Was ein Schrott.
Kaum ein Jahr hat die Wassertonne für die Gewächshausbewässerung gehalten.
Sie ist auch weder geplatzt oder durch meine Löcher instabil geworden, nein, die Verstärkungsstreben aus Metall haben einfach nicht gehalten und sind ausgerissen:
Stumpf nach innen ausgebrochen:
Natürlich setzt sich der zugehörige Riss in die Außenseite fort. Ich habe noch einen halbherzigen Reparaturversuch mit Knetmetall gestartet, aber auch das half nix.
Also neue Tonne (anderer Hersteller) besorgt, Löcher gebohrt und alles umgeschraubt:
Bei der neuen Tonne habe ich die Metallbügel direkt weg gelassen. Stattdessen kommen jetzt zwei Spanngurte um die Tonne, um sie in Form zu halten. Mal sehen, wie lange das hält.
Ansonsten muss ich auf eine runde Tonne umsteigen.
Archiv des Monats: Juni 2018
Dicke rubbeln…
… Reifen doller ab. Wie gut dass ich so’n dünner Hering bin. Verhinderte aber trotzdem nicht, dass sich der Vorderreifen des Rialtos auf den letzten 10.000 Meilen ungleichmäßig abgenutzt hat. Also flugs vorne Aufgebockt und das Rad abgenommen:
Ein Vergleich mit dem identischen Rad vom Bond Bug (Der Händler bestand damals darauf, dass ich zumindest zwei Reifen nehme) zeigt den deutlich einseitigen Verschleiß:
Die Seite auf welcher der Fahrer sitzt, ist schön blank. Nicht umsonst empfiehlt Reliant die Räder regelmäßig im Kreis zu tauschen.
Eh ich aber ein neues Rad aufgezogen habe, nutzte ich die Chance und habe den Achsschenkelbolzen abgeschmiert.
Dazu sollte man dringend die Bremstrommel abnehmen. Ihr seht nachher warum. Um die Bremstrommel runter zu bekommen, muss man beide Bremsnachsteller (oben und unten) zurück drehen:
Als nächstes gibt es Schmackofatz mit der Fettpresse. Erst unten:
Dann oben:
Insbesondere beim oberen Schmiernippel sieht man, warum man unbedingt die Bremstrommel dabei abnehmen sollte:
Das überschüssige Fett drückt sich unter den Bremsbelägen, im inneren der Bremstrommel raus. Und dass Bremsen und Schmierfett keine gute Kombi sind, brauche ich wohl niemandem zu erzählen.
Also alles sauber gewischt und auf dem Weg raus nochmal fix unter die Staubkappe des Radlagers geguckt:
Das sieht noch sehr gut aus. Das Fett habe ich nur durchgerührt und die Kappe wieder drauf gedrückt.
Anschließend kam die Felge vom Bond Bug samt Reifen drauf:
Der Reifen ist auch schon 7 Jahr alt. Wenn ich den auch nochmal 9 Jahre und 10.000 Meilen runter rubbel, kann ich getrost alle zusammen wegschmeißen und 4 neue kaufen.
Niemand hat die Absicht,… III
Die äußerst unhöfliche Anfrage von Schlaumeier erinnerte mich daran, dass ich nach 2 Jahren mal einen Zwischenstand zur Stützmauer geben könnte.
Das ich dies noch nicht früher getan habe, liegt schlicht und ergreifend daran, dass es einfach nichts zu berichten gibt:
Die Mauer hält und die Bodendecker geben sich Mühe, sie zu verdecken.
Wenn man überhaupt was erwähnenswertes suchen möchte, dann kann ich vermelden, dass sich die oberste (lediglich mit Erde befüllte) Reihe um Fingernagelbreite bewegt hat:
Das fällt einem aber nur auf, wenn man direkt seine Nase dran hält und weiß, dass ich sie ursprünglich mit der Wasserwaage bündig ausgerichtet hatte.
Ansonsten erfüllt sie ihren Zweck und auch die Drainage funktioniert gut.
Sollte sich in den nächsten Jahren da noch was tun, werde ich euch informieren. Ansonsten fragt einfach höflich.
Wanne, Öl II
Ich schulde euch noch das Finale der Ölwannenüberholung. Eigentlich sollte der Einbau locker von der Hand gehen, hatte ich mir doch schon vor langer Zeit ein komplettes Dichtset für den Reliant 850ccm-Motor beiseite gelegt. Wie wir aber alle wissen, beginnt mit „eigentlich“ immer eine Lüge. Die neue Dichtung wollte partout nicht auf die Auflagefläche der Ölwanne passen. Kurzer Vergleich mit der alten Dichtung:
Super. Warum auch immer, die neue Dichtung ist einen ordentlichen Ticken kleiner:
Kein Wunder dass ich die Löcher nicht deckungsgleich bekomme. Eine wirkliche Erklärung habe ich dafür aber nicht, denn auch die 700 und 750ccm-Motoren basieren auf dem identischen Block mit identischer Ölwanne.
Egal. Lösungsorientiert Vorgehen:
Entweder in England neu ordern und hoffen, dass eine passende geliefert wird oder Dichtpapier besorgen und selber schnitzen.
