Archiv der Kategorie: Allgemein

„…vielleicht auch mal nen Kleinbus?!“

Meine Freundin hält ihre Verzweiflung über meine Dreiradleidenschaft immer damit im Zaum, dass, wenn wir mal Kinder haben, alle möglichen Threewheeler zu klein sind (wobei ich da immer mit Sir Edward zu intervenieren versuche, aber das ignoriert sie seit einem Probesitzen) und sie dann ein „normales“ Auto bekommt. Mal sehen, was sie zum neuen „PANTERA SM150-TL-A“ sagt:

Technische Daten/Ausstattung:
L X B X H(mm): 3000 x 1330 x 1750; 150ccm 4-Takt-Motor, Wasser gekühlt (Gibt alternativ auch einen mit 350ccm); Heckantrieb; Trommelbremsen; Alufelgen; Spurweite hinten: 1040 mm; links gelenkt. verchromtes Endrohr; Radio mit Kassette; Heizung.

Ein Traum in Hartplastik… und so liebevoll verarbeitet…

Knaller

Gestern Abend bin ich endlich mal dazu gekommen, die neue OLDTIMER PRAXIS zu lesen. Alles in allem Interessant wie immer. Als ich gegen Mitternacht dann auf den letzten Seiten angekommen war, fiel mir bei „Service: Tipps, Tricks, Kniffe“ (Seite 79) ein Bild ins Auge, dass mir sehr bekannt vor kam:

Schnell überflog ich den Artikel und die dazugehörige Adresse und war anschließend ganz aus dem Häuschen. Ich hatte schon ganz vergessen, dass ich damals, als ich Sir Edwards Vorderrad ausgebaut habe, diesen Trick an die Redaktion per E-Mail geschickt hatte. Als danach keine Reaktion kam, habe ich es einfach wieder verdrängt. Um so größer war meine Freude nun, dass dieser Tipp so gewürdigt wurde.
Macht einen ja schon stolz das eigene Gewurschtel in einer Fachzeitschrift wieder zu finden…
Mal sehen, wann die versprochenen 20€ auf meinem Konto eingehen.

P.S.: Ich gestehe an dieser Stelle übrigens, dass die Idee mit den Kappen von meinem Vater kam. Aber der ziert sich immer so, seine Tipps an Zeitschriften zu schicken…

Motor Klassik Restaurierungslexikon

Ich hab den anstehenden Umzug mal dazu genutzt die „Restaurierungslexikon„-Folgen in meinem Motor Klassik-Bestand zu katalogisieren. Leider gibts so eine Übersicht weder auf der Motor Klassik-Seite noch sonstwo im Netz. Allerdings beziehe ich die Motor Klassik erst seit Ausgabe Februar 2003. Daher habe ich nur die Nummern 129 bis 192. Sollte jemand von euch Ausgaben davor besitzen, so genügt eine Mail/ ein Kommentar mit den Themen der Ausgaben und ich trage sie hier in der Liste nach.
Mit Nummer 192 hat Motor Klassik diese Serie übrigens eingestellt. Ich habe die (leider sehr) wenigen Artikel, welche bei Motor Klassik online stehen mal verlinkt.
Hier also meine Liste:
Motor Klassik Restaurierungslexikon:

