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In der Madenschraube ist der Wurm drin II

Manchmal hilft es, einfach nen Schritt zurück zu treten und nochmal ein wenig zu denken… Dann braucht man auch keine fremde Hilfe.
Ich hatte vergessen, dass der Ganghebel beim Duo ja einen Umlenkpunkt hat. Wenn man den Schalthebel zurück zieht (um runter zu schalten) bewegt sich der Hebel auf der Schaltwelle nach vorne. Selbiges habe ich schlicht und einfach verpeilt und die ganze Zeit den Hebel (wie den Schalthebel) zurück gezogen, um in den Ersten zu kommen. Kein Wunder, dass ich da nix finde und die Madenschraube keinen Anschlag findet…. Wald…Bäume….alter Hut.
Nachdem ich das durchschaut hatte, ging das Einstellen fix und auch wie in der Anleitung beschrieben.
Danach wollte ich noch den Schalthebel auf der Welle neu justieren, um zu verhindern, dass er wieder am Kotflügel anschlägt. Ein kurzer Dreh mit dem Ringschlüssel und fertig ist die Misere:

Rund gedreht….Traumhaft. Zum Glück fand die Kombizange noch etwas Gripp und ich konnte die Mutter von der anderen Seite lösen.
Zwischendurch fiel mir noch ein Nachteil von NOS-Teilen auf:

Die Muffe ist gerade mal 1,5 Jahre im Einsatz. Davor lag sie allerdings mindestens 20 Jahre lang in einem Regal. Das bekommt dem Gummi augenscheinlich nicht so gut. Mal sehen, ob ich da irgendwo ein reproduziertes Teil bekomme.
Nachdem nun sowohl der Vergaser als auch das Getriebe wieder Spaß an der Arbeit gefunden haben, wollte ich mich direkt auf eine Probefahrt mit Lola begeben. Das Wetter ließ mich aber einen Moment innehalten. Es kamen 3-4 Tropfen vom Himmel:

Eine Stunde später hatte die Sonne die Straße wieder getrocknet und ich konnte doch noch ne Runde um den Block drehen. Dabei traf ich auch auf meinen Erzfeind:

Leider bog er an dieser Kreuzung links ab, so dass ich ihm nur zuwinken konnte und eine Revanche aus blieb. Na warte!

In der Madenschraube ist der Wurm drin

Lola hat in der letzten Zeit mal wieder das Zicken angefangen. Wahrscheinlich Eifersucht auf Sir Edward und meine Freundin…“Frauen“…
Erst ließ sie sich kaum starten, bzw. nur, wenn man gleich beim ersten Lebenszeichen Vollgas gab und dann ein paar Sekunden lang die Drehzahl über 3000 hielt. Ging sie bei diesem Startversuch aus, konnte man fünf Minuten warten bis sie wieder an sprang.
Als ihr das an Zickerei noch nicht reichte, kamen mal wieder Schaltprobleme hinzu. Der 3. Gang ging immer schwerer rein, sprang ab und zu mal raus und am Ende ließ sich der Schalthebel vom 2. aus gar nicht mehr weiter vor drücken. Es kann natürlich auch Lolas Angst vorm älter werden sein. Zumindest der Tachostand lässt so eine Deutung zu:
Vergaserreparatur 001
Also mal wieder das Werkzeug ausgepackt und ran ans Werk. Es passt mir zwar momentan überhaupt nicht in den Zeitplan, aber wir brauchen Lola spätestens Donnerstag für den Umzug meiner Freundin. Da müssen wir die Wohnung noch streichen und brauchen ein Auto, um die Farbeimer im Baumarkt zu kaufen.
Aus dem Mühsal des letzten Mals habe ich gelernt und als erstes den Vergaser samt Muffe und Luftschlauch ausgebaut:

Auch den Schalthebel habe ich abgenommen, um einfacher schalten zu können, während ich an den Schrauben rumfummel.
Nachdem alles demontiert war, habe ich mal das Getriebeöl abgelassen, um zu gucken, ob es vielleicht zu wenig ist:

Während dieses vor sich hin plätscherte, wendete ich mich dem Vergaser zu.
Ich hatte ihn für die Startprobleme in Verdacht, da der Zündfunke schön stramm und hell war. Akcrazy aus dem Simsonforum hatte mir den vielversprechenden Tipp gegeben, dass die Startprobleme von einem falsch eingestellten Schwimmerstand herrühren könnten. Wenn der Sprit nämlich zu hoch in der Vorratswanne steht, saugt der Motor kein zerstäubtes Gemisch, sondern direktemang Sprit in flüssiger Form an, mit der Folge, dass er dann einfach absäuft. Dreht man den Gashahn weiter auf, wird es doch irgendwann zerstäubt (Düse, Teillastnadel – Teillastnadel weit genug aus der Düse raus, ergo grössere Durchflussfläche….). Klang für mich nach ner plausiblen Begründung. Also Wanne abgeschraubt und Messschieber ausgepackt:

Ich kann für diese Arbeit die Einstellanleitung aus der Simsonforum-FAQ sehr empfehlen!
Die Vermutung bezüglich des Schwimmerstandes war richtig. Er schloss das Ventil zu spät und somit stand immer etwas zu viel Sprit in der Wanne. Ein späterer Testlauf förderte auch ein vorbildliches Anspringverhalten und schönen Rundlauf zu Tage. Danke nochmal für den Tipp!

Die Gänge hingegen treiben mich mal wieder zur Verzweiflung. Wie schon bei meinem ersten Versuch, kann ich die Madenschraube mit bloßen Händen rein und raus schrauben, ohne einen fühlbaren Anschlag zu erreichen:

Ich glaube ohne fremde Hilfe komme ich da nicht mehr weiter….

Volvotreffen in Radbruch

Auf dem Rückweg von der Hochzeit meines Cousins sind wir noch beim Volvotreffen der Volvoniacs in Radbruch vorbei gefahren. Das Wetter war ideal für solch einen Zwischenstopp. Das Treffen findet alle zwei Jahre statt. Hier die Seite vom letzten mal.
Schon am Eingang erwarteten uns ein paar echte Perlen. Dieser Volvo 210-Lastwagen soll laut Eigentümer der einzige außerhalb Schwedens sein:
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Ein paar Schritte weiter, wartete dann ein Wagen, welchen ich außerhalb eines Museums niemals erwartet hätte:
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Es handelt sich bei dem Fahrzeug um einen von ca. 50 noch existierenden Volvo P1900. Der P1900 war Volvos erster Versuch im Sportwagenbereich und ein riesiger Flop. Trotz innovativer Technik (z.B. GFK-Karosserie) wurden nur 67 Stück produziert. Die Leute fanden den Wagen zwar interessant, aber niemand wollte einen haben. Nach nur einem Jahr Produktionszeit stellte Volvo ihn ein und traute sich erst vier Jahre später mit dem P1800 zurück auf das Sportwagenparkett.
Der Zustand des oben abgebildeten Fahrzeugs war wirklich perfekt. Die Lackstruktur, welche bei GFK-Fahrzeugen sehr schwierig ist, war von einem Metall-Fahrzeug nicht zu unterscheiden. Der Chrom sah neu aus und das Leder wie geleckt. Ein echter Traum. Allerdings dürfte der Preis auch in traumhaften Regionen rangieren.
Zwei Autos weiter wartete der nächste Leckerbissen auf uns:
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Es handelt sich hierbei um einen (von mir schon mal kurz angesprochenen) Volvo 780. Ein Traum-Coupé, welches niemals offiziell in Deutschland verkauft wurde, da der umgerechnete Neupreis von ca. 100.000 DM als nicht konkurrenzfähig angesehen wurde. Auch dieser Wagen befand sich augenscheinlich in perfektem Erhaltungszustand, was nicht selbstverständlich ist. Bis auf den Antriebsstrang ist so gut wie nichts mit den Großserienmodellen 740/760 identisch. Weder Blech noch Interieur können verwendet werden. Die Ersatzteilsuche gestaltet sich somit als sehr schwierig. Um so schöner war es daher, diesen Top-Wagen zu sehen.
Etwas weiter vorne am Eingang, fand sich das Gegenstück zu den obigen Pretiosen in Form eines Volvo 66 Kombi:
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Der 66 kam zu Volvo über den Kauf von DAF. Dort lief er schon drei Jahre als DAF 66 in Serie. Die Besonderheit dieses Fahrzeugs ist sein Variomatik-Getriebe, welches ein stufenloses Automatikgetriebe (wie bei modernen Plastikrollern) ist. Dadurch kann der Volvo 66 theoretisch rückwärts genauso schnell wie vorwärts fahren. Ich gebe zu, dass dieser Volvo mich auch noch sehr reizen würde. Allerdings soll die Verarbeitung, welche damals in Holland bei DAF statt fand, gruselig sein und durch die chronische Ineffektivität der Variomatik der Spritverbrauch weit jenseits der 10 Liter liegen.
Weitere Leckereien des Treffens:
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Zwischen ein paar Bäumen versteckte sich ein Volvo C202:
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Weiter hinten stand noch sein großer Bruder, der C303:
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Auf einem Zettel an der Stoßstange stand noch der Hinweis: „Wenn dir die Farbe nicht gefällt, guck doch wo anders hin!“. Der Eigentümer spielte wohl darauf an, dass der C303 mit dem Pinsel weiß lackiert worden war. Die Lackierung erschien mir zeitwertgerecht. Allerdings sollte man bei einem Allradkraxler auch andere Maßstäbe ansetzen, als bei einem normalen Fahrzeug.
Ein paar ungelöste Fragezeichen hat dieser Wagen bei mir verursacht:
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Der „Körper“ des Wagens sieht aus wie ein 145/245. Die Front aber wie ein 164. Der Schriftzug auf der Heckklappe sagt „165“. In der Volvo-Nomenklatur würde das bedeuten, das dies eine Kombiversion des 164 wäre. Die gab es aber nie (bis auf zwei Einzelstücke)… Alles sehr mysteriös! Ich vermute daher einen (sehr gut gemachten) Eigenbau. Ist Geschmackssache.
Zwischendurch bollerte noch ein Lanz Bulldog auf der Straße vorbei:
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Ein zweiter 780 war auch noch anwesend:
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Allerdings erschien sein Zustand mir nicht so perfekt wie der des Obigen.
Dann gab es noch einen geleckten Volvo 760 Turbo Intercooler in Vollausstattung zu bestaunen:
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Ich finde diese Kombination von schwarz und reichlich Chrom schon echt sexy.

