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Der Greifer

(Achtung, Strafverfolgungsbehörde: Ironie!)
Auch wenn Aktenzeichen XY-Ungelöst neuerdings anderes behauptet, so stellt unsere Familie doch eigenes Brennholz her. Allerdings verkaufen wir es nicht, sondern nutzen es um unsere eigenen Hintern in kalten Winternächten vor dem Kamin/Ofen zu wärmen.

Problematisch ist die Lage unserer Holzquelle. Rings um sind Wohnhäuser sowie öffentliche Straßen und es ist ein ziemlich steiler Hang. Da muss man schon mit einigen Tricks arbeiten, damit solche Kawenzmänner von Buchen
Greifzug 45
nicht in Nachbars Dachstuhl landen.
Lange Jahre wurschtelten wir als ambitionierte Hobbyholzfäller mit Flaschenzügen, Seilen und schrittweisem absägen der gefährlichsten Bäume. Der Grad der Eigengefährdung war teils leider immens.
Abhilfe brachte erst die beherzte Investition in einen Greifzug:
Greifzug 43
Er bewegt 3,2 Tonnen (+ Sicherheitsfaktor 5) in jeder Lage und in jedem Winkel. Damit könnten wir also auch Tobias Chrysler oder eine Hand voll Reliants Senkrecht eine Wand hoch ziehen um den Staub der Jahre raus rieseln zu lassen.
Bei Bäumen reicht es nun einfach den Zug an einem anderen Baum in gewünschter Fallrichtung zu befestigen
Greifzug 46
und das Stahlseil möglichst hoch im zu fällenden Baum zu befestigen. Fällspalt und Vorspannung des Baumes bringen ihn dann dazu, auch bergauf zu fallen. Auch wenn sich ein Baum in der Krone eines Anderen verfängt ist der Mehrzweckzug Gold wert. Da sind nun keine gefährlichen Experimente mit Leiter und Kettensäge mehr nötig. Im Zweifel zerreißt der Zug einfach die verhedderten Äste. Da kennt er keine Gnade.

Die Investition lege ich also jedem nahe, der regelmäßig selbst „ins Holz geht“ und dort nicht nur Weihnachtsbäume fällt!
Bei Interesse gibts hier ein schönes Video zur Funktionsweise.

My Home is my Land Yacht

Die ultimative Möglichkeit seine Leidenschaft zu historischem Fahrgut aus zu leben ist wohl in ihm zu wohnen.
Sollte einem das Geld für eine bewohnbare Oldtimersammlung á la Dirk Pitt (Held meiner immer noch andauernden Jugend) fehlen, so kann man „in“ auch wörtlich nehmen….
Lathaniel aus Denver, Colorado ist so jemand. Er restauriert klassische amerikanische Wohnmobile, lebt dann einige Zeit in ihnen und verkauft sie wieder um sich dem nächsten Projekt zuzuweden.
Wer der englischen Sprache nicht abgeneigt ist und auf Bilder wie dieses:

steht, dem lege ich Lathaniels Blogs ans Herz. Eines zu seinem früheren 1978er Foretrave Motorhome und eines zur Restaurierung seines späteren 1971er Dodge Travco 270 (und ein paar anderen).
Ein schöner Blick über den Tellerrand der automobilen Wohnküche.

Frisch vom Kuchenblech

Es ging ja schon durch einige einschlägige Medien, aber auch ich will noch schnell so tun, als hätte ich Neuigkeiten zu verbreiten:

Ab dem „Frühjahr“ (was auch immer das genau heißen wird) soll es ein neues Kennzeichenformat geben, welches auch ohne besondere Ausnahmegenehmigung beantragt werden kann.

Das neue Kennzeichen soll das Format Breite: 180, Höhe: 200 mm haben.

Die Maße der Kennzeichenschilder betragen bisher für:

  • einzeilige Kennzeichen: Breite: 520 mm, Höhe: 110 mm,
  • zweizeilige Kennzeichen: Breite: 340 mm, bei zwei- und dreirädrigen Kraftfahrzeugen 280 mm, Höhe: 200 mm
  • verkleinerte zweizeilige Kennzeichen: Breite: 255 mm, Höhe: 130 mm.

Wobei verkleinerte zweizeilige Kennzeichen nur für Leichtkrafträder sowie für Zugmaschinen mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 40 km/h und Anhänger mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 40 km/h, wenn diese mit einem Geschwindigkeitsschild für die betreffende Geschwindigkeit gekennzeichnet sind, vorgesehen sind.