Heft Nummer Thema
Feb 03 129 Targadach sanieren
Mrz 03 130 Holzteile überarbeiten
Apr 03 131 Neu furnieren
Jun 03 132 Chassis richten
Jul 03 133 Typenschilder ätzen
Aug 03 134 Mechanische Einspritzpumpen
Sep 03 135 Lager spritzen
Okt 03 136 Autoradios
Nov 03 137 Blattfedern anfertigen
Dez 03 138 Alu-Zylinderköpfe
Jan 04 139 Gelenkwellen
Feb 04 140 Strahlen mit Eis
Mrz 04 141 Hebelstoßdämpfer
Apr 04 142 Reifen reparieren
Mai 04 143 Abschmieren
Jun 04 144 Sicherheitsgurte
Jul 04 145 Rostschutz
Aug 04 146 Stoßstangen
Sep 04 147 Nietverbindungen
Okt 04 148 Zahnräder nachfertigen
Nov 04 149 Türaußenhaut anfertigen
Dez 04 150 Härten von Bauteilen
Jan 05 151 Risse im Leder
Feb 05 152 Autogenschweißen
Mrz 05 153 Stoffsitze beziehen
Apr 05 154 Federkerne tauschen
Mai 05 155 Scheibendichtungen
Jun 05 156 Fälschungen auf der Spur
Jul 05 157 Defekte Speichenräder
Aug 05 158 Austauschmotoren
Sep 05 159 Lackschäden reparieren
Okt 05 160 Rapid Cloning (Eisenguss)
Nov 05 161 Kupplungsbeläge wechseln
Dez 05 162 Radbremszylinder
Jan 06 163 Klimaanlage nachrüsten
Feb 06 164 Bosch K- und KE-Jetronic
Mrz 06 165 Linien von Hand
Apr 06 166 Beulen beseitigen
Mai 06 167 Seitenverkleidungen
Jun 06 168 Gemalte Werbeschriften
Jul 06 169 Vakuumgießen (Gummi)
Aug 06 170 elektromechanische Uhren
Sep 06 171 Kunststoffe schweissen
Okt 06 172 Zündkerzen
Nov 06 173 Zündverteiler
Dez 06 174 Risse in GFK-Karosserien
Jan 07 175 GFK-Karosserieteile Fertigen
Feb 07 176 Lucas Petrol Injection
Mrz 07 177 Ventile Einstellen
Apr 07 178 Räder Instand setzen
Mai 07 179 Wasserpumpen
Jun 07 180 Metall-Feinguss
Jul 07 181 Röhrchenkühler
Aug 07 182 Magnetzünder
Sep 07 183 Kaufentscheidung treffen
Okt 07 184 Tauchentlackung
Nov 07 185 Schraubfedern
Dez 07 186 Standschäden vermeiden
Jan 08 187 Kugelumlauflenkung
Feb 08 188 Zahnriemen wechseln
Mrz 08 189 Solex Register-Flachstromvergaser
Apr 08 190 Schaltgestänge überholen
Mai 08 191 Luftfederung
Jun 08 192 Kathodische Tauchlackierung

P.S.: Das ich Heft Mai 03 nicht in der Liste habe, liegt nicht daran, dass ich es nicht besitze, sondern daran, dass es in dem Heft keine Ausgabe des Restaurierungslexikons gab.

Volvotreffen in Radbruch

Auf dem Rückweg von der Hochzeit meines Cousins sind wir noch beim Volvotreffen der Volvoniacs in Radbruch vorbei gefahren. Das Wetter war ideal für solch einen Zwischenstopp. Das Treffen findet alle zwei Jahre statt. Hier die Seite vom letzten mal.
Schon am Eingang erwarteten uns ein paar echte Perlen. Dieser Volvo 210-Lastwagen soll laut Eigentümer der einzige außerhalb Schwedens sein:
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Ein paar Schritte weiter, wartete dann ein Wagen, welchen ich außerhalb eines Museums niemals erwartet hätte:
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Es handelt sich bei dem Fahrzeug um einen von ca. 50 noch existierenden Volvo P1900. Der P1900 war Volvos erster Versuch im Sportwagenbereich und ein riesiger Flop. Trotz innovativer Technik (z.B. GFK-Karosserie) wurden nur 67 Stück produziert. Die Leute fanden den Wagen zwar interessant, aber niemand wollte einen haben. Nach nur einem Jahr Produktionszeit stellte Volvo ihn ein und traute sich erst vier Jahre später mit dem P1800 zurück auf das Sportwagenparkett.
Der Zustand des oben abgebildeten Fahrzeugs war wirklich perfekt. Die Lackstruktur, welche bei GFK-Fahrzeugen sehr schwierig ist, war von einem Metall-Fahrzeug nicht zu unterscheiden. Der Chrom sah neu aus und das Leder wie geleckt. Ein echter Traum. Allerdings dürfte der Preis auch in traumhaften Regionen rangieren.
Zwei Autos weiter wartete der nächste Leckerbissen auf uns:
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Es handelt sich hierbei um einen (von mir schon mal kurz angesprochenen) Volvo 780. Ein Traum-Coupé, welches niemals offiziell in Deutschland verkauft wurde, da der umgerechnete Neupreis von ca. 100.000 DM als nicht konkurrenzfähig angesehen wurde. Auch dieser Wagen befand sich augenscheinlich in perfektem Erhaltungszustand, was nicht selbstverständlich ist. Bis auf den Antriebsstrang ist so gut wie nichts mit den Großserienmodellen 740/760 identisch. Weder Blech noch Interieur können verwendet werden. Die Ersatzteilsuche gestaltet sich somit als sehr schwierig. Um so schöner war es daher, diesen Top-Wagen zu sehen.
Etwas weiter vorne am Eingang, fand sich das Gegenstück zu den obigen Pretiosen in Form eines Volvo 66 Kombi:
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Der 66 kam zu Volvo über den Kauf von DAF. Dort lief er schon drei Jahre als DAF 66 in Serie. Die Besonderheit dieses Fahrzeugs ist sein Variomatik-Getriebe, welches ein stufenloses Automatikgetriebe (wie bei modernen Plastikrollern) ist. Dadurch kann der Volvo 66 theoretisch rückwärts genauso schnell wie vorwärts fahren. Ich gebe zu, dass dieser Volvo mich auch noch sehr reizen würde. Allerdings soll die Verarbeitung, welche damals in Holland bei DAF statt fand, gruselig sein und durch die chronische Ineffektivität der Variomatik der Spritverbrauch weit jenseits der 10 Liter liegen.
Weitere Leckereien des Treffens:
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Zwischen ein paar Bäumen versteckte sich ein Volvo C202:
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Weiter hinten stand noch sein großer Bruder, der C303:
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Auf einem Zettel an der Stoßstange stand noch der Hinweis: „Wenn dir die Farbe nicht gefällt, guck doch wo anders hin!“. Der Eigentümer spielte wohl darauf an, dass der C303 mit dem Pinsel weiß lackiert worden war. Die Lackierung erschien mir zeitwertgerecht. Allerdings sollte man bei einem Allradkraxler auch andere Maßstäbe ansetzen, als bei einem normalen Fahrzeug.
Ein paar ungelöste Fragezeichen hat dieser Wagen bei mir verursacht:
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Der „Körper“ des Wagens sieht aus wie ein 145/245. Die Front aber wie ein 164. Der Schriftzug auf der Heckklappe sagt „165“. In der Volvo-Nomenklatur würde das bedeuten, das dies eine Kombiversion des 164 wäre. Die gab es aber nie (bis auf zwei Einzelstücke)… Alles sehr mysteriös! Ich vermute daher einen (sehr gut gemachten) Eigenbau. Ist Geschmackssache.
Zwischendurch bollerte noch ein Lanz Bulldog auf der Straße vorbei:
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Ein zweiter 780 war auch noch anwesend:
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Allerdings erschien sein Zustand mir nicht so perfekt wie der des Obigen.
Dann gab es noch einen geleckten Volvo 760 Turbo Intercooler in Vollausstattung zu bestaunen:
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Ich finde diese Kombination von schwarz und reichlich Chrom schon echt sexy.

Kindheitserinnerungen kamen hoch, als ich diesen Volvo 244 DL sah:
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Exakt so (bis auf die Turbo-Alus) sah unser erster Volvo aus, auf dessen Rückbank ich die ersten Jahre meines Lebens verbrachte. *Schnüff*

Für die Freunde des Groben gabs noch einen schönen Volvo Schlepper Typ „T24“:
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Neben der Würstchenbraterei stand dann noch ein Schnittmodell von einem Volvo-Turbo-Motor (B21ET):
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Meine Freundin murmelte was von „schicke Blumenvase“…naja, sie hatte eine harte Nacht hinter sich…

Alles in Allem ein tolles Fahrzeugaufgebot, welches ich so nicht erwartet habe! Danke an die Veranstalter und Austeller! Auch die Teilehändler hatten ein interessantes und breites Angebot. Mal sehen, vielleicht kommen wir ja 2011 mit dem Kleinen vorbei.