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Danke für Dernbach

Nachdem ich ja kurzfristig meinen fahrbaren Untersatz hergeben musste, saß ich in Speyer fest.
Da meine Zeit dort allerdings mit dem Januar zusammen endete, sind Vaddern und Tobias einfach kurzerhand vorbei gekommen und haben mich und mein Gelumpe wieder abgeholt.
Damit die Beide nun aber nicht nur wegen meiner Wenigkeit 1000km durch die Republik gurken, haben wir auf dem Rückweg den ersten Oldtimer-Termin des Jahres wahrgenommen.
Freemind lud zum 2. LUDOLFS Wintertreffen nach Dernbach in den Westerwald.
Es war zwar bitter kalt, aber dafür schien herrliche Wintersonne:
Oldtimertreffen bei den Ludolfs 33
Free’s Ford Transit machte mich stutzig. Diese „Nase“ haben die Transen doch normalerweise nicht, oder?
Oldtimertreffen bei den Ludolfs 28
Pumpenantrieb einer ehemaligen Feuerwehr?
Dieser leckere, augenscheinlich rostfreie Opel Rekord 2-Türer stand zum Verkauf:
Oldtimertreffen bei den Ludolfs 30
Ein nettes Schild lag dazu noch im Innenraum:
Oldtimertreffen bei den Ludolfs 31
Der Verkäufer schien auch preislich Verhandlungsspielraum zu sehen, da auf der Hutaablage ein Schild mit einem niedrigeren Preis stand:
Oldtimertreffen bei den Ludolfs 29
Da der Wagen aber weder trist war, noch Tobias Auftrag noch galt, kam er für mich nicht in Frage.
Meine Bundesgenossen von der GFK-Fraktion waren mit einem Talbot Matra Murena vertreten:
Oldtimertreffen bei den Ludolfs 32
Lecker, lecker, lecker! Besonders drei Sitzplätze vorne finde ich sehr sexy. Allerdings sollen sie fies zu restaurieren sein. Das Chassis soll rostanfällig und die GFK-Karosserie mit selbigem vernietet und verklebt sein. Da kann man nicht wie bei Sir Edward einfach 8 Schrauben und ein paar Kabel lösen und einfach das Häuschen runter nehmen.
Auch für Tobias kam noch was passendes:
Oldtimertreffen bei den Ludolfs 34

Oldtimertreffen bei den Ludolfs 36

Oldtimertreffen bei den Ludolfs 37
Zustand war „gute Restaurierungsbasis“. Zumindest wenn die Lobgesänge des Verkäufers wahr sind. Der redete sehr gerne sehr viel. Aufgerufener Preis waren 15.000 Doppelmark. Mit TÜV und Hakenzeichen 16.000.
Mehr Fotos findet ihr auf Free’s eigener Seite.

Im Gegensatz zum letzten Jahr, waren dieses Jahr die Ludolfs leider unterwegs.
Konnte ich also kein Foto machen und mich als Öl-Groupie anbieten. Schade. War vom Organisator aber auch nicht garantiert worden. Wir hätten gerne nach Ersatzteilen für einen 1979er AMC Pacer, einen 1973er Bond Bug oder einen 1984er Reliant Rialto gefragt. Peter muss ja auch mal ein paar Nüsse zum knacken bekommen 😉
Wir ließen es uns aber nicht nehmen, einen Abstecher zum Ludolfschen Anwesen zu machen:
Oldtimertreffen bei den Ludolfs 41
Das Ludolf-Haus liegt überraschenderweise nicht am Ortsrand oder in einem Industriegebiet sondern mitten in einem gehobenen Wohnviertel. Die Straße davor ist recht schmal und gepflastert.
Die Nachbarn müssen AUSFLIPPEN! Der Grundstückswert dürfte nahe an „Sondermüll verseucht“ liegen.
Zwar war es an dem Tag ruhig, aber es geht auch so:

Es scheint übrigens Usus zu sein, sich auf den dahinvegetierenden Pretiosen zu verewigen:
Oldtimertreffen bei den Ludolfs 44
Da sind wirklich einige Schmuckstücke drunter. Zum Beispiel diese Langversion vom W123:
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Auch schmerzte mich der Anblick dieses armen Tempo Hanseats:
Oldtimertreffen bei den Ludolfs 42
Sehr schmunzeln musste ich, als ich hinter einem Scheibenwischer diesen Flyer fürs Altautotreffen Darmstadt entdeckte:
Oldtimertreffen bei den Ludolfs 39
Solltet ihr euch fragen, ob das in den Serien dargestellte Chaos in der Bude nur gestellt ist: Schaut mal, was sich hinter den Fenstern türmt:
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Allerdings war der Hof nicht so zugestellt, wie es im Fernsehen immer scheint:
Oldtimertreffen bei den Ludolfs 47
Frei nach unserem Altkanzler habe ich um Einlass begehrt:
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Es war ein schöner Familienausflug und ein lohnender Abstecher. Danke ihr Beiden.

Wie ich jetzt erfahren habe, ist zwei Tage nach unserem Besuch Günter Ludolf an einem Herzinfarkt verstorben.
Mein herzliches Beileid gilt seinen Angehörigen. Er wird auch uns fehlen.

Pssssst! Geheimdienst!

Gegen Ende meiner Zeit in Speyer gab es dort auch auf dem Unigelände eine Jobmesse für Absolventen. Die üblichen Verdächtigen des öffentlichen Dienstes waren dort versammelt und buhlten um die Studenten.
Ganz besonders amüsiert hat mich der Bundesnachrichtendienst mit seinem Merchandising-Aufgebot:
BND Merchandising 25
Kulli, Bleistift, Schlüsselband, Haftnotiz-Block, Postkarte; alles Made by BND.
Fehlte eigentlich nur nen T-Shirt.
Den Haftnotiz-Block werde ich gleich in Sir Edward legen. Sollte ich dann mal in Zukunft im Parkverbot parken müssen, so wird dieser Zettel in der Windschutzscheibe mit der Aufschrift „Bin gleich wieder da!“ mich sicherlich vor so manchem Ticket bewahren 😉
Die Postkarte hingegen hat mich ein wenig verstört….
Ich kann es mir nur mit Selbstironie erklären. Aber für ihren Humor sind Geheimdienste ja nicht gerade berühmt. Sollten sie das also doch ernst meinen?

Kafkas Verwandlung – Vom Käfer zum Sprinter

Im R3W-Forum dokumentieren die „Bug Builder“-Brüder gerade ihren Versuch, einen Reliant Prototyp nach zu bauen.
In den 90ern überlegte sich Reliant, den Bond Bug neu aufzulegen. Es entstand damals ein Prototyp namens „RFW 9“ mit vier Rädern auf einem Chassis des Reliant Kitten/Fox:
Reliant RFW 9 prototype
Und einen Prototyp namens „Sprint“ mit drei Rädern auf dem Chassis eines Rialto/Robin.
Aufgrund der finanziellen Schwierigkeiten kam es aber nie zu einer serienmäßigen Realisierung.
Wenn ich recht informiert bin, ist der Verbleib des dreirädrigen Prototypen heute unbekannt.
Es gibt dementsprechend auch keine Bilder von seinem genauen Aussehen. Einen Bildbeweis gibt es nur in Form der Dokumentation „Trouble at the Top“ von 1996, wo er kurz von vorne zu sehen ist und diesem, wohl früheren, Foto:

Die „Bug Builder“-Brüder sind im R3W-Forum dadurch bekannt geworden, dass sie schon einen sehr detailgetreuen Nachbau des RFW 9 auf die Räder gestellt haben. Ihr neues Projekt ist jetzt ein Sprint-Nachbau.
Ausgangsbasis ist dieses Bond Bug Wrack:

Das Chassis des Bugs war total verrottet:

Die Karosserie war in diesem Fall wirklich „selbsttragend“.
Vom Design her orientieren die Jungs sich an den „Update“-Entwürfen von Tom Karen, der bei Ogle Design damals auch mit der Neuauflage betraut war:

Die runden Scheinwerfer hat der Bug auch (abweichend vom Foto oben) in der Dokumentation. Das scheint also die „richtigere“ Version zu sein:

Ich finde es etwas zu „froschig“, aber wenn man sich schon am Original orientiert, dann auch richtig.
Als nächstes war das Heck dran. Mangels anderslautender Infos orientieren sich die Brüder dabei an dem obigen Foto.
Also erstmal großzügig raussäbeln:

Als Basis für ihre Formgebung verwenden sie Karnickeldraht, welcher mit nasser Pappe abgedeckt wird. Da drauf kommt dann mit alten Zeitungsschnipseln vermischter Gips, welcher anschließend mit Feingips überzogen und in die richtige Form geschliffen wird. Abschließend wird dann noch eine Schicht Füller aufgesprüht um eventuelle Unebenheiten lokalisieren und beseitigen zu können. Das alles gibt dann solch wirklich fantastische Ergebnisse:

Von dieser Form wird dann ein Negativ genommen, indem einfach drei Schichten Glasfaser drauf kommen. Sobald die trocken sind, haben sie mit einem Gummihammer von hinten die Gipsform zertrümmert und das Negativ abgenommen. Das Negativ haben sie anschließend auf der Innenseite mit Paketklebeband ausgeklebt und dann mit Glasfaser wieder ein Positiv von der Form genommen. Das Klebeband fungiert dabei als Trennschicht und soll ganz gut funktionieren.
Das so erhaltene Positiv haben sie an die umgedrehte Karosserie laminiert:

Eine wirklich beeindruckende Leistung, die die Jungs da erbringen!
Vom handwerklichen Standpunkt aus gesehen, wirklich vorbildlich.
Ich bin gespannt, wie sie die Türen lösen. Es geht das Gerücht um, dass der Prototyp Flügeltür-Fenster aus getöntem Plexiglas hatte.

Und wieder funktioniert das Oldie-Netzwerk

Mit überbordender Freude laß ich vor kurzem in Phillips Volvo P1800-Blog, dass er seinen Bestand an Volvo-Werkstatthandbüchern erst durch einen Scanner und dann durch ein OCR-Programm gejagt hatte. Das hat zum einen den Vorteil, dass man sich das jeweilige Werk ausdrucken kann und nicht sein teures Original mit öligen Fingern besuddeln muss, zum Anderen kann man aber auch dank OCR die digitale Version nach einzelnen Wörtern durchsuchen, was es bei mehreren hundert Seiten doch arg vereinfacht, eine bestimmte Arbeitsanweisung zu finden.
Als Blitzmerker, der ich nun einmal bin, hab ich natürlich Phillip gleich angebettelt, ob er auch den pdf-Scan von Sir Edwards original Reliant Rialto II-Handbuch durch sein OCR-Programm jagen kann.
Was soll ich sagen? Es kam prompt eine maschienenlesbare Version zurück!

Ein Traum! Herzlichen Dank Phillip!

Ich werde nun mal beide Versionen im Downloads-Bereich zur Verfügung stellen.
Solltet ihr euch das Handbuch ausdrucken wollen, so ist die non-OCR Version besser, da durch die Texterkennung z.B. die Wartungstabelle auf Seite 15f. etwas verstümmelt wurde.

Die besten Schrauber-Apps

Es wäre nicht mein Telefon, wenn es nicht ein paar schrauberspezifische Gimicks bereithalten würde.
Daher habe ich mal eine Liste zusammengestellt, welche kostenlosen Apps ich für den Schrauber von Welt sinnvoll finde:

  • Google Mobile Navigation

    Dagegen kann jedes mir bisher bekannte Navigationssystem einpacken. Damit findet man auch den entlegensten Schrottplatz.
  • DailyRoads Voyager

    Da das Telefon eh beim fahren vor der Scheibe hängt, damit man Google Mobile Navigation folgen kann, kann man auch gleich die Aussparung für die Kamera in der Halterung nutzen und das Telefon als BlackBox gebrauchen. DailyRoads Voyager zeichnet im Hintergrund auf der SD-Karte eine Endlosschleife von Videos auf. Mit dabei sind auch Daten über die gefahrene Geschwindigkeit, die genaue GPS-Position, die Geräusche im Innenraum (klickern des Blinkerrelais!), etc.. Ich hab mittlerweile genug Verkehrsunfall-Gerichtsprozesse miterlebt um zu wissen, dass ein Video vom Unfall jeden Richter überzeugen dürfte, auch ohne das ein teurer Sachverständiger bestellt werden muss.
  • Trapster

