Die Trennungsjahre zwischen Lola und mir scheinen fruchtlos gewesen zu sein.
Ich war ja einsichtig und wollte es nochmal versuchen. Lola hingegen scheint jedoch gänzlich das Interesse verloren zu haben.
Die rausspringenden Gänge haben sich mittlerweile so verschlimmert, dass nunmehr kein Gang außer dem Ersten einzulegen ist.
Schaltet man hoch gibt’s nur fiese metallische Kratzgeräusche und man landet im Leerlauf.
So wird das weder was mit dem OMMMA noch mit unserer Beziehung.
Morgen werde ich es nochmal mit dem Einstellen der Gänge versuchen.
Als letzte Hoffnung bleibt ansonsten nur noch der zweite Motor. Allerdings schaffe ich es nicht mehr rechtzeitig zum Treffen, ihn um zu bauen.
Das wäre dann also nach dem Wochenende dran.
Sollte das auch keine Besserung bringen, stelle ich Lola für meine Kinder weg.
Nach der Erkenntnis, dass ich den Motor falsch zusammengewürfelt hatte und Wuschels eindringlichem Hinweis, ihn so bloß nicht zu verwenden, hab ich das Teil nochmal komplett zerlegt.
Leider finden sich auf den Zylindern keine sinnvollen Kennzeichnungen, welche das aktuelle Maß erahnen lassen.
Hier im Bild der neue Kolben (im Maß 40,23 mm Durchmesser) und der alte Zylinder (im vermeintlichen Maß 40,01 mm):
Rein von den Maßangaben hätte der Kolben gar nicht in den Zylinder passen dürfen. Da ist also Humbug im Spiel.
Hier im Bild der alte Kolben (Maß 40,22 mm) mit neuem Zylinder (Maß 40,00 mm):
Auch hier das gleiche Spiel.
Eigentlich dürften die Kolben und Zylinder in keiner Kombination passen.
Da haben die Zylinderschleifereien augenscheinlich kein neues Maß auf den Zylindern eingeschlagen, als sie sie überholt haben.
Ärgerlich, aber nicht zu ändern.
Ich habe dann die Zylinder getauscht, so dass nun der alte Kolben wieder im alten Zylinder läuft.
Die Zylinder waren glücklicherweise recht leicht zu identifizieren:
Der Rechte, Neue trägt noch deutliche Hohnspuren, wohingegen der Linke am OT deutlich verfärbt ist.
Der Zusammenbau ging flott von der Hand, ebenso wie der Wiedereinbau in Lolas Fahrgestell.
Diesmal habe ich das Sicherungsblech des Kettenritzels auch richtig umgelegt:
Anschließend kamen noch einige Kleinteile wie Auspuff, Schaltgestänge, Luftführung und Anreißhebel dran:
In meinem Teilefundus fand sich auch noch ein Fläschchen HLP 45-Hydrauliköl, welches im M53/11 AR-Motor als Getriebeöl fungiert:
Danach gab es keine Ausreden mehr.
Auf die ersten erfolglosen Startversuche hin, habe ich die Zündkerze und den Zündkerzenstecker getauscht.
Danach war sie sprichwörtlich auf den ersten Schlag da:
Ich hatte schon ganz vergessen, wie laut so ein Duo ist….jesses.
Das hielt mich aber nicht davon ab, eine erste Runde auf dem Parkplatz zu drehen.
Bisher schaltet das Getriebe sauber und der Motor zieht das Duo anständig vom Fleck.
Allerdings bin ich bisher noch nicht über den zweiten Gang hinaus gekommen.
Die erste Fahrt führte dann anschließend ca. 50 Meter weiter in die Tiefgarage.
Dort gab’s einen Beleuchtungscheck.
Abblendlicht + Standlicht:
Check!
Rücklichter:
Check!
Bremslichter:
Mööööp!
Rechts tut nix.
Blinker:
Mööööp!
Da ist gänzlich tote Hose und es leuchtet stattdessen nur die Leerlaufkontrolle (die ansonsten aber schweigt)
Das ist allerdings eine erfreulich positive erste Bilanz.
Als nächstes werde ich Lola wieder zulassen und dann mal die Woche über testen, was sie noch für mich in Petto hat.
…rückwärts nimmer“ heißt es in Sachen Lola.
Nicht nur, weil sie keinen Rückwärtsgang hat, sondern auch, weil „dat OMMMA“ unaufhaltsam näher rückt.
Es wäre doch eine Schande, wenn ich da ohne adäquaten Untersatz auftauchen müsste!
Also mal die Brocken vom Motorenbautag raus gekramt und scharf nachgedacht, was da noch zu erledigen war.
Ok, Zylinder und -deckel drauf:
Check.
Allerdings konnte ich nicht mehr so richtig nachvollziehen, welcher Zylinder zu welchem Kolben gehörte. Die Chancen sind 50-50….
Gibt es eigentlich wirklich zwischen Zylinder und Deckel keine Dichtung? Das Handbuch schweigt sich da aus und erwähnt nur die am Zylinderfuß.
