Erst wurde das Material geliefert, dann kam der Gerüstbauer:

Immer wieder schön, mit Profis zu arbeiten!
Erst wurde das Material geliefert, dann kam der Gerüstbauer:

Immer wieder schön, mit Profis zu arbeiten!
Während ich darauf warte, dass das Genesungswerk verputzt wird (nach meinen Erfahrungen mit der Abdichtung, eine Arbeit, die ich auf jeden Fall outsourcen wollte), habe ich schon mal mit den Arbeiten rings um angefangen. Da hatten wir ja schon mal mit ein paar Gedanken gespielt. Den Start bildet aber eine Rasenkante, die den Hallenteil vom Rest des Gartens trennen soll:

Dafür teste ich mal eine neue Methode, um Kantsteine zu setzen:
Profis schmunzeln bestenfalls drüber, aber für einen Dilettanten wie mich, hat diese Methode den großen Vorteil, dass man ganz in Ruhe alles vorbereiten kann und nicht in Hektik verfallen muss, weil der Beton nebenbei aushärtet. Auch ein absacken der Steine wird so verhindert.
Natürlich wollte es der Zufall so, dass die Randsteine genau auf der Linie laufen, in der auch die ganzen Leitungen zwischen Haus und Genesungswerk/Garten laufen. Auch der Verteilerknoten liegt genau unter dieser Linie. Ich habe daher die Steine so ausgemittelt, dass der Knoten wenigstens mittig unter einem Stein ist:

Dann kann ich dort den Beton aussparen, um später noch dran kommen zu können.
Da ich eh schon am buddeln war, konnte ich auch gleich einen Fehler aus der Anfangszeit beheben und sowohl eine Telefonleitung (für die Kommunikation der Solaranlage per ModBus) als auch ein Netzwerkkabel einziehen.
Für’s Protokoll: In 80 cm Abstand zum Kantstein an der Pumpenbank ist das Ende des Leerrohres:

Um die Einziehspirale an den bestehenden Leitungen vorbei zu manövrieren, hat es sich bewährt, eine Hohlraumkamera an die Spirale zu tapen:

An die Spirale kamen dann die Leitungen und noch zwei zusätzliche Litzen:

Die Litzen sollen später dazu dienen, um etwaige noch vergessene Leitungen einziehen zu können, ohne wieder mit der Spirale hantieren zu müssen.
Zum abrollen der Leitungen habe ich mir kurz was gebaut:

Der Teil der Leitung, der später verscharrt wird, bekam noch einen Spiralschlauch als Panzerung:

Die Restlänge der Leitungen wird im Spritzschutzstreifen der Halle entlang geführt. Da kommt man auch später noch immer gut ran.
Da ich mit verschiedenen Neigungen arbeiten musste, hier noch ein Tipp, wie man das (auch dank der Setzmethode mit den Pflastersteinen) schön hinbekommt. Die Ausgangslage ist ein Gefälle in unterschiedliche Richtungen:

Mittels eines Winkels überträgt man eine 90°-Kante entlang der Phase auf einen der Steine:

Schneidet man entlang dieser Linie und spart noch ein bisschen an der Unterseite den Stein aus, ergibt das eine schöne Stoßkante:

Am Ende hatte ich so einige Knicke realisiert:

Der Weg ab dort war verhältnismäßig einfach:
Die Pflastersteine kamen auf ein kleines Bett aus Splitt. Darauf kam der Kantstein und beides zusammen wurde mit dem Gummihammer auf Niveau geklopft. Anschließend kam der Meterstab dran und der nächste Pflasterstein wurde gesetzt:

Die verbleibenden Höhenunterschiede (auch die Kantsteine untereinander haben Toleranzen) habe ich mit Distanzkeilen ausgeglichen:

Als alle Kantsteine standen, alle Maße nochmals in Ruhe überprüft waren und das Wetter passte, konnte ich die Steine in Ruhe ausbetonieren.
Ich persönlich bin begeistert. Dauert aber natürlich alles drei mal so lange.
Nach dem ersten kleinen Testlauf meines Hallenkranes hatte ich ja angekündigt, ihn nochmal zu wiederholen, wenn ich eines IBCs habhaft geworden bin. Der Zeitpunkt war jetzt:

Der IBC war etwas über die 1000l-Marke voll mit Wasser, hat also eine gute Tonne Gewicht. Ich habe ihn erst vorsichtig angehoben und dann seitlich verfahren. Beides war überhaupt kein Problem:

Sehr schön. Schon die 1000kg des IBCs sollten mehr sein, als der Kran zukünftig regelmäßig bewegen muss. Nur für das Handling von Europaletten muss ich mir noch was schöneres überlegen.
Neben Fenstern und Tür musste ich auch die Mauerabschlüsse für’s verputzen vorbereiten. Insbesondere der Übergang zu den Z-Pfetten war da eine Baustelle. Um da später bis zu den Sandwichplatten einen geraden Abschluss zu bekommen und gleichzeitig die Kältebrücken ein wenig zu reduzieren, wollte ich dort mit Styroporblöcken arbeiten.
Damit die aber später auf den Pfetten ordentlich halten, habe ich zuerst Dachlatten auf den Pfetten verschraubt:

Auf dem Bild seht ihr auch meine Lösung, wie ich sie alleine von innen verschraubt und gleichzeitig von außen gegengehalten habe.
Man darf ruhig dumm sein, man muss sich nur zu helfen wissen.
Danach baute ich mir eine Schablone, um die nötigen Winkel und Aussparungen auf die Styroporblöcke zu übertragen und schnitt sie passend zu:

Glücklicherweise konnte ich mir einen Styroporschneider borgen. Der ist für sowas unverzichtbar. Denkt nicht mal dran, die Platten mit einem Messer oder einer Säge zu schneiden! Ihr ertrinkt in Styroporflocken!
Als ich alle Blöcke fertig hatte kamen sie mit Baukleber auf die Dachlatten und wurden zusätzlich mit Edelstahlschrauben und Unterlegscheiben an den Latten verschraubt:

Für die Lücken an den Stahlträgern habe ich mir ebenfalls Schablonen gebastelt:

Die Schablone konnte ich um die Kante eines Styroporblocks klappen und dann mit dem Styroporschneider einfach an den Außenkanten entlang fahren.
Passten so perfekt:

So kann die niedrige Dachseite jetzt bis bündig zum Dach verputzt werden.
Auf der hohen Seite klappt das so leider nicht, da die Pfette hier zu nah an der Kante ist. Da werde ich sie von Innen isolieren und kalt lassen. Ist dann zwar ein optischer Unterschied zur anderen Seite, aber ich denke, das wird zu verschmerzen sein. Am Ende des Tages ist es nur eine Halle.
Nach dem Mauerstummel ging es mit ein paar der im Genesungswerk selbst verbliebenen Löcher weiter.
Da fehlten nämlich noch Fenster und Tür.
Die hatte ich online geordert und schon im Januar geliefert bekommen:

Damit später alles schön dicht ist, hatte ich die Laibungen der Fenster und Tür verputzt:

Dank der Hilfe des besten Nachbarn aller Zeiten und seiner Freundin (Danke nochmals!) war der Einbau auch so schnell erledigt, dass ich kaum Fotos machen konnte:

Die Tür war nochmal spannend, da wir sie in 2m Höhe ohne Gerüst von innen einbauen mussten:

Klappte aber mit vereinten Kräften auch:

Zum Einbau nutzten wir Kompressionsband. Hatte ich noch nie mit gearbeitet:

Im Hintergrund seht ihr es komprimiert zwischen Tür und Laibung und im Vordergrund ein komplett expandiertes Abfallstück. Faszinierendes Zeug.
Wie ihr aber bei dem Bild der Tür seht, war jetzt noch über der Tür das Dreieck zum Ringanker offen. Da vorher irgendeinen extra Sturz zu zaubern lohnte sich nicht.
Das Loch musste nur zu.
Ich habe daher ein 24 cm Sandwich aus Styropor- und PU-Platten zusammen geklebt:

Die doppelte PU-Platte gibt hoffentlich etwas Halt, sollte ich da mal eine Außenleuchte o.ä. verschrauben wollen. Mit Dämmstoffdübeln habe ich bisher ja sehr gute Erfahrungen gemacht.
Als das Sandwichdreieck ausgehärtet war, bekam es üppig Baukleber:

Anschließend wanderte es von einer Baustütze angepresst in die Lücke über der Tür:

Den kleinen Zipfel an der Spitze des Dreiecks schließe ich noch mit Bauschaum. Auch da bin ich mittlerweile ein Meister der Modellage.