Kategoriearchiv: Allgemein

Anrufe, die den Tag versauen…

„Guten Tag Herr Koch. Hier ist die Hausverwaltung XY. Die Mieter unter ihrer Wohnung haben gerade angerufen, bei denen läuft Wasser aus der Decke….“

Nachtrag: Verbessert wird das Ganze nur noch, wenn es zwei Stunden später einen lauten Knall gibt und man im Dunklen sitzt.
Da hatte das Wasser den Sicherungskasten erreicht. Natürlich sind die plombierten Hauptsicherungen im Keller rausgeflogen.
Mittlerweile kenne ich fast alle Notdienste in Magdeburg. Fehlt nur noch der Gasmann.
Naja, morgen ist ja Freitag der 13. kann ja noch kommen.

Nachtrag 2: Die ganze Bude riecht mittlerweile wie der Arsch von Poseidon und dazu dröhnt ein großer Bau-Lüfter mit einem Kondestrockner um die Wette. Malerisch….
Wenigstens sind wir nicht Schuld.

LKA7 unter Druck

Neben der Schrauberei am Bug gab es noch einen Neuzugang bei uns willkommen zu heißen.
Nein, diesmal waren wir weder essen und es gibt auch kein Rätsel.
Ist also nix fahrbares…
Allerdings trotzdem ein Oldtimer.
Tobias hat sich einen Kompressor für die Halle georged.
Das es nix aus dem Baumarkt wird, konnte ich mir vorher schon denken.
Als Vaddern und ich jedoch zum abholen mitkommen sollten, staunten wir nicht schlecht.
Ein Trümmer von epischen Ausmaßen!
Wir haben kurz versucht, ihn zu zweit per Tragegurt an einem Ende anzuheben. Keine Chance!
Glücklicherweise hatte der Verkäufer einen Gabelstapler:
Kompressor am Gabelstapler
Damit war der Kompressor schnell aufgeladen. Eine handliche Ladung Scheine rüber geschoben, verzurrt und ab dafür.
Alle glücklich, alle froh.
Abladen? Aaaacccchhhhh……how hard can it be?!
In der Halle angekommen, haben wir uns erstmal ein wenig am Kopf gekratzt.
Wie soll das Teil da runter kommen?:
Trümmer auf dem Anhänger
Anbinden und vollgas?
Taiwanesische Masseträgheit?
Glücklicherweise borgte Tobias Hallennachbar Eckie uns seinen Werkstattkran:
Ohne Motorkran undenkbar
Es waren trotzdem noch fünf Leute nötig um das Kratur vom Hänger zu bekommen, aber so war es wenigstens „durchführbar“.
Nicht dass es trotzdem zu großen Diskussionen und leicht gestressten „Nein!“,“Doch!“,“Hier!“,“Neee!“,“Ja!“-Dialogen führte…
Nach einigem Hin und Her, stand er aber schlussendlich doch wohlbehalten an seinem zukünftigen Platz:
The Eagle has landed
Nun hatte auch ich erstmalig Gelegenheit ihn eingehend zu beäugen.
Im Kaufpreis inklu. waren auch ein Wasserabscheider, ein Druckregelventil und ein Öler.
Man beachte übrigens auch das herrlich ungeschützt laufende Lüfter-/Riemenrad!
Abdeckung? PAH!
Prädestiniert, damit man da seine Futtfingerchen rein hält.
Macht man nämlich gerne bei uns in der Familie!
Aber das ist eine andere Geschichte….
Der Arbeitsschutzbeauftragte wird insistieren, dass vor der Inbetriebnahme da was gebastelt wird.
Bevor aber nach Herzenslus(f)t Druck gegeben werden kann, muss Tobias erstmal dem Kompressor einen gründlichen Service angedeihen lassen.
Neben eine umfassenden Reinigung, schien der Zweizylinder auch ne Runde Öl vertragen zu können.
Mal sehen, ob wir irgendwo noch ein Service-Handbuch aufgetrieben bekommen.
Kommen wir nun zu den nackten Fakten.
Der Elektromotor wurde in der Vergangenheit mal getauscht.
Nun verrichtet ein Brown Boveri SWK 7i-4 Motor seinen Dienst:
Elektromotor
Bei 380V liefert er 4 KW.
Wenn ich mich recht entsinne braucht der Motor einen 16 Ampere-Anschluss.
Tobias hat in der Halle aber nur 32 Ampere.
Aber auch da gibt’s ja günstige Lösungen.
Der Elektromotor versorgt per Riemenantrieb einen Zwei-Zylinder von Boge aus dem heimischen Bielefeld:
Kompressor
Das Modell LKA7 hat eine Ansaugleistung von 441 l/min bei 500 U/min und max. 10,5 atü (11,5 bar) und wurde früher sicherlich dazu verwendet um U-Boot-Motoren zu starten.
Ich muss Tobias mal fragen, ob er Boge schon angeschrieben hat um nach der Historie des Kompressors zu fragen.
Vielleicht haben die ja auch noch ein Handbuch liegen.
Beim Probelauf überraschte der Kompressor mit erträglicher Lautstärke. Allerdings läuft er so langsam, dass es schon eine ganze Zeit dauert, bis sich Druck im Tank aufbaut.
Das Typenschild des Drucktanks ist leider sehr verwittert:
Kessel
Baujahr 1969 (Ich vermute, der Verdichter ist ebenso alt) und 250 Liter Fassungsvolumen lassen sich leicht ausmachen.
15 atü Maximaldruck ergeben reichlich Sicherheitsabstand zur Maximalleistung des Verdichters.
Der Hersteller lässt sich auf dem Foto leider nicht mehr entziffern.
Ich bin gespannt, wie Tobias mit ihm zurecht kommt.