Danach musste ich die Zündung zusammen schustern:
Also diese Zündungseinstellerei ist jedesmal eine Qual. Irgendwie bin ich dem intellektuell nicht gewachsen.
Anschließend konnte der Motor wieder zurück ins Fahrgestell:
Ganz ungewohnter Anblick nach so langer Zeit!
Wenn man sich übrigens ans Handbuch hält und für den Einbau das Kettenritzel demontiert, ist es garkein so großes Gewürge.
Das Kettenritzel hab ich anschließend „fest“ gezogen. Eine Nm-Angabe hab ich nirgends gefunden. Das Sicherungsblech wird es schon halten (umlegen nicht vergessen):
Auch die Elektrik hab ich mal wieder verkabelt. Allerdings auch nur aus dem Gedächtnis:
Mal sehen ob das richtig ist.
Ker, was ich in all der Abstinenz schon wieder alles vergessen habe…tstststs…früher konnte ich solche Dinge im Schlaf.
Ich versuche mich momentan krampfhaft zu erinnern, was es an dem Motor noch zu tun gab.
Die vergessenen Anlaufscheiben hatte Wuschel ja freundlicherweise noch rein getan. Ansonsten erinnere ich mich nur an das Sicherungsblech des Kettenritzels. Oder vergesse/verwechsele ich da was?
Ich hab provisorisch schon mal die Schaltung angebaut, aber da findet sich aktuell noch kein Gang. Das ist die nächste große Aufgabe: Kupplung und Getriebe einstellen.
Es tut mir Leid, dass hier mal wieder Funkstille herrscht.
Allerdings haben sich nach der Hochzeit so einige Dinge angehäuft, die erstmal abgearbeitet werden müssen.
Dabei ist es auch nicht sonderlich hilfreich, dass jemand am Sonntag meinte, auf der Autobahn die Beste von Allen ein wenig von hinten anschieben zu müssen….
Glücklicherweise hab ich mich für das solide Modell entschieden…..
… und auch das Auto kann was ab.
Zumindest zeigt die Stoßstange nur ein paar Kratzer:
Allerdings lassen die Spaltmaße am rechten Rücklicht nichts Gutes hoffen:
Mal sehen, was der Gutachter sagt. Langsam bekommen wir Routine.
Auf dem Weg zur Vollausstattung bin ich beim Combo mittlerweile auch ein Stück weiter gekommen.
Seit neustem hat er das Brillenfach aus dem Corsa-C auf der Fahrerseite montiert.
Wer das nachmachen möchte, bekommt hier ein paar Infos.
Die Teilenummern lauten:
Modelle
Farbe
Opel Teilenummer
Vectra C, Signum, Meriva A, Zafira B. Corsa D und Astra H mit hellem Innenhimmel
grau
17 40 120
Astra H mit antrazit Innenhimmel
antrazit
17 40 004
Astra G und Corsa C
grau/beige
17 40 100
Insignia A
beige
17 40 006
Insignia A, Meriva B, Astra J
titanium hellgrau
17 40 007
Insignia A
schwarz
17 40 005
Insignia A mit Schiebedach
beige
17 40 010
Insignia A mit Schiebedach
titanium hellgrau
17 40 011
Insignia A mit Schiebedach
schwarz
17 40 009
Agila B
47 10 641
Die Preise beim Teilehökerer sollten 10 Euro nicht weit überschreiten, um nicht von Wucher tiradieren zu müssen.
Für den beigen Himmel in unserem Combo C habe ich mal ganz mutig Das Fach mit der 17 40 100 bestellt.
So sieht’s auf der Rückseite aus:
Es wird statt der Blindstopfen auf der Fahrerseite montiert (geht natürlich auch anstatt aller anderer Handgriffe):
Die Stopfen sitzen verdammt fest. Beim raushebeln aufpassen, dass ihr keine Macken in das umgebende Plastik drückt.
Am besten geht es mit einem kleinen Schraubenzieher und einem Mundspatel/Eisstiel:
Das Fach selbst wird mit einfachen Blechschrauben befestigt.
Ich empfehle die Kollegen da einmal vor der Montage rein zu römern:
Mit dem Fach in Position geht das nur noch sehr eingeschränkt. Da ist es gut, wenn die Schraube sich vorher schon mal ein Gewinde schneiden konnte.
Fertig montiert sieht der Hase so aus:
Farbe stimmt (auch wenn es auf dem Bild dank Blitz nicht 100% aussieht).
Allerdings ist der Nutzwert eher eingeschränkt, wie die Beste schon feststellen musste:
Der Öffnungswinkel ist recht klein, so dass ihre geliebte Audrey-Hepburn-Brille nicht ohne Fummelei unterzubringen ist.
Egal. Kann ich wieder was auf meiner „Aufpreisliste“ abhaken.
Apropos:
Dank dieser Seite weiß ich nun auch, dass unser Combo mal 21.190 Euro gekostet hat. Die Sitzheizung hätte nochmal 315 Euro gekostet und ne Einparkhilfe gab’s überraschenderweise nicht mal gegen Geld und gute Worte.