Da preislich kein Unterschied bestand, habe ich mich für’s schnitzen entschieden. So kann ich sicher gehen, dass die Dichtung passt und habe noch Reste für spätere Basteleien. Allerdings war das Angebot an großen Dichtpapier-Bögen eher eingeschränkt. Lediglich Victor Reinz hat ein Dichtset im A3-Format im Angebot:
Da die alte Dichtung noch vorhanden war, konnte ich sie einfach auf das dicke Dichtpapier übertragen:
Ausgeschnitten wurde dann mittels Stahllineal und scharfem Cutter:
Für die Löcher lieferte Tante Louis ein brauchbares Locheisen-Set:
Im Hintergrund seht ihr auch mein erstes „Anzeichnen-Experiment“. Die Empfehlung war, die alte Dichtung auf das Dichtpapier zu legen und dann mit einer Spraydose leicht über zu blasen. So entsteht ein Negativ, das man ausschneiden kann.
Ehrlich gesagt war mir der Testlauf auf einer Pappe deutlich zu unscharf. Wenn man eh noch die alte Dichtung hat, liefert der Bleistift viel bessere Konturen.
Schlussendlich passte die Dichtung perfekt:
Vor dem Einbau habe ich noch das Ölsieb und seine Umgebung gereinigt, sowie die Dichtfläche von Mumpe befreit und ganz vorsichtig über geschliffen:
Dabei fielen mir komische Macken an der vorderen linken Ecke auf:
Sieht irgendwie nach Hebelspuren aus. Keine Ahnung wie die dahin kommen. Ich habe auch die vorsichtig über geschliffen, um wenigstens keine Erhebungen mehr zu haben.
Die Dichtfläche der Ölwanne habe ich mit Fett bestrichen, damit die Dichtung nicht fest klebt:
Das funktioniert auch schon beim Ventildeckel seit 8 Jahren vorzüglich. Motorseitig gab es eine hauchdünne Lage Dirko schwarz. Das sollte eventuelle Unebenheiten ausgleichen.
Die anschließende Probefahrt zum Saisonstart (Alles schön trocken) feierte ich mit einem runden Tachostand:
Damit habe ich seit dem Kauf 10.000 Meilen (16.093,44 km) mit dem Rialto zurück gelegt.
30. Internationales Dreiradtreffen
Nach viel zu langer Abstinenz habe ich die Chance ergriffen und am 30. internationalen Dreiradtreffen teilgenommen. Nach der persönlichen Einladung auf dem Militärfahrzeugtreffen (ratet mal welches Fahrzeug zum Einladenden gehört 😉 hatte ich auch keine andere Wahl. Aufgrund der Kollision mit einem anderen unverschiebbaren Termin, konnte ich allerdings leider nur an der Ausfahrt am Samstag teilnehmen:
Aber auch hier gilt das 2014 schon gesagte: Eine so herzliche und gut organisierte Veranstaltung findet man kaum ein zweites Mal! Auch das Programm hatte für jeden was dabei. Für die Rentner Frühgeschichte (Zeitzeugen ;-), für die Kinder (und ihre Väter) das an mit-mach-Sachen reiche Technikmuseum sowie den Abenteuerspielplatz am Bierer Berg und für die Damen das Hundertwasser-Haus:
Doch fangen wir am Morgen an. Ich traf den Tross auf dem Weg zum Ringheiligtum Pömmelte. Eine schnelle Wende samt Spurteinlage brachte mich hinter Thomas JZR:
Auch mal schön, zur Leistungselite einer solchen Veranstaltung zu gehören.
Da der Tross mit ca. 40-50 km/h die Gegend erwanderte, setzten Thomas und ich uns etwas ab:
Erster Treffpunkt war besagtes Ringheiligtum.
Während sich der Parkplatz langsam füllte, zogen am Horizont leider dicke Regenwolken auf:
Während die Besatzungen ihre Fahrzeuge (so gut es eben ging) regenfest machten, erkundeten wir schon mal die Sehenswürdigkeit:
Leider wurde der Regen zwischenzeitlich so heftig, dass das große Schräubchen und ich in den Rialto flüchteten. Bei Keksen und Hörbüchern überdauerten wir munter den Regenschauer:
Schon beim nächsten Halt, dem Technikmuseum Magdeburg, war das Wetter wieder OK:
Die ältesten Gefährte erhielten aber Unterschlupf in den Heiligen Hallen:
Insbesondere der Chauffeur des Reichspost-Dreirades war froh über das Dach über dem Kopf.
Der Rest von uns erkundete derweil die Ausstellungshalle:
Oder labte sich beim Mittagessen (lecker!):
Anschließend hieß es wieder sammeln.
Die nächste Station erreichen wir jedoch nicht per Dreiräder,
sondern in einem historischen Ikarus-Bus:
Natürlich gab es auch die typischen Reisegruppen-Vorfälle:
Abfahrtszeit schriftlich mitgeteilt und auch nochmal mündlich jedem eingebläut, aber natürlich gab es wieder Leute die sie im Eiscafé verbummelt hatten. Herrlich.
Bevor sich der Tross dann weiter Richtung Bierer Berg auf den Weg machte (ich musste leider wieder zurück, privater Termin, siehe oben) haben Thorsten und ich noch schnell Fahrzeuge getauscht:
Erkenntnisse:
Der Rialto ist nur was für Heringe wie mich und der JZR nur was für Riesen wie ihn.
Trotzdem dass ich leider nur kurz mit dabei sein konnte, war es wieder ein Highlight meines Oldtimerjahres. Vielen Dank an die Organisatoren!