Kleinkraftrad abmelden

Ich muss mal gerade einen wutentbrannten Artikel zwischen schieben.
Da die Temperaturen keine Anstalten mehr machen zweistellig zu werden, hab ich bei meinem Fuhrpark den Winter eingeläutet:
Winterpause
Die Batterien hängen am Ladegerät und die Mopedkennzeichen liegen bereit zur Rückgabe.
Heute bin ich dafür bei der lokalen Allianz-Vertretung vorbei geradelt.
Doch was ist? PUSTEKUCHEN!
Die verdutzte Dame am Schreibtisch erklärte mir, dass die Allianz keine Moped-Schilder zurück nehmen würde. Das wäre ja schließlich eine Jahresgebühr, die man entrichtet….
Interessant, dass das sowohl die LVM und auch auch die Sparkasse machen. Bei Beiden war ich schon Kunde und Beide haben die Kennzeichen zurück genommen und mir die Gebühren für die ungenutzten Monate erstattet.
Ist ja schließlich auch kein Problem: kein Kennzeichen, kein Versicherungsschutz….
Da ich der Versicherungsdame Unwissenheit unterstellte, hab ich bei der Hotline der Allianz angerufen.
Auch dort war man sehr erstaunt ob meines Anliegens (als ob das so exotisch wäre) und verneinte vehement die Rücknahmemöglichkeit.

Gut. Ich lerne draus. Das war das letzte Mal, dass ich nen Moped dort versichert habe.

Hexenküche

Im Zuge des Wasserpumpenwechsels am Combo musste ich Kühlwasser ergänzen.
Da ich keinerlei Hinweise fand, welche Art von Kühlmittel der Combo verwendet, konnte ich nur vage nach der Farbe gehen. Die ist orange.
Doof. Grün: easy; Blau: easy… Bei allem anderen stellt sich die Frage, ist dass nun gelb oder rot?
Ich entschied mich für rot.
Mittlerweile weiß ich, dass es wirklich orange ist (G34).
Allerdings mit Bauchschmerzen. Im Netz liest man immer wieder Schauergeschichten von verklumpter Kühlflüssigkeit wenn man rote mit andersfarbigem Kühlmittel mischt.
Also habe ich mich wie immer ein wenig schlau gelesen.
Fazit: Es ist schnurz, welche Farbe ein Kühlmittel hat.
Der enthaltene Farbstoff sagt NICHTS über die Verträglichkeit verschiedener Mittel untereinander aus. Selbst Mittel mit identischer Farbe können unverträglich zueinander sein!
Der Ausflockungsprozess wird lediglich ausgelöst, wenn man silikatfreie Kühlmittel und silikathaltige mischt.
Wie/ob der Hersteller des Mittels diese Unterscheidung farblich kennzeichnet, ist ihm selbst überlassen.
Eine Normierung gibt es hierzu nicht.
Als grobe Linie wird immer gesagt, dass grün und gelb silikathaltig sind. Aber Achtung: Glysantin G33 ist z.B. blaugrün und trotzdem silikatfrei.
Einzig verlässlich sind die Angaben auf der Flasche. Dort muss ausgewiesen sein, ob Silikate enthalten sind.
Um das Ganze mal zu untermauern habe ich den „Stammtisch-Todestest“ gemacht:
Kühlmittel rot
Im Bild sehen wir das nun im Combo beigemischte Glysantin G30 (Silikatfrei).
Im folgenden Bild ist das G30 schon im Wurstglas (vorher gründlich austrinken) und in der Spritze lauert der Stammtisch-Todesfeind, blaues Kühlmittel (im Rialto und Bug verwendet):
Kühlmittel blau
Ihr ahnt, was kommt, oder?
Ich alter Gefahrensucher hab die Beiden einfach mal vermischt!
Allen Schauermärchen folgend, müsste das eine zähe braune Suppe mit Klümpchen ergeben.
Und? Was ist passiert?
Die Farbe hat sich geändert:
rot und blau gemischt
Und dann?
Nix…..
Das Süppchen steht nun mittlerweile über einen Monat bei mir im Keller und ist immer noch nur lila.
Ist auch kein Wunder. Beide Flüssigkeiten sind silikatfrei….
Ich warte aber nochmal ein Weilchen, ob die Suppe vielleicht doch noch explodiert. Ich bezweifle es jedoch.