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Christos Krümmer IV

Es wurde Zeit das Sir Edward wieder auf die Straße kommt. Er stand nun über einen Monat ungenutzt in der Garage.
Also weiter gemacht, wo ich zuletzt aufhören musste.
Es musste ja auch nur noch der Vergaser wieder drauf und der Auspuff zusammen.
Den Auspuff habe ich jetzt wieder nur lose gesteckt und wie geplant mit der vorderen Halteschelle fest verklemmt:
Fächerkrümmer Einbau final 1
Da pustet er jetzt zwar noch ein wenig dran vorbei, aber das dürfte sich bald zugesetzt haben.
Wie ihr auf dem Bild erkennen könnt, passt jetzt komischerweise die vordere Aufhängung an der Getriebeglocke nicht mehr. Mal sehen, wie ich das löse. Ich weiß aus dem R3W-Forum das viele Leute seit Jahren problemlos ohne diese Aufhängung fahren. Aber mein Gewissen wäre schon ruhiger, wenn der Auspuff dort zusätzlich stabilisiert würde. Jetzt hängt er nämlich nur an den Stehbolzen im Motorblock und an den zwei Riemen am Endschalldämpfer.
Da ich den Vergaser ja auch gerade mal los hatte, habe ich da auch einen meiner Anfängerfehler beseitigt.
Bei der Erneuerung der Benzinleitungen, hatte ich Schlauchschellen mit offenem Gewinde verwendet:
Fächerkrümmer Einbau final 3
Das ist im KFZ absolut *Pfui*! Wie man auf dem oberen Bild nämlich schön erkennen kann, schneiden die Aussparungen des Bandes in den Schlauch ein und können mit der Zeit zu Undichtigkeiten führen. Unschöne Sache, so direkt über dem heißen Motorblock…
Daher sitzen an dieser Stelle jetzt auch glatte Schellen.
Danach konnte das Abtropfblech wieder auf den Ansaugkrümmer und der Vergaser drauf:
Fächerkrümmer Einbau final 4
Bei Auto Feldmann war man so nett und schenkte mir Ersatz für die fehlende Schraube der Vergaserglocke. Vielen Dank!

Damit konnte es ans einbrennen des Hitzeschutzbandes gehen.
Um die Nachbarn nicht zu verärgern, dachte ich mir, dass ich das im fahrenden Betrieb bzw. im nahen Industriegebiet mache.
Schön gedacht. Schlecht gemacht…..
Es ging exakt so lange gut, bis ich vom Hof war und mich im fließenden Verkehr befand.
Dann ging das gequalme los:

Ich hatte ja schon gehört, dass es übel sein soll, aber so?!
Hätte ich es nicht vorher gewusst, hätte ich gedacht, mir fackelt die Karre ab.
Als es so schlimm wurde, dass ich kaum noch sehen konnte und aus dem röcheln nicht mehr raus kam, bin ich rechts ran gefahren und hab ihn mitten in einer Spielstraße zu Ende räuchern lassen.
Während er dort so vor sich hin qualmte, musste ich verschiedene Passanten davon überzeugen, dass ein Anruf bei der Feuerwehr mich nicht so richtig weiter bringen würde. Wie z.B. zu Beginn dieses Videos:

Temperaturtechnisch ist es aber echt unglaublich, was dieses simple Band bringt! Konnte man früher die Vorratswanne des Vergasers kaum anfassen, so heiß war sie, so ist sie jetzt nur noch „warm“. Den Krümmer kann man jetzt direkt nach abstellen des Motors anfassen ohne Grillpfoten zu bekommen:

Der Sound hat sich übrigens auch merkbar verbessert:

Ebenso der Anzug! Die ca. 6 Extra-PS dank geportetem Einlass und Fächerkrümmer merkt man deutlich! Selbst mit der momentan noch verbauten Unterbrecherkontakt-Zündung. Ich bin gespannt, wie er mit der 123ignition ab geht!
Ein runder Erfolg also soweit. Ich bin glücklich!

Zweiradler sind rechts. Zumindest relativ…

Habichtfreak war so freundlich mich auf diesen Thread im Simsonforum hin zu weisen.

In Kurzform geht es darum, ob ein Zweiradfahrer (Mofa, Kleinkraftrad, Motorrad, etc.) auch innerhalb seiner rechten Fahrspur möglichst weit rechts fahren muss.

