder sind die Besucherzahlen bei mir im Blog explodiert….
Da die Suchanfragen auf den Bug schließen lassen, meine Frage an die netten Besucher: Verrät mir jemand, wo über meinen orangenen Liebling berichtet wurde?
„Herzlich willkommen“ übrigens…