Nachdem die Grundlagen geklärt waren, konnten die Sitze raus.
Da unser Combo mit Seitenairbags ausgestattet ist, musste ich (um spätere Fehlermeldungen im Systemspeicher zu vermeiden) im ersten Schritt die Batterie abklemmen, 2 Minuten warten und, um eine eventuelle Restspannung im System ab zu bauen, einmal das Licht an und aus schalten.
Danach kann man gefahrlos den Zentralstecker unter den Sitzen lösen.
Hierzu muss man den roten Riegel in Fahrtrichtung ziehen, bis er etwas ausrastet. Anschließend kann man den „Schieber“ auf dem er sitzt nach außen ziehen (mit den Fingernägeln), wobei sich der Stecker vom Fahrzeug löst:
Nun müssen noch der Kabelbinder direkt am Stecker (auf der Unterseite zusammendrücken und nach oben ausfädeln; wiederverwendbar) und die vier Torx-Schrauben in den Sitzschienen gelöst werden.
Hiernach kann man den Sitz aus dem Fahrzeug heben und beiseite legen.
Eh man sich voller Elan an die Arbeit mit den Sitzen begibt, sollte man die Sitzschrauben penibel vom Schraubenfest reinigen:

Im Netz gibt es einige Berichte von Menschen, die dies nicht taten und sich dadurch beim erneuten einschrauben die Gewinde ruiniert haben. Dann geht die Schraube weder vor noch zurück und der Sitz wackelt munter hin und her. Das es unter diesen Umständen eine große Freude ist, die zerstörten fahrzeugseitigen Gewinde zu reparieren, muss ich wohl nicht extra auf malen, oder?
Also lieber in Ruhe hinsetzen und ne halbe Stunde lang mit der Drahtbürste schruppen!
Sind die Gewinde gereinigt, kann es am Sitz weiter gehen. Als erstes müssen alle Kunstsoffverkleidungen ab.
Die lange Verkleidung an der Seite der Sitzschiene ist an der Unterseite des Sitzes und in der Mitte hinter der Abdeckkappe verschraubt.
Die Kappe kann man beschädigungsfrei von hinten mit einem schlanken Schraubenzieher raus drücken.
Die Abdeckungen der Lehnenbefestigung sind nur geklipst.
Um das Rad der Lehnenverstellung zu demontieren, muss man auf der gegenüberliegenden Seite, den kleinen Stöpsel mit einem Schraubenzieher aus der Welle hebeln und anschließend einfach kräftig an dem nur gesteckten Rad rupfen.
Sollte dabei die Welle ein Stück mit raus kommen, ist das nicht weiter wild. Man kann sie einfach wieder in die gegenüberliegende Führung einfädeln (Taschenlampe und kleiner Schraubenzieher als Führung helfen):

Um die Lehne von der Sitzfläche zu trennen, muss man jeweils die Sechskantschraube (hinter dem Gurtschloss) und beim starren Sitz die E14 Torx-Schraube lösen.
Anschließen kann man beide Sitzteile nebeneinander legen:

Wie ihr seht, habe ich das Kabel des Seitenairbags nicht demontiert.
Auch ohne dies zu lösen lässt es sich gut arbeiten und man muss ja nicht unbedingt mehr mögliche Fehlerquellen produzieren, als zur Ausgestaltung eines erfüllten Schrauberlebens zwingend nötig sind.
Sind die Hälften getrennt, kann man sich dem Sitzbezug der Sitzfläche zuwenden.
Diese ist auf der Unterseite mit verschiedenen Laschen lediglich festgeklemmt:

Ich habe als erstes die Rückseite, dann die Front und anschließend die Seite gelöst. das ging meiner Meinung nach am einfachsten.
Anschließend krempelt man den Bezug nach oben:

Wie hier gut zu erkennen ist, ist der Bezug an der Oberseite mit Klammern befestigt.
Für den Einbau der Sitzheizung muss man die Klammern der hinteren Querverstärkung:

und die jeweils hinterste seitliche Klammer:

lösen. Das kann man mit der Geduld eines buddhistischen Mönchs per aufbiegen und ausfädeln oder wie ich, mit einem Seitenschneider machen….
Sind die Klammern bzw. ihre Überreste raus, gehts ans einfädeln:

Auf dem obigen Bild habe ich das Heizelement für die Sitzfläche (das mit dem Loch) schon bereit gelegt. Die extra gepolsterte Seite über den Leitungen gehört nach oben.
Es ist hilfreich, wenn man die Klebestreifen schon an einer Ecke löst und um schlägt. So ist das blinde abziehen unter dem Bezug später um ein vielfaches einfacher.
Hat man die Heizdecke schön glatt eingeschoben, stellt man fest, dass die Verstärkung des Sitzpolsters zu breit für den Ausschnitt ist:

Würde man den Bezug so befestigen, würde er die Leitungen stark knicken.
Um das zu verhindern, habe ich einfach links und rechts ein Stück der Verstärkung abgekniffen:

Sollten dabei die original Befestigungslöcher ausreißen, ist das nicht so wild. Man kann einfach Neue durch porkeln.
Gekürzt passt die Stange unter das Heizelement ohne mit den Leitungen ins Gehege zu kommen:

Wie ihr Seht, habe ich zur Befestigung anstelle der original Drahtringe Kabelbinder verwendet. Die haben sich schon früher bewährt und sind wesentlich leichter zu montieren.
Ist die Oberseite wieder in Position und die Sitzheizung schön glatt unter dem Stoff, kann man das Klebeband ab ziehen und vorsichtig den Bezug glatt (!!) drauf streichen.
Folgend kann der Bezug wieder auf der Unterseite montiert werden. Achtet dabei darauf, dass das Kabel der Sitzheizung mit raus kommt und der Bezug sich nicht verzieht und es nachher unschönen Falten gibt.
So sollte das Ganze fertig aussehen:

Nun kann es an der Lehne weiter gehen. Dort ist der Einbau wesentlich einfacher.
Als erstes müsst ihr den Bezug an der Unterseite trennen:

Rück- und Vorderseite der Lehne sind dort miteinander verhakt und sitzen zusätzlich auf einer Schiene. Ist schwierig zu beschreiben, aber ihr werdet es schon erkennen, wenn das Teil vor euch liegt.
Mit dem beim Sitzbezug gewonnen Gefühl für die notwendigen Kräfte lässt sich der Bezug dort auch trennen.
Das Heizelement lässt sich nun ganz einfach einschieben (Klebeband vorbereiten nicht vergessen!):

Es reicht, wenn das Heizelement an der Rundung im unteren Teil der Lehne beginnt. Normalerweise hat euer Rücken dort erst Kontakt mit der Lehne, so dass tiefer keine Heizung sein muss.
Auch hier zieht ihr anschließend das Klebeband ab und streicht den Bezug an. Easy as chips.
Beim Fahrersitz mit Klappfunktion ist das Vorgehen nahezu identisch. Jedoch muss nur die vordere Sechskantschraube gelöst werden, da hinten nur der Haken der Arretierung greift:

Zusätzlich muss jedoch der Hebel der Sitzhöhenverstellung demontiert werden. Er lässt sich einfach abschrauben und dann von seinem Vierkant abziehen:

Was mich persönlich ein wenig stutzig macht, ist dieses Metallteil:

Es kam mir entgegen gepurzelt, als ich beim Fahrersitz die Plastíkabdeckung der Laufschiene abmontierte.
Ich konnte ihm aber weder eine Funktion zuordnen, noch funktioniert nun irgendwas nicht mehr. Keine Ahnung, was es da zu suchen hatte.
Naja, der erfolgreiche Schrauber hat hinterher eh immer mehr Teile übrig als vorher….
Abschließend nochmal ein Bild vom integrierten Temperaturwächter der Matten:

Menschen haben behauptet, dass man den Kabelbaum der Waeco-Heizungen nicht umstricken dürfe, da dadurch der Temperaturwächter im Kabel entfallen würde.
Wir heften es mal in den Ordner „Haltlose Gerüchte/Verschwörungstheorien“.
Damit konnte es an der Elektrik weiter gehen….
Schlagwort-Archiv: nachrüsten
Schneller Brüter
Nachdem der Combo „beserviced“ und Vadderns Jagdwagen aufgewertet war, konnte ich zur Kür des Wochenendes über gehen:
Gerüchten zufolge soll der Winter vor der Tür stehen und in diesem Zusammenhang wünschte sich das Beste aller Weibchen einen Satz heißer Backen fürs Auto.
Im Stiefastra hatte sie so eine billige Sitzauflage mit Anschluss für den Zigarettenanzünder.
Da der Combo aber eine hoffentlich höhere Lebenserwartung bei uns hat, sollte da eine professionellere Lösung her.
Bei Vadderns zweitem Jagdwagen hatten wir ja schon mal erfolgreich eine Sitzheizung nachgerüstet.
So in der Richtung sollte das jetzt auch laufen. Nur noch eine Ecke hübscher.
Im Netz gibt es reichlich Infos, wie man beim baugleichen Opel Corsa C Sitzheizungen im original Kabelbaum nachrüstet.
So sollte das auch beim Combo geschehen. Dazu mussten erstmal ein paar Parameter gechecked werden:
- Liegen schon die Kabel vom Blindschacht in der Mittelkonsole zum Sitz?
- Liegen auch die Kabel vom Sicherungskasten zum Blindschacht?
- Welchen Schalter brauche ich für den Blindschacht?
- Sind die Sitzbezüge verklebt?
- Wo bekomme ich eine passende Sitzheizung?
Beim CNG-Combo findet sich in der Mittelkonsole in der Blende des Zigarettenanzünders der manuelle Umschalter für den Gas-/Benzinbetrieb und ein Blindstecker:

Beim normalen Corsaren/Combos sind dort statt der Schalter zwei Münzfächer. Bei normalen Fahrzeugen mit serienmäßiger Sitzheizung, sitzen links und rechts des Anzünders die jeweiligen einstufigen Schalter der Sitzheizungen.
Die rechte Blindschachtabdeckung kann man einfach raus puhlen. Um nun zu checken, ob die Vorbereitung für die Sitzheizung schon verbaut ist, muss die Blende raus. Das geht ohne Hebelspuren des Schraubenziehers, indem man den Schaltsack löst (einfach von vorne leicht drücken und er hakt sich aus der Mittelkonsole aus) und dann von unten die Blende raus drückt:

Jetzt sieht man schon, dass hinter dem Blindschacht die Aufnahme samt Kabel für den Heizungsschalter wartet. Die Leitungsfarben Richtung Sitz sind braun (Masse) und gelb/schwarz (rechts) bzw. rot/schwarz (links):

Da der linke Schalter bei der Erdgasvariante ja schon belegt ist, werden beide Sitze laut Opel-Handbuch über den rechten Schalter geschaltet. Im Zweifel läuft eine Heizung dann halt immer leer. Jedoch fällt auf obigem Bild auf, dass sich nur das gelb/schwarze Kabel am Schalter findet. Ein Problem das es später noch zu beheben galt.
Soweit, so gut.
Weiter geht es unter der Motorhaube am Sicherungskasten. Laut Handbuch sind die 15A-Sicherungen Nr. 26 und 27 (bei frühen Modellen Nr. 27 & 28) für die Sitzheizungen zuständig. Ich habe die entsprechenden Steckplätze mal markiert:

Ob die Kabel vom Sicherungskasten zum Schalter schon liegen, lässt sich einfach feststellen indem man schaut, ob beide Sicherungspinne belegt sind. Finden sich in jedem Steckplatz zwei Metallklammern für die Sicherung, so hängen da auch Kabel hinter. Bei Fahrzeugen ohne Vorbereitung findet sich nur eine Klammer je Steckplatz und es ist reichlich Fummelarbeit nötig, um sie nachträglich zu verbauen. Glücklicherweise ist unser Combo dort jedoch gut bestückt. Der Corsa/Combo verwendet übrigens statt der normalen ATO-Sicherungen Mini-Sicherungen.
Weiter geht es mit dem Schalter. Der lokale Opelhökerer hätte gerne 33€ pro Schalter und nochmal 19€ für die Blende. Passt zu den 130€ für die Heizelemente….
Besser ist da der lokale Kfz-Verwerter oder einfach eBay.
Die Teilenummer des Schalters lautet: 09179078
Die Blende hat die Teilenummer: 24400554

Bei unserem Combo war es mit dem einzelnen Schalter getan.
Ein kurzer Blick unter den Sitz und ein Griff an den Sitzbezug offenbart, dass die Bezüge nur geklammert sind. Also auch da Entwarnung.
Bleibt noch die Frage, was man für eine Heizung nimmt.
Der original Opel-Schalter kennt nur An oder Aus.
Da wäre also eine einstufige Heizung Sinnvoll.
Im Netz verwenden sie daher alle die Waeco SH45. Leider wird die aber nicht mehr produziert und wurde durch die zweistufige Waeco MSH50 ersetzt.
Doof.
Beim Jagdwagen haben wir die billigste No-Name-Variante verwendet. War zum einen ja ein Experiment und zum anderen wäre es nicht schlimm gewesen, wenn sie den Geist aufgegeben hätte.
Beim Combo wollte ich jedoch eine möglichst dauerhafte Lösung. Außerdem musste ich auch ein wenig auf den Strombedarf achten, da ja immer beide Heizungen parallel laufen.
Ich entschied mich daher dafür, die Waeco MSH50 zu nehmen und einfach nur die zweite Stufe an zu schließen. Wenn einem zu warm wird, kann man die Heizung ja wieder ausschalten.

Damit war alles bereit, um das Auto zu zerlegen….
Rückendeckung III
Nachdem die Einparkhilfe im Combo einwandfrei ihren Dienst verrichtet, wünschte sich Vaddern für seinen Jagdwagen auch so ein Utensil.
Nahezu nix leichter als das!
Da der Tribute jedoch über eine Anhängerkupplung verfügt, musste da zum einen etwas kompatibles her und zweitens ein Gerät, dass man beim zurücksetzen mit dem Hänger auch Notfalls abschalten kann.
Gibts aber alles, auch für schmale Mark.
Der Einbau war nahezu identisch zum Combo. Lediglich die Verkabelung war etwas schwieriger, da die Amerikaner ein etwas gewöhnungsbedürftiges System mit geschalteter Masse haben.
Bei der Gelegenheit gabs auch ein wenig rituelle Waschungen, Rostschutz und Popnieten für gerissene Plastikteile:

Da Vaddern kein Display wollte, sondern nur einen Piepser, war auch die Montage easy. Der kam einfach in eine Vertiefung im Kofferraum. Fertig sieht das Ganze nun so aus:

Vielleicht sollte ich das beruflich machen….
Rückendeckung II
Das vergangene Wochenende habe ich mal dazu genutzt, die Einparkhilfe in den Combo zu werfen.
Bevor ich jedoch die Stoßstange mit einem Kreisbohrer attackiert habe, gabs erstmal einen trockenen Testlauf der PDC-Einheit auf der heimischen Werkbank:
Lüppt soweit. Dass auf dem Display „Rechts“ als „Links“ angezeigt wird, liegt nur daran, dass ich testweise die Sensoren vertauscht habe.
Also konnte ich daran gehen, die hintere Stoßstange zu demontieren.
Dazu müssen erstmal die Rückleuchten raus. Das geht easy per Rändelmuttern. Passt allerdings auf, dass euch keine der Muttern runter in die D-Säule fällt. Ich musste nach einer angeln und hab dabei anständig im Wachs gerührt. Schön klebrig…
Sind die Rückleuchten raus, müsst ihr die „Spreizclips“ entfernen, mit denen die Stoßstange dort an der Karosserie befestigt ist. Dazu hebelt ihr mit zwei spitzen Schraubenziehern den schwarzen Pin in der Mitte des Clips hoch, bis ihr ihn raus ziehen könnt:

Ist der Pin raus, könnt ihr den Spreizclip einfach entfernen.
Diese Arbeit wiederholt ihr noch sechs mal am unteren Abschluss der Stoßstange unterm Auto.
Anschließend müssen am Unterboden noch zwei T20-Vielzahnschrauben entfernt werden:

Nun geht es zum oberen Radlauf. Dort findet ihr unter einer dicken Dreckschicht zwei Plastik-Muttern. Hiervon müsst ihr diejenige entfernen, deren Gewinde weniger weit in den Radlauf ragt:

Jetzt sitzt die Stoßstange nur noch in ihren Halteclips.
Es ist sinnvoll die Stoßstange mindestens zu zweit ab zu nehmen, da sie ohne ihren tragenden Unterbau sehr labil ist und leicht Kratzer verursacht/bekommt.
Zwei Personen halten die Stoßstange, während der dritte Helfer die Plastikabdeckung des Radlaufs so weit nach außen biegt, bis man die Laschen der Stoßstange unter den Schrauben her ziehen kann:

Anschließend kann man den massiven Querträger des Combos bewundern:

Hierbei zeigt sich auch schon das zentrale Problem der Montage:
Hält man einen Zollstock zwischen Erdboden und Unterkante Querträger stellt sich raus, dass da nur 42cm Luft sind.
Die Einbauanleitung des Herstellers spricht aber von einem Mindestabstand zum Boden von 60 cm (Maximal 80 cm).
Es bestand daher die Gefahr, dass die Sensoren die ganze Zeit den Straßenbelag als Hindernis erfassen würden. Diese Gefahr wurde noch verschärft, da in diesem Bereich eine Rundung der Stoßstange gen Straße beginnt.
Also nochmal fix einen Versuchsaufbau montiert und die Sensoren auf 40,5cm Höhe angehalten.
Glücklicherweise gab es keine Fehlmeldungen und mein Vater wurde sicher als Hindernis erfasst (tragende Rolle, später von einer Mülltonne ebenfalls überzeugend verkörpert).
Somit konnte der mitgelieferte Kreisbohrer rotieren.
Die Verarbeitung des Bohrers ist nicht berauschend und die Löcher bedurften leichter Nachbearbeitung mittels eines Cuttermessers. Ansonsten lief die Sache aber glatt.
Die Kabel der einzelnen Sensoren waren fix durchgefädelt und mit ihren Gumminasen halten die Sensoren auch sicher in ihren Löchern:

Der nächste Schritt war es, die Kabel in den Innenraum zu führen. Einige Leute verwenden hierzu einfach die „Belüftungskiemen“ in der Fahrzeugseite:

Allerdings hat dies den Nachteil, dass sich die Kiemen dann nicht mehr komplett schließen können und Feuchtigkeit in das Fahrzeuginnere eindringen kann.
Es ist auch gar nicht nötig, die Kabel dort durch zu führen. Sowohl links als auch rechts finden sich direkt unterhalb der Kiemen ungenutzte Kabeldurchführungen:

Die kann man einfach mit einem Schraubenzieher raus hebeln, mit dem Cutter in der Mitte kreuzförmig einschneiden und die Kabel einzeln durch fädeln. Ich habe anschließend einen Klecks Karosseriedichtmasse drauf gegeben um absolut sicher zu gehen, dass dort keine Feuchtigkeit mehr durch kommen kann.
Die Kabel habe ich hinter der Stoßstange mal wieder mittels Spiralschlauch gebündelt und befestigt.
Nun konnte es ans verkabeln gehen.
Da der Plan ja war, das Display hinten unter dem Himmel anzubringen, habe ich dessen Kabel mit der Spirale runter zum linken Rücklicht geführt:

Nachdem alle Kabel an Ort und Stelle waren, konnte ich mal wieder meine heiß geliebte Crimpzange zücken:

Der Hohlraum hinter dem linken Rücklicht ist ein guter Ort für das Steuergerät, da sich dort auch ein Massepunkt befindet, den man einfach nutzen kann.
Die PDC soll ja nur beim einlegen des Rückwärtsgangs aktiviert werden. Dementsprechend kam die Plus-Leitung des Steurgeräts mittels Adapter an das Kabel zum Rückfahrscheinwerfer (weiß/schwarz):

Anschließend noch alle Kabel mit Kabelbindern oder Spiralschlauch bündeln, verstauen, das Steuergerät ankleben und alles einstöpseln:

So sehen die Sensoren nun in der Stoßstange aus:

Und so das Display unterm Dach:

Man kann den integrierten Piepser sehr gut hören und das Display auch im Innenspiegel sehen, sollte man mal per Außenspiegel zurück setzen müssen.
Bei geöffneter Heckklappe stellt es auch nur eine kleine Erhebung dar, welche beim einladen keine Behinderungen ergeben dürfte:

Ich bin gespannt, wie sich das Ding im Alltag so schlägt und wie lange es hält.
Rückendeckung I
Ich halte mich für einen guten Autofahrer. Ehrlich! Ob Regen, Schnee, Finsternis, Rushhour, enge Gassen, etc. alles kein Problem. Es darf nur nicht rückwärts gehen.
Keine Ahnung warum, aber ich kann nicht rückwärts fahren. Ist einfach so. Fünf mal hat es dabei schon bei mir in den letzten 12 Jahren gerumst. Eine Statistik, die wenig andere Schlüsse zu lässt. Ich mache das auch wie nen Fahrschüler. So mit umdrehen und langsam ran tasten und so. Hilft aber alles nix. Muss an meinem begrenzten Intellekt liegen oder ich wurde zu kurz gestillt. Eins von beidem.
Glücklicherweise erkenne ich aber das Problem und arbeite an einer Lösung, eh der Combo ein weiteres meiner Opfer wird.
Häufig hilft es ja, ein Problem wahllos mit Technik zu bewerfen. So ist auch hier der Plan.
Eine Einparkhilfe soll her.
Logo gibts die als original Opel-Extra. Kann man auch nachrüsten.
Allerdings kann man für den Preis (Alleine die Teile kosten über 500€) auch einfach eine neue Heckklappe kaufen.
Also Dritthersteller und selber einbauen. Auch da reichen die Preisspannen von 30 bis 300€. Also Erfahrungsberichte gewälzt.
Interessanterweise fanden sich zu allen Teilen Leute die nörgelten und ein Haufen Leute die begeistert waren. Da scheint es also keinen großen Unterschied (außer in der Ausstattung) zwischen den Systemen zu geben.
Der Besten und mir genügt eigentlich ein simpler Abstandspiepser mit vier Sensoren. Bei diesem Teil war für 30 Tacken auch noch ein Display dabei, dass einem die Abstände links und rechts per farbigem Balken und den geringsten Abstand per Zahlen anzeigt:

Luxus pur. Also geordert. Wenns Mist ist, war der Einsatz wenigstens nicht so hoch.
Vor dem Einbau habe ich eigentlich wenig Bammel. Lediglich die Löcher an der richtigen Stelle durch die Stoßstange bohren dürfte kniffelig werden.
Vorher gilt es jedoch noch Dinge zu entscheiden:
Wo soll das Display hin?
Laut Hersteller soll man es vorne aufs Armaturenbrett pappen:

Das sieht aber blöd aus und dann guckt garantiert niemand mehr nach hinten beim Zurücksetzen.
Also am hinteren Ende nach ner Position gucken.
Man könnte es z.B. auf die Verkleidung des Heckscheibenwischer-Motors kleben:

Ist aber auch doof, da diese leicht gerundet ist und so die Anzeige immer eine sichtbare Kante hätte. Außerdem müsste ich dann die Kabelage in der D-Säule hoch und in der Klappe wieder runter führen.
Und wenn man mal etwas höhere Gepäckstücke geladen hat, könnte man die Anzeige nicht mehr sehen:

Also auch nicht geil.
In der Mitte unter dem Dachhimmel wäre noch ein hübsches Plätzchen:

Da unser Combo anstelle der beiden Hecktüren, die große Heckklappe hat, ist diese Stelle auch frei. Normalerweise sitzt dort die obere Schlossfalle.
Das Blech ist eben, die Sicht dürfte nahezu immer frei sein und auch den integrierten Piepser kann man bestimmt besser hören.
Auch die Kabelführung wäre schön easy, da sich dort passend ein großes ungenutztes Loch findet:

Das Steuergerät käme einfach hinter die Verkleidung der D-Säule (Muss eh an den Rückfahrscheinwerfer angeklemmt werden)
Da ist auch reichlich Platz:

Von dort kommt man bequem sowohl zur Stoßstange, als auch zum Dach.
Einziges Problem: Die Anzeige steht dann Kopf:

Mit den Balken für links und rechts ist das kein Problem. Da kann ich einfach die Kabel am Steuergerät vertauschen.
Die malüsige Beschriftung bekomme ich auch noch abgeknibbelt.
Aber das Display würde dann immer die Zahlen auf dem Kopf anzeigen. Eher doof.
In einem Anflug von Hoffnung habe ich dann mal die Anzeige zerlegt:

Leider ist die Platine nicht symmetrisch, so dass ich sie einfach hätte umdrehen können.
Ebenso bedauerlich ist, dass ich keinerlei Ahnung von Elektronik habe.
Ansonsten würde ja eventuell die Möglichkeit bestehen, dass man die 7-Segment-Anzeige auslötet und umgedreht wieder anlötet….
Mal sehen, ob mich da noch eine Lösung überkommt.