Dies führt nämlich häufig dazu, dass sich PKW-Fahrer genötig fühlen auch bei Gegenverkehr zu überholen und so alle Beteiligten zu gefährden.

Da der Paragraphendschungel mein täglich 2-Takt-Gemisch finanziert, will ich mal versuchen ein wenig fundierte juristische Kenntnisse zu der Diskussion bei zu tragen:

Bezüglich des Fahrens in der Mitte der (einzigen) rechten Spur ist die Gesetzeslage leider nicht eindeutig. Daher muss ich dafür ein wenig weiter ausholen:

§ 2 StVO sagt in Absatz zwei:
„Es ist möglichst weit rechts zu fahren, nicht nur bei Gegenverkehr, beim Überholtwerden, ….“

Das bezieht sich auf das Rechtsfahrgebot aus Absatz 1. Man muss also nicht nur (im Normalfall) immer die rechte Spur einer Straße nehmen, sondern auch auf dieser immer möglichst weit rechts fahren.

Allerdings darf dieses Gebot nicht so weit führen, dass man sich selbst in Gefahr begibt bzw. einen andere gefährden.
§ 1 Absatz zwei StVO sagt: „Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, daß kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.“

Die Leute dürfen einen Krad-Fahrer also nicht so überholen, dass er gefährdet wird (Gegenverkehr, zu geringer Seitenabstand, etc.).
Das sie das trotzdem immer wieder machen, ist natürlich jedem von uns bewusst.

Dagegen kann man aber nix machen (außer natürlich alle anzeigen…).

Scheint also auf den ersten Blick aussichtslos mit in der Mitte fahren.

Allerdings gibt § 2 Absatz zwei StVO einem mit dem Wort „möglichst“ einen sehr weiten Spielraum…
Wenn es einem nicht möglich ist, weiter rechts als in der Mitte einer Fahrbahn zu fahren, ohne dass man sich selbst (durch die Überholvorgänge anderer) gefährdet, kann einem keiner ans Zeug flicken.
Darüber hinaus hat man auch noch selbst §1 StVO auf seiner Seite. Der gilt ja auch für uns Moppedfahrer….
Dadurch, dass wir ganz rechts außen fahren, ermutigen wir den hinter uns Fahrenden zu einem (auch für ihn) gefährlichen Überholmanöver….
Das ist also auch nicht erlaubt und spricht also weiterhin für ein Fahren in der Mitte.
Normales (gesetzeskonformes) Überholen ist dem nachfolgenden Verkehr bei freier Gegenspur ja immer noch möglich (er wird also nicht von dir [mehr also von einem normalen PKW] behindert).

Es ist daher trotz § 2 StVO zulässig mit seinem Krad in der Mitte der rechten Fahrspur zu fahren! Ein Bußgeld dürfte es dafür nicht geben.

Sollten Fahrschullehrer/Ordnungshüter/andere Kraftfahrer anderer Ansicht sein, so bin ich auf ihre Argumente gespannt. Ich lasse mich da gerne überzeugen.

Was allerdings verboten ist, ist das fahren ganz links in der rechten Spur. Da kann man sich mit „möglichst“ nicht mehr raus reden. Auch ist man verpflichtet, sofern es der Verkehr zu lässt (also z.B. auf freier Strecke ohne Fahrzeuge hinter einem) ganz rechts zu fahren, um den Sicherheitsabstand zum Gegenverkehr zu maximieren.

P.S.: Das obige stellt nur meine persönliche Meinung dar und ist kein verbindlicher Rechtsrat!

Des Führers 1000-jähriges Reich – Live in meiner Garage!

Als Jurist stolpert man ja immer wieder über Gesetze und Verordnungen, die man im ersten Moment für Scherze hält.
So war es auch, als ich im Zusammenhang mit einem Nachbarschaftsstreit über die
Reichsgaragenordnung (RGaO)
stolperte.
Kein Scherz! Die gibts wirklich. Hat 203 Seiten. Und sie ist noch immer in Kraft!
Sie regelt z.B. bis heute in Deutschland und Österreich wie viele Parkplätze man bei der Bebauung eines Grundstücks anlegen muss.
Wenn es euch interessiert, bekommt ihr sie hier im Volltext.

