Kategoriearchiv: Allgemein

Alles Gute zum 6. Geburtstag

Ich werde alt. Die Zeit vergeht einfach schneller als früher…
Schon wieder ist mein Blog ein Jahr älter geworden.
Natürlich gibt’s auch diesmal wieder einen Kuchen:

Es gilt 1257 Artikel (+13% zum Vorjahr), 2560 Kommentare (+17%), ca. 282 Besucher (+28%) und ca. 628 Seitenansichten pro Tag (+71%) zu begehen!
Top-Suchbegriff des letzten Jahres ist “Honda Gorilla″, Top-Referrer ist (nach Google) das Fusselblog.
Mein besonderer Dank gilt den Stammlesern und insbesondere den Kommentatoren!
Ich freue mich immer sehr, wenn das hier nicht nur in Selbstdarstellung ausartet, sondern ich auch ein bisschen (gerne auch kritisches) Feedback bekomme.

Auf ein weiteres Jahr mit nem Rad ab! *Prost*

Insbesondere Heiko lauert jedes Jahr auf die Aufstellung mit den besten Suchbegriffen. Natürlich gibt es die auch dieses Jahr, allerdings scheint mein Blog seriös geworden zu sein. Sind erstaunlich wenige dieses Mal:

  • clone werden geschlachtet (Der Hunger der Welt ist gebannt!)
  • sex mit rad („Mami, was klappert da im Fahrradkeller?“)
  • nutten im wohnwagen anklopfen? („Manieren gelten auch bei der Zwangsprostitution!“ hat Mutti immer gesagt.)
  • Leben ohne ei (Ist einfach nix wahres. Alleine schon beim Gedanken daran, bekomme ich einen Hass auf Polen.)
  • Satanismus Ringschlüssel (Nur für Pentagramm-Kopf-Schrauben)
  • braunes+gesicht+was+ist+das (Oma sagte immer „Neger“.)
  • glueckwunsch zur wiedergeburt (Der ist nur auf mehr Geschenke aus)
  • wie bekomme ich eine bolze locker die festgerostig ist (Ich empfehle zum Anfang rhythmische Sportgymnastik)

Lagernerd

Nachdem jetzt nach OST auch Stan seine Lagerverwaltung auf ein digitales System umgestellt hat, wächst auch in mir das Verlangen nach einer Nerdisierung unseres Ersatzteilfundus.
Ob ich das umgesetzt bekomme steht zwar auf einem anderen Blatt, aber ne Wunschliste aufstellen kann man ja mal.

Die Ausgangslage ist bei uns (wie bei vielen anderen Schraubern):
An mehreren geografischen Orten stehen Lagerregale mit Kartons und verpackten Teilen verschiedenster Fahrzeuge. Von der Mofa-Tachowelle bis zur AMC Pacer-Stoßstange. Die Kartons und Teile sind zwar beschriftet und wir versuchen die Regale nach persönlichen Fuhrparks zu ordnen, aber ganz stringent kann man das nicht durchhalten.
Und auch die Kartons kann man nie vollständig beschriftet halten. Trägt man jedes kleine Relais ein, muss man sich überlegen, wie man die Entnahmen nachträgt. Im Zweifel eine große Schmiererei mit dem Edding oder dauerndes Gerenne zum Drucker für neue Label.
Auch kommt es häufiger vor, dass einer von uns Fahrzeugübergreifende Teile sucht (z.B. Universal-Relais) und dann erst rumfragen muss, in welchem Karton die nochmal sind.

Das Wunschziel soll eine möglichst tagesaktuelle Lagerübersicht sein, welche ortsunabhängig und plattformübergreifend Auskunft über Bestand und Lagerort eines spezifischen Teils geben kann und pflegeleicht zu aktualisieren ist.

Das von Stan verwendete Shop-System scheint mir eine gute Ausgangsidee.
Jedes Teil bekommt dann dort einen eigenen Eintrag mit Foto und den folgenden Angaben:

  • Bezeichnung (deutsch)
  • Bezeichnung (englisch)
  • Fahrzeug
  • Teilenummer
  • Lagerort
  • Anzahl
  • Zustand
  • Bemerkungen
  • verwandte Teile
  • Tags

Die Verwendung von zusätzlichen Tags halte ich für sinnvoll, damit man ein Teil auch findet, wenn man die Bezeichnung vergessen hat oder nach einem unbestimmten Teil zur universellen Problemlösung sucht. Der Eintrag „verwandte Teile“ sollte interaktiv zu weiteren benötigten Teilen (z.B. Dichtungen) oder ähnlichen Teilen (12V statt 6V-Birnen) führen.

Der Eintrag „Lagerort“ untergliedert sich in:

  • geografischer Ort (welche Werkstatt/Lager)
  • Raum
  • Regal
  • Karton

Natürlich sollte nach allen Eintragungen gesucht werden können.

Durch die Verwendung einer Web-Lösung wäre die Lagerhaltung auch plattform- und ortsunabhängig, so dass man auch von unterwegs/zuhause gucken kann, ob man noch dieses oder jenes Teil für die anstehende Werkstattsession besorgen muss.

