Die Beste von allen schruppt momentan 1000 km pro Woche mit dem Stiefastra runter.
Da bekommt er von mir ein extra Quäntchen an Aufmerksamkeit.
Die Beste beschwerte sich, dass die Temperaturanzeige bei den aktuellen Außentemperaturen kaum die 90°C erreicht. Erreicht er dann die 90°C, kann man zusehen, wie der große Kühlkreislauf auf macht und die Temperaturnadel wieder in den Sinkflug geht.
Der Blick auf den Öldeckel bestätigte die Vermutung:

Da bildet sich der altbekannte gelbe Schleim, weil der Motor nicht heiß genug wird um das Wasser aus dem Öl zu verdampfen.
In Maßen soll das bei den X16SZR und Z16SE-Motoren von Opel normal sein, wie ich mittlerweile gelesen habe.
Ich will mal versuchen, die Temperatur des Motors ein wenig zu steigern bzw. das rapide Abkühlen durch den großen Kühlkreislauf zu verhindern.
Dazu habe ich für einen ersten Testdurchlauf 1/3 der Kühlerfläche abgeklebt:

Die Beste behält es im Auge und ich werde berichten.
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Podest fürs Grubenpony
Als bekennender Zwerg brauche ich für unsere Grube immer eine Trittstufe, um ohne auf den Zehenspitzen zu stehen an unseren Autos schrauben zu können.
Im Zuge der schleichenden Renovierung hat mein Vadder mir nun ein hübsches kleines Podest aus Restholz gebastelt:

Allerliebst.
Zu Weihnachten stehen Holzschnitzereien ja immer hoch im Kurs.
Loewe Opta Mailand Multimediacenter III
Nach der Bestandsaufnahme des Loewe Opta Mailand, habe ich mich um die zweite Ausgangsbasis gekümmert.
Mein Bruder wies mich auf den „Raspberry Pi„, einen „Einplatinen-Computer“ hin, welcher auf der Größe einer Kreditkarte die nahezu vollständige Funktionalität eines Heim-PCs bietet. Bei Preisen zwischen 18€ und 26€ für den kompletten Computer eine wirklich verlockende Idee.
Da jedoch mein mittlerweile geliebtes Ubuntu dort nicht lauffähig ist, muss ich doch auf konventionelle Hardware zurück greifen.
Um mir die Unterbringung der PC-Komponenten ein wenig zu vereinfachen, habe ich aus dem PC-Fundus meines Bruders einen Big-Tower ausgeborgt:
Der Tower hat den Vorteil, das die einzelnen Komponenten mit dem Gehäuse vernietet sind.
So kann ich sie ausbohren und in der Truhe später verschrauben.
Erste Amtshandlung war daher die einzelnen Komponenten auszubauen:

Kurze Zeit später lag der rückwärtige Rahmen samt Mainboardhalter vor mir auf der Werkbank:

Passender Weise wird der Rahmen an dem Halter mit drei Blechschrauben fixiert, so dass dort auch weiterhin eine stabile Verbindung besteht.
Ich habe das komplette Teil dann mal in das untere Fach der Musiktruhe gelegt:

Sieht so schon mal ganz gut aus.
Ein Blick von der Seite offenbarte jedoch Optimierungsbedarf:

Der Mainboardhalter war 6 cm zu lang.
Bei geöffneter Klappe des Fachs an der Vorderseite konnte ich genau feststellen, was alles ab musste:

Ich habe dann mal das alte ASUS K7M-Mainboard aufgelegt, um zu sehen, wie die Dimensionen eines ATX-Boards so ausfallen:

Da ist also reichlich Platz.
Fix ne „Line“ gezogen und den Dremel mit Trennscheibe geschwungen:

Ich habe provisorisch eine Holzleiste unter die Mainboardplatte geschraubt, damit die ganze Chose nicht mehr auf den Scharnieren kippelt, mit denen man die Halterung früher aus dem Tower schwenken konnte.
Nun passt die Halterung mit angemessenem Spielraum in das Fach der Truhe:

Allerdings wird auch deutlich, das mit eingesetztem Zwischenboden nicht mehr genug Platz für die Festplatten, die Laufwerke und das Netzteil bleibt:

Der Plattenspieler muss daher weichen.
Das spart mir auch erstmal die Fehlersuche, warum er keinen Mucks mehr von sich gibt.
Ich habe dann noch die Haltekäfige der Laufwerke ausgebohrt, welche glücklicherweise auch nur vernietet waren:

Diese werden im oberen Teil der Truhe ihren Platz finden:


Wo ich das Netzteil verstaue, weiß ich noch nicht so genau.
Ich muss mit den Bauteilen wohl noch ein wenig jonglieren, wenn der Plattenspieler raus ist.
Reste
Da ich eh gerade unterm Stiefastra zugange war, habe ich mich auch mal ein wenig umgesehen, ob sonstiger Handlungsbedarf besteht.
Dabei fiel mir die Bremsleitung an der Hinterachse auf, welche ziemlich rostig war:

Damit da beim nächsten TÜV-Termin keine Tränen fließen, haben wir sie kurz abgeschliffen und mit Brantho-Korrux 3in1 gestrichen:

Das erstickt normalerweise den Rost und gibt eine sehr schlagfeste Oberfläche.
Mal sehen, obs dauerhaft hilft.
Ansonsten wurden noch Winterreifen am Fließband gewechselt.
Sowohl der Volvo V50, als auch der V70:

Als auch der Dacia Logan(-Zak) meiner Oma:

bekamen Winterschläppchen.
Dabei fiel mir mal wieder auf, was für eine rudimentäre Konstruktion doch der Logan ist. Eine Eigenschaft deren Sympathiegehalt mich anerkennend nicken lässt. Kein Wunder, dass die Kisten in der Kundenzufriedenheit immer so weit oben rangieren: Wer nix erwartet, wird auch nicht enttäuscht.
Rosttuning III
Zweite Baustelle war neben den Scheinwerfern die löchrige Auspuffanlage.
Den Endtopf konnte ich einfach von Hand abreißen:

Da bestand wirklich nur noch eine Oblaten-dicke Verbindung.
Allerdings hielt meine afrikanische Auspuffaufhängung bestens:

Da wäre also nix passiert, hätte die Verbindung vollends aufgegeben.
Klang jetzt sogar noch ne Ecke sportlicher.
Der Mittelschalldämpfer wird nur einfach auf das Rohr vom Kat gesteckt und gammelt da in Ruhe fest.
Bei der Trennung half die Flex und der Karosseriemeißel:

Danach ließ sich der Mittelteil einfach abziehen.
Ausgebaut ließen sich alt und neu mal direkt vergleichen:

Für die Verschraubung zwischen Mittel- und Endschalldämpfer braucht man die Schrauben und Federn des alten Teils.
Da darf man also nicht so blind und voreilig sein wie ich und einfach die Flex schwingen:

Die Schrauben sind nämlich spezielle mit unterschiedlichem Durchmesser zwischen Schaft und Gewinde.
Da musste also was improvisiert werden.
Im Schraubenfundus fand sich zum Glück eine Schraube mit passendem Gewinde und ausreichender Länge:

Der Rest war plug & play:


Dafür, dass die gesamte Anlage nur 80 € inkl. Versand gekostet hat, war die Passform überraschend gut.
Mal sehen, wie lange sie hält. Die alte Anlage war noch die Erste und hat 12 Jahre gehalten. Wenn die Neue nur die Hälfte der Zeit macht, wird sie den Stiefastra sicherlich überleben.
Abschließend hab ich nochmal die Flex ihr fröhlich Liedelein singen lassen und hab die alte Anlage in Handliche Stücke für den Schrotthändler zerlegt:

