Mein Hilferuf im Schwalbennest fand Gehör. Dummschwaetzer tippte eine tolle Checkliste, die ich natürlich ganz brav ausgedruckt und abgearbeitet habe:

Im Hintergrund liegt auch die Hohlwelle und die Fußschaltwelle. Die Fußschaltwelle hat zwar einen Knick aber der ist ja auch erforderlich, damit sie die Kraft umlenken kann. Besondere Stauchungsspuren oder Risse sind nicht ersichtlich. Der Lümmel der in die Hohlwelle greift ist auch noch fest angeschweißt und hat keine Verschleißspuren.
Auf der Hohlwelle selbst sind drei Kerben:

Allerdings sehen die auch eher gewollt aus, als verschlissen.
In der Welle sind ein paar Riefen, die nicht nützlich aussehen, aber wahrscheinlich vom ausdrehen stammen:

Ich habe das axiale Spiel der Welle des Schaltautomaten mal gemessen und es beträgt ziemlich genau einen Millimeter. Ich meine auch den Grund für dieses Spiel gefunden zu haben:

Die im Bild markierte Mutter wird nicht von dem hoch gebogenen Sicherungsblech gehalten.
Hält man die Mutter mit einem Schlüssel fest, kann man mit geringem Kraftaufwand am inneren Schaltbügel die Welle trotzdem noch bewegen und die Mutter löst sich dabei.
Keine Ahnung, ob das ein Grund für die Probleme sein kann…..
Das axiale Spiel der Schaltwelle habe ich noch nicht nachgemessen, da muss ich erst nochmal drüber nachdenken und das Prinzip des ausdistanzierens raffen. Solche Dinge dauern bei mir immer ein bisschen. Bin in der Familie nicht umsonst „Der mit den Worten“ im Gegensatz zu meinem Bruder, der „Der mit den Zahlen“ ist….
Ansonsten habe ich aber alle vom Dummschwaetzer genannten Punkte abgehakt und habe (leider) nichts gefunden. Mal sehen, wie es weiter geht.
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Auf der Suche nach dem dritten Gang V
Heute hab ich mich wieder an Lolas Getriebe begeben. Nach vertieftem Denksport habe ich es auch endlich geschafft, die Gänge von Hand durch zu schalten. Das hier müsste jetzt der Zweite sein, wenn ich das Prinzip richtig verstanden habe:

Zum schalten war zwar großer Kraftaufwand nötig, aber es ging doch recht gleichmäßig.
Also konnte ich zur weiteren Demontage über gehen:

Nach und nach landeten alle Bauteile in ihrer Einbaureihenfolge in den Kisten:

Natürlich habe ich dabei Wuschels Hinweise abgearbeitet. Auch die von Zschopower angesprochenen Mitnehmer habe ich genau betrachtet. Sieht aber alles gut aus. Keine ungleichmäßigen Kanten oder abgerundete Ecken, keine blanken Stellen am Metall. Lediglich zwei Dinge sind mir aufgefallen.
Zum einen hat die Schaltklaue ein paar Abnutzungsspuren:

Die mit „1“ bezeichneten Stellen sind die leicht abgerundeten Kanten der Klaue. Muss das so?
Die mit „2“ bezeichneten Stellen sind metallisch blank geschmirgelt. Ist das normale Abnutzung oder schon verschlissen?
Hier noch ein paar Detailaufnahmen:


Auf der Rückseite sind keine Verschleißerscheinungen sichtbar:

Die andere Auffänglichkeit ist ein vertikales Spiel an der Schaltratsche (siehe Pfeil):

Ich werde die Bilder auch nochmal im Schwalbennest posten und dort nach Hilfe suchen. Denn so recht weiß ich nun nicht mehr weiter. Ich hatte eigentlich auf etwas deutlich abgenudelteres gehofft.
Auf der Suche nach dem dritten Gang IV
Ok, ich bin anscheinend zu dumm, den Schaltmechanismus zu durchschauen….

Ich dachte eigentlich, dass, wenn ich den abgerundeten Hebel „A“ (so nen Fachbegriff is schon was feines…) in eine der roten Pfeilrichtungen drücke, anschließend wieder los lasse und gleichzeitig eine der Wellen drehe, sich auch die Schaltklaue „B“ in eine der grünen Richtungen (hoch/runter) bewegt und die Zahnräder auf der Welle verschiebt….
Das ist aber nicht der Fall. Ist alles fest. Hebel A bewegt sich zwar, aber die Schaltklaue zuckt nur ca. 0,5 cm.
Weder ändert sich die Stellung der Zahnräder noch klickert, klackert oder rastet da was ein….
Verratet mir doch mal bitte, was ich falsch mache.
Auf der Suche nach dem dritten Gang II,5
Ich bin ja noch ein paar Fotos vom trennen der Motorhälften schuldig geblieben. Die sei hiermit nachgeholt:
Als erstes habe ich die Trennvorrichtung nach wuschels Anleitung getuned:

Da ich mal wieder nur halb gelesen habe, hab ich zuerst versucht, mit unserer selbstgebauten Presse den Innenring raus zu pressen:

Wird natürlich nix. Also nochmal zurück und dem Kugellagerkäfig mit Schraubenzieher und Hammer zuleibe gerückt:

Das war easy und schon hatte ich zwei schöne Ringe aus gehärtetem Stahl für unsere Pressstücksammlung und eine Hand voll Kugeln:

Da mir die Trennvorrichtung mit 20€ schon teuer genug war, habe ich mich bei der Motorhalterung mal wieder heimwerkerisch betätigt:

Einfach zwei Klötze an ein Brett geleimt und beidseitig mit Spax-Schrauben gesichert. Das Brett ist so ausgespart, dass es beidseitig montiert werden kann und die Klötze sind auch so hoch, dass sie jeweils die Wellen überragen.
So kann man die Halterung im Schraubstock einspannen und den Zylinder hinten noch zusätzlich mit einem Klotz abstützen:

Hält bombenfest, selbst bei Hammerschlägen (um die Sicherungsbleche zu lösen).
Im nächsten Schritt kam der Zylinderkopf ab:

(Mal sehen, wo ich später einen Drehmomentschlüssel fürs anziehen bekomme, der 9 Nm kann.)
Danach folgte direkt der Zylinder:

Und es herrschte freier Blick auf den Kolben samt Pleul:

Nun konnte es an der Kupplungsseite weiter gehen. Unter dem Deckel fand sich ein Druckstift/Sicherungsstift in der Hohlwelle, auf der die Kupplung steckt:

Auch der Bolzen, welcher das Paket vertikal sichert, konnte mit Fingerspitzengefühl raus gepult werden:

Schon konnte man den Deckel des Kupplungspakets samt Feder abnehmen:

Der zweite Sicherungsstift auf halber Höhe kann einfach samt Platte nach schräg-oben ausgefädelt werden:

Da drunter kommt dann ein offenes Ringlager zum Vorschein:

Hat man dieses raus gepult, kann man das komplette Kupplungspaket abziehen:

Hebt man den kleinen Ring, welcher jetzt noch auf der Hohlwelle oberhalb des Lagers sitzt hoch, purzeln einem viele kleine Kugeln entgegen (Hat jemand die korrekte Anzahl parat?):

Um die Kugeln dann aus dem Lager zu fischen hilft ein kleiner Magnet übrigens immens! Mal sehen, wie ich das Lager später wieder zusammen bekomme. Vielleicht „klebe“ ich die Kugeln mit Fett in den Sitz.
Anschließend ging es beim Zahnrad der Kurbelwelle weiter. Dort musste das Sicherungsblech aufgebogen werden (Die Macken stammen nicht von mir!):

Anschließend ist auch diese Stelle nackig:

Weiterhin muss noch die Lima-Seite nackig gemacht werden, da dort der Abzieher angesetzt wird:

Wenn man die Gehäuseschrauben unter der Grundplatte löst, hilft ein Foto, um sich später zu erinnern, dass unten eine längere Schraube hin kommt:

Wenn die Lima-Seite so aussieht (ohne die Gehäuseschrauben!), ist sie bereit für den Abzieher:

Diesen also passend und ohne Verspannungen in die Gehäuse-Gewinde einschrauben und die Druckspindeln ausrichten:

Jetzt schlug die Stunde der alten Kugellagerkugeln. Ich hab sie einfach in die Vertiefung der Welle gelegt und die Mutter als Begrenzung auf der Druckspindel gelassen:

Hat Top funktioniert.
Beim anziehen immer schön gleichmäßig arbeiten und das Gehäuse nicht verkanten. Lieber nochmal ne Umdrehung zurück schrauben, als es mit gesteigertem Kraftaufwand versuchen!
Die Innenansicht des Motors kennt ihr ja schon.
Mal sehen, wann ich zur weiteren Sezierung komme.
Auf der Suche nach dem dritten Gang III
Dank wuschels Hinweisen, hab ich nun die Gehäusehälften trennen können (das wäre was geworden, wenn ich versucht hätte den Trenner an der Getriebeseite anzusetzen….)
Also „kaputt“ is jetzt schon mal. Jetzt muss nur noch wieder heile….
Da ich selbst aber keine Ahnung habe, woran die Schaltprobleme liegen können (der 3. Gang ließ sich nur selten und wenn dann mit lautem krachen einlegen und sprang anschließend gerne wieder raus. Der Zweite machte ähnliche Zicken. Hochschalten endete häufig im „Leerlauf“.) bin ich da, wie so oft, auf eure Hilfe angewiesen! Was muss ich wo gucken/messen? Welche Fotos benötigt ihr für eine Diagnose? Wie muss was mit einander zusammen spielen? Fragen über Fragen….
Die Lager sind übrigens alles SKF-Lager und die Simmerringe sind blau.
Hier erstmal ein paar Fotos vom momentanen Zustand:
In der Lima-Hälfte findet sich eine anständige Riefe in der Lauffläche der Kurbelwelle. Außerdem sieht die braune Buchse in der die Kurbelwelle sich dreht stark nach Abrieb aus:


Schlimm?
Hier nun der Getriebeteil:

Von der Oberseite aus:

Schaltklaue:

Getrieberäder:


Natürlich habe ich, als neugieriges Spielkind, einiges angefingert und dabei hat sich die Kickstarter-Feder entspannt:

Das Kicker-Zahnrad muss ich nur wieder ne halbe Umdrehung zurück drehen und hinter den Haltestift klemmen, oder?
