Das doppelte Einhorn

Über den zweiten Mighty Car Mods-Youtube-Channel bin ich über den „Nissan Stagea ‚Double Unicorn‘ Build“ gestolpert.
Darin bauen Turbo Yoda und Mechanical Stig für sich privat einen Nissan Stagea als Nissan V8 Turbo AWD Handschalter um.
Euch sagt „Stagea“ nix?
Verkürzt wiedergegeben ist das die Kombiversion des Nissan Skyline. Herausgebracht ausschließlich für den japanischen Markt:


Allerdings gab es ihn nie mit V8.
Und den V8 wiederum gab es nur in geringer Stückzahl als AWD.
Und ohne Turbo.
Außerdem nur als Automatik….
Ihr seht, da bedarf es einigem an Know-How, um sowas auf die Beine zu stellen.
Die Geschichte ist wie immer unterhaltsam gefilmt und daher mein Tipp für langweilige Abende:
YouTube Preview Image

Spurstangenkopf

Der Jagdwagen klapperte latent von der Vorderachse.
Koppelstangen konnten es nicht sein, die gab’s erst vor einiger Zeit neu.
Also Spurstangenköpfe.
Der Tausch ist easy und bei ordentlicher Arbeit ist auch nachher keine Spurvermessung nötig.
Los geht’s mit dem Sicherungssplint der Kronenmutter:
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In der Zwischenzeit darf der Rostlöser sein Werk vollführen:
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Als nächstes muss die Kontermutter gelöst werden. Die bedarf etwas gesteigerter Überredungskraft:
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Hat man die Mutter gelöst, klebt man das Gewinde direkt am Spurstangenkopf ab um seine Position zu markieren:
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Hierbei ist genaues arbeiten nötig, da nachher beim Einbau der neue Spurstangenkopf genau an diese Markierung geschraubt werden muss (identische Länge vorausgesetzt!)
Als nächstes muss man den Spurstangenkopf ausdrücken:
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Menschen fabulieren immer von „alternativen Auspressmethoden“ mittels zweier Hammerköpfe. Ehrlich gesagt, bin ich da anscheinend zu dumm für. Hat bei mir noch nie geklappt, daher haben wir mal ein wenig Geld investiert und einen Ausdrücker gekauft. Kostet auch nicht die Welt und erspart einem einiges an Rumgekloppe.
Ist die Spurstange draußen, kann man den Kopf recht einfach abdrehen:
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Nun den neuen (hoffentlich identisch langen) Kopf aufdrehen und bis an das Klebeband drehen:
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Nun noch die Konter- und Sicherungsmutter festziehen und feddich:
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Bei der anschließenden Probefahrt sollte das Lenkrad nun in Geradeausfahrt die identische Stellung haben, wie vorher. Sollte dem nicht so sein, hat man den Spurstangenkopf nicht identisch aufgeschraubt oder er war doch nicht identisch lang. Die Konsequenz wäre dann eine Spurvermessung.
Das der alte Kopf hinüber war, lag übrigens (wie so oft) an einer defekten Manschette:
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Dank neuer Spurstange gab’s auch wieder frische HU für die nächsten 2 Jahre.

Der Tag an dem…

… ich keine Opel Bremsanlagen mehr zerlege, wird der Tag sein, an dem ich keinen Opel mehr fahre.
Dem geneigten Blog-Leser dürfte dieses Bild bekannt vorkommen und zur Erklärung genügen:
Bremse zerlegt
Als ich neulich nach längerem Überland-Ritt nach Hause kam, roch es verdächtig nach zerflextem Stahlträger.
Ein routinierter Griff ans Hinterrad bestätigte:
Bremse mal wieder fest.
Also habe ich umgehend alles zerlegt und penibel gesäubert:
Zahnbürste
Hoffentlich liest die Beste hier nicht mit und erkennt ihre Zahnbürste!
Da ich nun schon mal das Mistding zerlegt hatte, habe ich noch ein wenig weiter optimiert.
So sah einer der Bremssteine ausgangs aus:
Bremsbelag original
Und so hinterher:
Bremsbelag abgefeilt
Frei nach Torfrock: „Ich bin bin der Meister Eilig und was nicht passt das feil‘ ich.“
Ich habe jetzt mal 0,5 mm von den Haltenasen abgenommen, damit sie sich leichter in den Führungen bewegen können. Keine Angst, die sitzen da immer noch sicher und stramm drin.
Außerdem haben die Beläge eine Fase bekommen, damit sie nicht mehr so herzerweichend quietschen.
Ich bin anschließend sogar über meinen Schatten gesprungen und habe die Beläge mit etwas Kupferpaste in den Führungen eingebaut.
Mal sehen, wie lange das nun funktioniert.

Kampfspuren

Irgend so ein *#$§%&* hat den geparkten V50 touchiert und ist abgehauen:
Vorher
Lack am Stoßfänger ab, Kratzer im Scheinwerfer und Delle im Radlauf.
Sobald ich Weltenherrscher bin, wird solchen Leuten direkt die Lebensberechtigungskarte entzogen!
Der Rempler war auch nicht so harmlos, dass man den nicht bemerkt hätte.
Nicht das man für sowas ne Versicherung hat. Nöööö. Man könnte ja hochgestuft werden. *Grusel, Grusel*
Grrrrr……
Wenigstens hat’s der Scheinwerfer überlebt. Ansonsten wäre das ein teurer Spaß für uns geworden.
So konnte ich Schwiegervadders Politur schwingen und hab gerettet, was zu retten war:
Nachher
Kunststoff rostet nicht, daher bleibt das nun so.