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Wurzelholz is was für P(r)olos

Nachdem die Elektrik nun endlich abgefrühstückt war, habe ich mich mal daran gemacht, eine Schablone für das neue Bedienpanel im Innenraum zu basteln.
Da fehlten ja noch zwei Löcher für den Schalter der Warnblinkanlage und ihrer Kontrollleuchte.
Erste frohe Erkenntnis war, dass die original Löcher ziemlich genau verschiedenen Cent-Münzen entsprechen:
Bond Bug Armaturenbrett Zusammenbau 53
Das Loch des Zündschlosses entspricht der 10-Cent-Münze die anderen Bedienelemente brauchen ein 1-Cent-Loch.
Das ergab dann schon mal gute Schablonen zum experimentieren:
Bond Bug Armaturenbrett Zusammenbau 57
Allerdings nützt es nichts, nur die Schalter auf der Vorderseite schön gleichmäßig an zu ordnen, da die „Körper“ der Schalter unterschiedlich groß sind und dann unter Umständen aneinander stoßen würden.
Also hab ich auch diese gemessen und orangene Papierschablonen dafür gebastelt, so dass ich auch mit deren Anordnung experimentieren konnte. Es folgten wüste Berechnungen und eine 1:1 Skizze:
Bond Bug Armaturenbrett Zusammenbau 61
Am Ende lief es auf 35mm Abstand von Loch-Mitte zu Loch-Mitte hinaus.
Alter Grundschultrick am Rande: Wenn man Löcher in Reihe bohrt, nicht von links nach rechts arbeiten, sondern von beiden Seiten abwechselnd zur Mitte hin. So stellt man nicht erst beim letzten Loch fest, dass sich die Messfehler summiert haben, sondern bei den beiden Letzten in der Mitte. Man hat dann noch zwei Löcher, bei denen man versuchen kann den Fehler zu kaschieren.
Fertig gebohrt sah das Ganze dann so aus:
Bond Bug Armaturenbrett Zusammenbau 63
Der Einbau war zwar Fummelarbeit, aber nicht weiter spannend.
Allerdings passt Sperrholz mit deutscher Eiche (Furnier) mal garnicht in den Innenraum:
Bond Bug Armaturenbrett Zusammenbau 66
Ich hoffe, das in den nächsten Tagen der richtige Schalter für die Warnblinke kommt.
Vaddern hat auch einen guten Freund der Familie gebeten, bei sich im Betrieb mit einem Lasercutter ein neues Blech zu zaubern, welches hoffentlich bald das Sperrholz-Teil ersetzen soll.
Der Halter des Blinkerrelais war mittlerweile auch aus dem Essigbad zurück:
Bond Bug Armaturenbrett Zusammenbau 67
Lackiert konnte er zurück auf das alte Blech und selbiges wieder auf die Rückseite des Armaturenbretts:
Bond Bug Armaturenbrett Zusammenbau 69

Mach Sitz!

Eine weitere schöne Überraschung am Wochenende war, dass ein guter Freund der Familie mir neue Haltebleche für die Sitzbefestigung gefertigt hat.
Die vorderen Befestigungspunkte der Sitzschienen, welche am nächsten zum Kardantunnel sitzen (verständliche Ortsangabe?), sind nicht, wie die anderen Punkte, im Rahmen verschraubt, sondern gehen einfach durch die Karosserie hindurch und werden auf einer Eisenplatte verschraubt. In Bildern:
Sitzschiene ohne Befestigungsschrauben innen:

Alter Platz des Halteblechs auf der Unterseite:

Nach 25 Jahren, hatten diese beiden Bleche (Fahrer- und Beifahrerseite je eins) es einfach hinter sich. Der Rost hatte sie zerfressen und zu Blätterteig verarbeitet. Hier eines der Alten samt Schrauben und die Neuen:

Die Nachgefertigten sind nun aus Edelstahl. Mal wieder ein Ersatzteil für die Ewigkeit, so wie ich es liebe. Ich werde sie aber noch mit der Spraydose schwarz lackieren, damit der TÜV-Mensch nicht das mäkeln anfängt.
Wie ihr seht, sind es vier neue Befestigungsplatten. Mein Vater hatte statt der zwei benötigten, vier geordert. Sollte also jemand für seinen Rialto oder Robin zwei Ersatzplatten haben wollen: Ich verschenk sie gerne!

Mutter, der Mann mit dem Lack ist da

Freitag hat der Lackierer der Kaiserin ihre neuen Kleider gebracht. Das Rot ist RAL 3000 „Feuerrot“. Der Farbton entspricht nach meinem Eindruck zu 100% dem alten Rot, dass die Vorbesitzer meiner Lola aufgejaucht haben. Ne RAL-Farbe zu nehmen hat auch den Vorteil, dass man die bei jedem Lackierer und in jedem Baumarkt bekommt, wenn man mal was nachbessern muss. Die einzige echte Alternative wäre das originale Orange gewesen. Allerdings gefällt mir das nicht so gut, da es eher ins Fäkal-Orange geht und außerdem hätte ich dazu den ganzen Eimer lacken lassen müssen. Und eh ihr mir jetzt mit „Das is aber nicht original!“ kommt… es ist mir wurscht. Ich bezahls, mir muss es gefallen. Punkt.
So sehen der Tank, die Schutzbleche und das Heckblech jetzt aus:

Aufgrund eines Bildes in der StudiVZ-Gruppe „Simson Duo 4/1 – Ein Traum auf drei Rädern” entschied ich mich dafür, bei der Lackierung der Kotflügel mal etwas ausgefalleneres zu machen. Ich finde das Duo hat ein wenig 50er-Jahre-Charm. Zu den 50ern passen zwei-Farben-Lackierungen. Also warum nicht mal am Duo? Die Kotflügel bieten dafür sehr schöne Details, die man so sehr gut betonen kann:

Allerdings hatte ich gedacht, dass das Weiß „cremiger“ ist, zumal es auch RAL 9001 „Cremeweiß“ ist. Trotzdem bin ich mit dem Ergebnis zufrieden und freue mich, dass Lolas knackige Hüften nun besonders betont werden. Ich kann es kaum erwarten, sie wieder einzukleiden. Vielleicht liegt es auch an ihrer derzeitigen Nacktheit, dass die Dame sich Motortechnisch momentan etwas ziert….obwohl…sie ist ein Ost-Mädchen… da müsste ihr FKK eigentlich im Blut liegen.