Als US-Car oder Motorradfahrer musste man sich daher bisher mit dem normalen zweizeiligen Kennzeichen („Kuchenblech“) rumärgern.
Zum Vergleich nun links alt, rechts neu:

Hier gibts auch nochmal eine Zeichnung vom neuen Kennzeichen mit allen notwendigen Maßangaben:

Vier Zeichen scheinen das Limit für den unteren Bereich zu sein. Da ändert sich also nix im Vergleich zu den bisherigen Blechen.
Die Frage ist nur, ob so ein doch recht winziges Schild nicht etwas verloren am Heck eines ausgewachsenen Amis aussieht. Müsste man vielleicht vorher mal mit ner Schablone austesten.

Auf dieser Seite kann man übrigens ausprobieren, auf was für ein Kennzeichen die gewünschte Buchstaben/Zahlenkombination noch passt.

Im März soll die neue Regelung durch den Bundesrat laufen und damit Eingang in die Fahrzeug-Zulassungsverordnung finden.

Einige Bundesländer (Hessen & Bremen) erlauben neuerdings auch bei Fahrzeugen über 30 Jahren neue Kennzeichen in alter DIN-Schrift und ohne Euro-Feld:

Feiner Zug wie ich finde. Historisch korrekt.
Allerdings findet sich für diese Vergabepraxis keine rechtliche Grundlage in der Fahrzeug-Zulassungsverordnung. Dementsprechend kann man auch gegen den Gebührenbescheid über 100€ pro Ausgabe getrost Widerspruch einlegen. Keine gesetzliche Grundlage für die behördliche Maßnahme = keine gesetzliche Grundlage für die Kosten. Einfache Gleichung.
Um das Schild muss man dann auch keine Angst haben. Sie sollen laut den jeweiligen Landes-Verkehrsministern trotzdem ihre Gültigkeit behalten.
Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Jost de Jager (CDU) will sich bei Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) für eine bundesweite Ausnahmegenehmigung bzw. Regelung einsetzen. Hoffen wir das das fruchtet. Herr Ramsauer scheint ja gerade eh für hübsche Vielfalt im Schilderwald zu sein.
Interessant wäre vielleicht mal das Experiment, einfach ein Kennzeichen nach alter DIN-Norm prägen zu lassen und damit zur Zulassungsstelle zu stolzieren. Vielleicht pappen die da ja auch einfach so die Plaketten drauf.

Nachtrag:
Wenn ihr ein DIN-Kennzeichen verwendet, vergesst aber den Nationalitäten-Aufkleber nicht. Aber bloß keinen mit „BRD“ verwenden. Das ist kommunistisch-subversiv!

Der Mann mit dem Sack

Ich hab noch nen fixen Nachtrag zu Weihnachten. Besser spät als nie….
Die beste Freundin von Allen bekam dieses Jahr zwei „Pärchen-Geschenke“. Schadensbegrenzung mit Eigennutz quasi.
Das Weibchen backt gerne. Am liebsten Plätzchen. Also gabs Ausstechformen. Damit ich aber keine Häschen oder Sternchen knuspern muss, gabs amtliche Werkzeug-Förmchen:
Werkzeugkekse 24
Die Förmchen gabs bei KLE im Fusselshop.
Das zweite Geschenk war ein neuer Kalender für die Küche. 2010 hing da nen nichtssagender vom lokalen Schildermacher. Für 2011 wollte ich natürlich gerne einen mit alten Karren. Allerdings wäre das ja nur was für mich alleine gewesen. Für die Beste wären knackige Kerle eher was.
Warum also nicht kombinieren?
Der „Autowäschekalender“ verbindet beides aufs perfekteste:

Hier eine Preview mit unserem Lieblingsbild (ganz rechts, Mr. Oktober):

Für 2012 will ich mich mal bewerben. Passende Karren hab ich ja. Und hübsch bin ich auch noch. 😉

Fazit:
Sie glücklich, ich glücklich. Weihnachten perfekt. Ziel erreicht.

Nur nen Quickie

Nur falls ihr euch fragt, warum hier nix mehr von meiner Jagd auf eine 500€-Tristesse-Gurke für mein Bruderherz zu lesen ist:

Hallo lieber Checker,

meinen Auftrag an Dich muss ich wohl zurückziehen. Beim Schlendern durch unseren Fuhrpark entdeckte ich dieser Tage noch ein Alltagsfahrzeug, das ich übergangsweise benutzen kann. Danke für Deine bisherigen Bemühungen! Ich würde Dich auch jederzeit wieder beauftragen und weiterempfehlen!
Zum Ausgleich kann ich Dich ja beizeiten mal auf einen Burger oder so einladen.

Viele Grüße
Tobias

Das Projekt „Übergangsauto“ ist zugunsten eines neuen Plans erstmal auf Eis gelegt. Details darf ich nicht verraten, aber ich persönlich finde die neue Idee besser. Auch wenn das Überraschngsauto-kaufen wirklich witzig war und wir das dringend wiederholen müssen, wenn ich nen Winterauto brauche!