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Reliant Rialto Inspektionsliste

Ich hab mich mal dran gesetzt und eine original Inspektionsliste für einen Reliant Rialto 2 abgetippt. Hier in hässlich (Nachtrag: Die Liste hat sich als zu breit fürs Blog erwiesen. Daher jetzt nur noch als Download), im Downloadbereich auch in hübsch als pdf.
Sir Edwards hat zwar erst knapp die Hälfte der 36.000m-Inspektion erreicht, aber die alternativen 36 Monate seit seiner Auslieferung sind schon 1-2 Tage her….

Duo im Markt

Nur so als beiläufige Meldung:

In der aktuellen Oldtimer Markt sitzt der Eigentümer zweier Duos auf dem „roten Sitz„. Leider wenig informativ, der Artikel. Außerdem sind beide Duos gruselige Bastelbuden. Mit Anhänger, wilder Lackierung, TAXI-Schild, komischer Schalthebelkonstruktion, zusammengeschweißtem Anreiß-/Kickerhebel, etc.
Interessant ist die Behauptung, dass es sich bei dem Titelfahrzeug um eines der wenigen mit ORIGINAL-Festdachaufbau handelt. Sollte dem so sein, dann habe ich schon wesentlich bessere Eigenbauten gesehen.
Alles in allem ein wenig enttäuschend.
Grundsätzlich ist es allerdings schön, mal wieder von einem Duo in der Fachpresse zu lesen.

Blechvogel ick hör dir trapsen

Gestern habe ich entdeckt, dass der Autor des Blechvogelblogs immer auf meinen aktuellsten Artikel verlinkt. Da sage ich mal unbekannterweise: Herzlichen Dank, wuschel!

Freut mich ja ganz besonders, dass ich direkt unter dem Fusselblog gelistet werde 🙂

Stellungswechsel

Am Oster-Sonntag saß ich mit Tobias bei uns zuhause rum und wir ärgerten uns darüber, dass wir nicht weiter die Wand in unserer Grube wegstemmen konnten (die längst fällige Renovierung (siehe Foto) läuft auf vollen Touren). Dammtes Feiergetage! Nie kann man presslufthämmern/flexen/sägen/schleifen, wenn man will!
Tobias kam dann mit der Idee um die Ecke, Sir Edward doch schon mal aus der Garage zu uns zu holen.
Also haben wir fix as angerufen. Der hatte uns ja angeboten, dass er einen Hänger organisieren könnte.
Eine Stunde später war auch das geklärt und wir packten unsere Klotten zusammen. Gegen 18 Uhr sammelten wir noch Tobias alten Schulfreund Mika ein, welcher uns auch ein wenig begleiten wollte. Einige Zeit später standen wir dann zusammen mit as auf dem Hof des Malerbetriebes von J. Lange, für den er des öfteren arbeitet. Der Meister hatte gesagt, dass wir uns einen seiner Hänger aussuchen dürften. Sie seien aber alle beladen und wir müssten sie deshalbe ent- und nachher wieder beladen. Alles kein Problem.
Wir entschieden uns für dieses Exemplar:
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Der Hänger war randvoll beladen mit 16 m³ Isolations-Styroporplatten. Riesen Okolüten, aber wesentlich besser als 16m³ Gerüstbaumaterial. Wir bauten aus den Quadern einen überdimensionalen Jenga-Turm (eher eine Mauer. Man beachte, dass es vier Reihen hintereinander sind!) und beschwerten sie mit Gerüstteilen, damit sie nicht wegfliegen konnten, während wir unterwegs waren. So sah der riesen Stapel aus, als wir ihn nachts wieder aufgeladen haben:
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Als Auffahrrampen nahmen wir drei Alluminium-Laufstege mit, welche wir vorher zu dritt durch hüpfen auf ihre Belastbarkeit hin getestet hatten.
Nächster Stopp war dann die Tiefgarage in der Sir Edward schlummerte.
as ließ es sich nicht nehmen, mit seinen 2,02m Körpergröße mal eine Sitzprobe in Sir Edward zu machen:
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Reliants sind halt (wie die meisten englischen Fahrzeuge) nur für Menschen bis zum englischen Stockmaß von 1,85m gedacht. Größere Briten gibts einfach nicht. Hier noch ein kleines Video, wie wir aus der Tiefgarage raus fahren:

Beim anschließenden aufladen von Sir Edward merkten wir, dass wir uns alle mit der Länge der Rampen arg verschätzt hatten. Wir hatten nur 1,5m-Planken mitgenommen, welche sich nun als EXTREM steil darstellten. Auf ebenem Untergrund war es schon absehbar, dass Sir Edward da nicht hoch kommen würde. Wir stellten also kurzerhand den Anhänger an den Fuß einer Schräge zu einem höhergelegenen Parkdeck. So erreichten wir, dass die Planken an der Schräge etwas höher auflagen. Leider reichte dies immer noch nicht, so das Sir Edward nach der Hälfte der Rampe aufsetzte. Der Rahmen berührte die Auffahrrampe und die Nebelschlussleuchte sowie der Auspuff schrappten über den Boden. Das führte zu ein paar harmlosen Kratzern am Rahmen und Auspuff, aber leider bekam die Leuchte anständig einen ab. Sie ist nun komplett auf der Rückseite gerissen und auch der Befestigungspunkt an der Karosserie ist gerissen. Naja, ich hab ja extra ein Fiebergals-Auto genommen, weil da die Karosseriearbeiten einfacher sind. Habe ich gleich ne Stelle zum üben… Das Problem wird aber etwas entschärft, da ich die Nebelschlussleuchte ja eh für den TÜV von rechts nach links umsetzen muss. Also keine Reparatur, die pressiert.
Nachdem der Wagen endlich verladen und mit Spanngurten verzurrt war, kehrten wir noch kurz bei Burger King ein um etwas zu essen.
Mittlerweile ging die Uhr stark auf 23:00 zu, als wir bei uns zuhause ankamen:
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Das Osterfeuer im Dorf loderte noch (wahrscheinlich waren wir die einzigen Bewohner, die [wie jedes Jahr] dieses gesellschaftliche Großereigniss nicht zu würdigen wussten) und unsere Arbeit wurde begleitet von den gruseligen lustigen Moderationen aus dem Festzelt und zünftiger Schlagermusik….juhu…
Nun ging das große Gerätsel los, wie wir Sir Edward wieder runter bekommen würden, ohne dass uns die gleiche Scheiße nochmal passiert. Das Ziel stand fest: Der Abstand zwischen Hängerarsch und Teer musste geringer werden. Dazu hatten wir zwei Möglichkeiten: Teer näher an Hängerarsch bringen (wie z.B. bei der Tiefgarage mit mäßigem Erfolg probiert) oder Hängerarsch näher an Teer bringen. Wir entschieden uns nach einigen Überlegungen für die letztere Variante.
Damit nun der Hintern vom Hänger tiefer kam, musste die Deichsel vorne höher kommen. Es dauerte über eine Stunde, bis wir endlich eine Konstruktion hatten, welche die Deichsel so hoch anheben konnte, das wir hinten auf die bereit liegenden Holzklötze runter kamen und ich raus rollen konnte:
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(Ein schöner Größenvergleich, das Foto…) Die etwas gewagte Lösung des Anhebeproblems fand sich in Gestallt unseres Hydraulik-Wagenhebers und dem Stützrad des Hängers:
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Hier im Detail:
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Auch wenn es halsbrecherisch aussieht: Die Konstruktion war recht stabil. Das Rad stand fest in der Mulde des Wagenhebertellers und da der Wagenheber selbst Rollen hat, konnte er auch nicht verkanten und wegrutschen. Trotzdem ist das keine Lösung, die ich jedes mal ergreifen möchte… Zumal ich selbst die ganze Zeit in Sir Edward sitzen musste, um das Bremspedal wie ein Berserker zu drücken. Seine Handbremse hält ja (noch) nichts und die Keile, die wir hinter seine Reifen gelegt hatten, waren ab einem gewissen Winkel auch keine große Hilfe mehr. Eine gute 3/4-Stunde nach dem Abladen zitterten meine Beine auch nicht mehr….
Als Sir Edward dann bei uns sicher vor dem Haus stand, haben wir alles wieder verladen und uns gegen 01:30 Uhr auf den Weg zurück zum Malermeister gemacht. Kurz noch Mika zuhause abgesetzt und dann wieder zu dritt den Hänger mit den Styroporquadern beladen.
Gegen 3 Uhr waren Tobias und ich anschließend wieder zuhause und tod.
Danke as, Mika und Tobias für eure Hilfe und das kleine Abenteuer!

„Ja ist denn heut scho‘ Weihnachten?!“

Gestern war ich zum ersten mal seit langem wieder in der Garage meines Gönners um nach Lola zu schauen.
Im ersten Moment wunderte ich mich, warum da zwei große Papp-Kartons vor Lola standen. Darauf lag ein Zettel: „Hallo Herr Koch, wenn Sie hiervon etwas gebrauchen können, dürfen sie es gerne behalten. Ansonsten: Tonne. Gruß …“
Also fix die Kartons aufgemacht (Mein Gönner hatte mir ja schon mal ein paar schicke Sachen geschenkt) und nachgeguckt, was da schönes drin ist. Sie waren randvoll mit juristischer Literatur:

Büchergeschenk 003

Habe ich natürlich gleich erstmal alles beiseite geschafft, um es in Ruhe sichten zu können:

Büchergeschenk 004

Die Bestandsaufnahme förderte neben jeder Menge Wirtschafts- und Steuerrechtlicher Literatur auch einige Perlen zutage. Von dem Wirtschaftskrams kann ich einiges für mein Spezialgebiet (Kapitalgesellschaftsrecht) gebrauchen. Einiges war da zur Vergütungsordnung der Anwälte und zur BRAO. Die Perlen, die ich aber auf jeden Fall in nächster Zeit gebrauchen kann, sind nahezu nagelneue Kommentare zum BGB (Palandt), StGB (Tröndle/Fischer) und zur ZPO (Thomas/Putzo). Auch die dicken Gesetzesschinken die er mit in den Karton gepackt hat sind super. Jetzt habe ich endlich einen 3. Sartorius und kann den Ältesten davon auf der Toilette als „Notfallklopapier“ „Sitzungslektüre“ aufhängen. Hab ja einen Faible für „ungewöhnliche“ Deko…
Auch die anderen zum Teil etwas älteren Bücher werde ich nicht wegschmeißen. Bücher wegschmeißen ist wie verbrennen. Das macht man nicht. Außerdem kann man sie immer noch als Deko im Regal haben um Eindruck zu schinden 😉 Macht sich sicherlich gut im Büro später mal.
Sehr schmunzeln musste ich bei dem einzigen Nicht-Fachbuch: Rolf Bossi – Halbgötter in schwarz. Es ist 2005 erschienen (Gibt mittlerweile eine Neuauflage) und war als einziges Buch noch eingeschweißt. War bestimmt ein Geschenk 🙂

Insgesamt würde ich den Wert der Bücher auf irgendwas bei 200€ schätzen.
Danke!