    Um vom leicht verträumten dahincruisen nicht noch ein teures Erinnerungsfoto zu bekommen, fungiert Trapster als Radarwarner. Per Community werden alle Arten von finanziellen Gefahren für den modernen Kraftfahrer gemeldet und an die anderen Nutzer weitergeleitet. Trapster bestimmt dann aus der eigenen GPS-Koordinate den Kurs und die Geschwindigkeit und meldet sich, sobald man sich einer Gefahrenstelle nähert. Per „I like-Button“ können dann andere Nutzer, die an der selben Stelle vorbei kommen die Gefahr „bewerten“ und so das System selbst aktuell halten. Schaut mal eure eigene Heimatstadt auf der Trapster-Homepage an. Osnabrück ist z.B. schon ganz gut abgedeckt.
  • aCar

    aCar wird häufig nur auf seine Funktion als digitales Tankbuch reduziert. Das ist aber ein Fehler wie ich finde. aCar fungiert nämlich auch als Service-Reminder. Einmal alle notwendigen Service-Intervalle (Ölwechsel, Abschmierdienst, Ventile und Vergaser einstellen, etc.) eintragen und schon erinnert aCar einen dran, welches Auto mit welchem Service dran ist. Keine lästigen Papierlisten mehr und ein nachtragen von Hand mit dem Ergebnis, dass der Luftfilter nun schon 100.000 km auf dem Buckel hat. Ach ja, den Benzinverbrauch kann man damit auch aufzeichnen…
  • Car Finder

    Da hat man mal wieder sein Reliant Dreirad auf einem Parkplatz geparkt, plötzlich fällt die Reliant National Rallye ein und der ganze Platz ist voller Threewheeler…. Tja, wo steht jetzt nochmal der Eigene? Car Finder hilft bei diesen häufigen Notlagen, indem man die GPS-Position beim Aussteigen speichert (dazu dann im Parkhaus noch die Ebene und Reihe einträgt) und später per Kompass wieder zurück geführt wird. Und damit in der Zwischenzeit nicht noch die Parkuhr abläuft, gibts dafür auch noch einen Timer.
  • Verkehrsinformationen Mobil

    Ob ein Stau hinter der nächsten Ecke lauert sagt dir die App Verkehrsinformationen Mobil. Es ließt die ADAC-Staumeldungen und Prognosen aus und bereitet sie in einer Google-Maps-Ansicht auf, so dass man immer genau sehen kann, wo mit Verzögerungen zu rechnen ist. Das Ganze funktioniert für Autobahnen genauso wie für Bundesstraßen. Vielleicht nix für die Fahrt zum Bäcker um die Ecke aber für einen längeren Trip durchaus nützlich.
  • Fuel Mix

    Schluss mit Kopfrechnen an der Tanke! Zwar kann die englische Fuel Mix-App kein frei einstellbares Mischungsverhältnis und auch kein 33:1 (wie es ältere Simson-Motoren brauchen), aber sein deutscher Bruder (der wenigstens letzteres kann) will eine ständige Internetverbindung, welche eigentlich nicht nötig ist. Lola reicht 1:50 und damit reicht mir dieser Funktionsumfang.
  • ConvertPad

    Wenn das Handbuch eures amerikanischen Schnauferls von 1500 Torr-Reifendruck spricht, ist an der Tanke guter Rat teuer. Da sich nämlich weder auf der Insel noch in den Kolonien die Notwendigkeit metrischer Maßsysteme durchsetzen konnte, gelangt man als Geisteswissenschaftler, wie ich, schnell an seine mathematischen Grenzen, wenn es ans umrechnen geht. Hier hilft ConvertPad. Einfach gewünschte Ausgangs-Maßeinheit auswählen, Wert eingeben und schon bekommt man eine Liste mit umgerechneten Werten. Die Umrechnungs-Kategorien reichen dabei von „Astronomisch“ bis „Zeit“. Was man da nicht umrechnen kann, gibt es nicht.

So, das wäre meine Liste. Habt ihr noch Favoriten? Gerne auch aus dem „Nicht-KFZ-Bereich“!