Kategoriearchiv: Reliant Rialto

Hier geht es um meinen 1984er Reliant Rialto 2 GLS Estate. Mein erstes richtiges Auto.

321-Zündung III

Da momentan in der Garage -4°C herrschen und die Straßen verschneit sind, muss der Umbau noch etwas warten. Sorry.
Ich hab daher nochmal über wuschels Erklärung nachsinniert und paint geschwungen:
123-Igintion Timing vs. Lucas 25D4

Ich glaube, so macht das mehr Sinn. Zumal man laut Handbuch den Motor beim statischen einstellen der Zündung, auch auf 10° vor OT stellen soll. Wenn ich das bisher richtig verstanden habe, ist dass dann der Ausgangspunkt, ab dem, mit steigender Drehzahl sich der Zündzeitpunkt verändert.
Leider habe ich keine Informationen, wie sich die Kurve zwischen den Extrempunkten entwickelt. Aber selbst wenn die Kurve sich linear fortentwickelt, so liegt Kurve 0 doch ganz gut in der Nähe.

321-Zündung II

Danke wuschel für deinen aufbauenden Kommentar!

Um die Diskussion noch ein wenig zu versachlichen (Ich habe ein etwas mulmiges Gefühl) und um etwas zu lernen kommen hier ein paar Eckdaten des Yellow-Top-Motors:
Das Rialto2-Handbuch verlangt Sprit mit 97 Oktan (Allerdings war das noch verbleiter Sprit!).
Bohrung: 62,50mm
Hub: 69,09mm
Verdichtung: 10,5:1

Ist das nun kurzhubig oder nicht? Was ist ein Referenzwert?

Ich habe mir außerdem mal von der Seite TDCperformance die Graphen der Mini-123ignition besorgt, die es dort zum freien download gibt.
In die Kurve der „28°-Familie“ habe ich mal die mir bekannte Zündverstellung des original-Verteilers eingezeichnet (neon-grün und pink):
123-Igintion Timing vs. Lucas 25D4
Ich vermute allerdings, dass das so ziemlich falsch ist, da der Verlauf zumindest bei der „nicht-Vakuum“ Kurve nicht linear sein wird, oder?

321-Zündung

Vor wenigen Tagen ist der nächste Leckerbissen per Post bei mir eingetrudelt.
Eine nagelneue 123ignition-Hochleistungszündanlage:
123-Ignition Mini-A-Series
Lecker, lecker, lecker!
Was eine 123ignition ist und was sie alles neben dem normalen verteilen der Zündspannung noch kann, erfahrt ihr ganz anschaulich auf dieser Seite.
Dieses Video zeigt ganz anschaulich, wie überlegen die 123ignition gegenüber anderen Zündungssystemen ist:

Und das ohne Berücksichtigung der ebenfalls anfälligen Unterdruckverstellung mittels Federn und Gewichten!
Ja, na klar, wenn die 123 kaputt geht, is nix mehr mit weiter fahren. Allerdings ist das auch der Fall, wenn beim normalen U-Verteiler was kaputt geht und man keine Ersatzteile dabei hat.
Ich halte die Gefahr auch für relativ gering. Zum einen ist die 123ignition seit Jahren erprobt und erntet nichts als Loblieder und zum Anderen ist in meinem Werkzeug-Ersatzrad ja vielleicht auch noch Platz für den alten U-Verteiler…
Die Tage des alten Unterbrecher-Verteilers sind damit nahezu gezählt.
Natürlich gibt es keine 123ignition, die genau für die Reliant-Motoren bestimmt ist. Noch weniger eine, die auf die Eigenheiten von Sir Edwards seltener „Yellow Top“-Maschine abgestimmt ist.
Ich habe mich daher für eine 123ignition für pre A-plus-Mini-Motoren entschieden. Diese Minis verwendeten ebenfalls den Lucas 45D4-Verteiler und hatten u.A. auch 848ccm. Ich hoffe also, dass ich eine der 16 Zündungskurven finde, die recht nah an den original Spezifikationen des Verteilers ist.
Allerdings ist diese Materie nagelneu für mich und ich muss mich erstmal etwas schlau lesen, bzw. bin für jeden Hinweis dankbar!

Hier ein paar grundlegende Infos für euch:

123ignition pre-A-Plus-Mini-Zündkurven

Kurve Zündverstellung
500-1000 U/min*
Zündverstellung
@ 2000 U/min*
max. Zündverstellung
@ 5000 U/min*
0 10 14,5 28
1 10 16,7 28
2 10 18,4 28
3 10 20,2 28
4 10 16,3 30
5 10 17,6 30
6 10 19,4 30
7 10 21,1 30
8 10 16,2 32
9 10 18,1 32
A 10 20,3 32
B 10 22,9 34
C 10 17,0 34
D 10 20,4 34
E 10 22,1 34
F 10 23,9 34

*Alle Werte in Grad-Zündverstellung und U/min gemessen an der Kurbelwelle.

