Archiv der Kategorie: Ex-Fahrzeuge

Benzintausch

Nachdem sich die Oldtimer Praxis in den letzten beiden Ausgaben mit den Folgen von altem Sprit in Metall-Tanks beschäftigt hat, habe ich dies mal zum Anlass genommen und den Sprit in meinen aktuellen Stehzeugen ausgetauscht:
Benzin-Tausch
Beim Duo mit seinem 1:33-Gemisch ist alter Sprit nicht so dramatisch, da das Öl für eine gute Konservierung des Tanks sorgt. Bei der Gorilla als 4-Takter machte ich mir da schon mehr Sorgen.
Nach dem der Sprit raus war, habe ich mal einen Blick in den Tank geworfen:
Tank Innanansicht
Alles im grünen Bereich.
Auch die andere Tasche des Tanks sieht harmlos aus:
Tank Innanansicht 2
Keine wirkliche Verschlechterung zur Entrostungskur vor 4 Jahren.
Den Sprit aus Lola und der Gorilla habe ich in mehreren Kanistern gemischt und werde ihn nach und nach in Motoren ohne Abgasreinigung verheizen.

P.S.: Natürlich habe ich Lolas schleichendem Plattfuß auch eine Runde Luft spendiert.

Service-Zeit

Der Combo war bei 142.000 km mal wieder mit dem Service dran.
Im wesentlichen nix, was wir nicht schon mal abgehandelt hätten:
Servicematerial
Als Zündkerzen habe ich wieder die NGK LPG LaserLine No.1 verwendet. Die alten Kerzen sahen noch Top aus und haben über 75.000 km gehalten (die Originalen GM 029 sollen alle 30.000 km gewechselt werden). Weiterhin fand ich die beworbenen Gas-spezifischen Vorteile der NGK-Kerzen nachvollziehbar.
Zum regulären Service kam diesmal nur der Wechsel des Keilrippenriemens. Den Benzinfilter habe ich mir, wie bisher jedes Mal, geschenkt. Wenn es hoch kommt, sind da bisher gerade mal 100l Sprit durch gelaufen.
Los ging’s aber mit dem Wechsel des Total Quartz 9000 Energy.
Ich habe die Chance genutzt, die originale Ölablassschraube zu tauschen.
Zum einen war der Torx schon ein wenig ausgenudelt:
alte Ölablassschraube
Und zum Anderen hat sie einen Gummi-Dichtring, den man immer extra kaufen müsste:
alte Ölablassschraube 2
Bisher hielt der Original-Gummiring noch dicht, aber ich wollte nicht abwarten, bis er irgendwann den Geist aufgibt. Da die Schraube samt Ring ein bekanntes Corsa-C-Problem ist, gibt’s für Centbeträge Ersatz bei eBay:
neue Ölablassschraube
Ist nun wieder eine klassische 8.8er-Sechskantschraube mit Kupferring.
Für den Ölfilter habe ich zwischenzeitig ein kleines Abtropfgestell gebastelt:
Abtropfgitter
Der Baustahl war von der Mauer über und der Karnickeldraht von den Kartoffeltürmen. Immer schön recyceln.
Den Keilrippenriemen hatte ich ja im Zusammenhang mit dem Zahnriemenwechsel schon mal angesprochen.
Der Wechsel ist auch eher selbsterklärend.
Durch entfernen der Radhausschale kommt man an den Spanner:
Keilriemenabdeckung
Die Schale wird durch drei Torx-Schrauben und eine Plastik-Niete gehalten. Den Niet kann man entfernen, indem man den Stift in der Mitte nach innen durch drückt:
Plastikniet
Dann noch den Spanner mittels 15er-Schlüssel zurück drücken und mit einem dicken Nagel sichern:
Keilriemenspanner
Dann nur noch den Riemen abfummeln und den Neuen aufziehen.
Damit war der Service vorerst durch.
Der Ölabscheider im Motorraum müsste mal gereinigt werden, aber das will ich erst nach dem anstehenden TÜV-Termin machen. Außerdem muss ich mir da auch noch einen Plan zurecht legen.
Der Opel-Mechaniker selbst warnte mich vor abreißenden Leitungen und zerstörten Abscheidergehäusen.
Bleibt also vorerst nur mal wieder ein wenig Statistik:
Gefahrene Kilometer: 90.013 km
Auf Gas gefahrene Km: ~88.813 km
Verbrauchtes Gas: 4.571,65 Kg (bei 5,1475 Kg/100 km)
Gaskosten (bei durchschnittlich 1,029€/Kg): 4.704,23 €
Durchschnittsgaskosten/100 km: 5,30 €
Durchschnittsspritkosten/100 km bei vergleichbarem Benzinmodell: 10,80 €
Ersparnis: 4.887,57 €

Alle Angaben ab Kaufzeitpunkt bis heute und rein nach statistischen Merkmalen (Nicht dass hier wieder die selbe Kritik wie beim letzten Mal kommt ;-).

Der Tag an dem…

… ich keine Opel Bremsanlagen mehr zerlege, wird der Tag sein, an dem ich keinen Opel mehr fahre.
Dem geneigten Blog-Leser dürfte dieses Bild bekannt vorkommen und zur Erklärung genügen:
Bremse zerlegt
Als ich neulich nach längerem Überland-Ritt nach Hause kam, roch es verdächtig nach zerflextem Stahlträger.
Ein routinierter Griff ans Hinterrad bestätigte:
Bremse mal wieder fest.
Also habe ich umgehend alles zerlegt und penibel gesäubert:
Zahnbürste
Hoffentlich liest die Beste hier nicht mit und erkennt ihre Zahnbürste!
Da ich nun schon mal das Mistding zerlegt hatte, habe ich noch ein wenig weiter optimiert.
So sah einer der Bremssteine ausgangs aus:
Bremsbelag original
Und so hinterher:
Bremsbelag abgefeilt
Frei nach Torfrock: „Ich bin bin der Meister Eilig und was nicht passt das feil‘ ich.“
Ich habe jetzt mal 0,5 mm von den Haltenasen abgenommen, damit sie sich leichter in den Führungen bewegen können. Keine Angst, die sitzen da immer noch sicher und stramm drin.
Außerdem haben die Beläge eine Fase bekommen, damit sie nicht mehr so herzerweichend quietschen.
Ich bin anschließend sogar über meinen Schatten gesprungen und habe die Beläge mit etwas Kupferpaste in den Führungen eingebaut.
Mal sehen, wie lange das nun funktioniert.

Kampfspuren

Irgend so ein *#$§%&* hat den geparkten V50 touchiert und ist abgehauen:
Vorher
Lack am Stoßfänger ab, Kratzer im Scheinwerfer und Delle im Radlauf.
Sobald ich Weltenherrscher bin, wird solchen Leuten direkt die Lebensberechtigungskarte entzogen!
Der Rempler war auch nicht so harmlos, dass man den nicht bemerkt hätte.
Nicht das man für sowas ne Versicherung hat. Nöööö. Man könnte ja hochgestuft werden. *Grusel, Grusel*
Grrrrr……
Wenigstens hat’s der Scheinwerfer überlebt. Ansonsten wäre das ein teurer Spaß für uns geworden.
So konnte ich Schwiegervadders Politur schwingen und hab gerettet, was zu retten war:
Nachher
Kunststoff rostet nicht, daher bleibt das nun so.

Rüsselsheimer Rohrbombe IV

Nachdem der Beitrag nun gelaufen ist, kann ich euch auch die Bilder zeigen, die ich während der Dreharbeiten geschossen habe.
Gedreht haben wir in Olsens Schrauberhalle:
Filmteam
Der Dreh an sich war sehr angenehm (bis auf die eisigen Temperaturen).
Viel interessanter sind aber die Bilder von den Gasflaschen, die ich währenddessen machen konnte.
Das ich die Flaschen mit Bienenwachs und Vaseline behandelt habe ist ziemlich genau ein Jahr her.
So sahen die hinteren Flaschen direkt nach Entfernung der Abdeckung aus:
Abdeckung entfernt 4

Abdeckung entfernt 3

Abdeckung entfernt 2

Abdeckung entfernt 1
Wie man sieht, ist das Wachs trotz meiner zäheren Mischung von den Seitenflächen abgerutscht und hat sich an der Unterseite der Flaschen als dicke Batzen gesammelt. Das Dunkle auf den Flaschen ist Staub und Dreck, der natürlich an der fettigen Oberfläche gut haftet. Korrosion war jedoch nirgends zu sehen.
Die spannendste Frage war jedoch: „Wie sieht es unter den Haltebändern aus?“
Hier die Antwort:
Blick unter das Halteband
Auf dem Bild habe ich schon den deutlichen Fettfilm mit Verdünnung entfernt (am Bildrand noch zu erkennen).
Was bleibt sind die feinen Macken und Kratzer, die dort schon nach 1000 km zu finden waren.
Hier ein altes Bild der selben Stelle zum Vergleich:
Kratzspuren
In den letzten 30.000 km ist da nicht ein Fünkchen Rost oder auch nur eine Macke hinzu gekommen.
Ich bin extrem zufrieden!

Dass das Fett von den glatten Seitenwänden abgerutscht ist, halte ich nicht für tragisch.
In der Fläche gab es bei den alten Flaschen nur Rost, wenn der Lack verletzt war. Diese Verletzungen habe ich damals bei den neuen Flaschen ausgebessert und an diesen rauen Stellen haftet das Fett auch.
Viel wichtiger ist, dass es anscheinend seiner Schutzfunktion zwischen Flasche und Halteband gut nach kommt. Zum einen hindert es Dreck und Schmutz am scheuern und zum Anderen schützt es bei bestehenden Verletzungen im Lack vor Korrosion.
Mein Prozedere wird nun sein, dass ich nach der HU im Sommer die Abdeckung wieder entferne und bei allen Flaschen den Fettmantel erneuere. Danach schauen wir mal, wie das Ganze in zwei Jahren aussieht.