Um vor Ort zu wissen, was in einem Regal/Karton ist, ohne diesen immer wieder neu beschriften zu müssen, schweben mir QR-Codes vor:

Mittels dieser frei generierbaren Codes könnte man auf eine Übersichts-/Suchseite des Shops verlinken, auf der alle Teile aufgelistet sind, die den passenden Lagerort eingetragen haben.
Die Codes können dabei statisch an den Kisten/Regalen bleiben, da sich das Ergebnis des Links automatisch mit einer Aktualisierung des Inhalts ändert.
QR-Codes kann man bequem mit jedem billigen Smartphone (mit Kamera) decodieren und die hinterlegte URL direkt aufrufen. Sollte man sein eigenes Telefon nicht beim schrauben eh in der Nähe haben, reicht ein gebrauchtes Billigteil von eBay, dass man samt Ladegerät im Lager deponiert.

Mit der Handykamera kann man auch gleich die Shop-Fotos machen, wenn man neue Teile in einen Karton packt. Auf eine hohe Qualität kommt es da eh nicht an. Auch eine Aktualisierung des Shops sollte per Telefon möglich sein. So aufwändig sind die Eingaben ja nicht.

Voraussetzung wäre jedoch ein Internetzugang in jedem Lager.
Entweder über WLAN oder Mobilfunknetz (laufende Kosten bei extra „Lagerhandy“).

Natürlich kann man auch QR-Codes für jedes Teil erstellen und mit dran pappen. Dann wäre es natürlich angenehmer, wenn die Codes direkt beim Erstellen der jeweiligen „Warenseite“ generiert und ausgedruckt werden könnten.

Hab ich was vergessen? Was wäre noch sinnvoll?
Gibt’s da schon was?

The Zero Fucks Given Jettamino

Der Eine oder Andere erinnert sich vielleicht noch an Corbin Goodwin und seinen “Zero Fucks Given RX7″.
Nicht nur hier im Blog hat Corbins Wagen polarisiert, auch bei Youtube gingen die Meinungen sehr weit auseinander.
Grund genug nachzulegen und den VW Jetta (welcher in den Staaten übrigens als „sportliche Limousine“ gilt) seines Kumpels David zu optimieren.
Raus gekommen ist der „Zero Fucks Given Jettamino„:

Kupferwurm XVII – Wasserwerk

Nachdem mein eigentlich angedachter Umbau auf einen elektrischen Lüfter mit mehr und mehr Hindernissen aufwartete, habe ich beschlossen dem original Kühlsystem nochmal eine Chance zu geben.
Allerdings nur unter der Prämisse der bestmöglichen Voraussetzungen.
Also einmal alles neu, bitte.
In Österreich fand ich für 98€ inkl. Versand einen NOS-Kupfer-Kühler (Teilenummer: 26442).

Der Alu-Kühler wandert vielleicht noch in den Rialto. Dessen Kühler liegt nämlich auch in den letzten Zügen.
Thermostat und Wasserpumpe kamen aus England.
Bei den Wasserpumpen sind nur noch die späteren (in den 850 ccm-Motoren) verwendeten Exemplare erhältlich.
Diese sind von den Abmessungen und der Förderleistung her identisch, jedoch sind die Riemenscheiben unterschiedlich. Die alte Riemenscheibe hat vier Gewinde für die Aufnahme des Blech-Lüfterflügels, die neue hat nur drei für den später verwendeten Plastik-Lüfter. Darüber hinaus ist die neue Riemenscheibe nicht so tief wie die Alte, was später (Bericht folgt) einen minimal schiefen Lauf des Keilriemens nach sich zieht.
Wer auf Originalität steht, kann die alte Riemenscheibe abziehen, innen etwas ausfräsen und auf die neue Pumpe aufpressen. Ich hab mir den Aufwand geschenkt. Nachfolgende Generationen sollen ja auch noch was zu verbessern haben.
Also fröhlich alles rausgerupft.
Die alte Wasserpumpe hatte erkennbar ihre besten Tage hinter sich:
Wasserpumpe alt Dichtmumpe
Es grüßt die allseits beliebte Dichtmumpe.
Auch die in das Alu-Gehäuse eingelassenen Stahl-Auslässe haben ihre beste Zeit hinter sich:
Wasserpumpe alt Anschlüsse
Hier mal Alt und Neu im Vergleich:
Wasserpumpen im Vergleich
Wie man sieht, ist der Aufbau grundsätzlich identisch.
Wasserpumpe neu Beschriftung
Die Beschriftung auf der neuen Pumpe lautet:
WBF
W2431-2S
Ein Blick auf die nassen Laufbuchsen im Block ist ebenfalls nicht sonderlich erbaulich:
Laufbuchsen
Beim Rialto sehen die wesentlich besser aus. Keine Ahnung, ob den Bug vielleicht mal jemand ohne Frostschutz betrieben hat?
Das Thermostatgehäuse schien kleinere Undichtigkeiten bereit zu halten:
undichtes Thermostatgehäuse
Mittels Stahllineal werde ich es noch auf Verzug checken.
Im Zweifel muss ich es plan schleifen.
Am eingelassenen Stutzen erkennt man schön die Nachteile von Stahl-Teilen in Alumotoren:
Flansch verrostet
Der Schleifaufsatz vom Dremel schaffte hier wenigstens eine etwas glattere Dichtfläche:
Flansch abgeschliffen
Mal sehen, wie ich den ersetzt bekomme, wenn er durchgegammelt ist. Stellenweise ist er nur noch Oblaten-dünn.
Wenn ich das nächste Mal in der Heimat bin und erträgliches Wetter herrscht, will ich die Chance nutzen und den Block noch durchspülen.