Die Unterdruckverstellung bei der 123ignition beträgt 0 bis 14° von 5″ bis 10„Hg (125mbar bis 250mbar)

Diese Liste und eine Übersicht über die zugehörigen Mini-Modelle gibts zum freien download hier.

Für die standard 848ccm-Mini-Motoren empfiehlt die 123-Broschüre Zündkurve „C„.

Meine Nachforschungen haben bisher ergeben, dass der Lucas 25D4-Verteiler (Lucas Service-Nummer 41961A) bei den Yellow-Top Maschinen folgende Spezifikationen hat:
Zündverstellung beginnt bei 800 U/min bis max. 27° bei 5200U/min.
Die Unterdruckverstellung beginnt bei 3″Hg, bis max. 14° bei 12″Hg.

Das klingt für mich bisher so, als hätte selbst die Kurve „0“ einen Grad zu viel maximale Zündverstellung und erreicht diese auch schon 200 U/min früher als der original Verteiler.
Und auch die Unterdruckverstellung beginnt später und erreicht früher die maximale Verstellung.
Was das nun effektiv bedeutet oder was ich da wie beeinflussen kann: Keine Ahnung!
Wie gesagt: Ich muss mich da wohl erstmal einlesen.
Klingt halt alles nicht so optimal…

Ahnenforschung

Vor einiger Zeit habe ich einen netten Brief  an Mr. Forder, den Vorbesitzer von Sir Edward geschrieben und ein freundliches Foto beigelegt:
Sir Edward und ich
Ich habe Sir Edward ja von einem Händler gekauft und wollte schon immer mal etwas über seine Historie raus finden. Warum also nicht nen Brief an die Adresse aus dem V5 schreiben?

Vorgestern bekam ich dann diese süße E-Mail zurück:

hello adrian just a quick email to say that my mum received your letter and will be writing to you in the near future. i am mr forders daughter judith . my father passed away in October  2008 and so the car was sold to a local person living nearby the car was well looked after and kept undercover he had it from new and really did not go far in it as you can tell from the miles it has done i am glad you are enjoying the car and that it has made its way to germany    this is the first email i have ever sent so forgive the lack of capital letter ,etctake care bye for now judith heeley…

Süüüüüüß! Ich werde Judith nachher mal zurück schreiben. Ich bin ja schon sehr gespannt auf den Brief ihrer Mutter!

Überraschungsei III

Ich bin heute mal ein wenig dazu gekommen auf meiner Ersatzrad-Werkzeugkiste weiter rum zu überlegen. Danke für eure Tipps! Ich will mal versuchen, ob ich ohne zusätzliche Styropor-Form auskomme.
Mir schwebt folgendes Vorgehen vor:

  1. Zugriffsöffnung in die schon geschlossene Seite schneiden
  2. Großes Stück Glasfasermatte mit Harz tränken
  3. Fertigen „Ring“ mit der noch zu schließenden Seite auf die Matte legen
  4. Rings um alles schön andrücken und in Form bringen
  5. Durch die ausgeschnittene Zugriffsöffnung von innen weiter Glasfaserstücke zur Verstärkung einfügen

So spare ich mir die zusätzliche Form und bekomme dennoch eine glatte Rückseite. Oder hab ich irgendwas übersehen?
Die Zugriffsöffnung wollte ich nach dem Klodeckel-Prinzip machen:

Zum testen und anzeichnen habe ich daher heute mal das halb fertige „Rad“ in die Hülle gepackt:
GFK-Ersatzrad
Sieht auch von vorne ganz schick aus:
GFK-Ersatzrad Rückseite
Anschließend habe ich das Rad mit der noch offenen Seite nach innen in die Hülle gepackt, um die Größe der Klappe anzeichnen zu können:
GFK-Ersatzrad
So sah das ganze dann angezeichnet und wieder ausgepackt aus:
GFK-Ersatzrad
Genau wie beim Klodeckel, befestige ich dann später ein Scharnier an der abgeflachten Seite und auf die andere Seite kommt ein Riegel. So kann ich die Werkzeugkiste öffnen ohne sie aus der Hülle nehmen zu müssen.
Ich hab von zuhause nen Dremel samt Trennscheiben gemopst. Damit kann man bestimmt am besten da nen Loch rein säbeln. Atemschutzmaske liegt natürlich auch parat.
Leider lassen es die Außentemperaturen momentan nicht zu, dass ich draußen weiter laminiere. Den Keller wollte ich den Nachbarn nicht nochmal zumuten. Bevor ich die Klappe ausschneide würde ich da gerne noch eine weitere Lage zur Verstärkung aufbringen.