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Pimp my Keller II

Nach meinem ersten kläglichen Versuch, vor ein paar Tagen, habe ich den heutigen Nachmittag nochmal im Keller verbracht. Als erstes habe ich zwei Bretter an die Wand gespaxt. Leider sind die Winkel etwas mickrig. Zusammen mit dem Lehrgeld-Trafo gibts nun anständig Licht:

Als nächstes kamen die beiden Schraubstöcke in ihre finale Position:

Der Dicke fürs Grobe und der Kleine mit den Holzbacken für empfindliches. Ich hoffe, dass ich die Schraublöcher für den Größen nicht zu weit außen gemacht habe und er mir eines Tages ausreißt.
Um den neuen Trafo vor meinen limitierten Elektrikerfähigkeiten zu schützen, habe ich ihn diesmal direkt an eine Schaltersteckerleiste angeschlossen:

Das ist narrensicher und kappt gleichzeitig auch alle anderen Geräte vom Strom.
Abschließend habe ich noch einige Bockwurstdosen von unserer Party einer neuen Bestimmung zugeführt:

Sie beheimaten nun Spax-Schrauben, Maschinenschrauben, Muttern und „Sondermetall“.
Jetzt fehlt eigentlich nur noch das dritte Loch für einen weiteren Spot (zwischen den beiden Anderen), damit der Keller fertig ist. Finde ich ziemlich schick, dafür, dass die Einrichtung mich (bis auf den Trafo) nix gekostet hat. Alles Sperrmüll oder Fundus.

“Sag Aaaaa…-Frame.” IV

Letzte Woche habe ich auch an Sir Edwards A-Frame weiter gearbeitet. Der neue „Schwingarm“ liegt ja schon pulverbeschichtet bereit. Also hieß es nun die weiterzuverwendenden Teile vom alten Arm abbauen.  Die einzigen Teile, die ich noch weiter verwenden werde, sind die Bremstrommel-Rückplatte und der Achsschenkel. Wobei ich mir bei letzterem nicht so sicher bin. Aber dazu später mehr.
Das hier war die Ausgangslage:

Also erstmal alles abschrauben, was abzuschrauben geht. Hierbei fiel mir mal wieder der fehlende Bremsleitungsschlüssel auf. Diese Woche gehe ich los und besorge einen. Is ja kein Zustand!
Alle anderen Schrauben ließen sich trotz des vorangeschrittenen Gammels gut lösen. So hatte ich die Bremsplatte bald lose:

Ach, neue Radbremszylinder verbaue ich auch mal. Die alten sehen so komisch braun unter den Manschetten aus:

Nun ging es an den vermeintlich schwierigsten Teil des Ausbaus: Das Entfernen des Haltepins des Achsschenkelbolzens. Der Bolzen wird im A-Frame gehalten, indem in einer Nut ein Haltepin steckt. So sieht das ganze im Schema aus:

Und so sieht der Bolzen unscharf mit drauf gelegtem Pin aus:

Bevor man also den Achsschenkelbolzen entfernen kann, muss der Pin raus. Hierbei muss man aufpassen, dass man den Pin zur richtigen Seite hin mit dem Hammer traktiert. Er ist nämlich konisch geformt. Schlägt man auf die falsche Seite, treibt man ihn nur noch fester rein. Die Diagnose der richtigen Seite wird noch dadurch erschwert, dass der Pin nur durch zwei kleine Bohrungen im Achsschenkel zu erspähen ist. Nach dementsprechend langem begutachten, fummeln mit der Taschenlampe und befragen meines Vaters meinte ich die schmalere Seite des Pins erkannt zu haben. 3-4 Schläge mit dem Körner/Hammer später, hatte ich den kleinen Bastard dann auch in der Hand:

*Puh* Richtig geraten.
Als nächstes sollte dann der Achsschenkelbolzen selber raus. Dazu muss man erstmal die „Abdeckmünze“, welche ihn gegen die dreckige Außenwelt abschirmt raus popeln. Das kleine Metallplätchen sitzt stramm in einer Nut. Mit dem Schraubenzieher hebeln ist da nicht zu empfehlen. Zumal man auch keinen richtigen Ansatzpunkt hat. Da die Plättchen eh später neu kommen, kann man hier einfach mit dem Bohrer vorgehen:

Davor kommen noch auf jeder Seite Segeringe und schon ist der Bolzen frei zum raustreiben. Da sowohl die Lager als auch der Bolzen selbst nicht wiederverwendet werden, durfte dort gröberes Werkzeug zum Einsatz kommen. Also einen alten Bolzen mit der Gripzange gegriffen und erst mit mittlerem und dann mit Vorschlaghammer Attacke gemacht:

Leider zeigt sich der Bolzen davon gänzlich unbeeindruckt. Er hat sich keinen Millimeter bewegt.
Allerdings fiel mir auf, dass der Lagersitz auf dem Achsschenkel einen kleinen Kratzer hat:

Ist mit dem Fingernagel als kleine Kante spürbar. Was sagen die Experten? Neu? Egal? Polieren?
Da dem Achschenkelbolzen mit unseren heimischen Mitteln nicht bei zu kommen war, habe ich mir überlegt, das Teil zu einer Werkstatt mit hydraulischer Presse zu bringen. Die sollten das dort innerhalb von Minuten raus bekommen. Da der ganze A-Frame aber zu sperrig ist um ihn mit sich rum zu schleppen, ich ihn ja nicht mehr brauche und die Bremsplatte so nicht ab zu bekommen ist, wurde kurzerhand die Flex ausgepackt:

Jetzt ist der Achsschenkel ein hübsch handliches Stück und ich kann nebenbei noch die Bremsplatte renovieren:

Mal sehen, wann ich diese Woche dazu komme, hier in Osnabrück ne Werkstatt mit Presse zu finden. Muss ich wohl ne Rundtour mit den gelben Seiten unterm Arm machen.

Bevor ich mich übrigens an den Ausbau des Kingpins gemacht habe, habe ich ausgiebig die Anleitung von Fifer aus dem R3W-Forum gelesen. Das lege ich jedem Nachahmer auch ans Herz! Da stehen einige wichtige Tipps drin!

Schildbürger

Ich hab mir vor einiger Zeit, zur Ergänzung meiner Schildersammlung, ein Simson Duo-Schild gekauft. Die tauchen seit einiger Zeit immer mal bei eBay auf. Dachte mir, dass macht sich schick an der Wand.
Die Schilder werden vom Krakower Simson-Club produziert. Schön, dass es sowas für solch ein Nischenfahrzeug gibt.

Allerdings bin ich ziemlich enttäuscht. Das das Duo nicht die original Farbe hat: geschenkt. Aber nen Außenspiegel sollte schon dran sein. Ebenso stört der Kupplungshebel am Lenker, der Kickstarter, der falsche Auspuff, die fehlende Parkleuchte, die fehlenden Armlehnen, der komische Montagehase am Entenschnabel, der Dosenluftfilter und die Fußschaltwippe (!!)…
Hätte man da kein schöneres/originaleres Fotomotiv auftreiben können?

Kurzer Zwischenstand

Aktuelle Zwischenmeldung:
Die Temperatur im Pool geht. Und zu tun hab ich auch:

Unterwasserfunktion der Kamera is übrigens auch essentiell:

Tangerine Orange

Manchmal kommen Dinge sehr überraschend…
Die Letzten Tage habe ich zuhause mit schrauben an Sir Edward verbracht. Für Donnerstag Abend hatte sich mein Bruder als Besuch angekündigt. An sich nix besonderes, da wir eh vor hatten im kleinen Kreis mein Examen zu feiern.
Kaum war er angekommen hieß es: „Adrian, komm mal aus dem Werkraum. Wir haben hier was für dich!“
Daraufhin wurden mir ein paar Bilder überreicht:

Weiterhin noch eine nachgedruckte Bond Bug Bedienungsanleitung (man beachte den Ölschmier an meiner Nase. Arbeiten mit allen Sinnen…):

Das waren schon coole Geschenke für meine Dreirad-Automobilia-Sammlung.
Danach fragte Tobias, ob ich mal kurz Zeit hätte ihm beim Auto ausräumen mit anzupacken. Auch das nix außergewöhnliches.
Als ich allerdings auf dem Parkplatz vorm Haus um die Ecke bog erwartete mich ein Anblick, den ich beim besten Willen nicht erwartet hatte:

Dort stand ein 1973er Bond Bug 700ES.
Natürlich habe ich gleich eine kleine Testrunde um den Block gedreht:

Der Bug ist ein unglaubliches Fahrgefühl. Die Schalensitze sind exakt für jemanden meiner Größe gemacht und passen wie ein Handschuh, die Lenkung ist direkt wie bei einem Gocart und die Beschleunigungswerte sind auch nach heutigen Maßstäben mehr als akzeptabel. Die Bedienung ist auch sehr eigenartig und erfrischend anders. Man hat neben dem Lenkrad keinerlei Bedienhebel. Ein Armaturenbrett gibt es nicht. alle Schalter und auch der Tacho sind in der Mittelkonsole angeordnet:

Spektakulär ist natürlich auch der Ein- und Ausstieg:

Das Türschloss befindet sich übrigens oben auf der „Haube“ („Canopy“ genannt).
Mittlerweile siehts bei uns zuhause so aus, wie in England Anfang der 80er:

Da ich aber erstmal Sir Edward und Lola wieder ans laufen bringen muss, haben wir den Bug noch am selben Abend in die Tiefgarage verfrachtet. Von der Fahrt haben wir ein kleines Video gedreht:

Der Plan ist nun, den Bug erstmal auf rote 07 anzumelden. Dann können wir ihn nebenbei immer etwas bewegen ohne gleich den riesen Aufwand einer TÜV-Abnahme zu haben. Sollte ich dann mit meinen ganzen anderen Fahrzeugen durch sein und mich die Langeweile plagen, so werde ich nach und nach den Bug optimieren und auch eine H-Zulassung anstreben.