Kategoriearchiv: Reliant Rialto

Hier geht es um meinen 1984er Reliant Rialto 2 GLS Estate. Mein erstes richtiges Auto.

Reifendeko

Nach ewiger Suche ist es mir gelungen zumindest eine (!) Radkappe für den Rialto aufzutreiben:
Radkappe + Aufkleber
Zum Glück fehlt mir ja auch nur Eine. Die hatte sich damals auf dem Weg zur Reliant National Rallye unerlaubt von der Truppe entfernt.
Ihr Zustand ist als „ok“ zu bezeichen. Der silberne Lack ist nicht so dolle und die Halteklammern sind rostig, aber wenigstens ist sie unbeschädigt. Mit 5 GBP war der Preis aber auch fair und annähernd so hoch wie der Versand…
Leider fehlt das „R“ in der Mitte.
Zum Glück produziert aber jemand die ganzen Reliant-spezifischen Decals mittlerweile nach, so dass ich mir da direkt zwei für die Radkappen und einen „Reliant“-Schriftzug für den Kühlergrill bzw. die Hecktür bestellt habe.

Luftfilter und Schimmel

Der ausgeartete Ölwechsel beim V50 markierte auch den Zeitpunkt, zu dem ich ihn wieder an meinen Vadder zurück gegeben habe (Danke!!). Der Winter ist damit automobiltechnisch für ich gegessen.
Da die Tage momentan jedoch noch etwas kühl sind, habe ich mal die „Winterstellung“ des Luftfilters aus dem Rialto 2-Handbuch ausprobiert.
Normalerweise zeigt der „Rüssel“ des Luffiltergehäuses direkt nach vorne, Richtung Lüfterflügel und Lufteinlass. Ist quasi ein „Ram-Air„-System für Arme.
Das soll den Temperaturhaushalt, insbesondere im Vergaser, positiv beeinflussen und diesen zusätzlich kühlen.
Bei winterlichen Temperaturen ist dieser Effekt aber gerade nicht erwünscht, da sich an den kalten Vergaserwänden das Benzin-Luftgemisch nieder schlägt und so das Gemisch abmagert.
Um also den Vergaser zusätzlich „zu beheizen“ soll man daher für den Winterbetrieb den Rüssel des Luftfiltergehäuses nach unten, Richtung Auslasskrümmer drehen:
Luftfilter Winterstellung
Wie ihr seht, steht der „Rüssel“ nun direkt über den Bronze-Muttern des Krümmers.
Bei der Gelegenheit habe ich auch gleich mal den Luftfiltereinsatz gedreht. Der sieht noch immer jungfräulich aus. Lediglich an der Stelle, an der der Rüssel in die „Pfanne“ mündet, war er etwas schmuddelig. Jetzt ist wieder eine saubere Stelle vorne.
Eine erste Fahrt bei 8 °C zeigte keinen merklichen Unterschied zur vorherigen Ram-Air-Einstellung. Vielleicht habe ich durch den Fächerkrümmer und das Hitzeschutzband die Temperatur einfach zu sehr reduziert. Ich werds aber erstmal so lassen, bis die Außentemperaturen zuverlässig zweistellig sind.
Weiterhin musste ich etwas Schimmel entfernen, der sich wohl den Winter über auf der Dichtung der Seitenscheibe gebildet hatte:
Schimmel auf der Fensterdichtung
Essigkonzentrat schaffte da schnell klare Verhältnisse.
Tja, so eine Fertiggarage mit lange Zeit undichtem Dach ist halt nicht das Wahre….

Dem Ingenör is nix obskör

Wie zwischenzeitlich kurz angerissen, war beim Rialto (eigentlich schon im Dezember) die Hauptuntersuchung fällig.
Zum ersten mal, seit ich ihn zugelassen habe.
Um sicher zu gehen, dass er auch den Prüfer überzeugt, wollte ich ihn am Tag vorher auf Herz und Nieren durch checken.
Die Sache hatte sich allerdings recht schnell erledigt, da die Batterie nach der langen Standzeit und den mittlerweile doch recht frischen Außentemperaturen leer war:
Batterie leer
Ja, ich weiß: Im Winter gehört die Batterie mit ins kuschelige Bettchen genommen. Ich hab es schlicht und einfach vergessen bzw. gedacht, dass ich den Wagen „die Tage“ ja nochmal fahren würde.
Am nächsten Tag bin ich dann extra früh aus den Federn gekrochen, habe die Batterie vom Ladegerät genommen und bin zu einer Testrunde um den Block gestartet.
Hätte ich mir sparen können. Der Rialto läuft einfach wie ein Uhrwerk! Alle Lampen leuchten, neuer Wellendichtring am Getriebeausgang hält dicht, Wisch-/Waschanlage säubert, alles knorke.
Das sah der TÜV-Prüfer meines Vertrauens ein paar Stunden später genauso:
HU-Bericht
Der hatte mal wieder seine helle Freude an so einem exotischen Fahrzeug.
Glücklicherweise sind Dreiräder ja von der AU ausgenommen, so dass ich mir die sparen konnte. Die sorgt ja häufig für Verdruss und treibt den Preis in die Höhe.

Frohe Weihnachten

Hallo Leute!

Es tut mir leid, dass seit geraumer Zeit hier so eine Totenstille herrscht.
Leider meint das niedersächsische Landesjustizprüfungsamt, dass es eine spitzen Idee ist, die Klausuren fürs Assessorexamen (2. Staatsexamen) am 2.1.2012 beginnen zu lassen…
In dementsprechend arger Rotation befinde ich mich momentan.
Weihnachten und Silvester fallen dieses Jahr aus bzw. werden mit einem kurzen aufblicken von meinen Lehrbüchern gewürdigt.
Die Klausurenphase endet am 13.01..
Danach werden wir uns wieder lesen, sofern ihr mir bis dahin die Treue haltet.

Bis dahin verbleibe ich mit ganz herzlichen Weihnachtsgrüßen und wünsche euch einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Honda Gorilla Weihnachtsgruß 2011/12
Auf dass eure Wünsche in Erfüllung gehen, keine Schraube abreißt, kein Rost sich durchfrisst, ihr immer genug Öldruck und eine handbreit Benzin unterm Tankgeber habt!

Allzeit freie Fahrt
Adrian

P.S.: 2012 wird Honda-Gorilla-Jahr.
P.P.S.: Ich muss dringend mal wieder essen gehen! Mir gehen die Fahrzeuge für die Weihnachtsgrüße aus….

Kleinkrams

Neben dem Hauptkriegsschauplatz am Getriebeausgang, habe ich die Chance genutzt und im vorbeigehen noch zwei weitere Mängel behoben.
Zum Einen war mir ja vor einiger Zeit aufgefallen, dass ich am Benzinfilter die Schlauchschellen vergessen hatte.
Das wurde nun nachgeholt:
Benzinfilter
Weiterhin habe ich das Masseband zwischen Getriebe und Rahmen ersetzt. Das störte mich schon lange, jedoch kommt man da bescheiden an die Verschraubung, wenn die Kardanwelle an ihrem Platz ist.
In unserem Fundus fand sich noch ein unbenutztes Exemplar, jedoch war es wesentlich länger als das Alte und bildete so eine gefährliche Schlaufe. Auch hier schaffte eine Schlauchschelle Abhilfe:
Massekabel