Alles Gute zum 14. Geburtstag

Auch das letzte Jahr ging glücklicherweise nahezu spurlos an diesem kleinen Mikrokosmos vorüber, so dass wir heute zum 14. Geburtstag dieses kleinen Blogs jubilieren können:

Ich gebe aber zu, dass es immer schwieriger wird, passende Kuchen zu finden. Das wird augenscheinlich erst ab der Midlifecrisis wieder besser.
Egal.
Wir feiern 1822 Artikel und 3717 Kommentare. Das sind ziemlich genau 130 Artikel pro Jahr.

Wie immer geht mein herzlicher Dank an die (Stamm-)Leserschaft! Ihr seid das Feigenblatt meiner Selbstdarstellung.

Mal sehen, was wir dieses Jahr noch so alles zusammen auf die Beine gestellt bekommen.

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit II

Nachdem wir dem defekten Türschloss in seinen Kaninchenbau gefolgt sind, wollen wir ihm jetzt das Fell über die Ohren ziehen.
Dazu muss der Halter des Türgriffs weichen. Das geht sehr einfach, in dem man das lila Gummiband entfernt und ihn dann einfach entnimmt:

Nun könnt ihr den weißen Spritzschutz über dem Schloss entfenen. Er ist lediglich geclipst. Gefühl!
Als nächstes kommen die Schlossschrauben raus. Hierfür braucht ihr einen Außenvielzahn (XZN) der Größe 6:

Bitte versucht erst gar nicht den Schrauben mit einem TORX-Bit zuleibe zu rücken! Sie sind beide eingeklebt und sitzen ordentlich fest. Ihr vergurkt sie ansonsten und bekommt sie nie raus.
Sind die Schrauben raus hängt das Schloss noch an einer Blechlasche. Nun könnt ihr auch einfach den Zentralstecker abziehen und das Schloss entnehmen:

Wenn ihr das Schloss raus nehmt, müsst ihr noch den Bowdenzug zum inneren Türöffner entfernen. Dazu hakt ihr seine Tülle am Schloss aus und dreht das Schloss um 90° seitwärts:

Auf der Werkbank könnt ihr dann alt (links) und neu (rechts) vergleichen:

Denkt bei dieser Gelegenheit daran, den kurzen Tonnenzug für die äußere Türbetätigung (oben im Bild) an das neue Schloss umzubauen.
Nun kann es direkt an den Wiedereinbau gehen.
Denkt an den Bowdenzug zur inneren Türbetätigung.
Um euch Gefummel zu ersparen, seht zu, dass euer Schloss wieder korrekt in der Blechlasche an der Innenseite der Tür eingehakt ist:

Die Schlossschrauben säubert ihr mit einer Drahtbürste von der Schraubensicherung und dreht sie so wieder ein, dass sie deckungsgleich mit den alten Dreckrändern sind:

So stellt ihr sicher, dass die Tür später auch wieder korrekt schließt.
Nachdem der Zentralstecker wieder auf dem neuen Schloss sitzt, ist es Zeit für eine ausgiebige Funktionsprobe.
ZV auf/zu, von Innen auf/zu, über Fahrertür-Schalter auf/zu, über den kleinen Tonnenzug vom Türgriff auf/zu und gerne alles doppelt und dreifach.
Lüppt wieder?
Alles klar, dann werfen wir muter alles weiter zusammen.
Über das Schloss kommt jetzt wieder der weiße Spritzschutz. Achtet dabei auf den korrekten Sitz der Clipse:

Er braucht etwas Nachdruck, damit er ordentlich einrastet und die Gummilippe wieder sauber am Blech anliegt.
Jetzt wo alles bereit für den Widereinbau der Türhaut ist, dürft ihr eurem Putzfimmel nachgeben und reinigt den unteren Teil der Fensterscheibe:

Die Laufschienen des Fensterhebers habe ich bei der Gelegenheit mit PTFE-Spray behandelt, damit mir nicht das Gleiche passiert, wie beim Combo.
Anschließend montiert ihr wieder die Türhaut. Passt auch hier auf eine Kollision mit dem Kotflügel auf und nutzt die Dreckränder der Schrauben für die Ausrichtung.
Nun muss der Türgriff wieder an Ort und Stelle. Dazu müsst ihr die Schließzungen des Schlosses vor spannen, damit der Griff dort einhaken kann.
Das ist etwas fummelig und lässt sich schlecht beschreiben.
Auf dem folgenden Bild zeigt der Torx auf die Obere der beiden (zusammenhängenden) Zungen:

Ihr müsst da seitlich durch ein Loch dran und die Zungen nach außen drücken, während ihr den Griff einführt.
Sie haken mit einem Klick ein und ihr merkt dann auch den federbelasteten Widerstand beim Zug am Griff.
Nun hängt ihr den Tonnenzug der Schlossentriegelung in der richtigen Rastung (siehe Schraubenzieher in Teil 1) wieder ein und testet nochmals die korrekte Funktion des Schlosses.
Zum Abschluss kommt der nervigste und fummeligste Teil: Die Montage der Abdeckkappe neben dem Türgriff:

Ich hätte nicht gedacht, dass mich so etwas simples so beschäftigen kann, aber ich habe bestimmt eine halbe Stunde damit verbracht, diese olle Kappe wieder zu montieren.
Mit dem Torxbit müsst ihr die Einstellschraube so lange rein und raus drehen, bis ihr die Stellung gefunden habt, in der die Kappe in ihre Führung rutscht. Nun müsst ihr weiter probieren, damit die Kappe nicht nur verriegelt sondern auch noch gerade sitzt. Ich habe sie bestimmt 6-7 mal ein- und ausgebaut, bis es endlich passte.
Egal. Das ist schon jammern auf hohem Niveau, wenn man bedenkt, wie eine solche Reparatur bei anderen Fahrzeugen aussehen würde. Nun noch die Gummileiste wieder drüber und fertig ist der Lachs.
Jetzt schließt und entriegelt der Gerontengolf wieder ordnungsgemäß.
Mal sehen, wie lange das Teil hält.

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit I

Der Gerontengolf wird bei uns aktuell selten genutzt (Home-Office, ÖPNV). Bei einem seiner raren Einsätze berichtete die Beste, dass sich die Beifahrertür nicht mehr öffnen ließe. Ein kurzer Test zeigte die Reproduzierbarkeit des Problems. Die Tür entriegelte nicht mit der Zentralverriegelung und ließ sich dementsprechend nicht mehr von außen öffnen. Über den Taster im Innenraum und den Öffner in der Beifahrer-Türpappe ließ sie sich jedoch noch entriegeln.
Während ich es noch auf die lange Standzeit schob und die Batterie ans Ladegerät hing, dräute mir aus dem Internet größeres Ungemach.
Der Golf V und seine VAG-Derivate jener Epoche leiden reihenweise unter kläglich verendenden Türschlössern. Schlimmstenfalls versagt das Schloss plötzlich ganz und man hat die Wahl zwischen einem „4-Türer“ oder der gewaltsamen Zerstörung der Tür um das defekte Schloss zu knacken.
Während ich also schleunigst die Losung ausgab, dass der Gerontengolf bis auf weiteres nur noch unverriegelt abgestellt werden dürfe (selbst Autodiebe haben ihren Stolz), grub ich etwas tiefer in den diversen Fehlerbeschreibungen.
Tritt der Fehler auf, soll im Steuergerät der folgende Code (z.B. für die Fahrertür) abgelegt werden:

00928 – Schließeinheit für Zentralverriegelung Fahrerseite (F220)

008 – unplausibles Signal – Sporadisch

Allerdings kann man sich das (kostenpflichtige) Auslesen eigentlich sparen. Laut eines VAG-Mechanikers liegen solche Probleme in über 90% der Fälle an einem verreckten Schloss. Die restlichen Prozente gehen auf Kabelbrüche in der Gummitülle zur Tür zurück, was jedoch erst bei Laufleistungen jenseits der 200.000 km (und dann meistens bei der Fahrertür) auftritt.
Der Vorteil eines so häufigen Defektes ist, dass man mit seinem Problem nicht alleine ist.
So gibt es wirklich vorzügliche Reparaturanleitungen:

und auch ein breites Angebot an Aftermarket-Ersatzteilen.
Volkswagen nimmt alleine für das Originalteil 200 €. Auf dem Markt gibt es aber schon ab 30 € passenden Ersatz. Von den ganz günstigen Angeboten riet der Experte jedoch ab, da diese über kurz oder lang identische Probleme zeigen würden.
Ich entschied mich für ein Exemplar aus der mittleren Preisregion (~50 €) von VEMO:

VW hat für die Konstruktion seiner Türen einen Sonderweg beschritten. Um an die Innereien (Fensterheber, Scheibe, Schloss, etc.) zu kommen, muss man die Außenhaut (!!) der Türen entfernen. Die Türpappen bleiben unberührt. Was erstmal nach einem Irrweg und dem Einsatz einer Flex klingt, ist im Nachinen betrachtet eine extrem servicefreundliche Lösung! Die Türhaut ist nämlich lediglich geschraubt und man hat im Anschluss viel Platz zum arbeiten.
Ich nehme euch mal mit auf die Reise ins Innere der Tür.
Wir starten mit der Entfernung der Gummileiste am Rand der Tür:

Die lässt sich einfach abhebeln und auch die Clipse überleben.
Dann seht ihr schon die Myriade an Schrauben, welche die Außenhaut halten. Eh es denen an den Kopf geht, entfernen wir aber noch den runden Aufkleber im oberen Drittel der Tür:

Dahinter findet ihr eine Torx-Schraube, welche einen Klemmmechanismus bewegt, welcher wiederum die Abdeckkappe neben dem Türgriff entriegelt:

Ist ein bisschen Fummelkrams, aber irgendwann könnt ihr die Kappe entfernen.
Als nächstes muss der Türgriff weichen. Damit ihr später nicht endlos lang probieren müsst, wie die Tonne des Seilzuges in seiner Verzahnung sitzen muss, empfehle ich einen flachen Schraubendreher in pasender Breite als Referenzmaß:

Danach kann man die Tonne heraushebeln und den Türgriff ausbauen, indem man ihn in geschlossenem Zustand kräftig nach hinten zieht:

Unter dem vorderen Teil des Türgriffs kommt eine kleine TORX-Schraube zum Vorschein, welche wir als erstes entfernen:

Die Schraube kommt dann zusammen mit den anderen Schrauben und Spreiznieten der Türhaut in eine von Kinderhand gezeichnete Schablone:

Die Schablone ist sinnvoll, da die Schrauben zum Teil unterschiedlich lang sind und ihr euch beim Wiedereinbau ja keine Beulen in die Türhaut drücken wollt.
Beim entfernen der Schrauben ist es sinnvoll, die jeweils Obersten nur zu lösen bis ihr einen Helfer zur Hand habt, der die Türhaut vor dem Absturz sichert.
Sind alle Schrauben entfernt, lehnt ihr die Tür vorsichtig an (Achtung, dass die Türhaut nicht an den Kotflügel stößt!) und hebt die Türhaut vorsichtig ab:

Bevor es ans Eingemacht geht, nutzen wir noch die Chance und markieren die Löcher in denen die Spreiznieten sitzen:

Bei der Gelegenheit widerstehen wir auch dem Drang, die Dreckspuren rings um die früheren Schraubenköpfe zu reinigen. Die Spaltmaße werden es euch nach dem Widereinbau danken!
Jetzt geht es an die Innereien, was wir aber in Teil 2 behandeln.


Koch Global Logistics

Der stationäre Handel liegt im sterben.

Ich mit meinen Sonderwünschen war da schon immer ein schwieriger Kunde, aber nachdem die beste Ehefrau von Allen neulich Stunden auf der erfolglosen Suche nach einer Kinderwinterjacke (Wer kauft so was auch schon im Januar?! Bei H&M offensichtlich niemand, denn die hatten ganze 3 Stück…) verbrachte, hat sie ihren hehren Vorsatz, den lokalen Einzelhandel nach Kräften zu unterstützen, verbittert und frustriert Jeff Bezos zugemailt.
Lange rede, kurzer Sinn:
Die Paketzustellungen nehmen bei uns eher zu, als ab.
Diametral hierzu verhält sich leider die Fitness der älteren Nachbarn, welche die Pakete für uns bisher freundlicherweise angenommen haben. Seitdem die Paketdienste dank Corona auch ohne Unterschrift zustellen, landen die Pakete eh in den seltensten Fällen bei den Nachbarn, sondern schlicht vor unserer Haustür/auf den Mülltonnen/in der Pumpenbank/auf dem Brennholz/auf der Terrasse/unterm Grill/sonst wo:

Paketbenachrichtigung

Nachdem also für die Zustellung in Abwesenheit faktisch keine Abstellgenehmigung mehr nötig ist, entfällt auch mein juristischer Einwand von vor 5 Jahren.
Damit ist der Weg für einen „Paketbriefkasten“ frei.
Kann man natürlich alles kaufen. Aber das wäre ja zu einfach.
Besser ist es, wenn der beste Nachbar aller Zeiten einen fragt, ob man Interesse an einer alten Stahl-Transportkiste hätte:

rostige Kiste

Fragt mich nicht, was die „Odenwald Faserplattenwerk GmbH“ da früher wertvolles drin hatte, aber die Kiste ist sehr massiv, hunds schwer und riesig in den Abmessungen.
Durch den Überwurfriegel kann man sie auch mit einem ordentlichen Schloss verriegeln. Alles interessant gefalzt und verschweißt.
Ideale Ausgangsbasis.
Leider stand die Kiste ein Jahr lang draußen, so dass sich insbesondere auf der Unterseite einiges an Rost bilden konnte:

rostige Unterseite

Da der Rost auch in die Falze gekrochen ist, habe ich die Kiste mal als Versuchsträger für eine Behandlung mit Owatrol-Öl genutzt:

Owatrol-Öl auf der Unterseite

Auch innen sitzt der Rost in den Ecken und Fugen:

Owatrol-Öl in den Falzen

Der Vorteil des Öls ist, dass man es in die Falze laufen lassen kann, wo es dauerhaft Luft und Feuchtigkeit verdrängt und einfach dauerelastisch aushärtet:

Rost in den Falzen

Bisher habe ich ja immer Fertan oder Zitronensäure zum entrosten verwendet. Beides ist aber bei Falzen nicht unproblematisch, da man hier nicht ordentlich nachspülen kann.
Da die Endlackierung, nach dem Hammerschlag-Desaster beim Planschrank, mit Brantho-Korrux 3-in-1 erfolgen sollte, ist es auch irrelevant, dass Owatrol sich nicht mit 2K-Lacken verträgt. Laut der, wie immer, exzelenten Beratung durch das Korrosionsschutzdepot harmonieren die Branth-Lacke vorzüglich mit dem Öl.
Einziger Nachteil des Öls ist die lange Trocknungszeit bei niedrigen Temperaturen. Bei 0°C dauert es 7 Tage, bis es vollständig ausgehärtet ist.
Ich habe versucht die Garage für 3 Tage wenigstens über 10°C zu halten. So härtet das Öl im Rost zu einer leicht matten Oberfläche aus.
Um die Kiste von allen Seiten ordentlich mit der Rolle lackieren zu können, habe ich sie an meinen Motorkran gehangen:

Kiste am Motorkran 2

Die Verarbeitung von Brantho Korrux 3-in-1 war wie immer problemlos.
Wie schon bei der Ölwanne geschrieben: Ich mag diese leichte Orangenhaut als Finish:

Kiste lackiert

Nur eine „schwarze“ (Antrazitgrau, RAL 7016) Kiste ist jetzt aber auch nicht wirklich schön.
Meine erste Idee war, eine historische Postkiste zu faken. Da ist man aber schnell bei der „Deutschen Reichspost“ und Assoziationen, welche ich gerne vermeiden möchte. Insbesondere, wenn es kein historisches Original ist.
Die Lösung ist nun eine historisierte Fake-Firma.
Von meinem Trauzeugen bekam ich einen geplotteten Schriftzug, aus dem ich die Buchstaben ausgelöst habe:

Folie aufgeklebt

Die überlappend aufgeklebten Folien habe ich dann abgeklebt und alles weiß auslackiert:

abgeklebt

Nachdem die Farbe 20 Minuten leicht angetrocknet war, habe ich die gesamte Folie wieder abgezogen:

Folie abziehen

So sieht sie nun fertig aus:

Beschriftung fertig

Klar, hätte man auch nur die geplotteten Buchstaben aufkleben können, aber das wäre nicht historisch. Ich finde geklebte Buchstaben erkennt man immer. Hier sieht man deutlich, dass es lackiert ist.

Noch ein dickes Schloss dazu und schon kann der Paketbote (m/w/d) ganz einfach und niedrigschwellig zustellen:
Kiste auf, Paket rein, offenes Schloss raus nehmen, Deckel zu, Schloss durch und zudrücken. Fertig.
Ich überlege jetzt noch, in den Kistenboden ein Loch zu bohren und sie mit einem angebohrten Pflasterstein darunter zu verbinden. Als Diebstahlschutz. Allerdings ist die Kiste so schwer und unhandlich, dass ich nicht glaube, dass sie jemand so einfach vom gut einsehbaren Hof schleppt.
Bisher sind die Rückmeldungen der Paketzusteller durchweg positiv.

OpenWB und SmartWB Installation IV

Nachdem alle Kabel passend verscharrt waren, kam der Elektriker.
Wie schon mit ihm besprochen prüfte er alle Anschlüsse, Leitungen sowie Schutzeinrichtungen und klemmte dann die Wallboxen im Schaltschrank an.
Inklusive abschließendem Test war die Geschichte in zwei Stunden gegessen. Mit Kleinmaterial und Anfahrt kostete uns das 180 €. Das ist zu verkraften.
Leider war das aber auch so unspektakulär, dass es da eigentlich nichts drüber zu berichten gibt. Wie gesagt: Wer eine Steckdose anklemmen kann, kann auch eine Wallbox anschließen.
Gut, dachte ich, schreibst du halt über die Einrichtung und Erstkonfiguration der Wallboxen. So mit gemeinsamem Lastmanagement (Für die Genehmigungsfreiheit beim Netzbetreiber wichtig) wird das ja wohl ausreichend Lesestoff fürs Blog geben.
Am Arsch die Waldfee!
Ich habe erst mal die SmartWB, welche ja später von der OpenWB gesteuert werden soll, konfiguriert. Dank der wirklich guten Dokumentation und der sehr übersichtlichen Konfigurationsseite war das eine Sache von maximal 5 Minuten. Wer jemals einen neuen Fernseher eingerichtet hat, stößt da auf keine Probleme.
Gut, dachte ich wieder, aber die OpenWB, da wird es bestimmt etwas sportlicher! Schließlich fließen da gelegentlich Tränen im Tesla-Forum.
Aber auch hier: Pustekuchen
Der Installationswizzard führt einen schnell und zielstrebig durch den Prozess und da wir (aktuell) weder Photovoltaik noch eine Powerwall haben, war die Installation nach nicht mal 10 Minuten gegessen.
Auch hier: Da ist die Einrichtung einer neuen Fritzbox deutlich schwieriger.
Das Lastmanagement war ebenfalls schnell eingerichtet.
Unter „Modulkonfiguration -> Ladepunkte“ wählt man „SmartWB“ als weiteren Ladepunkt aus und unter „Einstellungen“ füllt man ganz unten folgenden Dialog aus:

openWB Einstellungen

So wird die Ladeleistung beider Wallboxen auf zusammen 11 kW begrenzt. Fertig.
Aktuell sitzen die Entwickler der OpenWB übrigens an einer großangelegten Überarbeitung der Software, so dass die Bedienoberfläche mit dem (natürlich kostenlosen, weil Open Source) Roll-out von Version 2.0 deutlich anders aussehen wird.
Es tut mir wirklich leid, dass ich euch da jetzt nix spannendes bieten kann, aber die Einrichtung war wirklich ein Kinderspiel.
Sorry.
Etwas Hoffnungen hatte ich dann noch in die KfW gesetzt, die uns den Bums ja fördern möchte.
Da findet man in einigen Foren erboste Einträge von abgelehnten Förderbescheiden und nachgeforderten Unterlagen.
Aber auch hier kann ich von keinen Aufregern berichten. Die Website ist aufgeräumt, es wird einem immer genau gesagt, was man wo und wie hochladen soll. Bei uns waren es lediglich die beiden Kaufbelege der Wallboxen sowie die Rechnung des Elektrikers. Auf Letztere hatte ich ihn extra „Anschluss vorhandener Wallboxen nach DIN VDE 4100 & VDE 0100 entsprechend der KfW-Förderung“ schreiben lassen, damit klar ist, dass es nicht die Rechnung für sechs neue Steckdosen o.ä. ist. Mehr Unterlagen wollte die KfW nicht. Weder den als Fördervoraussetzung benannten Nachweis von Ökostrom-Bezug, noch den Nachweis zur Steuerung vom Netzbetreiber. 14 Tage später hatten wir die Auszahlungsbestätigung der KfW in der Hand und nochmal 14 Tage später das Geld auf dem Konto.
Wie ihr seht: Echt keine Herausforderung.
Die Anmeldung beim Netzbetreiber muss über den Elektriker laufen. Da gibt es ein extra Online-Portal, zu dem nur Elektriker Zugang haben.
Die größte Hürde scheint aktuell zu sein, ein E-Auto zum testen zu bekommen. Zwar ist in der Nachbarschaft ein ID3 vorhanden, aber wenn ich den (aus welchem Grund auch immer) kaputt spiele, könnte dies das nachbarschaftliche Verhältnis durchaus stören. Da streite ich mich lieber mit irgendeinem Händler über seinen kaputten Vorführwagen.
Während ich da auf einen Termin warte, kann ich die Wände ja schon mal wieder verputzen.