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Statisch war gestern VI

Abschließend ein paar Fotos von dem fertig eingebauten Adapter:
Gurtumbau 010

Gurtumbau 009

Gurtumbau 014
Damit war der Bastelteil des Umbaus abgeschlossen und wir konnten an das Einstellen der Automatikgurte gehen. Es sei hier angemerkt, dass man besonders diese Arbeit in Ruhe und in psychisch ausgeglichenem Zustand angehen sollte (Ernsthaft!). Es ist eine echte Sisyphos-Arbeit! Man muss die Einstellschrauben der Gurtrollen millimeterweise verstellen bis sich der Gurt einwandfrei von der Rolle ziehen lässt. Die englische Einbauanleitung ist einem hierbei aber keine wirkliche Hilfe, da sie schlichtweg falsch zu sein scheint. Durch stundenlanges Ausprobieren haben wir herausgefunden, dass die auf den Einstellschrauben vermerkten Pfeile in einem gedachten rechten Winkel zueinander stehen müssen. Die Relation der Pfeile zum Gurt scheint dabei aber unerheblich zu sein. Zumindest konnten wir kein logisches Schema in den verschiedenen Stellungen sehen, in denen ein Abrollen möglich bzw. unmöglich war. Wie gesagt: Langwieriges Probieren scheint hier der einzige Lösungsweg zu sein.

Waffengewalt für den Hausgebrauch

Heute war ich gezwungen Lola gegenüber von der Schusswaffe Gebrauch zu machen. Ernsthaft! Es blieb mir nichts anderes übrig. Notwehr quasi…
Bei dieser Gelegenheit habe ich auch mal wieder festgestellt, wie wichtig es doch ist, ein breit gefächertes Aufgebot großkalibriger Schusswaffen im Hause zu haben! Das Second Amendment, ist schon nicht falsch…
Aber fangen wir von vorne an:
Lola hegt zu mir ja eine innige Hassliebe. Sobald ich eine Ecke an ihr repariert habe, geht sie an einer Anderen wieder kaputt. Heute gabs wieder ein Traumbeispiel dafür: Ich nutzt wieder meinen lokalen Feldweg um den Motor weiter ein zu fahren. Plötzlich macht es *Ploing* und das Verdeckgestänge schlackert rechts lose am Türpfosten…durchgerissen…na traumhaft. So sah die Miesere aus:
Duo Dachgestell gerissen Reparatur 006
Einer der Vorbesitzer war so schlau, durch das hohle und schon so ausgesprochen weiche Rohr des „Überrollkäfigs“ ein Loch zu bohren, um da dran den Türrahmen zu verschrauben. Diese Schrauben (links machte er das Gleiche für den Fensterrahmen) knallte er dann auch gleich so fest an, dass das Rohr sich platt drückte und auf der rechten Seite bis auf die Hälfte einriss.
Es war somit eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis es an dieser Stelle komplett durchreißen würde. Dieser Tag war heute. In solchen Momenten ist guter Rat teuer. Denn wie ich schon mal schrieb, ist so ein Gestell nicht ganz einfach zu besorgen. Mein guter Rat kam in der recht günstigen Gestalt meines Vaters noch viel günstigeren Gestalt meines Bruders, welcher meinte, dass man versuchen könnte, einfach ein Stück Rohr drüber zu löten. Wie bei gebrochenen Zeltstangen. Gute Idee, mindestens für die Übergangszeit, bis ich mir ein neues Gestell gebastelt/besorgt habe. Also schnell die digitale Schieblehre rausgeholt und gemessen. Das Verdeckgestänge hat einen Außendurchmesser von ca. 10,4 mm. Fix weiter in unseren Baustoffkeller und nach passendem Rohr gesucht. Mir schwebte da Kupferrohr aus dem Heizungsbau vor. Das lässt sich spitzenmäßig löten und auch einfach bearbeiten. Leider fand ich nur Rohre mit einem Innendurchmesser von 12mm und welche mit einem Außendurchmesser von 10mm (Das 10mm-Rohr behalte ich mal im Hinterkopf für den Gestell-Nachbau). Auch sonst fand sich kein brauchbares Rohr bei uns im Haus. Tolle Wurst.
Während ich also knurrenderweise bei uns im Werkkeller rumstehe und ehrlich gesagt ziemlich miese Laune hatte, kam mein Vater mit einem Schuhkarton voller Patronenhülsen um die Ecke. Ich begegnete dieser Idee erst skeptisch, war aber schlagartig überzeugt, als er mir eine Hülse im Kaliber .30-06 unter die Nase hielt und stolz verkündete: „10,83 mm Außendurchmesser.“ Trotz des ambitionierten Starts erwies sich diese Patrone allerdings als zu klein im Innendurchmesser. Die Wandstärke nimmt nämlich zum Anzündhütchen hin zu. Dementsprechend hatte die .30-06 dort nur noch ca. 9,7 mm Innendurchmesser. Weiteres wühlen förderte dann eine Patrone im Kaliber 9,3×62 zutage. Diese hatte am oberen Ende direkt unterhalb des Halses 11,58 mm Durchmesser. Klang schon besser. Also auch bei dieser fix den Hülsenboden abgesägt und dort gemessen: 10,6 mm. Das könnte wirklich klappen….
Hier die Arbeitsschritte in der Übersicht:
Duo Dachgestell gerissen Reparatur 005
Und hier die abgesägten Hülsenböden:
Duo Dachgestell gerissen Reparatur 017
Nach einer ersten Anprobe am Verdeck sah es wirklich so aus als könnte es funktionieren. Also schnell die gerissene Stelle blank geschliffen:
Duo Dachgestell gerissen Reparatur 010
„Affensperma“ aufgetragen (Versuche mit Eigensperma wurden verbeten.), Hülse aufgeschoben/-hämmert bis die Bruchstellen sich im Innern berührten und fertig war das Ganze zum löten:
Duo Dachgestell gerissen Reparatur 013
Danach sah das ganze dann so aus (Ok, ich hätte mehr abschleifen sollen. Ich gebs ja zu):
Duo Dachgestell gerissen Reparatur 014
Abschließend noch die Lötstellen verschleifen:
Duo Dachgestell gerissen Reparatur 015

Wie auf dem letzten Bild ganz gut zu erkennen ist, ist der Übergang vom Originalgestänge zu der Patronenhülse schön mit Lot gefüllt, so dass hier keine scharfen Kanten das Verdeck beschädigen können.
Die Tage werde ich dann noch in die Unterseite ein Loch bohren und eine spezielle Schraube (deren Name ich gerade vergessen habe) dort anbringen, damit der Türrahmen wieder fest ist. Danach noch grundieren sowie lackieren und fertig ist das reparierte Verdeckgestänge!
Ich hatte ja ein wenig Bedenken, dass sich das Lot nicht mit dem Gestänge und der Hülse verbinden würde, da es ja unterschiedliche Materialien sind. Bisher macht unsere Konstruktion aber einen sehr stabilen Eindruck. Ich bin gespannt, wie sie sich unter Belastung verhalten wird.
Abschließend möchte ich noch anmerken, dass diese Aktion mit 7,62 × 39 mm nicht möglich gewesen wäre.

Unvollständig

Ich hatte ja schon mal erwähnt, dass ich mit der Arbeit vom Simson Duo Treffpunkt GbR/Ltd. nicht wirklich zufrieden bin. Heute gabs mal wieder ein Beispiel: Ich hatte dort vor einiger Zeit ein „Dichtset“ für den Benzinhahn bestellt. Sollte man ja meinen, dass da alles mit bei ist, was das Dingen zum dicht werden braucht. Mit nichten, mein Herr! Das „Set“ enthielt nur zwei Papierdichtungen für über und unter der „Abzweigkugel“ und die „Vier-Loch-Dichtung“ für den Hahn selber. Nicht enthalten waren die beiden Gummidichtungen, die den beweglichen Abzweig zum Füllstandsanzeiger und das bewegliche Rohr Richtung Benzinleitung abdichten (Sitzen jeweils in den großen sechseckigen Tonnen). Ebenfalls nicht dabei war die Papierdichtung, die den Hahn selbst zum Tank abdichtet. Es fehlten somit die Dichtungen, die auf dem folgenden Bild markiert sind:
Benzinhahn markiert
Der Laden will irgendwie bei mir keinen guten Eindruck hinterlassen. Ok, die fehlenden Dichtungen sind keine 08/15-Teile und deshalb vielleicht nicht so einfach zu bekommen, aber dann sollen sie das einem wenigstens am Telefon sagen, wenn man den Krams bestellt!
Ich hab zum Glück in unserem heimischen Fundus zwei passende Gummidichtungen für die Abzweige gefunden. Mal sehen, ob die auch auf Dauer benzinbeständig sind. Die Dichtung für den Schraubanschluss nach oben zum Tank habe ich mir auch selber gebaut. Einfach eine Papierdichtung aus dem Sanitärhandel in Übergröße gekauft und mit Schleifpapier passend kleiner geschliffen. Nicht schön, aber selten.

