Nachdem der Schraubstock fertig war, musste ich auch mit dem Krawatten-Eck aus dem Quark kommen.
Als wir die Szenerie verließen, war der Korpus ja final bearbeitet und auch die neue Tischplatte war schon besorgt.
Allerdings prangten an den Seiten noch die bröseligen Spanplatten, welche die Barbaren dort drangenagelt hatten. Die musste im nächsten Schritt ab:

An ihre Stelle kamen mit Echtholzfurnier beschichtete Spanplatten, welche Vaddern liebenswürdigerweise organisiert hatte:

Da der Tresen jedoch in sich ein leichtes Gefälle aufweist, musste ich die Ränder noch anpassen:

Die Platten erfüllen bei mir zwei Aufgaben. Einmal verschließen sie die offenen Seiten der Schubladenfächer und darüber hinaus sollen sie die barbarisch getrennten Tresenhälften solide miteinander verbinden. Dazu habe ich die Platten unten durch die bestehende Seitenwand verschraubt und oben mit Winkeln am Korpus befestigt:

So verbunden konnte der Tresen an seinen späteren Standplatz. Dort ragte aber leider noch ein ungenutzter Wasserhahn aus der Wand:

Mittels einer Verschlusskappe aus dem Sanitärbereich war dieser Anschluss aber schnell stillgelegt. Es passt nun um’s Arschlecken:

Am finalen Standplatz angekommen, konnte ich auch Maß nehmen und die Arbeitsplatte ablängen:

Aus einem Seitenwand-Rest habe ich noch eine Blende für eine kleine Lücke links zwischen Tresen und Wand gefertigt:

Die Lücke ist eh nicht nutzbar und würde ich dort keine Blende montieren, würde mir garantiert irgendwas enorm Wichtiges und furchtbar Kleines dort auf Nimmerwiedersehen reinkullern:

Auch der überarbeitete Schraubstock fand seinen neuen Bestimmungsort:

Die Positionierung war aber knapp. Normalerweise ist es sinnvoll, dass der Schraubstock vorne ein kleines Stückchen übersteht, damit man sich nicht die Finger klemmt, wenn man am Knebel dreht. Hier war in dieser Position leider das Maximum erreicht:

Damit die vorderen Muttern aber trotzdem etwas haben, an dem sie sich abstützen können, habe ich eine Siebdruckplatte in identischer Stärke passend geschlitzt und eingelegt:

So ließ sich der Schraubstock kräftig verschrauben, ohne den geschlitzten Querholm vorne zu beschädigen.
Die Führungen der Schubladen habe ich noch mit einem Teelicht abgerieben. Das Kerzenwachs macht, dass die Schubladen wesentlich leichter und verschleißärmer auf- und zugehen:

So sieht das Krawatteneck nun aus:


Auch hier ein deutlicher Fortschritt zu vorher. Die Schubladen müssen noch geschliffen und lackiert werden, aber das geschieht so nach und nach.
Danke für das schöne Geschenk!
Ist mir allerdings auch erst aufgefallen, als zufällig beide nebeneinander standen und ich das Logo sah.
Nach ordentlich Ellenbogenschmalz war die Fläche wieder ausreichend glatt und plan:
Auch die Auflageflächen der Spannbacken habe ich mit der Feile geglättet:
Alle Gewinde und Schrauben genossen eine Reinigung mittels Gewindeschneider:
Für die anschließende Lackierung habe ich den Hammerschlag-Lack „Metallblau“ von Hammerit verwendet. Leider habe ich die Dose VOR der Reinigung des Schraubstocks gekauft. Nachher musste ich feststellen, dass der originale Farbton deutlich dunkler ist. „Dunkelblau“ sollte da ganz gut passen. Die Verarbeitung mit dem Pinsel war ok, auch wenn die Deckkraft stellenweise zu wünschen übrig ließ. Ich habe auch (wie im Original) sowohl die Backen als auch die Schrauben mit lackiert.
Für den abschließenden Zusammenbau habe ich mir noch ein Spezialwerkzeug aus einem Stück 18mm Kupferrohr (Rest vom
Natürlich gab es noch an alle strategischen Stellen etwas Schmierfett.
Insbesondere der Unterschied zu vorher ist deutlich:














