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Weihnachten gibts Schläge

Weihnachten steht mal wieder vor der Tür.
Da überlegt man als Familie, ob das nicht die passende Ausrede ist, um sich selbst nen schickes neues Werkzeug zuzulegen.
Was ganz oben auf unserer Wunschliste steht, ist was zum „auf’n Kopp geben“.
„Schlagschrauber“ ist das Stichwort.
Nach Rücksprache mit Mehl & Goof und der Auskunft, das ein Baumarktkompressor einem mittlerer Schlagschrauber nur einen müden Furz entlocken kann, starb die Ursprungseuphorie über Großvaters Kinderkompressor.
Das sieht das Internet übrigens ähnlich.

Also müsste ein größerer Kompressor her. Aber wenn man eh schon nen größeres Teil kauft, dann kann man auch gleich zu einem Pustomaten greifen, der auch zum sandstrahlen und lackieren geeignet ist. So wie Peer. Da befindet man sich aber ziemlich fix in der Drehstrom-Region und lässig jenseits der 400€. „Gebraucht“ ist da leider auch keine Alternative, da gebrauchte Kompressoren kaum unter dem Preis Neuer weggehen.

Was gibts also sonst noch?

Aus dem Steinzeitbereich gibts die „Drehmomentvervielfältiger„. Durch ihr Planetengetriebe haben die anständig Power (regelmäßig 3800 Nm+).
Drehmomentvervielfältiger kommen in zwei Bauformen:

oder

Allerdings sind beide Bauformen weder sonderlich handlich, noch zu unserem bestehenden Werkzeugpark kompatibel. Der Abtrieb erfolgt nämlich traditionell über einen 1″-Vierkant. Da jibbet keine Nüsschen für. Bei uns nicht und auch auf dem freien Markt eher in den größeren Kategorien.
Sie haben auch den Nachteil, dass sie ihre Kraft kontinuierlich ausüben. Das führt (wie bei unserem Versuch beim Kleinen) im Zweifel nur dazu, dass man das ganze Bauteil um sich selbst dreht.
Preislich rangieren sie ab 250€ aufwärts. Der Vorteil ist natürlich, dass man damit sehr unabhängig arbeiten kann.

Ein anderer Weg wäre good old Strom.
Es gibt nämlich auch Schlagschrauber, die mit Saft aus dem Mauerschweinchen laufen.
Die 12V-Kinderteile für den Zigarettenanzünder sind raus. Da muss Power drin sein!
Der Furchenadel hält die 230V-Hasen z.B. für ganz brauchbar (und die arbeiten am Lanz mit ganz anderen Drehmomenten!):

Die 230V-Teile starten bei eBay mit ca. 45€.
Richtig gelesen! 45€…. da fehlt keine Null.
Der Kollege soll laut Beschreibung 1010 Watt haben und 450Nm liefern.
Das dürfte schon einiges los ballern. Außerdem gibts 2 Jahre Garantie.

Allerdings wird, egal wo ich es nachlesen, immer betont, dass man drauf
achten soll, das das Teil eine Drehmomentvorwahl hat.
Ansonsten passiert es nämlich leicht, dass man eine etwas zierlichere
Schraube einfach ab rupft, da der Schrauber immer direkt volle Kanone
draufprügelt.

Die (Profi-)Geräte mit einer solchen Vorwahl spiele aber dann schon in
ganz anderen Preisregionen! Unter 300€ kommt man da kaum weg.

Die Baumaße zwischen 230V- und Druckluft-Schlagschraubern sind nahezu
identisch. Richtig „zierlich“ ist da nix.

Fazit:
Klingt also alles ein wenig nach Grundsatzentscheidungen.
Mit Druckluft würde uns eine ganz neue Welt der Werkzeuge zur Verfügung stehen. Allerdings erfordert das auch alles neue Werkzeuge und ein anderes Nutzungsverhalten/mehr Vorbereitung unserer Arbeiten (Schläuche verlegen, Kompressor Vorlauf geben, etc.).

Mit einen 230V-Schlagschrauber der Profi-Liga gäben wir etwas weniger Geld aus, würden aber weiterhin am Strom hängen.

Ich tendiere ja zu der billig-230V-Lösung. Das monetäre Risiko ist gering und wenn einer von uns das Biest auf eine M6-4.6er-Schraube hetzt, ist er selbst schuld.

Gibts da Meinungen vom wissenden Publikum?