P.S.: Das Bild habe ich mir mal dreister Weise von Belü aus dem Simsonforum ausgeborgt.

Statisch war gestern V

Nachdem nun auch die Gurtlaschen am Schweller befestigt waren, kamen wir zu dem schwierigsten Punkt des Umbaus: Dem Befestigungspunkt der Gurtschlösser. Auch hier wollten wir den original Befestigungspunkt auf dem Kardantunnel verwenden. Im Original sitzt dort eine aus einem massiven Stahlrohr gebogene Schlaufe, in die die Gurtschlösser des Statikgurtes greifen.
Das Problem war jetzt, dass die neuen Securon-Gurtschlösser ja jeweils auf geraden 15 cm-Flachstahlbändern montiert waren.
Wir mussten also den Befestigungspunkt „verdoppeln“, um 90° drehen, ca. 10 cm nach Hinten versetzen und auch noch ein paar cm vom Boden des Kardantunnels abheben um die Gurtschlösser zur Sitzhöhe passend und optisch stimmig verbauen zu können. Hier kam uns zum Glück ein Bekannter zu Hilfe, welcher in seinem Betrieb einen solchen Adapter nach unseren Spezifikationen herstellen konnte.
Anbei ein paar Bilder von dem Adapter.
Gurtumbau 001 Gurtumbau 003 Gurtumbau 004
Wir haben ihn erst schwarz lackiert und dann wieder bis aufs Metall abgeschliffen um die Unebenheiten der Bearbeitungsspuren plan aufzufüllen. Danach lackierten wir den Adapter im selben matt-schwarzen Ton wie die Sitzgestelle. Zur Montage im Kardantunnel verwendeten wir auch wieder den original Bolzen.
Auch die Anbauteile des Adapters lackierten wir matt-schwarz. Die Hülse in der Mitte verhindert, dass sich die Backen des Adapters zusammenziehen, wenn man den Bolzen fest anschraubt. Außerdem sieht es mit der Hülse besser aus, weil das Gewinde der Schraube ansonsten sichtbar ist. Die Abdeckkappen über dem Bolzen und der Mutter lagen den Gurten bei. Sie passten aber nicht über die original Bolzen, welche wir an der C-Säule und den Schwellern verwendet haben. Sie fanden daher hier ihre Anwendung.
Gurtumbau 007
Damit war der Adapter mit den Gurtschlössern bereit zum Einbau.

Willkommen bei der Deutschen Telekom

Gerade eben habe ich in meinem Briefkasten eine Rechnung der Deutschen Telekom gefunden. Dies ist erstaunlich, da ich seit knapp zwei Monaten keinen Anschluss mehr beim rosa Riesen habe. Ich habe nämlich ein Angebot von den Jungs und Mädels in grün angenommen und bin komplett zu freenet umgezogen. Da zahle ich für Festnetzflat und 16.000er-DSL (incl. realem 1000er-Upstream) 10 Monate lang 14,95€ und ab dann 19,95€. Da konnte nix magentafarbenes gegen an stinken….aber zurück zur Rechnung: Es wurde noch lustiger, als ich den Umschlag auf machte und las, für was sie mir eine Rechnung schrieben. Ich soll 1,39€ dafür bezahlen, dass sie mir eine Rechnung geschrieben haben. Sonst nix. Ernsthaft! Das ist der einzige Rechnungsposten.
Also so knapp an Freunden bin ich nun auch wieder nicht, dass ich 1,39€ dafür zahle, dass die Telekom mir einmal im Monat schreibt…. Die Dame an der Hotline meinte auch nur knapp, dass die Rechnung ja albern wäre und ich das Geld schnellst möglich zurück erstattet bekomme. Mal sehen, ob sie mir nächsten Monat wieder schreiben.