Freitag hat der Lackierer der Kaiserin ihre neuen Kleider gebracht. Das Rot ist RAL 3000 „Feuerrot“. Der Farbton entspricht nach meinem Eindruck zu 100% dem alten Rot, dass die Vorbesitzer meiner Lola aufgejaucht haben. Ne RAL-Farbe zu nehmen hat auch den Vorteil, dass man die bei jedem Lackierer und in jedem Baumarkt bekommt, wenn man mal was nachbessern muss. Die einzige echte Alternative wäre das originale Orange gewesen. Allerdings gefällt mir das nicht so gut, da es eher ins Fäkal-Orange geht und außerdem hätte ich dazu den ganzen Eimer lacken lassen müssen. Und eh ihr mir jetzt mit „Das is aber nicht original!“ kommt… es ist mir wurscht. Ich bezahls, mir muss es gefallen. Punkt.
So sehen der Tank, die Schutzbleche und das Heckblech jetzt aus:

Aufgrund eines Bildes in der StudiVZ-Gruppe „Simson Duo 4/1 – Ein Traum auf drei Rädern” entschied ich mich dafür, bei der Lackierung der Kotflügel mal etwas ausgefalleneres zu machen. Ich finde das Duo hat ein wenig 50er-Jahre-Charm. Zu den 50ern passen zwei-Farben-Lackierungen. Also warum nicht mal am Duo? Die Kotflügel bieten dafür sehr schöne Details, die man so sehr gut betonen kann:

Allerdings hatte ich gedacht, dass das Weiß „cremiger“ ist, zumal es auch RAL 9001 „Cremeweiß“ ist. Trotzdem bin ich mit dem Ergebnis zufrieden und freue mich, dass Lolas knackige Hüften nun besonders betont werden. Ich kann es kaum erwarten, sie wieder einzukleiden. Vielleicht liegt es auch an ihrer derzeitigen Nacktheit, dass die Dame sich Motortechnisch momentan etwas ziert….obwohl…sie ist ein Ost-Mädchen… da müsste ihr FKK eigentlich im Blut liegen.
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Weinen…..
Och, ich könnt weinen…..
Letztes Wochenende hab ich mich mal wieder Lolas Motorproblemen zugewand. Einen Fortschritt habe ich erreicht, ich konnte endlich den Zündzeitpunkt auch mit dem original Polrad einstellen. Allerdings hab ich immernoch keinen Leerlauf und noch immer schwankt die Drehzahl. Allerdings ist es jetzt „konstanter“ geworden. Lola springt mit dem ersten Anriss an, läuft dann ne Sekunde und ab dann beginnt die Drehzahl stetig zu sinken. Nach zwei Sekunden ist die Drehzahld ann so tief, dass Lola aus geht. Verhindern kann man das nur, indem man direkt nach dem anreißen Vollgas gibt und die Drehzahl bis ca. 7000 U/min. bringt. Dann sinkt die Drehzahl zwar genauso wie vorher, aber sie sinkt nur bis ca. 1000 Umdrehungen (trotz Vollgas) und fängt dann wieder an zu steigen….. was eine Scheiße….
Außerdem hat sich der eBay-Typ noch nicht wieder gemeldet und HaNNi8aL hat eben geschrieben, dass aus unserem Tauschgeschäft nix wird, da er sich am Wochenende ne Schwalbe gekauft hat und den Vergaser nun selbst braucht…..
Ich hab meinen BVF 16N1-6 jetzt mal hier und hier inseriert. Vielleicht findet sich ja ein tauschwilliger.
Ich könnt weinen….
Beinhart II – Das muß kesseln!!!
Ansgar fragte mich übers StudiVZ, ob mit den von mir verbauten verstärkten Stoßdämpfern auch das Problem der ewigen Schräglage beseitigt sei?
(Zur Erklärung: Dadurch, dass beim Duo der Motor zusammen mit dem Fahrer auf der linken Seite sitzt, werden die linken Stoßdämpfer immer wesentlich mehr belastet als die Rechten und die normalen Duos neigen dann nach einiger Zeit daher zum „hängen“ auf der lingen Seite [Ein ähnliches Problem sollen übrigens Autos aus San Francisco haben])
Zurück zur Frage: Also ich kann bisher bei meiner Lola noch keine Schräglage feststellen. Alles schön waagerecht. Wie gesagt, die AKF-Dinger sind knallhart. Die alten Stoßdämpfer gingen runter, wenn man sich nur auf den Kotflügel gelehnt hat. Die Neuen bewegen sich da kein Stück. Da muss man schon mit reichlich Kraft am Kotflügel rucken, damit die mal 2-3 cm einfedern.
Ob das allerdings gut ist, wird erst die Zeit zeigen. Denn durch die Härte schlucken sie ja auch weniger Vibrationen und Stöße. Das heißt, die eh schon gefährdeten Schweißnähte bekommen mehr Stöße ab und können (eher) reißen. Aber da gibts bei mir noch nix zu sehen.
Gegen eine möglichen Schiefstand hilft es sicherlich auch, wenn man die Stoßdämpfer regelmäßig von links nach rechts tauscht (bzw. im Kreis, wenn man wie ich ringsum Verstärkte verbaut hat). Durch die dann gleichmäßigere Belastung sollte sich das Problem einigermaßen in den Griff bekommen lassen.
Wenn man übrigens die Stoßdämpfer tauscht, sollte man darauf achten, ob die Bolzen der äußersten, oberen Stoßi-Aufnahme nach innen oder nach außen zeigen (Hier ganz gut zu erkennen. Die auf dem Bild „südlichste“ und „nördlichste“ Stoßi-Aufnahme ist gemeint.). Wenn die Mutter innen sitzt und der Bolzenkopf außen, dann kann man die nur ausbauen, wenn man auch die Kotflügel abnimmt…. Bei mir war das damals so. Beim Einbau der neuen Stoßdämpfer kann man den Bolzen aber einfach umdrehen und nach innen zeigend einbauen. Dann geht es beim nächsten Mal auch mit montierten Kotflügeln. Ohne Kotflügel ist der Aus- und besonders der Einbau aber viel einfacher.
Gut geschmiert ist halb gefahren
Ich habe mal aus dem Kopf einen kleinen Wartungsplan fürs Duo erstellt. Ihr findet ihn links bei den „Seiten“ unter „Wartungsplan Duo 4/1„. Ich habe mich bemüht ihn möglichst vollständig und Duo-spezifisch zu bekommen. Danke an dieser Stelle an Ansgar aus der StudiVZ-Gruppe „Simson Duo 4/1 – Ein Traum auf drei Rädern“ für die Anregung mit dem Stoßdämpfertausch. Sollte ich etwas vergessen haben, oder auch ihr Anregungen haben, dann hinterlasst bitte einen Kommentar. Ich werde eure Tipps dann umgehend einpflegen.
Die Dosis machts
Häufig geistert die Frage durch die Gegend, mit welchem Benzin-Öl-Mischungsverhältnis man sein Duo (oder seine Schwalbe Typ S) betreiben soll. Ob man 1:33 oder 1:50 nehmen soll.
Das Mischungsverhältnis ist bei den Motoren der M53-Rheihe abhängig vom verbauten Kolbenbolzenlager. Ist ein Nadellager verbaut, darf man 1:50 tanken, hat man ein altes Bronze-Gleitlager, benötigt der Motor etwas mehr Schmierstoff (1:33). Vom Werk aus sind die M53/11AR-Motoren ab der Motornummer 0540333 für 1:50 vorgesehen. Die Motornummer findet ihr unterhalb des Krümmergewindes eingeschlagen.
Hier zu sehen:

Sollte euer Motor in der Zwischenzeit mal regeneriert worden sein, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass dabei auch gleich ein modernes Nadellager verbaut wurde. 100%ige Sicherheit bringt hier aber nur ein öffnen des Motors.
Unabhängig vom verbauten Kolbenbolzenlager sollte in der Einfahrzeit (ersten 500 km eines Motors) immer 1:33 getankt werden.
Quelle: Zusatz zur Betriebsanleitung für die ‚Simson‘-Kleinfahrzeuge, VEB Fachbuchverlag Leipzig 1972