Es gab im Hause Koch mal wieder einen Anlass Essen zu gehen. Also wenn nicht alle gastronomischen Fachbetriebe geschlossen wären…egal.
Die EU hat sich löblicherweise ambitionierte Klimaziele gesetzt, was wir zum Anlass genommen haben, auch hoch hinaus zu wollen und uns etwas fetziges mit Elektroantrieb zuzulegen.
Gut, mit 6,20m Länge ist das Ganze nicht gerade Innenstadtgeeignet, aber die wird es eh eher selten sehen. Die Parkhäuser sind da auch viel zu niedrig.
Der Aktionsradius ist auch verhältnismäßig klein und ein Supercharger ist leider ebenfalls nicht kompatibel. Das ist der Nachteil, wenn man strikt aufs Budget achtet und ein etwas älteres Modell nimmt. Dafür wiegt es lediglich ~1650 kg und hat dabei noch eine Zuladung von 300 bzw. 400kg.
Ich hoffe, dass es beim Bau des Genesungswerkes eine große Hilfe ist.
Das waren garantiert schon wieder zu viele Tipps, oder?
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Warm ums Herz VI
Das aktuelle Wetter bietet exzelente Bedingungen, um die im Gerontengolf verbaute elektrische Standheizung mal unter Extrembedingungen zu testen.
Der Test ist leider nicht ganz freiwillig, da der Besten von Allen an der Ampel jemand hinten auf den Combo gerutscht ist. Alles harmlos, aber der Schaden muss für die Versicherung erst begutachtet werden.
Die Ausgangslage beim Gerontengolf war folgende:

Dank abwechselndem Homeoffice zur Kinderbetreuung steht er knapp 2 Monate unbewegt auf seinem Platz. Die Batterie hatte ich wohlweißlich zwischenzeitig mal nachgeladen.
Also habe ich ihn erstmal ausgebuddelt und für die Nacht an die zeitgesteuerte Steckdose angeschlossen:

Nachts waren es hier ungefähr -14°C. Die Vorheizung sprang pünktlich um 4:40 Uhr an und zwei Stunden später sah der Wagen so aus:

Ihr seht keinen Unterschied?
Doch, klar. Guckt euch mal die hintere Seitenscheibe auf beiden Bildern an. Die war abends noch dick vereist. Auch sonst waren die Scheiben größtenteils aufgetaut.
Im Innenraum waren es knapp über 0°C.
Enttäuscht bin ich jedoch über den Motorwärmer selbst. Da merkt man ehrlich gesagt keinen Unterschied zu vorher. Ich befürchte, dass das warme Wasser irgendwie doch seinen Weg nicht in den Motorblock findet. Leider konnte ich bislang nicht herausfinden, was am oberen Ende des von mir angezapften Schlauches sitzt.
Vom Motorwärmer im V70 meiner Mutter (welcher in Vadderns Obhut dem Oldtimeralter entgegen schlummert) weiß ich, dass er schon nach wenigen Metern die Temperaturnadel zum zucken bringt.
Dementsprechend durchwachsen fällt auch das Fazit aus:
Der Heizlüfter für den Innenraum ist super! Kein kratzen, keine klebenden Türdichtungen, keine angefrohrenen Scheibenwischer.
Der Motorwärmer für das Kühlwasser ist in meiner Bauweise Mist. Vielleicht hatte es doch einen Grund, warum Defa da den Weg eines Ölwannenwärmers gegangen ist. Mal sehen, ob mir da noch was schlaues einfällt.
„Miele, Miele…. II
Etwas über ein Jahr hat meine „Reparatur“ der Geschirrkörbe unseres Miele Geschirrspülers gehalten:

Wie man sieht, hat sich der Rost, nicht wie erwartet, an dem Übergang alte Beschichtung-neue Farbe durchgesetzt, sondern ganz klassisch an den fiesen kleinen Ecken, in die man zum entrosten nicht ordentlich kommt.
Da sich das dreckige Geschirr im Hintergrund türmte, habe ich die Stellen wieder nur abgeschliffen und neu überlackiert.
Nächstes Jahr gehe ich da vielleicht grundständiger mit Fertan dran.
Was bleibt ist die grundständige Frage: Warum zur Hölle macht die Körbe niemand aus Edelstahl?!
Sicherheitsschlappen
Wie ihr euch sicherlich denken könnt, verbringe ich den Großteil meiner Freizeit auf den Knien. Meistens lobpreisenderweise vor der Besten Ehefrau von Allen. Den Rest der Zeit krauche ich in Radhäusern, beim pflastern oder vor Fußleisten umher. Das hat zur Folge, dass meine „Garagenschlappen“ nach kürzester Zeit so aussehen:

Natürlich kann man das nun so machen, wie meine Tante, deren Kinder mit dem Argument „Haut wächst nach, Schuhe nicht“ nur barfuß Bobbycar fahren durften. Aber zum Glück hat die Beste von Allen eine Schwäche für meine zarten Hobbitfüße und gesteht mir ein neues Paar Garagenschlappen zu. Um aber den jährlichen Kreislauf des Neukaufs zu durchbrechen, habe ich mich mal nach etwas robusterem umgeschaut. Gelegentlich trage ich beim knien auch meine (sehr empfehlenswerten) S3 Sicherheitsschuhe. Dort sind an der Schuhspitze kaum Verschleißerscheinungen sichtbar, da sie für die Zehenschutzkappe eine umlaufende Gummiwulst haben.
Also habe ich mich nach „Sicherheitsschlappen“ umgesehen.
Unverständlicherweise ist der Markt für Schlappen mit Stahlkappen augenscheinlich recht klein (Läden für besondere Vorlieben ausgenommen).
Keine Ahnung, was die alle auf der Baustelle tragen. Dabei ist bequemes Schuhwerkt doch ein wichtiger Faktor der Arbeitsgesundheit…
Wenn überhaupt bekommt man nur hinten geschlossene Clogs.
Die sind aber für mich ungeeignet, weil ich beim häufigen Wechsel von dreckiger Garage zu weniger dreckigem Haus immer die Schlappen wechsele. Mit Werkzeug auf den Armen sollte das möglichst reibungslos laufen.
Nach langer Recherche und teils unverschämten Preisen bin ich bei diesen Exemplaren des dänischen Herstellers Sanita gelandet:

Gedacht sind sie eigentlich für medizinisches oder Küchenpersonal und daher sind sie eigentlich immer weiß. Dementsprechend kann man gelegentlich einen Restposten schwarze Exemplare ergattern, die niemand will.
Neben der Zehenkappe aus schlagfestem Material haben die Clogs auch eine rutschfeste, antistatische Sohle, welche auch Öl und benzinbeständig ist:

Der Tragekomfort ist gewöhnungsbedürftig, aber bisher kann ich nichts gravierend negatives berichten.
Mal sehen, wie sie in einem Jahr aussehen.
Baufortschritt IV
Nachdem die Bodenplatte fertig und die Schalungssteine umgeschichtet waren, bin ich erstmal zur Drainage übergegangen.
Die Meinungen der beteiligten Profis gingen auseinander ob so etwas nötig sei. Da ich aber eh die Baugrube rings um die Außenmauern anfüllen muss, kann ich da auch gleich vorsorgen und so einen Schlauch mit rein schmeißen. Ist weder Hexenwerk noch finanzieller Ruin.
Ohne Außenmauern lässt sich der Drainagekies wesentlich einfach einbringen, daher bin ich da von der traditionellen Bauweise (Erst Außenmauern dann Kies) abgewichen.
An erster Stelle stand erstmal die Planung. Rings um die Halle müssen drei Leitungen in unterschiedlichen Tiefen (alle Angaben in cm ab OK Bodenplatte) und mit unterschiedlichem Gefällen laufen:

Gelb ist die Drainage, blau Oberflächenwasser und orange das Abwasser vom Lokus.
Zum Aufbau der Drainage habe ich mich bestmöglich an die entsprechende DIN gehalten, welche ganz gut hier dargestellt wird.
Danach habe ich das Gefälle grob vorgebuddelt, so dass später ca. 15 cm Kies unter dem Drainagerohr sind und ich damit nur noch kleinere Unebenheiten des Gefälles ausgleichen muss.
Danach kam Filtervlies in den Graben:

An der Baugrubenwand hält es vorübergehend mittels Zeltheringen und reicht ein paar Zentimeter an der Bodenplatte hoch. Anhand der Pflöcke konnte ich die spätere Höhe der Drainagerohre bestimmen.
Anschließend hat die Bärchenbrigade 9t Kies geschippt und sorgsam verteilt:

Ist sehr angenehm sowas von der sauberen Bodenplatte schaufeln zu können. Auch das Schubkarre-schieben ist so viel leichter, als wenn man es nachträglich durch den schmalen Graben zwischen Außenwand und Baugrubenwand bugsieren muss.
Nachdem die Zielhöhe erreicht war, habe ich das Stangenrohr verlegt und das Gefälle überprüft:

In die diagonal gegenüberliegenden Ecken kamen noch Revisionsschächte.
Einmal die simple Variante:

und einmal ein spezieller Schacht aus KG-Material mit 160er Anschlüssen:

In diesem Schacht laufen später die Drainagerohre und die Oberflächenentwässerung zusammen. Natürlich wird er dafür noch in Sand gebettet.
Nachdem alles verlegt und angeschlossen war, konnte der Kies auf das Drainagerohr kommen.
Wenn man alleine arbeitet, hat man das Problem, dass das Rohr beim Schubkarre-auskippen „aufschwimmt“ und damit weder Gefälle noch Abstände passen.
Blöd.
Abhilfe schaffen temporär platzierte Betonschalungssteine:

Die haben an der Unterseite eine halbrunde 100er-Aussparung und passen somit haargenau auf die Rohre. Abstände ausmessen, Stein aufstecken, mit Kies umfüllen.
Hat man die Räume zwischen den Steinen gefüllt, zieht man die Steine einfach nach oben ab und füllt noch den nun frei gewordenen Bereich. Sehr angenehm so zu arbeiten.
Ich habe den Kies so weit angefüllt, dass er ein paar Zentimeter unterhalb der Oberkante der Bodenplatte steht.
So kann ich später mit dem Schwarzanstrich einen einheitlichen Übergang bis hinunter zum Kies pinseln.
Als nächstes kommt der Sand für die Abwasserleitung und zum hinterfüllen des Drainagekieses. Wenn die verlegt ist, kann ich auch endlich den Vorplatz schottern und muss nicht mehr länger im Matsch spielen. Muss ich nur noch jemanden finden, der mir für längere Zeit einen Minibagger überlässt….