Bei näherer Recherche bin ich dann noch auf diesen Auszug gestoßen:

„Der Endsieg der Reichsgaragenordnung
In der „Ganze Woche“ vom 17.12.04 stand unter dem Titel
„Hitlers Wille, Hitlers Freude“ in einem Artikel des Verkehrsexperten Professor Koblacher zu lesen:
In der gesamten Geschichte der Menschheit und des Siedlungswesens hat es eine derart menschenverachtende Bestimmung nicht gegeben, wie sie Hitler am 17. Februar 1939 eingeführt hat: die Reichsgaragenordnung.
Die Präambel zur Reichsgaragenordnung, die auch heute die Grundlage aller Bauordnungen in Österreich und Deutschland ist, sofern es sich um das Verkehrssystem handelt, beginnt mit den Worten: „Die Förderung der Motorisierung ist das vom Führer und Reichskanzler gewiesene Ziel.“
(…) Lebensraum für das Auto war das Ziel dieser Garagenordnung, ohne Wenn und Aber, auf Kosten aller anderen Werte. Die Faszination des Autos ist so groß, dass der Mensch diese diktatorische Maßnahme bis heute widerspruchslos akzeptiert und die kühnsten Träume Hitlers auf diese Art und Weise erfüllt.
Das menschenverachtende politische System wurde zum Glück nicht nur abgeschafft, sondern sogar gesetzlich verboten, seine technische Ausführung hingegen erfreut sich bis heute weltweiter Anwendung.
Jetzt wissen wir es also, das größte Verbrechen der Nazis war die Reichsgaragenordnung.
Und obwohl das Großdeutsche Reich nimmer bis Hammerfest, El Alamein und Stalingrad reicht, ja nicht einmal mehr von der Maas bis an die Memel und von der Etsch bis an den Belt, erfreut sich gerade dieses menschenverachtendste NS-Gesetz sogar weltweiter Anwendung.
Hat der Führer zumindest hinblicklich Reichsgaragengesetz den Krieg gewonnen und damit die Weltherrschaft der Automobilsten durchgesetzt?
ENTNOMMEN AUS:
http://www.antifa.co.at/news/scherz/“

Der Artikel ist natürlich sehr polemisch und ein klassisches Antifa-Werk, aber mit gesunder Distanz durchaus amüsant.
Der Reichsgaragenordnung verdanken wir es übrigens auch, dass wir unsere Moppeds nicht mehr in der Wohnung parken dürfen.

Schön, wenn an einen gedacht wird II

Und noch einer hat an mich gedacht.
Mein alter Studentop-Kriegskamerad Heiko wies mich auf die Designideen von Cornelius Comanns hin.
Dieser hat ein Wohnmobil auf Piaggio Ape 50-Basis entworfen:

Weitere Detailbilder gibts hier.

Eine sehr sexy Idee, wie ich finde!
Allerdings (wie bei einer Studie zu erwarten) gibt es reichlich unpraktikable Details:

Der Laptop (u.a. als Navigationshilfe gedacht) ist aufgeklappt bei Rechtskurven sicherlich im Konflikt mit dem Ellenbogen und die linke Seitentür ist bei diesem festen Tischchen sinnfrei.

Bei gedrehtem Stuhl ist kein Platz mehr für Beine und ich bezweifle daher auch, dass er sich mit einer Person drauf überhaupt drehen lässt.
Der im ersten Bild ersichtliche, fest installierte, hintere Tisch degradiert die hinteren Türen/Heckklappen zu Wäschehaltern und Sonnen-/Regenschirmen. Oder man kommt nur per Hechtsprung rein.
Naja und noch ein paar mehr Dinge fallen mir auf….

Allerdings alles nix, was man nicht mit etwas Ingeniösität hinbekommen könnte.
Sobald ich arbeitslos, reich und einsam bin, mache ich mich an die Arbeit!

Schön, wenn an einen gedacht wird

Ich freue mich immer sehr, wenn Menschen an mich denken. Besonders, wenn sie positiv an mich denken.
Über das Simsonforum schrieb mich, der ebenfalls Duo 4/1 fahrende, Akcrazy an und schickte mir folgenden Zeitungsausschnitt aus dem „Courier„:
Courier26August2010
Hier im Volltext
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Über den Peel P50 hatte ich ja schon mal berichtet.
Lustige Idee, ihn wieder zu beleben. Kommt mit auf meine Liste. Allerdings glaube ich nicht wirklich an eine Straßenzulassung in Deutschland.

Bestellen könnt ihr den E-Peel übrigens schon jetzt hier.