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Stelle wo der Elefant das Wasser lässt IV

Ok, heute war also der dritte Anlauf Sir Edward „road legal“ zu bekommen.
In aller Herrgottsfrühe bin ich zur Karosseriebaufirma Sigges gefahren, damit die mir das Plättchen mit der Fahrgestellnummer anfertigen und anschweißen. Dort kam Sir Edward dann auf die Hebebühne und wir guckten gemeinsam nach einer geeigneten Stelle für die Nummer:
Stelle für neue Fahrgestellnummer
Hier übrigens ein Bild vom gestrigen Einschlag-Versuch:
missglückte Fahrgestellnummer
Die Fragmente sollen „SCD“ darstellen….
Die Wahl fiel dann auf die Außenseite des Rahmens vorne rechts:
Stelle für neue Fahrgestellnummer
Dann wurden die Umrisse des Schildes angezeichnet und die Stellen für die Schweißpunkte blank gemacht:
Stelle für neue Fahrgestellnummer
Der Rahmen ist ja voll verzinkt und auf Zink lässt es sich nicht schweißen. Willkommen neuer Rostherd!
Dann punktete der Mechaniker das Schild an:
Stelle für neue Fahrgestellnummer
Ohne dass ich auch nur einen Funken Ahnung vom Schweißen hätte (Schweißen ist und bleibt Hexenwerk!), finde ich, dass die Punkte ganz ordentlich aussehen. Ich hoffe, dass das hält. Der von Reliant verwendete Stahl soll einen sehr hohen Carbon Anteil haben und daher schlecht zu schweißen zu sein. Außerdem ist das Schild ja auch aus Edelstahl und diesbezüglich hatte wuschel ja schon seine Bedenken geäußert. Wuschel, sieht das auch für dich ordentlich aus?
Abschließend gabs noch eine dicke Dusche mit Rostschutzgrundierung:
Stelle für neue Fahrgestellnummer
Ich hoffe, dass sie auch anständig hinter das Schildchen gelaufen ist und wenigstens etwas Korrosionsschutz liefert.
Das Schildchen hat mich übrigens gelöste 75€ gekostet….*aua*. Hexenkünste wollen bezahlt sein.
Danach ging es dann gleich weiter, wieder zum TÜV. Herr Steinkemper war auch sehr zufrieden mit dem Schildchen. Seine Versuche hingegen, mit dem Hammer ein Prüfsiegel auf dem Schildchen einzuschlagen gingen in die Hose und nach 7-8 Versuchen, bei denen nur Kringel, aber kein Siegel sichtbar waren, hat er aufgegeben. Mal sehen, was der nächste Prüfer dazu sagt….
Die Ausstellung des Gutachtens war dann nur noch reine Formsache und Sir Edward erfüllt nun auch offiziell alle gesetzlichen Kriterien um am Straßenverkehr teilnehmen zu dürfen:
Gutachten §21 StVZO
Eigentlich könnte ich also nächste Woche in Osnabrück zum Straßenverkehrsamt und ihn zulassen. „Eigentlich“….
Na, findet jemand von euch den neuen Stolperstein auf meinem Weg zur Zulassung auf den Bildern?
Manchmal weiß man nicht, ob man lachen oder weinen soll….

Stelle wo der Elefant das Wasser lässt III

Ok, heute war also der zweite Versuch, für Sir Edward den Segen des deutschen TÜVs zu bekommen.
Beim ersten Versuch hatte er ja das fehlende Typenschild im Motorraum und die fehlende Fahrgestellnummer am Rahmen bemängelt.
Das Typenschild hatte ich mittlerweile gravieren lassen und musste es nun nur noch anbringen. Wobei „nur noch“ mal wieder der falsche Begriff ist. Der Rialto-Motorraum ist ziemlich vollgestopft und ich musste ja auch eine Stelle finden, an der ich auf der Gegenseite die Nieten gegen halten kann.
Unter den originalen Schildern wäre ein schöner Platz gewesen, aber da kam ich beim besten Willen nicht dran.
Die einzige Alternative, die uns ein fiel, war unterhalb des Hauptbremszylinders. Da gibt es eine recht große Schräge, die den Fahrerfußraum bildet:
Schräge Fahrerfußraum
Leider sind auch an diesem Platz die Platzverhältnisse beengt. Insbesondere stört der Kabelbaum, der dort in den Innenraum führt. Allerdings fanden wir keine rechte Alternative drum wurde dort gebohrt und angenietet:
Typenschild Deutschland Reliant Rialto
Nebenbei pumpten wir auch den wieder platten Reifen auf, installierten den Kühlergrill, die Batterie und brachten die Kurzzeitkennzeichen an:
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Danach musste ich 4-5 mal orgeln bis Sir Edward wieder zum Leben erwachte und sofort in einen schön regelmäßigen Leerlauf verfiel. So konnten wir uns also auf den Weg zum TÜV machen:
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Der Check des Typenschilds im Motorraum war reine Formsache und der Prüfer sehr zufrieden.
Mit der Fahrgestellnummer hatte er uns ja angeboten, dass wir die TÜV-Schlagzahlen ausborgen und die Nummer vor Ort einschlagen könnten. Das war auch kein Problem. Allerdings machte Sir Edward uns einen schönen Strich durch die Rechnung. Der Stahl des Rahmens ist so weich, dass die Stanzzahlen sich trotz dickem Hammer nicht lesbar abzeichneten, bzw. das Stanzeisen für den zweiten Schlag immer aus dem vorherigen Abdruck sprang und die Buchstaben verwackelt wurden. Nach drei Buchstaben gaben wir bzw. Herr Steinkemper auf und er meinte, dass wir die Nummer auf ein Stück Blech prägen lassen sollen und dann das Blech anschweißen lassen sollen.
Also wieder nix mit Abnahme.
Ich hab dann auf dem Rückweg bei einer lokalen Werkstatt vorgesprochen und die meinten, dass sie mir morgen früh eine Edelstahlplatte prägen und anschweißen könnten. Ich gebe zu, dass ich schon etwas Ängst bezüglich schweißen und GFK-Karosserie habe. Das ist schon öfters sehr böse ausgegangen:


Also morgen der dritte Versuch….

Feuchtgebiete

Gestern habe ich mal bei Lola nach dem Rechten geschaut. Und was müssen meine Äuglein sehen? Eine Wasserlache hinten in der Ecke!
Garage undicht Osnabrück 2
Dammte Saat!
Das Regenrohr vom Garagendach ist undicht.
Garage undicht Osnabrück
Muss ich mal mit dem Vermieter sprechen, was er da gedenkt zu tun.

Saft raus, Luft rein

Ok, dann wollen wir mal den letzten Monat aufarbeiten.
Kurz bevor wir gen Afrika abgehauen sind, bin ich nochmal in der Tiefgarage vorbei um sowohl den Bug als auch Sir Edward wenigstens ein wenig Winter-fit zu machen.
Ziel war es, die Batterien beider Fahrzeuge auszubauen und zum laden mit nach hause zu nehmen.
Bei Sir Edward war das Routine:
Winterschlaf 2009-2010
Allerdings fiel mir auf, dass er sonderbar schief stand. Die Ursache war ein Platten hinten links:
Hintereifen links platt
Sehr komisch! Die Reifen sind ja nagelneu und haben vielleicht 500 Meter runter. Sich da was einzufahren grenzt ja schon an Lotto-spielen….
Nun, die Fußpumpe brachte da erstmal kurzfristig Abhilfe.
Den Bug musste ich für den Batterie-Ausbau aus seinem Stellplatz rollen. Bond Bugs tragen ihre Batterien nicht im Motorraum, sondern hinten unter dem Kofferraum.
Als ich ihn draußen hatte, fiel mir die doch recht ansehnliche Öllache an seinem Platz auf:
Bremsöllache
Das müsste Getriebeöl sein. Ok, also besorgen und nachfüllen, bevor er das nächste mal bewegt wird. Wieder was auf der Checkliste.
Einer der Vorbesitzer hat beim Bug schlauerweise einen Trennschalter zwischen die Batterie und das Fahrzeug gesetzt:
Batterietrennschalter
Rädelschraube raus = Stromfluss unterbrochen, Rädelschraube rein = normaler Stromfluss. Die kleine Sicherung neben der Rädelschraube sorgt dafür, dass eine Borduhr oder ein Radio auch bei unterbrochener Stromzufuhr weiter laufen. Sollte allerdings ein böser Bube den Wagen starten wollen oder plötzlich ein Kurzschluss bestehen, brennt die kleine Glassicherung durch und der Strom ist gänzlich aus.
Eine kluge Modifikation! Besonders bei so leicht brennbaren Autos…
Ich werde die Tage auch sowas bei Sir Edward nachrüsten.
Nach getaner Arbeit bekamen die Beiden noch schnell ein paar warme Worte und Streicheleinheiten, damit sie den Monat über nicht so traurig sind.
Abschließend gabs ein Foto:
Winterschlaf 2009-2010
Ich hoffe, dass ich kommende Woche mit Sir Edward beim TÜV wieder vorstellig werden kann. Das Wetter momentan macht die Winterpause ja noch nicht zwingend. Ein „Hoch“ auf die Globale Erwärmung!

Return of the Living Dead

Unsere Eier in der Wüste
Ich wollte nur gerade mal sagen, dass wir wohlbehalten wieder zurück sind und das die Tour nahe an unbeschreiblich überwältigend war.
Ich habe eine Papier-Tagebuch geführt, dass ich im laufe der Zeit zusammen mit den Fotos online stellen werde.
Für die Zwischenzeit empfehle ich das Rallye-Tagebuch der Orgs und die Berichterstattung von Auto Motor Sport.

Damit ihr wisst, wann auch von uns die Rede ist: Wenn in einem Artikel von den Teams TEAM 204 – „GOURMETFLIZZA“, TEAM 202 – „ELKE POHN“ (Bei AMS fälschlicherweise „Al Capone“ genannt) oder TEAM 159 – „ÖLTANKER“ die Sprache ist, waren auch immer die Cobras live mit dabei. Wir waren bis zum Schluss eine untrennbare Crew.
Also: Bis die Tage und schön wieder hier zu sein!