Tag 7 : irgendwo 70 km südlich von Meknès – Marrakesch

Tag 7 : irgendwo 70 km südlich von Meknès – Marrakesch
Tag 7 : irgendwo 70 km südlich von Meknès - Marrakesch
Im Gegensatz zu den Anderen schlief ich nicht in der Wagenburg, sondern im Auto. Zu den Anderen sagte ich, dass ich mir so einen weicheren Schlaf als auf dem harten steinigen Boden erhoffte. In Wahrheit hatte ich einfach Angst. Angst nachts wehrlos in meinem Zelt überfallen zu werden. Ich schlief also in halb sitzender Position auf dem Fahrersitz mit dem Schlüssel im Zündschloss, verriegelten Türen und griffbereitem Messer.
Für diese europäische Paranoia wurde ich aber angemessen bestraft. Es war eine der schlechtesten Nächte meines Lebens: Rebecca quatschte laut mit Ismail (welcher mit seinem Pick-up und stetig alkoholisierter immer wieder auftauchte und mich hochschrecken ließ) bis ca. 5:30 Uhr. Danach unterhielten Jan und Atze mich mit ihrem Schnarchkonzert und die sternklare Nacht brachte die Temperaturen in einstellige Regionen. Dementsprechend gab ich es gegen 6 Uhr auf, nochmal ein Auge zu zu tun.
Belohnt wurde ich mit einem wunderschönen Sonnenaufgang, bei dem ich zu sehen durfte, wie er immer mehr und mehr die Sterne überstrahlte:
PB130166
Ismail hatte abends gesagt, wir sollten auf keinen Fall abfahren, bevor er uns nicht ein Frühstück serviert hätte! Er hatte extra einen seiner Schafhirten in der Nähe unseres Lagers postiert, welcher, kurz nachdem auch die Anderen erwacht waren, erst einen Tisch und dann reichlich zu essen brachte. Ismail ließ uns Fladenbrot, Honig, Käse, ein Omelett, Olivenöl, Butter, Pfefferminz-Tee und frisch gepflückten Salbei sowie weitere Gewürze kredenzen:
Moroccan Breakfast
Es war ein leckeres Frühstück und eine tolle Stimmung!
Ismails Angestellter wartete in einiger Entfernung, bis wir aufgegessen und -getrunken hatten. Wir ließen extra ein Stück Fladenbrot übrig, damit es nicht so aussah, als wären wir nicht satt geworden.
Schon in der Nacht hatte Ismail Geld abgelehnt, dass wir ihm für die Übernachtung geben wollten. Um uns trotzdem für die Gastfreundschaft und seinen Schutz zu bedanken, übergaben wir dem Angestellten eines von unseren Metall-Feuerzeugen, ein Zigaretten-Etui mit 200 Dirham (ca. 16€) („für die Kinder“ – ansonsten wäre Ismail beleidigt gewesen, weil wir ihn für arm halten würden) und für den Hirten eine Schachtel Marlboro. Ismail selbst war leider unterwegs, so dass ein persönlicher Dank leider nicht möglich war.
Die Nacht bei Ismail sollte eines von vielen Beispielen arabischer Gastfreundschaft auf unserer Reise sein. So arm die Leute im Vergleich zu uns auch waren: Man begegnete uns offen, freundlich und höflich. Das hatte ich ehrlich gesagt so nicht erwartet.
Nach der herzlichen Verabschiedung setzten wir gegen 10 Uhr unsere Fahrt durch den Atlas fort:

Unser Weg führte uns über atemberaubende Serpentinen, welche sich an Steilhänge klammerten hinauf zu den Wasserfällen von Ouzoud.
Die lediglich geschotterte Strecke war teilweise so steil, dass ich den Kopf aus dem Seitenfenster strecken und bestimmt hundert Meter in die Tiefe spucken konnte. Die Frage nach Leitplanken oder Begrenzungen erübrigt sich.
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Antje meisterte mutig diese fahrerische Herausforderung trotz ihrer Höhenangst!
Die Wasserfälle selbst waren atemberaubend!
Ouzoud Falls
Man konnte ohne jegliche Absperrung an die Abbruchkante heran treten und den über hundert Meter tiefen Fall des Wassers bewundern:
Right At The Edge
Wer an dieser Stelle aufgrund der Höhe kein mulmiges Gefühl im Magen bekommt, ist nicht normal!
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Wir machten ein paar tolle Fotos, während die Anderen schon oberhalb der Fälle in einem Sammelbecken badeten. Antje trug keine Schuhe, als wir einen mit Scherben und Kronkorken übersäten Innenhof überqueren wollten, um zu den anderen zu gelangen. Ich nahm sie daher huckepack. Dies missviel anscheinend dem Aufseher, welcher uns sehr ärgerlich und laut mit den Worten: „If you want to play, play outside!!“ den Zutritt verwehrte.
Anscheinend ist es im Islam nicht angebracht Freitags Frauen zu tragen…
Einer Erklärung war der Herr nicht zugänglich. So fiel das Bad für Antje und mich leider aus.
Wieder bei den Autos befüllten wir den Saab von Atze und Jan aus unserem Reservekanister. Die Jungs hatten die letzte Tanke vor 150 km verpasst und ihr Auto ging in den Serpentienen in Linkskurven schon immer aus.
Unsere nächste Station, Marrakesch, erreichten wir mal wieder im Dunklen.
Erster Halt war ein riesiges Einkaufszentrum. Während die Anderen gierig den extra abgesicherten Alkoholverkauf aufsuchten, bestaunten Antje und ich die exotische Obst- und Gemüseabteilung. Wir deckten uns mit Orangen, Mandarinen, Paradiesäpfeln und Mangos ein. Lecker!
Dann teilte sich die Gruppe. Die Anderen gingen zu Pizza Hut, um noch ein letztes Mal „westlich“ zu essen, wir hingegen machten uns auf den Weg zum Campingplatz. Dort angekommen stellten wir nach einiger Rangiererei fest, dass der Kühler von Cobra I überkochte!
Ich hatte das bisher nicht bemerkt, da natürlich auf der Seite der Temperaturanzeige die Tachobeleuchtung defekt war.
Während Antje das Abendessen vorbereitete und Tobias die Zelte aufbaute, nahm ich mit Hilfe des Werkstatthandbuchs eine erste Schadensdiagnose vor.
Ich überbrückte den Temperaturschalter mit einem Stück Tüddeldraht am Diagnosestecker und schon sprang der Lüfter an. Damit war der Lüfter als Übeltäter schon mal raus.
Mit diesem beruhigenden Wissen und einer ebenfalls überprüften und augenscheinlich noch dichten Zylinderkopfdichtung verschob ich alles weitere auf morgen. Der schnelle Ritt über Land hatte wohl auch Schlimmeres verhindert. Hungrig machten wir drei uns über das Abendessen her. Es gab Nudeln mit pürierten Tomaten zum selber würzen mit Knoblauch, Pfeffer und Salz. Wenn man wie wir seit Tagen nichts warmes gegessen hat und der Hunger riesig ist, ist auch ein solch einfaches Essen ein Genuss!
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Tobias ging danach noch duschen, während ich schon in meinen Schlafsack kroch.
Er kam mit den Worten zurück, dass er sich nicht wesentlich sauberer fühlen würde, da die Duschen selbst im afrikanischen Sinne versifft wären.
So schliefen wir erschöpft und schmutzig gegen 01:00 Uhr ein.

Zwei zum Preis von Einem

Für jemanden mit ein wenig Platz gibts bei eBay.at momentan eine interessante Anzeige.
Für 650€ gibts dort zwei Robin MK II SLX.
Der eine sieht äußerlich trotz seiner 130.000km sehr gut aus:

Allerdings braucht er im Innen- und Motorraum etwas kosmetische Liebe:


Interessant wird die Auktion, da es einen zweiten Robin MK II mit dazu gibt:

Der zweite Robin ist leicht verunfallt und hat einen Motorschaden. Aber als Ersatzteilspender sieht der noch recht ordentlich aus.
Also beide holen, den beige/roten schlachten und aus der Karosse ne Hundehütte machen.

Auf den Bug gekommen II

Schnell noch ein TV-Tipp von mir:

Heute Abend um 20:15 Uhr auf DMAX gibts die deutsche Version von Wheeler Dealers (Die Gebrauchtwagen-Profis) mit dem Bond Bug.

Noch 6 Minuten…

NACHTRAG:
Wenn ihr zu langsam gewesen seid, um die Folge live zu sehen, so war DMAX so freundlich sie komplett online zu stellen. Ihr findet sie hier.
Allerdings finde ich das unsynchronisierte Original besser (Link oben). Einiges ist doch arg falsch übersetzt…

Das herausfordernde Handy

Eine Konstante meines Lebens scheint zu sein, dass ich mir immer ein neues Mobiltelefon zulege, wenn ich längere Zeit nicht zuhause bin…. Als ich anfing zu studieren, legte ich mir das selige Ericsson R380 zu. Nach meinem Wechsel nach Osnabrück erhielt ein XDA I Einzug. Zeitnah zu einem Praktikum bei der Umicore folgte ein Motorola MpX 220 und während meiner Zeit an der afghanischen Botschaft kam mein letztes Telefon, ein Qtek 8500 hinzu.
Psychologisch sicherlich interessant.
Aber heute nicht unser Thema.
Voller jugendlichem Leichtsinn habe ich vor knapp einem Jahr über das Qtek 8500 behauptet:
„Mehr Telefon braucht eigentlich kein Mensch.“
Nun ja, wie wir aber alle wissen beginnt mit „eigentlich“ immer eine Lüge. Schließlich war der Führer auch „eigentlich“ nen netter Kerl…

In letzter Zeit häuften sich die Zipperlein mit meinem alten Telefon doch schon. Es ging spontan aus (Wackelkontakt), das Kameraglas hat einen Sprung (nicht das ich sie noch benutzen würde…) und nachdem ich Töffel im dunklen Zimmer gegen einen Sessel gelaufen bin, zeigte das Außendisplay nur noch schillernde Farben im modischen Stern-Design an…
Als habe ich mich auf die Suche nach Ersatz gemacht.
Nachdem mir meine Kamera so liebliche Dienste leistet, sollte es nun als Klingelknochen auch was robustes sein.
Muttis Jüngster ist halt einfach zu schluderig mit seinen Spielsachen.
„Outdoor“ ist daher das das passende Stichwort.
Diese ganzen Baustellentelefone mit minimalem Funktionsumfang schieden schon am Anfang aus.
E-Mails, Kalender und Kontakte will ich synchron mit meinem PC haben. Ist zwingend. Sonst bin ich nackt.
In die nähere Auswahl kam daher zunächst das i-mate 810-F.
Todes robust (erfüllt den US-Militär-Standard MIL-STD-810) und lebenslange Garantie. Klingt brauchbar.
Allerdings läuft das i-mate 810-F mit Windows Mobile 6.1….
Als geläuterter Ubuntu-Linux-Nutzer konnte ich mich ja nun nicht sehenden Auges wieder in die Fänge von Microsoft begeben.
Außerdem ist die Zusammenarbeit von Windows Mobile und Ubuntu momentan noch recht problematisch, was den Datentransfer an geht.
Damit war das i-mate auch raus.
Als einzige Alternative blieb dann noch das Motorola Defy mit Android 2.1-Betriebssystem:

Es hat durchweg gute Kritiken eingeheimst und kommt wenigstens mit einer IP67-Zertifizierung.
The Phonehouse hat ein paar hübsch anschauliche Tests mit dem Defy unternommen.
Sie gipfeln in einer Belastungsprobe mit der Elefantendame Kanaudi:
http://www.youtube.com/watch?v=NsuvPDXhpdI
Das Display ist danach zwar eher abstrakte Kunst, aber es funktioniert noch tadellos.
Damit sollte ich also gegen reichlich Sessel laufen können. Nice. Und dank „Gorilla Glas“ dürften auch Schraubenschlüssel in der Hosentasche keinen Einfluss auf das Display haben.
Vollends überzeugt hat es mich, als ich gesehen habe, dass es mit der neuen „Google Mobile Navigation„-Software kommt:

Perverse Scheiße! Mittlerweile hab ich es auch schon getestet und kann sagen, dass die deutsche Version genau so gut funktioniert, wie die im Video angesprochene englische. Damit bin ich auch unerreichbar für TomTom und Konsorten.

Allerdings bedeutete dieses Telefon auch einen radikalen Einschnitt in meiner bisherigen Beziehung zu Mobilfunkanbietern.
Seit 1995 war ich ununterbrochener pre-Paid-Nutzer. Die Telekom dürfte knappe 7,68€ in dieser Zeit an mir verdient haben. Weder telefoniere ich, noch schreibe ich SMS. Alles Schnick Schnack.
Jedoch ist so ein moderner Smartföhn ohne Internetflat nahezu witzlos.
Klar gibts auch pre-Paid-Internet-Tarife, aber das rechnet sich ja alles nicht. Zumal ich dann ja auch noch das Telefon zu 100% selbst bezahlen müsste. Also Tarife vergleichen. Freiminuten und SMS brauche ich nicht. Nur Internet pur, aber dafür unbegrenzt.
Das einzig attraktive Angebot fand ich bei BASE. Dort gibts für 10€ pro Monat 250MB mit bis zu 7,2 MBit/s, danach nur noch GPRS-Geschwindigkeit (max. 56 kbit/s). Ansonsten keine Limits. Minute/SMS kosten 0,19€ in alle Netze. Keine sonstigen Kosten und 24 Monate Laufzeit. eteleon.de packte mir dann freundlicherweise für eine Zuzahlung von ca. 125€ das Defy mit dazu. Macht für 24 Monate 365€. Das ist quasi der nackte Telefon-Preis. Also hab ich ne Internet-Flat gratis…. Da müsste die schreiende Lederhose sich schon anstrengen, um da nen vergleichbares Angebot auf die Waderl zu stellen.

Das soll für den Einstieg erstmal reichen. Die Tage gibts mehr.

Eh die Frage kommt: Nee, Telefonnummer bleibt gleich (hoffentlich). Hab nen Antrag auf Portierung gestellt.