Kindheitserinnerungen kamen hoch, als ich diesen Volvo 244 DL sah:
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Exakt so (bis auf die Turbo-Alus) sah unser erster Volvo aus, auf dessen Rückbank ich die ersten Jahre meines Lebens verbrachte. *Schnüff*

Für die Freunde des Groben gabs noch einen schönen Volvo Schlepper Typ „T24“:
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Neben der Würstchenbraterei stand dann noch ein Schnittmodell von einem Volvo-Turbo-Motor (B21ET):
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Meine Freundin murmelte was von „schicke Blumenvase“…naja, sie hatte eine harte Nacht hinter sich…

Alles in Allem ein tolles Fahrzeugaufgebot, welches ich so nicht erwartet habe! Danke an die Veranstalter und Austeller! Auch die Teilehändler hatten ein interessantes und breites Angebot. Mal sehen, vielleicht kommen wir ja 2011 mit dem Kleinen vorbei.

Sir Edward ist Carsablancas Liebling

Zu meiner Freude habe ich gerade gesehen, dass Sir Edward heute „Liebling des Tages“ auf Carsablanca geworden ist:
Carsablanca - Liebling des Tages
Danke für die Ehre! Das nenne ich eine steile Karriere!

Re(h)inkarnation

Dieses Wochenende hat mein älterer Cousin geheiratet und wir waren eingeladen. Es war eine tolle Feier und wir haben sie alle sehr genossen. Vielen Dank für die Einladung und alles Gute für eure gemeinsame Zukunft!!
Ich erspare der unwissenden Allgemeinheit mal Bilder von der Hochzeit, auf denen sie eh niemand kennen würden. Stattdessen komme ich gleich zum unschönen Ende des Abends. Auf der Heimfahrt gegen 4 Uhr Morgens hatte ich meinen ersten echten Unfall. Auf der Autobahn stieß ich als Fahrer mit einem Reh zusammen. Stand einfach unbeleuchtet in einer langgezogenen Rechtskurve mitten auf der Fahrbahn. Eine Chance zum Ausweichen hatte ich nicht.
Zum Glück waren wir nicht sonderlich schnell (mit Bremsmanöver ca. 70-80 km/h) und uns ist nichts passiert. Das Reh hat die Spontanbeschleunigung leider nicht so gut verkraftet. Es starb an Ort und Stelle. Der Volvo hingegen hat mal wieder gesiegt und trägt nur leichte Kampfspuren davon:
Rehunfall 23.05.09 010
Die Stoßstange ist wohl an der Seite aus ihrer Halterung gebrochen und der Nummernschildhalter ist kaputt. Ansonsten ist uns bisher nichts aufgefallen. Mal sehen, wie es unter der Stoßstange aussieht.
Das Reh hat durch den Aufprall seine Blase samt Darm auf unseren V70 verteilt:
Rehunfal 23.05.09 013
Während wir also auf die Polizei warteten (brauchten ja die polizeiliche Bestätigung, dass es ein Wildunfall war, damit die Versicherung zahlt) umwehte uns der ewige Hauch von Reh-Urin….lecker.
Da die Polizei auch nicht sonderlich fix war, hatten wir die einmalig schöne Gelegenheit einen tollen Sonnenaufgang auf der Autobahn 21 Richtung Kiel bei Kilometer 39,3 zu beobachten. Die Gesichter beschreiben die Faszination vollständig:
Rehunfal 23.05.09 016
Wir waren dann gegen 7 Uhr im Bett. Wir hätten vielleicht doch noch ein wenig auf der Feier bleiben sollen…