Im Nachgang zum Bau der Ablänghilfe noch zwei Bilder der Version für meine (für die Einhell Kreissäge ertauscht) Dolmar ES-38A:
Wie ihr seht besteht die Basis aus einem rechteckigen Klotz in den ein rechteckiger Neodym-Magnet eingelassen ist. Ich hätte viel lieber die identische Version wie Vaddern gebastelt, aber die Dolmar ES-38A hat leider eine werkzeuglose Kettenverstellung so dass dort auch keine Mutter als Ankerpunkt vorhanden ist.
Viel mehr muss bei mir der Umlenkstern als Ankerpunkt herhalten:
Nicht so elegant, aber zumindest zum markieren der Länge ausreichend. An- und abgebaut ist die Ablänghilfe ja mit einem Griff.
Der Praxistest steht noch aus. Ich werde aber berichten.
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Ablänghilfe
Als kleine Weihnachtsbastelei haben Vaddern und ich „Ablänghilfen“ für unsere Motorsägen gebastelt. Die Idee habe ich in dem sehr unterhaltsamen Thread „Zeigt her eure Eigenbauten“ im Motorsägenportal gefunden. Details findet man auch auf der sehr schönen Seite von Christian Habermann. Ausgangslage ist ein Neodym-Magnet in Ring-Form. Auch bei Vadderns Dolmar 110i passte der Ring im Format Außendurchmesser ca. 27 mm, Innendurchmesser 16 mm, Höhe 5 mm, perfekt über die vordere Schwertmutter. Durch die besondere Gehäuseform mussten wir jedoch den Holzklotz etwas anpassen:
Eingeklebt haben wir den Magneten mit JB Weld. Das hält bisher sehr gut.
In eine zweite Holzscheibe kann eine alte Angelspitze:
Die ist sehr biegsam und bruchfest.
Beide Klötzchen wurden dann zusammen geleimt:
Zur Probe montiert sieht da Ganze dann so aus:
Die Ablänghilfe sitzt fest auf dem Kragen der vorderen Schwertmutter und kann bei Bedarf in Sekunden aufgesteckt oder abgezogen werden:
Gleichzeitig löst sich die Verbindung aber bevor die Spitze bricht, wenn man irgendwo hängen bleibt. Mittlerweile hat Vaddern noch einen kleinen „Augenschoner“ auf der Spitze angebracht und zwei Markierungen bei 30 und 40 cm:
Ich verwende statt der Angelspitze eine alte Fiberglas-Zeltstange und gekürzte Kabelbinder als Anzeiger für 33 cm.
Lebt denn der alte Holzspalter noch?
Menschen waren mir mal wieder wohlgesonnen.
Ihr wisst ja: Christliche Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft und so.
Denn: So wie man in den Wald hinein ruft, so kommt ein Holzspalter heraus:
Mir ist ein älterer BGU HS 75-2 zugelaufen:
Dank 400V und 220 bar-Druck macht der alles klein, was man ihm zum Fraß vorwirft.
Da er jedoch schon länger in einer Scheune auf Wiedererweckung wartete, standen eine gründliche Reinigung sowie ein Ölwechsel auf dem Plan. Laut Bedienungsanleitung soll man alle 50 Betriebsstunden bzw. 1x jährlich das Hydrauliköl wechseln.
Allerdings war ich wohl der Erste, der da jemals einen Ölwechsel durchgeführt hat. Die 34er-Schraube bedurfte zum Lösen eines Meinungsverstärkers (Rohr).
Empfohlen werden DEA HD B 46, Shell Tellus 10-46 oder Esso Nuto H 46
Da der Holzspalter keine Weltraumtechnik ist und das alles HLP 46-Öle sind, habe ich da zu was Günstigerem gegriffen. Zumal der Spalter auch 7 Liter von dem güldenen Saft schluckt.
Zum Ablassen sollte man den Spalter etwas aufbocken, um eine geeignete Wanne unter die Ablassschraube (Unterseite Tank) zu bekommen:
Zum Wiederbefüllen kann man den Seitenschild demontieren und so einen Trichter auf den Einfüllstutzen bekommen.
Anschließend einschalten und 3-4 Mal hoch und runter fahren. So entlüftet man die Pumpe und kann anschließend per Peilstab im Einfülldeckel checken, ob man nochmal nachschenken muss.
Erleuchtungsfrage
Im Garraum unserer Panasonic NNCF760M fehlte neuerdings die Erleuchtung. Nix was die Funktionalität beeinträchtigt, aber die Milch soll sich ja nicht im dunklen fürchten müssen, während sie warm wird.
Vom besten Freund des Studenten wusste ich ja noch um den Grundaufbau.
Also mal die Verkleidung demontiert und nach der Beleuchtung geguckt:

Die Lampe sitzt auf der rechten Seite des Garraums in einem separaten Gehäuse:

Einfach die obere Schraube lösen und schon kann man sie samt Fassung raus ziehen:

Die Beschriftung besagt 240V 25W:

Damit sollte die Ersatzteilsuche eigentlich nicht so kompliziert sein, wie bei der Privileg 1029 HGE damals.
Meint man.
Ist aber nicht so.
Panasonic meinte nämlich für die Beleuchtung eine mit der Fassung fest verklebte Leuchte nehmen zu müssen.
Das entsprechende Ersatzteil kostet daher schlanke 11,75€ plus 5,99€ Porto!
Ich glaube nicht, dass mir die Milchbeleuchtung soviel Wert ist.
Also nach Alternativen geschaut.
eBay bietet passende Fassungen (T170) mit auswechselbaren Birnen (E14) für schlanke 4,98 € inkl. Versand an.
Ja, die Stecker sind angewinkelt und das Birnchen hat 20 statt 25W. Geschenkt.
Problematischer war jedoch die Länge:

Wie man sieht, ist die Lampe mit separater Fassung (rechts, 7,5 cm) länger, als das Panasonic-Teil (links, 5,2 cm).
Ich hatte vorher den Gliedermaßstab geschwungen: Es sollte ums Arschlecken passen.
Tut es auch:

Man muss lediglich den oberen Kabelbinder lösen und das orangene Kabel etwas umlegen.
Nun geht der Milch wieder ein Licht auf und beim nächsten Tausch kostet das Ersatzteil nur noch Cent-Beträge.
Am Riemen gerissen IV
Nachdem nun der Motor ein neues Lager bekommen hat, kann man im vorbei laufen noch schnell der Spannrolle zwei neue Lager spendieren. Erfahrungsgemäß sind die nämlich nicht viel besser dran, als das Motorlager. Deutlich erkennbar an den Rostspuren:

Wie man sieht, habe ich auch hier zu den nur unwesentlich teureren, abgedichteten Lagern gegriffen. Im Original sind es SKF 6001 2Z mit den Maßen 12x28x8 mm. Ich habe zu SKF 6001 2RSL/C3 gegriffen. Sowohl die Abdichtung als auch die erhöhte Lagerluft sollten auch hier eine vielfache Lebensdauer der Altteile ermöglichen.
Austreiben lassen sich die alten Lager ganz simpel mittels Schraubenzieher und Hammer:

Rein bekommt man die neuen Lager sehr gut mit einer 20er-Nuss:

Das Geräusch ändert sich deutlich, wenn man an den inneren Rad stößt. Die Lager müssen nachher beide bündig in der Rolle sitzen.
Danach einfach alles wieder zusammen werfen und zusammen mit dem Motor einbauen.
Da ich noch die Rückwand des Trockners demontiert hatte, habe ich mir auch einmal die hintere Lagerung der Trommel näher besehen. Sie wird von einer einfachen Sicherungsscheibe (nicht „Seegering“) zusammen gehalten:

Hat man diese entfernt kann man das simple Bronzelager abziehen:

Hier sieht man die rudimentären Schmiermittelreste, welche die Reibung im Bronzelager minimieren sollten:

Ich habe der kleinen Welle mal etwas hochtemperaturstabile (direkt dahinter sitzt das Heizelement) Kupferpaste als Schmiermittel spendiert:

Danach kann man auch dieses Lager wieder zusammen bauen und die Maschine (wie beschrieben) komplettieren.
Nun sollte der Wäschetrockner wieder schön leise seine Kreise ziehen.